Der Kampf gegen das Verschwindenlassen – Veranstaltungshinweis

Sep 23rd, 2017 | By | Category: Aktuelles

Dr. Rainer Huhle wird  am Montag, den 25.09.2017 um 18 Uhr im Caritas-Pirckheimer-Haus im Rahmen des Begleitprogrammes des Nürnberger Menschenrechtspreises über das Thema Der Kampf gegen das Verschwindenlassen sprechen.

Rainer Huhle ist Vizepräsident des UN-Ausschusses gegen das Verschwindenlassen und Vorstandsmitglied des Nürnberger Menschenrechtszentrums.

In Syrien werden tausende Menschen durch das Regime und die Kampfparteien in geheimen Foltergefängnissen gefangen gehalten. Auf den herausgeschmuggelten Bildern des ehemaligen Militärfotografen und diesjährigen Preisträgers Caesar erkennen entsetzte Angehörige nach Jahren der Ungewissheit ihre verstorbenen Kinder, Ehemänner oder Väter.

Am Tag nach der Verleihung des Internationalen Menschenrechtspreises an Caesar nimmt Rainer Huhle das Schicksal dieser in Syrien Verschwundenen zum Ausgangspunkt, um über den internationalen Kampf gegen das Verschwindenlassen zu informieren. Am Anfang stand einst die hartnäckige Forderung der Familienangehörigen von Verschwundenen, dieses Verbrechen endlich in seiner besonderen Tragik anzuerkennen.

Mittlerweile stellt das Verschwindenlassen eine Menschenrechtsverletzung dar, die als völkerrechtlicher Straftatbestand des Verbrechens gegen die Menschlichkeit verfolgt und geahndet wird. Die Bedeutung dieser Entwicklung für die Arbeit der internationalen Organisationen des Menschenrechtsschutzes wird einen der Schwerpunkte von Rainer Huhles Vortrag bilden. Der Vortrag wird sich aber auch mit der Frage beschäftigen, welche weiteren Schritte noch gegangen werden müssen, denn nicht nur in Syrien werden Menschen auch heute noch „verschwunden“.

Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt.

Der Kampf gegen das Verschwindenlassen – Mo, 25.09.2017, 18 Uhr, Caritas-Pirckheimer-Haus, Königstraße 64 in Nürnberg

Die ursprünglich für diesen Termin angekündigte  Veranstaltung „Der Kampf gegen die Folter“ kann aufgrund der Absage von Juan Méndez nicht stattfinden.

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