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Der Schutz der Menschenrechte ist die erste Pflicht eines jeden Staates – FORUM MENSCHENRECHTE veröffentlicht Forderungskatalog zur Bundestagswahl 2009

Anlässlich der bevorstehenden Bundestagswahl veröffentlicht das FORUM MENSCHENRECHTE – ein Zusammenschluss von 50 deutschen Menschenrechtsorganisationen - seine Erwartungen gegenüber der neu zu wählenden Bundesregierung.

Dokument (PDF-Datei, 76KB)


Nürnberg

Daniel Jacoby

Daniel Jacoby ist Anwalt und Menschenrechtsverteidiger in Paris. Er war u.a. Vorsitzender der französischen Liga für Menschenrechte und ist Ehrenpräsident der Internationalen Liga für Menschenrechte (FIDH). „Nürnberg“ ist ein Kapitel aus seinem Buch „Le placard à balais“, das 2007 bei Gallimard in Paris erschienen ist. Darin schildert Jacoby Stationen seines Lebens, von den Erlebnissen seines Großvaters während der Pogrome in Rumänien, über seine eigenen Erlebnisse als jüdischer Junge im besetzten Frankreich bis zu seiner Arbeit in aller Welt als Anwalt von Opfern von Menschenrechtsverletzungen. Wir danken ihm und dem Verlag Gallimard für die Genehmigung zur Übersetzung und Veröffentlichung dieses Texts.


60 Jahre Menschenrechte: Die Personen hinter der Geschichte

Der 60. Geburtstag der Allgemeinen Erklärung ist vorbei - ihre Bedeutung nicht. Auch 2009 führen wir die Reihe von Kurzbiografien fort, in denen wir die Väter, Mütter und Paten dieses historischen Dokuments vorstellen. Neu hinzugekommen ist nun Egon Schwelb.


Entwicklung und Menschenrechte

Michael Krennerich

Menschenrechte und Entwicklung haben ein gemeinsames Ziel. In beiden Fällen geht es um die Freiheit von Not und Furcht sowie um die freie Entfaltung und die aktive gesellschaftspolitische Teilhabe von Menschen. Der Beitrag zeigt, auf welche Weise Entwicklung und Menschenrechte zusammenhängen, behandelt extreme Armut als Ursache und Ergebnis von Menschenrechtsverletzungen und plädiert für eine stärkere Berücksichtigung der Menschenrechte in der Entwicklungszusammenarbeit.

Artikel (PDF-Datei, 203KB)


Vom schwierigen Umgang mit „Verbrechen gegen die Menschheit" in Nürnberg und danach

Rainer Huhle

„Verbrechen gegen die Menschheit" war 1945 der Anklagepunkt im Internationalen Militärtribunal von Nürnberg, der die größte Neuerung darstellte. Von den in Nürnberg international angeklagten Verbrechen sind die „Verbrechen gegen die Menschheit“ diejenigen, die am stärksten die Fortschritte des Völkerstrafrechts bestimmt haben. Wie ein Staat seine eigenen Bürger behandelt, ist seither nicht mehr ausschließlich seine eigene Angelegenheit. Doch in Nürnberg war dieses Prinzip höchst umstritten, es wurde noch gar nicht wirklich angewendet. Welche rechtlichen und politischen Probleme sich hinter diesem Anklagepunkt verbargen, und wie es schließlich gelang, die „Verbrechen gegen die Menschheit“ doch als eigenständiges Verbrechen auch außerhalb von Kriegen zu begreifen und international mit Strafe zu belegen, zeichnet diese Studie nach.

Artikel (PDF-Datei, 1,7MB)


Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte: eine grundlegende Antwort auf historisches Unrecht

Rainer Huhle und Michael Krennerich

Die in schlichter Sprache verfasste AEMR ist ein historisches, zeitgebundenes Dokument, dem zugleich universelle und aktuelle Bedeutung zukommt. Entstanden in einer Zeit, in der die Anerkennung der Menschenrechte einen klaren Kontrapunkt zu den NS-Verbrechen setzte, gab die AEMR auf konkrete Unrechtserfahrungen allgemeine Antworten, die noch heute Gültigkeit beanspruchen. Weltweit berufen sich Menschen auf die AEMR, werden die dort verankerten Rechte unter den konkreten Bedingungen vor Ort jeweils neu aufgegriffen und aktualisiert. Trotz der Verankerung und Kodifizierung dieser Prinzipien sind jedoch die flächendeckende Umsetzung der Menschenrechte sowie die weltweite Bestrafung von Menschenrechtsverbrechern noch offene Herausforderungen, die schon vor 60 Jahren benannt wurden.

Artikel (PDF-Datei, 601KB)


Lateinamerikanische und karibische Staaten im UN-Menschenrechtsrat
Annäherung an ein ambivalentes Subjekt

Auf den 2006 geschaffenen UNO-Menschenrechtsrat richteten sich viele Hoffnungen. Großenteils wurden sie enttäuscht, weil die Mitgliedsstaaten ihre Politik nicht wirklich verbesserten. Theodor Rathgeber, der Beobachter des Forums Menschenrechte beim Menschenrechtsrat, untersucht im Folgenden das Verhalten einer Gruppe von eher menschenrechtsfreundlich eingestellten Staaten: Der Staatengruppe aus Lateinamerika und der Karibik (GRULAC / Group of Latin American and Caribbean Countries)

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Wie tritt die EU im internationalen Bereich für die Menschenrechte ein?

Wolfgang S. Heinz und Josephine Liebl

Die Europäische Union tritt zunehmend als wichtiger Akteur gegenüber den Nachbarländern, den AKP-Staaten (afrikanische, karibische und pazifische Staaten) und als regionaler Block bei internationalen Foren wie den Vereinten Nationen (VN) und der Welthandelsorganisation (WTO) auf. Wolfgang Heinz und Josephine Liebl gehen in einem Gastbeitrag der Frage nach, welches Gewicht den Menschenrechten in der EU-Außenpolitik und als Querschnittsaufgabe zukommt.

Artikel (PDF-Datei, 249KB)


Menschenrechte als Querschnittspolitik!

Im Jahr 2008 legte die Bundesregierung einen umfassenden Bericht über ihre Menschenrechtspolitik dem Deutschen Bundestag vor. Wie bereits zum Vorgängerbericht aus dem Jahre 2005 wurde Michael Krennerich als Sachverständiger zur Öffentlichen Anhörung in den Menschenrechtsausschuss des Bundestages eingeladen, um den Bericht zu kommentieren. Die schriftliche Stellungnahme ist nachstehend abgedruckt.

Artikel (PDF-Datei, 272KB)

 


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