Weltregionen

Justiz und Vergangenheitspolitik in Spanien

Nov 18th, 2013 | By

Tamarit Sumalla, Josep M.: Historical Memory and Criminal Justice in Spain. A Case of Late Transitional Justice, Cambridge/Antwerpen/Portland (Intersentia) 2013, 209 Seiten
Die Suche nach den Massengräbern, die Bemühungen, so etwas wie eine offizielle Wahrheitssuche oder auch Strafverfahren in Gang zu bringen, zahlreiche persönliche Memoiren und zuletzt der Skandal der Tausenden von verschleppten Kindern scheinen die spanische Öffentlichkeit zu bewegen. Josep Tamarit, Strafrechtler und Kriminologe an der Universität Barcelona, sieht darin Zeichen einer späten Phase von „transitional justice“. In seinem Buch durchmisst er in konziser und systematischer Weise, was auf der Ebene von Politik, Justiz und öffentlicher Erinnerungskultur seit dem Ende der Franco-Diktatur mit Blick auf das Erbe dieser Zeit geschehen ist – und was noch zu tun ist.



Chiles 11. September

Sep 11th, 2013 | By

Vor 40 Jahren, am 11. September 1973, bombardierten chilenische Militärs den Regierungspalast in Santiago und trieben den gewählten Präsidenten Allende in den Tod. Tausende seiner Anhänger wurden in den folgenden Tagen, Monaten und 17 Jahren gefoltert, ermordet und „verschwunden“.

In Chile entstand aber auch eine starke Menschenrechtsbewegung, die trotz aller eigenen Verfolgung den Opfern der Diktatur beistand. Eine wichtige Rolle spielte dabei die „Vicaría de Solidaridad“ der katholischen Kirche, in der sich Menschen verschiedener Weltanschauung im gemeinsamen Kampf für die Menschenrechte aller ChilenInnen zusammenfanden. Ein wichtiges Instrument der Arbeit der Vicaría war ihre wöchentlich erscheinende Zeitschrift „Solidaridad“, die ab 1976 bis zum Ende der Diktatur erschien. Das Nürnberger Menschenrechtszentrum hat ein seiner Bibliothek sämtliche Ausgaben der Zeitschrift. Stefan Kreiner gibt einen Überblick über ihre Entwicklung und ihre Funktion in der chilenischen Menschenrechtsbewegung.



Ana Lilia Pérez – der Preis der Unbestechlichkeit

Feb 1st, 2013 | By

Ana Lilia Pérez ist eine der renommiertesten mexikanischen Journalistinnen. Ihre investigativen Recherchen in das Geflecht aus politischer Korruption, rücksichtlosen Interessen mexikanischer und internationaler Wirtschaftsunternehmen und organisierter Kriminalität haben ihr zahlreiche Preise, aber auch willkürliche Gerichtsverfahren, Verfolgung und Morddrohungen eingebracht. Mitte 2012 kam sie für ein Jahr mit einem Stipendium der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte nach Deutschland. Auf der Nürnberger Lateinamerikawoche hat sie eindrücklich von ihren Erfahrungen in Mexiko und Deutschland berichtet. Ein literarisches Zeugnis dieser Erfahrungen stellen wir hier auf spanisch und deutsch vor.



Curbaradó: Geben Sie das Land zurück, Herr Präsident!

Nov 26th, 2012 | By

Online-Kampagne

Die afrokolumbianischen Gemeinden am Curbaradó-Fluss im Bundesstaat Chocó kämpfen um ihr Land – zeigen Sie, dass sie dabei nicht alleine sind! Nehmen Sie sich zwei Minuten Zeit und beteiligen Sie sich an der Online-Kampagne gegen Vertreibung afrokolumbianischer Gemeinden zugunsten von Monokulturen und extensiver Viehzucht.



El coraje de defender los derechos humanos – un testimonio desde el Chile de Pinochet

Nov 21st, 2012 | By

Mucho se habla hoy de la importante labor por los derechos humanos que, en los años después del golpe de Pinochet, se desarrolló en instituciones vinculadas a las iglesias chilenas, como el Comité de Cooperación para la Paz en Chile (COPACHI), la Fundación de Ayuda Social de las Iglesias Cristianas (FASIC) o más tarde la Vicaría de Solidaridad. Desde la distancia, esta labor puede parecer algo natural y moralmente obligatorio. Sin embargo, estas instituciones trabajaban en condiciones sumamente precarias y peligrosas. […]



Menschenhandel in Mexiko, eine traurige Realität

Oct 8th, 2012 | By

Mexikos geographische Lage macht es zu einem Herkunfts-, Ziel- bzw. Rückkehrland sowie zu einem Transitland für Migranten. Besonders sind die zahlreichen Risikofaktoren, welche eine Migration begleiten, hervorzuheben. In vielen Fällen werden die Migranten aufgrund ihrer hohen Vulnerabilität zu Opfern von Menschenhändlern […]



Erinnerungen an die Bewegung gegen die Folter „Sebastián Acevedo“ in Chile

Jul 11th, 2012 | By

von Rainer Huhle (mit Beiträgen von Roberta Bacic und Christopher Ney)

In den achtziger Jahren, als Diktator Pinochet Chile noch fest im Griff hielt, kam es immer wieder zu öffentlichen Demonstrationen mitten in Santiago, in denen das Foltern des Regimes angeprangert wurde. Dahinter stand die „Bewegung gegen die Folter Sebastián Acevedo“. […]



„Kolumbien zwischen Angst und Hoffnung: Einschüchterung als Instrument der Politik“

Sep 18th, 2011 | By

Im Rahmen der Verleihung des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises fand die Podiumsdiskussion „Kolumbien zwischen Angst und Hoffnung: Einschüchterung als Instrument der Politik“ mit Preisträger Hollman Morris, Dr. Rainer Huhle vom Nürnberger Menschenrechtszentrum und Prof. Flor Alba Romero statt.



La necesaria suscripción de la “Convención Internacional para la protección de todas las personas contra las desapariciones forzadas” por el Estado peruano

Jul 26th, 2011 | By

por Iván Arturo Bazán Chacón*

La Convención constituye un tratado adoptado por la Asamblea General de las Naciones Unidas (ONU) mediante Resolución 61/177 del 20 de diciembre de 2006. Ha entrado en vigor el 23 de diciembre de 2010, pero aún no ha sido suscrita por el Perú. […]



Clotario Blest, sindicalista y luchador por los derechos humanos

Jul 26th, 2011 | By

por Patricio Orellana Vargas

Clotario Blest Riffo fue un legendario dirigente sindical que presidio la Central Única de Trabajadores de Chile. Durante toda su vida (1899-1990) mantuvo ciertos principios que consideraba fundamentales, en primer lugar su cristianismo que intentó vivirlo consecuentemente. […]