Weltregionen

Chile setzt ein Zeichen – Das Museo de Memoria y los Derechos Humanos (Museum der Erinnerung und der Menschenrechte) in Santiago

Jan 14th, 2011 | By

von Rainer Huhle

An zentraler Stelle in Chiles Hauptstadt Santiago, mit eigenem U-Bahn-Eingang, steht seit Dezember 2009 ein gewaltiger Neubau von rund 9000 Quadratmetern auf vier Stockwerken, den Präsidentin Bachelet am 11. Januar 2010 als Museum zur Erinnerung an die Menschenrechtsverletzungen der Pinochet-Diktatur eröffnete. […]
 



ODESSA: Arbeit am Mythos

Jun 14th, 2010 | By

von Dieter Maier

„Wie wir ja alle wissen“, haben Tausende von Nazis in Lateinamerika sichere Fluchtländer gefunden und dort gut gelebt, weil sie Geld und Gold mitgenommen haben. ODESSA (Organisation ehemaliger SS-Angehöriger) soll die zentrale Fluchtorganisation gewesen sein, die später ein Viertes Reich begründete. […]



Ein historisches Urteil gegen die Führung der Colonia Dignidad

Jun 7th, 2010 | By

von Dieter Maier

Am 27. November 2008 verurteilte Richter Jorge Zepeda Arancibia (Santiago) Paul Schäfer, Kurt Schnellenkamp (beide Führungsmitglieder der Colonia Dignidad) und Rudolf Cöllen wegen des Mordes 1974 an dem Chilenen Miguel Becerra (AZ: Rol Nº 12.293-2005) zu Haftstrafen. Schäfer, der bereits wegen Kindesmissbrauchs in Santiago in Haft sitzt, erhielt sieben Jahre Gefängnis, seine Mittäter je 541 Tage auf Bewährung wegen Verdunklung der Tat. Zudem wurden die Drei in einer parallel verhandelten Zivilklage zu 170 Millionen Pesos Entschädigung “wegen erlittener moralischer Schäden” an die Familie Becerras verurteilt […]



Fürchtet Brasilien die Konfrontation mit den Verbrechen der Diktatur?

Jun 7th, 2010 | By

von Heinz F. Dressel

Als einer der Erstunterzeichner des „Appells an das Oberste Bundesgericht: Keine Amnestie für Folterer“, welcher vom „Komitee gegen die Amnestie für Folterer“ lanciert wurde, nehme ich das Urteil des Obersten Bundesgerichts mit Befremden und Ablehnung zur Kenntnis, ein Urteil, das letztlich die Folterer freispricht, die unter uns herumlaufen wie irgend einer der ehrenhaften Polizisten oder Militärs, die engagiert ihre Pflicht erfüllen und darüber wachen, dass das Gesetz respektiert und die öffentliche Ordnung in Brasilien gewahrt werde. […]



O Brasil vai fugir da confrontação com os crimes da ditadura?

Jun 7th, 2010 | By

Heinz F. Dressel

Fazendo parte do primeiro grupo de pessoas que assinaram o „Apelo ao Supremo Tribunal Federal: Não anistie os torturadores”, enviado pelo Comitê Contra a Anistia dos Torturadores, observo com estranheza e repúdio a decisão do Supremo, que em última análise absolve os torturadores que andam por aí como qualquer policial ou militar honesto, que está cumprindo seu dever de zelar pela observação das leis e pela manutenção da ordem pública no Brasil. […]



Zentralamerika und das Römische Statut des IStGH – Der Ratifikationsprozess in El Salvador, Guatemala und Nicaragua

Nov 26th, 2009 | By

von Philip Fehling

Die Coalition for the International Criminal Court (CICC) hat von Anfang an und wiederholt Kampagnen in vielen Ländern durchgeführt, um für den Beitritt zum Statut zu werben. […]



El Salvadors ungesühnte Morde

Nov 24th, 2009 | By

von Martin Maier SJ

Am 16. November 1989 zerrten Militärs in El Salvador sechs Jesuiten und zwei Hausangestellte nachts aus ihren Betten auf dem Gelände der Zentralamerikanischen Universität in San Salvador. […]



Gemeinsamer Menschenrechtsschutz von Europarat und Europäischer Union. Auf dem Weg zur größeren Instituionalisierung einer Kooperation.

Jun 1st, 2009 | By

von Carina Fiebich

Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Frage nach der Kooperation zweier großer europäischer Organisationen im Bereich des Menschenrechtsschutzes, namentlich der Kooperation von Europarat und der Europäischen Union (EU).



DEUTSCH-ARGENTINISCHE REMINISZENZEN – Argentinische Politik – deutsche Diplomatie zu turbulenten Zeiten

Apr 28th, 2009 | By

von Heinz F. Dressel

“Abgesehen von allen politischen Differenzen unter uns, ist es uns allen völlig klar, wer die wirklichen Gegner und die Verantwortlichen für alle Übel, die unser Volk zu erleiden hat, letztendlich sind.”

Dies erklärte in Paris eine Gruppe argentinischer Studenten – “Colectivo Argentino por la Memoria” – im Blick auf die für den 8. Dezember 2008 in der Universität Paris 1 angekündigte Rede des früheren argentinischen Wirtschaftsministers Domingo Cavallo. Er war dem “Lehr-stuhl der Amerikas” der Universität Paris 1-Sorbone durch den argentinischen Prof. Guillermo Hillcoalt zu einem Vortrag über das Thema: “Die Geldpolitik der Schwellenländer eingeladen worden.

Die argentinischen Studenten verteilten an die Teilnehmer der Konferenz Flugblätter, in denen über den politischen Werdegang des Referenten zur Zeit der Militärdiktatur unter Videla – einschließlich seiner illegalen Waffengeschäfte – berichtet wurde. Seine Karriere als Wirtschaftsminister scheiterte im Kontext der Tumulte vom 19. und 20 Dezember 2001, als Frauen mit ihrem “Konzert der Töpfe” auf die Straßen gingen. […]



Lateinamerikanische und karibische Staaten im UN-Menschenrechtsrat – Annäherung an ein ambivalentes Subjekt

Feb 24th, 2009 | By

von Theodor Rathgeber

Auf den 2006 geschaffenen UNO-Menschenrechtsrat richteten sich viele Hoffnungen. Großenteils wurden sie enttäuscht, weil die Mitgliedsstaaten ihre Politik nicht wirklich verbesserten […]