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	<title>Nürnberger Menschenrechtszentrum &#187; Brazil</title>
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		<title>Fürchtet Brasilien die Konfrontation mit den Verbrechen der Diktatur?</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 13:40:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Autor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Brazil]]></category>
		<category><![CDATA[Impunity]]></category>
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		<description><![CDATA[<strong>von Heinz F. Dressel</strong>

Als einer der Erstunterzeichner des „Appells an das Oberste Bundesgericht: Keine Amnestie für Folterer“, welcher vom „Komitee gegen die Amnestie für Folterer“ lanciert wurde, nehme ich das Urteil des Obersten Bundesgerichts mit Befremden und Ablehnung zur Kenntnis, ein Urteil, das letztlich die Folterer freispricht, die unter uns herumlaufen wie irgend einer der ehrenhaften Polizisten oder Militärs, die engagiert ihre Pflicht erfüllen und darüber wachen, dass das Gesetz respektiert und die öffentliche Ordnung in Brasilien gewahrt werde. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>von Heinz F. Dressel</strong></p>
<p>Das Urteil des Obersten Bundesgerichts (STF) in Brasília vom 28. April 2010 über eine Reinterpretation des Amnestiegesetzes von 1979 schützt bedauerlicherweise jene Vertreter der aufeinander folgenden Militärregierungen, die massenweise Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen haben und erklärt sie für unschuldig.</p>
<p>Als einer der Erstunterzeichner des „Appells an das Oberste Bundesgericht: Keine Amnestie für Folterer“, welcher vom „Komitee gegen die Amnestie für Folterer“ lanciert wurde, nehme ich das Urteil des Obersten Bundesgerichts mit Befremden und Ablehnung zur Kenntnis, ein Urteil, das letztlich die Folterer freispricht, die unter uns herumlaufen wie irgend einer der ehrenhaften Polizisten oder Militärs, die engagiert ihre Pflicht erfüllen und darüber wachen, dass das Gesetz respektiert und die öffentliche Ordnung in Brasilien gewahrt werde.</p>
<p>Das Oberste Bundesgericht irrt sich, wenn es die Opfer des Terrors den Folterern gleichstellt.  Es ist eine Fehler, in Bezug auf beide Seiten, Folterer und ihre  in den Folterkellern misshandelten Opfer,  von einer „Bilateralität“ zu sprechen. Tatsache ist, dass die Militärregierung 1979 ein Amnestiegesetz erließ, welches „alle politischer oder damit verbundener Verbrechen Beschuldigten“  freisprach. Die von Sicherheitsagenten oder anderen Angehörigen der Militärregierungen begangenen Verbrechen gegen die Menschenrechte wurden als „politische Handlungen“ interpretiert, was nicht zu rechtfertigen ist, denn in einem Rechtsstaat kann man Hinrichtungen ohne Gerichtsbeschluss, Folter, Vergewaltigung oder Verschwindenlassen von Personen „im Dienste des Vaterlands“ unmöglich als „politischer oder damit verbundene Verbrechen“ klassifizieren und sie dementsprechend unter Amnestie stellen. Dies ist eine Absurdität im Quadrat, die überhaupt nur beim Nachdenken über die Motive für eine derartige Argumentation zu verstehen ist. Wer weiß, möglicherweise war der Sinn der gerichtlichen Urteils identisch mit den Überlegungen der Autoren des Gesetzes von 1978: die „Pazifizierung des Vaterlands.“</p>
<p>Ganz ohne Zweifel, seit der Zeiten der Diktatur sind einige Jahrzehnte verflossen, deshalb ist es gerechtfertigt, an die grundlegenden Tatsachen bezüglich des zur Debatte stehenden Themas zu erinnern:</p>
<p>Es war Dom Hélder Câmara, der einmal konstatierte: Die Gewalt der linken Terroristen war die Gewalt Nummer 2, die sich aus der Gewalt Nummer 1 ergab. oder, um es präzis zu sagen, der Sturz Jangos. Wer mit den Feindseligkeiten begonnen hatte, war das Militär, das anfing zu verhaften und zu foltern und zwar nachweislich bereits in den ersten Tagen der „rettenden Revolution“, wie sie die Bewegung der Generäle, welche die Macht an sich gerissen haben,  zu bezeichnen pflegten</p>
<p>Die am Kampf gegen die Diktatur beteiligt waren, gegen die Folterer und ihre Auftraggeber, haben lediglich auf die Gewalt reagiert; diejenigen, welche widersinnigerweise Guerilleros und sogar Terroristen genannt wurden, haben erst danach geschossen, sie agierten und reagierten aus Notwehr.</p>
<p>Es war nicht so, wie der Ex-Minister der Generäle (Erziehung und Justiz) Jarbas Passarinho mich glauben machen wollte, als er mir in seiner Antwort auf meinen Kommentar zu seiner interessanten Biographie unter dem 16.12.1996 schrieb:</p>
<p>„Ich weiß nicht, ob Sie das1973  in Kuba prämierte Buch kennen A esquerda armada no Brasil, basierend auf der Grundlage von Aussagen kommunistischer guerrilheiros e terroristas. Darin wird von Mordaktionen, „justiçamento&#8221;, „Hinrichtung“,  genannt, berichtet, z. B.  Vom Fall des amerikanischen Captains Chandler, ermordet unter dem Vorwand, er habe gegen das vietnamesische Volk gekämpft und sei CIA-Agent:  sodann der Fall des Unternehmers Boilensen; sowie des deutschen Majors, eines studiosus der Escola de Estado Maior, der Militärakademie des Generalstabs der brasilianischen Streitkräfte, irrtümlich „justiçado&#8221;, „gerichtet“, weil man ihn für den bolivianischen Hauptmann Gary Prado gehalten hatte, der Che Guevara festnahm.  All dies wird in jenem Buch von Zeugen voller Stolz offenbar gemacht.“</p>
<p>Wer während der Ostertage des Jahres 1964 mit der Gewalt begann, waren nicht die genannten „kommunistischen Terroristen“, wie die Militärs heute behaupten; es waren, ganz im Gegenteil, Adepten der „demokratischen Revolution“, wie der Fall des bekannten Gregório Bezerra beweist, der sich am 1. April auf dem Weg vom pernambukanischen sertão hinab nach Recife befand. Als er die  Zuckermühle in Ribeirão erreicht hatte, wurde er von einem Hauptmann der Militärpolizei festgenommen. Auf dem Weg nach Recife traf man auf eine Abteilung der Streitkräfte, begleitet von einer Bande von pistoleiros, die vom Eigentümer des Latifundiums Estreliana mit dem Auftrag entsandt worden waren, Gregorio umzubringen. Es gab eine Diskussion über das geschickteste Vorgehen: sollte man den Gefangenen auf der Stelle oder besser zu einem späteren Zeitpunkt töten? Man beschloss, ihn nach Ribeirão mitzunehmen.  Dort angekommen, fesselte man den Mann und warf ihn auf ein Armeefahrzeug. In Recife angekommen, wurde er dem Kommandeur der IV. Heeresgruppe,  General Justino Alves Bastos, übergeben. Von dort brachte man ihn zur Kaserne der Companhia de Motomecanização. Vom ersten Augenblick an begann Oberstleutnant  Darcy Villocq Viana, zusammen mit einer Gruppe von Soldaten, ihn anzugreifen, mi Gewehrkolben zu schlagen und auch nicht mit Fußtritten zu sparen. Unter den Gefangenen, die zusammen mit Gregorio eingeliefert worden waren, befand sich auch ein Arzt, dem  geheißen wurde, diesen vom Blut, das unaufhörlich über seinen Körper rann, zu reinigen. Der Arzt benutzte sein eigenes Hemd, um die Verletzungen Gregorios zu behandeln. Während sich der Arzt mit Bezerra befasste, Versuchte  der Oberstleutnant, so unglaublich es auch klingen mag, ein Stahlrohr in den Anus eines der Gefangenen einzuführen. Dieses geschah am ersten Tag des Monats April und keiner der Gefangenen, die solche Gräuel erlebt hatten, war ein „Terrorist“, und, davon kann überhaupt nicht die Rede sein, ein „Folterer“ &#8211; somit ist es völlig unsinnig, von „Bilateralität“ zu sprechen, wie es das Oberste Bundesgericht tut! Die Folter wurde ganz ausschließlich zum Instrument 	der Sicherheitskräfte (welch ein Widerspruch in sich selbst!) der Diktatur. Man braucht nur auf die Tragödie im Nordosten zu blicken: „In den von Kriminellen beherrschten Kasernen, aber auch auf den wichtigsten Straßen von Recife, mit den vor aller Augen vorbei getriebenen Gefangenen, und, wie zu erinnern ist, jeder mit einem Strick um den Hals, sagt Helio Fernandes. Auch due „via crucis“Gregorios führte durch die Stadt. Inmitten eines makabren Szenariums, umgeben von einer vor Schrecken erstarrten Menge auf der  „Praça Burle Marx&#8221;, wie der Platz heute heißt, vor dem Portal der Kirche des Stadtteils Casa Forte, in unmittelbarer Nachbarschaft einer Reihe von Einrichtungen der Pfarrei, einschließlich eines von Schwestern geleiteten Gymnasiums, brüllte der Kommandeur der Infanterieabteilung aus vollem Hals: „Kommt alle herbei und seht, wie der Kommunist  Gregório Bezerra gehenkt wird!“ Die Mutter Vorsteherin des Collegs beobachtete voller Horror das barbarische Szenarium unter ihrem Fenster; als sie gewahr wurde, dass ihre Schülerinnen, voller Angst, dies alles auch mit ansahen, ergriff sie das Telefon und verständigte den Bischof, der unverzüglich die militärische Hierarchie von dem Geschehen in Kenntnis setzte. „Im letzten Augenblick erschien Oberst Ibiapina und stoppte die Barbarei, die alle Bewohner In Schrecken versetzt hatte.“, berichtete Paulo Cavalcanti.</p>
<p>Sargento Gregório wurde zu vielen Jahren Gefängnis verurteilt, jedoch sehr bald, zusammen mit anderen 69 politischen Gefangenen, von der brasilianischen Regierung gegen den von Stadtguerillas entführten  Botschafter der Schweiz,  Giovanni Enrico Bucher, ausgetauscht und nach Chile ausgeflogen.</p>
<p>Der von Angehörigen der IV. Heeresgruppe produzierte  Terror erreichte derartige Ausmaße, dass sich  Präsident  Castelo Branco angesichts der Gerüchte, die ihn von allen Seiten erreichten,  gezwungen sah, General Ernesto Geisel,  Chef der casa militar im Präsidialamt, nach Recife zu  entsenden, um dort ein Bild der Lage zu gewinnen.  Der Bericht Geisels existiert, gehört allerdings zu den Dokumenten, die als Staatsgeheimnis behandelt werden und von keinem Staatsbürger eingesehen werden dürfen.</p>
<p>Es tut weh. über die Folter „oder damit verbundene Dinge“ zu sprechen.</p>
<p>Ich verspürte dies, als ich den früheren Minister der Generäle, Jarbas Passareinho,  am 30.8.2007 in seinem Hause in Brasília besuchte.  Ich bezog mich auf seine Biographie und erinnerte an die Tatsache, dass ich es, als ich ihn 35 Jahre zuvor im Erziehungsministerium aufgesucht hatte, nicht unterließ, ihn auf die Dinge hin anzusprechen, „die in den Kellern der Streitkräfte“ geschehen seien. Er wiederholte die Antwort, die er mir damals erteilt hatte: „Ich bin sicher, dass Sie tatsächlich viel mehr über den heimlichen Terror in den Kellern der Polizei erfahren haben, als wir zivilen Minister der Generäle.“</p>
<p>Ich erinnerte daran, dass der Erziehungsminister Passarinho 1972 der einzige Vertreter der Militärregierung gewesen sei, der das Wort „Folter“ über seine Lippen gebracht hatte, obwohl er die Tatsache der Folter in Brasilien gleichzeitig durch die Qualifikation „nicht systematisch&#8230;“ verharmloste.</p>
<p>Nach dieser Reminiszenz sprach Jarbas längere Zeit über das Thema der Folter, wobei er hervorhob, dass er, auch als Reserveoffizier, die Folter ablehne.  Er erwähnte einen Fall von Tortur, während seines Mandats als Gouverneur des Bundesstaates Pará, der sein sofortiges energisches Eingreifen veranlasst hatte. In diesem Zusammen hang erwähnte er auch General Frota, der zweifellos eine Neigung zur Rechten hatte, jedoch rigoros gegen die Folter gewesen sei.  Jarbas berichtete mit Genugtuung. dass es während seiner Zeit als Gouverneur des Staates Pará nicht erforderlich gewesen sei, auch nur eine Person wegen der Anwendung der Folter zu verhaften.</p>
<p>Aber &#8230; während seines Disputs über bestimmte Foltermethoden, mit mittels derer man unter bestimmten Umständen innerhalb sehr kurzer Zeit militärisch wichtige Informationen erhalten könne &#8211; wie dies bei den Franzosen in Algerien der Fall gewesen sei &#8211; unter solchen Umständen also sei das Leiden einer einzigen Person zu akzeptieren, um auf diese Weise das Leben vieler anderer Personen zu retten. Man könne sagen, dass es sich bei einem solchen Leiden um ein weniger schweres handle, wie beim Zahnarzt, der einen Zahn ohne irgend eine Betäubung ziehe; es tue im Augenblick sehr weh, doch man vergesse es bald wieder &#8230; Als ich dies vernahm, fiel mir die Devise des Hohenpriesters Kaiphas, des Obersten der Priesters in jenem Jahr der Exekution des Rebellen Jesus,  ein: „Es ist uns besser, ein Mann sterbe für das Volk, denn dass ein ganzes Volk verderbe.“ (Joh. 11,49)</p>
<p>Doch die Folterer waren keine Zahnärzte, ganz im Gegenteil, sie waren Monstren, die sich groß und stark fühlten, wenn sie andere misshandelten. Ihre Opfer waren Idealisten, wie Jarbas Passarinho zugestand, als er sie folgendermaßen beschrieb: „Idealisten und paradoxerweise Materialisten“. Sie wurden schrecklich gefoltert, doch sie selbst haben niemals irgend jemanden gefoltert.  Ich habe jahrelang mit dieser brasilianischen  „Diaspora, mit diesen prächtigen jungen Leuten, in der Bundesrepublik und  in Frankreich zusammen gelebt.</p>
<p>Unter ihnen Luis Travassos, Studentenführer in São Paulo, wie José Serra, der gegenwärtige Gouverneur des Staates São Paulo und Präsidentschaftskandidat.  In den Jahren 19676/68 führte Luis große Demonstrationsmärsche an, aus denen Parolen ertönten, wie „Ein geeintes Volk kann niemals besiegt werden“ &#8211; die einzige Waffe, die von den rebellierenden Studenten benutzt wurde. Luis war Mitorganisator des sagenhaften Kongresses der UNE &#8211; der Nationalen Studentenunion &#8211; in Ibiúna, wo sich über 1000 Studenten versammelt hatten, heimlich, wie sie dachten, doch der Nationale Sicherheitsdienst war bestens informiert.  Am letzten Tag seines Mandats als Vorsitzender der UNE, am 12. Oktober 1968, wurde Travassos zusammen mit 920 Kommilitonen festgenommen. Der junge Mann blieb ein ganzes Jahr in Haft. Welche Bestialitäten diese idealistische Jugend zu erdulden gehabt hatte, berichtete später Luis` Kollege in der Leitung der UNE, Jean-Marc von der Weid, ebenfalls inhaftiert, in einem Interview dem epd–Nachrichtenspiegel Nº 12 vom 25.3.71: vom ersten Tag an wurden sie geschlagen und systematisch gefoltert; es gab wiederholt Scheinerschießungen, die Gefangenen wurden an den Füßen aufgehängt und mit Elektroschocks gequält; man praktizierte das berüchtigte „water boarding&#8221; oder Halbertränken der horrorisierten Opfer.  Zahnziehen ohne Betäubung ?</p>
<p>Nach einem langen Jahr entkam Travassos diesem, von „Sicherheitsorganen“ inszenierten, Inferno, zusammen mit weitereren 14 politischen Gefangenen, im Austausch gegen dem. von Stadtguerillas entführten, Botschafter der USA, Charles Burke Elbrick.  Eine Maschine der  Força Aérea brachte die „auf Lebenszeit Verbannten“  nach Mexiko.</p>
<p>Der Weg Travassos`führte über Mexiko, Kuba und Chile in die Bundesrepublik Deutschland, wo er mit seiner Ehefrau, MArijane Lisboa, vom Ökumenischen Studienwerk Bochum in die Förderung aufgenommen wurde.</p>
<p>Marijanes Weg war nicht minder grausam als der ihres Mannes. Während der ersten Jahre nach dem Staatsstreich agitierte sie  zusammen mit der akademischen Jugend von Rio de Janeiro und nahm 1968 auch an dem Protestmarsch teil, bei dem der junge Student Edson Luís erschossen wurde. Auf Anordnung des Geheimdienstes der Marine wurde Marijane verhaftet und in das berüchtigte Folterzentrum des CENIMAR &#8211; Centro de Informações da Marinha &#8211; auf der  Ilha das Flores verbracht, wo die Folter so brutal praktiziert wurde, dass das Herz der jungen Frau z versagen drohte. Es vergingen anderthalb Jahre, bis ein Militärgericht gegen sie verhandelte. Obgleich von diesem  freigesprochen, wurde sie vor der Tür des Gerichtsgebäudes erneut in Haft genommen. Als man sie nach 20 Tagen wieder freiließ, dauerte die Freiheit nur 5 Tage, nach denen man sie  wiederum einkerkerte.  Nach 30 Tagen wurde  sie wieder entlassen und vom Anwalt der Familie abgeholt doch auf der Fahrt nach Hause hielt man das Auto des Anwalts an, zog Marijane heraus und brachte se encapuzada &#8211; das Gesicht von einer Kapuze verhüllt &#8211; zu einem berüchtigten Folterzentrum des Heeres in Tijuca. Nach sechs Wochen gelang es der Familie, ihre Entlassung zu bewirken. Auf dem Heimweg entschloss sich MArijane, in der chilenischen Botschaft um Asyl nachzusuchen. Von dort brachte man sie nach Santiago. Welche Odyssee“</p>
<p>Wie kann man hier von „Bilateralität“ sprechen, angesichts dieser Menschen, die alle Varianten der Bestialität erduldet, einschließlich Vergewaltigung, und die nie im Leben eine Person in böser Absicht angerührt haben; wie kann das Oberste Bundesgericht diese Personen an die Seite von Folterern stellen?</p>
<p>Wie können die Bundesrichter die Amnestie, als „bilateral“ bezeichnen,  die den Folterknechten und jenen Brasilianern, die das „Verbrechen“ begangen haben, diesen Folterern Widerstand zu leisten, gewährt wurde? &#8211; fragt auch Helio Fernandes, de große Reporter der Tribuna da Imprensa, die von der Diktatur praktisch liquidiert worden war.</p>
<p>Wie ist es möglich, Monstren wie jene, die den Gefangen Bacuri Eduardo Leite, Angehöriger der Stadtguerilla, zerstückelten, indem sie ihm erst ein Ohr abschnitten, dann die Augen herausrissen und danach einen der Arme, seinen Körper Stück für Stück zerstörten &#8211; wie ist es möglich, Monstren, die solche Gräuel begangen haben,  mit den Opfern, die in ihrem ganzen Leben nie einen Menschen misshandelt hatten, zu vergleichen? &#8211;  Monstren, welche sogar die Leichen ihrer Opfer gevierteilt haben, als handle es sich um Schlachtvieh, Methoden, wie sie nachweislich im Centro de Investigação  von Petrópolis-RJ gang und gäbe waren.</p>
<p>Wenn man dies alles bedenkt, erscheint einem das Urteil des Obersten Bundesgerichts (STF) irrational. Die Folter kann unmöglich als eine legale Funktion des Staates angesehen werden, es ist unmöglich, die Folter als Teil der Aufgaben eines Staatsdieners zu definieren. Die Folter ist ein Verbrechen gegen die Würde des Menschen und darf nicht amnestiert werden.  Wenn der Folterknecht im Namen des Staates gehandelt hat, muß auch die Regierung zur Verantwortung gezogen werden, wie es mittlerweile in Chile, Argentinien und Uruguay geschieht.</p>
<p>Wir bedauern, dass Brasilien die Konfrontation mit einer finsteren Periode seiner Geschichte ablehnt.<br />
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		<title>O Brasil vai fugir da confrontação com os crimes da ditadura?</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 13:34:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Autor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<strong>Heinz F. Dressel</strong>

Fazendo parte do primeiro grupo de pessoas que assinaram o „Apelo ao Supremo Tribunal Federal: Não anistie os torturadores", enviado pelo Comitê Contra a Anistia dos Torturadores, observo com estranheza e repúdio a decisão do Supremo, que em última análise absolve os torturadores que andam por aí como qualquer policial ou militar honesto, que está cumprindo seu dever de zelar pela observação das leis e pela manutenção da ordem pública no Brasil. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heinz F. Dressel</strong></p>
<p>O julgamento do Supremo Tribunal Federal sobre uma reinterpretação da Lei da Anistia de 1979 &#8211; a qual protege integralmente os respectivos representantes dos governos militares de serem julgados por execuções extrajudiciais, por torturas e por estupros -, este julgamento do STF que tomou lugar no dia 28 de abril 2010 em Brasília, infelizmente indulta e protege àqueles representantes dos governos militares que de maneira maciça cometeram crimes contra a humanidade.</p>
<p>Fazendo parte do primeiro grupo de pessoas que assinaram o „Apelo ao Supremo Tribunal Federal: Não anistie os torturadores&#8221;, enviado pelo Comitê Contra a Anistia dos Torturadores, observo com estranheza e repúdio a decisão do Supremo, que em última análise absolve os torturadores que andam por aí como qualquer policial ou militar honesto, que está cumprindo seu dever de zelar pela observação das leis e pela manutenção da ordem pública no Brasil.</p>
<p>Engana-se o Supremo, que iguala as vitimas do terror da ditadura com os torturadores. É um equívoco falar numa „bilateralidade&#8221; com referência aos dois lados, os torturadores e as vítimas do terror nos porões. Fato é, que o governo militar em 1979 promulgou uma Lei de Anistia que exonerava   todos os acusados que cometeram „crimes políticos ou conexo com estes&#8221;. As violações dos direitos humanos cometidas por agentes de segurança ou outros integrantes dos governos militares foram interpretadas como „atos políticos&#8221;, coisa injustificável, porque num Estado de direito nunca pode-se classificar prisões e execuções extrajudiciais, torturas, estupros ou desaparecimento „a serviço da Pátria&#8221; como „crimes políticos ou conexo com estes&#8221; e os incluir na anistia. É coisa absurdíssima mesmo, que só se explica refletindo sobre os motivos de tal argumentação. Quem sabe, a razão do julgamento era a mesma que valeu na elaboração da lei de 1979: a „pacificação do País&#8221;.</p>
<p>Sem dúvida, desde os tempos da ditadura já passaram umas décadas, por isso vale lembrar os fatos básicos do assunto em disputa:</p>
<p>Foi Dom Hélder Câmara quem disse, a violência dos terroristas de esquerda era a de número 2, derivada da violência número 1, ou seja, a deposição de Jango. As hostilidades foram iniciadas pelos militares que passaram a prender e a torturar, comprovadamente já nos primeiros dias da „revolução salvadora&#8221;, como costumaram chamar o movimento dos generais que assaltaram o Poder.</p>
<p>Os que se envolveram na luta contra a ditadura, contra os torturadores e seus mandantes, estavam apenas reagindo à violência. Atiraram depois; os que foram absurdamente chamados de guerrilheiros e até de terroristas, agiram e reagiram em legítima defesa.</p>
<p>Nao foi como o ex-ministo dos generais (Educação e Justiça), Jarbas Passarinho, me quis fazer crer quando me escrevia numa carta datada em 16 de dezembro de 1996, ao responder uma carta tipo resenha da interessantíssima biografia dele, que lhe havia enviado no dia 13.11.1996:</p>
<p>“Não sei se o senhor conhece o livro: ‘A esquerda armada no Brasil’. premiado em Cuba e escrito a partir de depoimentos de guerrilheiros e terroristas de filiação comunista. Publicado em 1973, nele se contam as ações de assassinato denominadas „justiçamento&#8221;, como as do capitão americano Chandler, sob pretexto de ter lutado contra o povo vietnamita e ser „agente do CIA&#8221;; do empresário Boilensen; e do major alemão, aluno da Escola de Estado Maior do Exército brasileiro, „justiçado&#8221; por engano, tomado que foi pelo capitão boliviano Gary Prado, que prendera Che Guevara. Tudo é revelado com orgulho pelos depoentes!&#8221;</p>
<p>Quem iniciou a violência nos dias da páscoa em 1964 não foram os ditos “terroristas de filiação comunista&#8221;, como hoje em dia alegam os militares; muito pelo contrário, foram os adeptos da „revolução democrática&#8221;, como consta o caso do famoso Gregório Bezerra, que no dia 1º de abril encontrava-se no caminho do sertão pernambucano rumo ao Recife. Ao ter chegado na usina Pedrosa em Ribeirão, ele foi preso por um capitão da PM. Na viagem ao Recife encontraram um destacamento do Exército acompanhado por um bando de pistoleiros, enviados pelo proprietário do latifúndio Estreliana a fim de matar o Gregório. Ocorreu uma disputa acerca do procedimento mais razoável: matar o preso na hora mesmo ou mais tarde? Resolveu-se levá-lo a Ribeirão. Chegado lá, amarraram o homem e o jogaram num veículo do Exército. No Recife o entregaram às mãos do general Justino Alves Bastos, comandante do IV. Exército. De lá o levaram ao quartel da Companhia de Motomecanização. Imediatamente o comandante, tenente-coronel Darcy Villocq Viana, junto com uma turma de soldados, o agrediu, batendo nele fortemente com seus fuzis, não poupando ponta pés. Acontece que entre os presos que juntamente com Gregório deram entrada havia também um médico, ao qual deram ordem de limpar o homem do sangue que correu fortemente. Este médico utilizou sua própria camisa para tratar os ferimentos do Gregório. Enquanto o médico se ocupava do Gregório Bezerra, por incrível que pareça, o tenente-coronel tentou induzir uma barra de ferro no ânus dum preso seminu. Isso aconteceu no primeiro dia do mês de abril e nenhum dos presos que passaram tais crueldades foi um „terrorista&#8221;, e nem se fala num „torturador&#8221; &#8211; não faz mais o mínimo sentido falar de „bilateralidade&#8221;, como o está fazendo o Supremo! A tortura tornou-se instrumento exclusivo das forças de segurança (que contradição!) da ditadura. Vejam a tragédia no nordeste: „Nos porões dos quartéis dominados pelos criminosos, mas também nas principais ruas do Recife, com prisioneiros sendo „passeados à vista de todos, e relembre-se, amarrados pelo pescoço&#8221;, diz Helio Fernandes. Também a „via crucis&#8221; do Gregório o levou pelas ruas da cidade. Num cenário macabro, envolto de uma multidão estarrecida na „Praça Burle Marx&#8221;, como o lugar se chama hoje, em frente da igreja do bairro de Casa Forte, perante um número de instalações da paróquia, inclusive um colégio de freiras, o comandante do destacamento militar gritou: „Venham todos e olham como se enforca o comunista Gregório Bezerra!&#8221; A madre superiora do colégio assistiu com horror o cenário bárbaro lá embaixo, quando suas alunas, cheias de medo, observaram tudo pelas janelas, pegou o telefone e avisou o bispo que imediatamente alarmou a hierarquia militar. „No último momento apareceu o coronel Ibiapina e parou as bestialidades que horrorizaram todos os moradores&#8221;, contou Paulo Cavalcanti. Sargento Gregório foi condenado para muitos anos de prisão, mas antes, junto com outros 69 presos políticos pelo governo brasileiro, foi trocado contra o embaixador da Suíça, Giovanni Enrico Bucher, sequestrado por guerrilhas urbanas, e levado ao Chile.</p>
<p>O terror no nordeste, produzido por elementos pertencentes ao IV. Exército chegou a tamanha extensão que o presidente Castelo Branco teve que enviar o general Ernesto Geisel, chefe da casa militar, a Pernambuco para investigar a situação devido às reclamações de todos os lados. O relatório de Geisel existe, mas faz parte dos documentos que estão sendo tratados como segredo do Estado para o cidadão brasileiro não olhar.</p>
<p>Dói falar sobre a tortura „ou conexo com esta&#8221;.</p>
<p>Notei isso, quando na ocasião de uma visita a sua casa, no dia 30.8.2007, conversei com o ex-ministro dos generais, Jarbas Passarinho. Referindo-me à biografia dele, chamei atenção do fato de que, quando há 35 anos o visitei no ministério de educação na capital, não havia deixado de fazer uma observação a respeito das coisas ocorridos „nos porões&#8221; das Forças Armadas. Ele repetiu a resposta que ele havia-me dado naquela ocasião: „Estou certo de que os senhores realmente ouviram muito mais sobre o terror clandestino nos porões da polícia ou nos recintos de certos quartéis do que nós ministros civis dos governos dos generais.&#8221;</p>
<p>Lembrei que o ministro Passarinho naquele vez, em 1972, havia sido o único representante do Governo militar que deixou passar a palavra „tortura&#8221; por seus lábios apesar de que ele diminuiu a admissão da existência da tortura pelo termo „não sistemática&#8221;&#8230;</p>
<p>Após esta reminiscência, Jarbas falou por mais tempo sobre o tópico da tortura, destacando que ele, também como membro do Exército em função de oficial de reserva, rejeitava a tortura. Aí ele mencionava um caso de tortura que havia provocado sua imediata reação bastante enérgica. Nesse contexto ele mencionou o general Frota, que sem dúvida se inclinava à direita, mas que era rigorosamente contra a tortura. Jarbas contou com orgulho que durante seu mandato de governador do Estado de Pará não havia sido necessário prender nenhuma pessoa por cause do uso da tortura.</p>
<p>Mas &#8230;, ao disputir sobre certos métodos da tortura, através dos quais, pelas circunstâncias dentro de um prazo muito curto, poder-se-ia receber informações essenciais de natureza militar &#8211; como havia sido com os franceses na Argélia &#8211; nestas condições o sofrimento de uma só pessoa poderia ser aceitável para salvar a vida de muitas outras pessoas. Poderia dizer-se que esse sofrimento seja apenas um sofrimento menos grave, como no dentista, que tira um dente sem anestesia alguma; dói na hora, mas a gente esquece logo &#8230; Ouvindo isso, me lembrei do lema do sumo sacerdote, Caifas, presidente dos sacerdotes naquele ano da execução do rebelde Jesus: „É melhor que morra apenas um homem pelo povo, do que deixar que o país todo seja destruído&#8221; (João 11,49).</p>
<p>Mas, não eram dentistas os torturadores, muito pelo contrário, eram monstros que se tornaram poderosos ao maltratar os outros. Suas vítimas eram idealistas, como Jarbas Passarinho admitiu caracterizando-os: „idealistas paradoxalmente materialistas&#8221;. Foram severamente torturados, mas nunca torturaram ninguém. Convivi durante anos com esta „diáspora&#8221; brasileira na Alemanha e na Franca, jovens formidáveis.</p>
<p>Entre eles Luís Travassos, líder estudantil em São Paulo, como José Serra. Nos anos 1967/68 Luís liderou grandes passeatas, gritando palavras de ordem como „O povo unido jamais será vencido&#8221; &#8211; a única arma utilizada pelos estudantes rebeldes. Luis foi co-organizador do famoso Congresso da UNE em Ibiúna, onde se reuniram mais de 1.000 estudantes, clandestinamente, como pensaram, mas o SNI estava bem informado. No último dia de seu mandato como presidente da UNE, em 12 de outubro de 1968, Travassos foi preso com 920 estudantes. O rapaz ficou detido durante um ano inteiro. Quais as bestialidades que sofreu esta juventude idealista contou o colega de Luís na direção da UNE e também na prisão, Jean–Marc von der Weid, numa entrevista ao epd–Nachrichtenspiegel Nº 12 do dia 25.3.71: desde o primeiro dia foram batidos e sistematicamente torturados, houve repetidamente execuções fingidas, os presos foram pendurados pelas pernas e torturados com choques elétricos, e praticou-se o „water boarding&#8221; ou quase-afogar das vitimas horrorizadas. Tirar um dente sem anestesia?</p>
<p>Travassos deixou este inferno criado pelos „órgãos de segurança&#8221; depois de um ano, acompanhado de 14 presos políticos em troca do embaixador dos Estados Unidos, Charles Burke Elbrick, sequestrado por guerrilhas urbanas. Um avião da Força Aérea os levou ao México, „banidos por tempo de vida.&#8221;</p>
<p>Seu caminho o levou via México, Cuba e Chile à Alemanha, onde chegou com sua esposa Marijane Lisboa e onde a Obre Ecumênica de Estudos em Bochum os acolheu.<br />
O histórico da Marijane foi muito cruel também. Junto com a juventude estudantil carioca ela agitou nos primeiros anos depois do golpe, assistindo a passeata em 1968 em que mataram o jovem estudante Edson Luís. Por ordem do serviço de inteligência da Marinha Marijane foi presa no CENIMAR &#8211; Centro de Informações da Marinha na Ilha das Flores, onde a tortura era tão brutal que o coração da moça começou a falhar. Demorou um ano e meio até que a moça teve de se apresentar perante um tribunal militar. Apesar de absolvida, ela foi detida de novo em frente à porta do tribunal. Posta em liberdade depois de 20 dias, ficou livre durante 5 dias e de novo entrou no cárcere. Depois de 30 dias foi posta em liberdade. Um advogado da família a buscou, mas no caminho o carro dele foi parado, pegaram a Marijane, e a levaram encapuzada ao centro de tortura do Exército na Tijuca. A família conseguiu que ela fosse posta em liberdade depois de três semanas. Aí, no caminho a casa, Marijane resolveu pedir asilo na embaixada chilena, de onde se foi para Santiago. Que odisséia!</p>
<p>Como é que é possível falar de „bilateralidade&#8221; em vista destas pessoas que sofreram todo tipo de besteira &#8211; inclusive estupro &#8211; e que nunca na vida nem tocaram em outra pessoa; como o STF pode colocar estas pessoas do lado dos torturadores?</p>
<p>Como os ministros do Supremo podem chamar de bilateral a anistia dada a torturadores e a brasileiros que praticaram o &#8220;crime&#8221; de resistir a esses torturadores? &#8211; perguntou também Helio Fernandes, grande repórter da Tribuna da Imprensa, praticamente liquidada pela ditadura.</p>
<p>Como é possível comparar monstros como aqueles que despedaçaram o preso Bacuri Eduardo Leite, militante da guerrilha urbana, primeiro cortando-lhe uma orelha, depois tirando-lhe os olhos e arrancando-lhe um braço, destruindo seu corpo, membro por membro &#8211; como é possível comparar monstros, que fizeram coisa desta, com as vitimas que não torturaram ninguém em toda sua vida? Monstros que até esquartejaram os cadáveres de suas vitimas como se fossem bois no matadouro, métodos que se usaram no Centro de Investigação em Petrópolis-RJ.</p>
<p>Considerando tudo isso, o julgamento do Supremo Tribunal Federal parece ser irracional. Tortura não pode ser considerada função legítima do Estado, não é possível declarar a tortura parte dos deveres dum funcionário público, Tortura é crime contra a dignidade humana e não deve ser anistiada. Se o torturador agiu em nome do Estado, deve ser responsabilizado até o governo, como neste meio tempo acontece no Chile, na Argentina e no Uruguai.</p>
<p>Lamentamos que o Brasil rejeite a confrontação com um período escuro de sua história.<br />
<img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/2cfa9ca14dd94efcab6bb94195cbaaaa" width="1" height="1" alt="">  </p>
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		<title>BRASILIEN: Erinnerung oder Vergessen?</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Jul 2008 10:07:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Autor</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Impunity]]></category>
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		<description><![CDATA[<strong>von Heinz F. Dressel</strong>

Wie wacklig die Haltung der Regierenden in Brasilien hinsichtlich der historischen und juristischen Aufarbeitung der in den langen Jahren des Militärregimes von Vertretern der Ordnungskräfte begangenen Verbrechen wirklich ist, zeigt die heftige Polemik im Gefolge der von Justizminister Tarso Genro ausgelösten heißen Diskussion um die Frage nach dem Charakter der Amnestie von 1979 und, damit verbunden, um die Frage nach der Straffreiheit oder Strafbarkeit von Agenten des Staates, die von 1964 - 1985 schwere Verbrechen begangen haben.
Der Justizminister, Tarso Genro, hatte zusammen mit dem Chef der Secretaria Especial de Direitos Humanos - einem dem Präsidialamt zugeordneten Sekretariat ausschließlich für Menschenrechtsfragen - Paulo Vannucchi, ein Seminar veranstaltet, bei dem es insbesondere um die Frage der Verantwortlichkeit von Militärs und anderen Vertretern des Staates ging, die während der Diktatur Menschen gefoltert und getötet hatten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>von Heinz F. Dressel</strong></p>
<p>Wie wacklig die Haltung der Regierenden in Brasilien hinsichtlich der historischen und juristischen Aufarbeitung der in den langen Jahren des Militärregimes von Vertretern der Ordnungskräfte begangenen Verbrechen wirklich ist, zeigt die heftige Polemik im Gefolge der von Justizminister Tarso Genro ausgelösten heißen Diskussion um die Frage nach dem Charakter der Amnestie von 1979 und, damit verbunden, um die Frage nach der Straffreiheit oder Strafbarkeit von Agenten des Staates, die von 1964 &#8211; 1985 schwere Verbrechen begangen haben.<br />
Der Justizminister, Tarso Genro, hatte zusammen mit dem Chef der Secretaria Especial de Direitos Humanos &#8211; einem dem Präsidialamt zugeordneten Sekretariat ausschließlich für Menschenrechtsfragen &#8211; Paulo Vannucchi, ein Seminar veranstaltet, bei dem es insbesondere um die Frage der Verantwortlichkeit von Militärs und anderen Vertretern des Staates ging, die während der Diktatur Menschen gefoltert und getötet hatten.</p>
<p>Zum Artikel: <a href="http://vg07.met.vgwort.de/na/eb07a548276d4403acffb63d9552d217?l=http://www.nmrz.de/wp-content/uploads/2009/11/brasilien_erinnerung.pdf">BRASILIEN: Erinnerung oder Vergessen?</a></p>
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		<title>Evolución funcional de la tortura en Brasil: la impunidad como factor determinante de su persistencia en la democracia (1)</title>
		<link>http://www.menschenrechte.org/lang/en/lateinamerika/evolucion-funcional-de-la-tortura-en-brasil-la-impunidad-como-factor-determinante-de-su-persistencia-en-la-democracia-1</link>
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		<pubDate>Sun, 05 Jun 2005 07:54:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Autor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Brazil]]></category>
		<category><![CDATA[Impunity]]></category>
		<category><![CDATA[Latin America]]></category>
		<category><![CDATA[Torture]]></category>
		<category><![CDATA[Violations of Human Rights]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nmrz.de/?p=1582</guid>
		<description><![CDATA[<strong>por Manuel                Eduardo Góngora Mera</strong>

Después de la tragedia del 11.09.01, el tema de la tortura                ha tomado inusitada actualidad a nivel mundial. Las agencias de                noticias internacionales han cubierto casos de tortura desde muy                diversos rincones del planeta, como Guantánamo, Irak o Afganistán.                Incluso Alemania no ha escapado a este fenómeno. Brasil tuvo                a finales del 2004 su propio escándalo de tortura, aunque                los hechos no fueran de ocurrencia reciente. La publicación                en un periódico de Brasilia de unas fotos de personas que                fueron ví­ctimas de tortura durante la dictadura revivió                el debate sobre la impunidad en que quedaron estos hechos. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>por Manuel                Eduardo Góngora Mera</strong> <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#dos">(2)</a>, Abril 2005</p>
<p>Después de la tragedia del 11.09.01, el tema de la tortura                ha tomado inusitada actualidad a nivel mundial. Las agencias de                noticias internacionales han cubierto casos de tortura desde muy                diversos rincones del planeta, como Guantánamo, Irak o Afganistán.                Incluso Alemania no ha escapado a este fenómeno. Brasil tuvo                a finales del 2004 su propio escándalo de tortura, aunque                los hechos no fueran de ocurrencia reciente. La publicación                en un periódico de Brasilia de unas fotos de personas que                fueron ví­ctimas de tortura durante la dictadura revivió                el debate sobre la impunidad en que quedaron estos hechos.</p>
<p>Aparte                de la discusión coyuntural y mediática, han surgido                en algunos sectores de la doctrina defensas muy serias al uso de                la tortura o a la relativización de su prohibición,                lo cual, en el fondo, constituye un desafí­o a las bases mismas                de los regí­menes democráticos y la legitimidad del                poder estatal. La doctrina del &#8220;mal menor&#8221;, de MICHAEL                IGNATIEFF, es un ejemplo de ello. IGNATIEFF<a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#tres">(3)</a> justifica el empleo de la tortura y otros métodos contrarios                al Estado de Derecho basado en un análisis de costo/beneficio:                es preferible la tortura de un sospechoso (culpable o inocente)                a la muerte de miles de ví­ctimas. Autores alemanes como NIKLAS                LUHMANN y WINFRIED BRUGGER comparten esta postura. Pero la visión                pragmática del problema descuida los efectos que el uso de                la violencia extralegal del Estado tiene sobre la legitimidad del                poder polí­tico, y se basa en el supuesto erróneo de                que tal violencia es necesaria. La Doctrina de la Seguridad Nacional                tení­a esta misma lógica: para garantizar la seguridad                colectiva, es necesario adoptar medidas extraordinarias para identificar                y eliminar al &#8220;enemigo interno&#8221;, o lo que es lo mismo,                para defender la legalidad la autoridad estatal puede desconocerla.</p>
<p>Este                retorno al uso y a la defensa de la violencia estatal obliga a la                academia comprometida con la salvaguardia del Estado de Derecho                y la inalienabilidad de los derechos fundamentales a dar respuestas.                En el marco de este debate, el presente escrito pretende resaltar                dos ideas esenciales, tomando como modelo la experiencia de Brasil:                1) la institucionalización de la tortura deslegitima la autoridad                estatal; 2) la lucha contra la impunidad es la polí­tica más                efectiva contra la tortura. Esto, a partir de las siguientes hipótesis:                1) el uso de la tortura y la violencia estatal deslegitimó                al régimen autoritario, lo que obligó a una transición                hacia la democracia; 2) sin embargo, tal transición no implicó                una ruptura con el régimen anterior, en tanto que los responsables                de violaciones a los derechos humanos atribuibles al Estado permanecieron                en el sistema, con total impunidad; 3) la tortura no desapareció                con la democracia, sólo cambiaron sus funciones y finalidades                dentro del sistema estatal.</p>
<h2>1.                Aspectos conceptuales</h2>
<p>El                marco conceptual mí­nimo para abordar esta temática                lo constituye la Convención de Naciones Unidas contra la                Tortura y Otros Tratos o Penas Crueles, Inhumanos o Degradantes,                cuyo artí­culo 1 define tortura como todo acto por el cual                se inflijan intencionadamente a una persona dolores o sufrimientos                graves, fí­sicos o mentales, con un fin especí­fico,                cuando tales dolores o sufrimientos sean infligidos por un funcionario                público u otra persona en el ejercicio de funciones públicas,                a instigación suya, o con su consentimiento o aquiescencia                <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#cuatro">(4)</a>. Los fines especí­ficos pueden ser:</p>
<p>a.                Obtener de la persona o un tercero información o una confesión                (tortura inquisitiva)<br />
b. Castigarla por un acto que cometió, o se sospeche que                cometió (tortura punitiva)<br />
c. Intimidar o coaccionar a esa persona o a otras (tortura intimidatoria).<br />
d. Cualquier razón basada en cualquier tipo de discriminación                (tortura discriminatoria).</p>
<p>Este                marco conceptual debe complementarse, en el caso de Brasil, con                la Convención Interamericana para Prevenir y Sancionar la                Tortura, que prohí­be en su artí­culo 2 la tortura como                medida preventiva o que tenga<strong> cualquier otro fin</strong>, por lo                que la lista anterior de finalidades no es taxativa. Según                el artí­culo en comento, se entenderá también                como tortura la aplicación sobre una persona de métodos                que tiendan a anular su personalidad o a disminuir su capacidad                fí­sica o mental, así­ no causen dolor fí­sico                o angustia psí­quica.</p>
<p>El                derecho a no ser sometido a torturas ni a tratos o penas crueles,                inhumanos o degradantes ha sido consagrado en las Declaraciones                y Convenciones internacionales como <strong>absoluto </strong>y no derogable                <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#cinco">(5)</a>. Nunca puede ser suspendido, ni siquiera                en tiempos de guerra, amenaza de guerra, inestabilidad polí­tica                interna o estados de excepción <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#seis">(6)</a>. La                tortura y los tratos o penas crueles, inhumanos o degradantes son<strong> injustificables </strong>en toda circunstancia, ni siquiera la orden                de un superior exime de responsabilidad <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#siete">(7)</a>.                Tanto la Corte Interamericana <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#ocho">(8)</a> como la Corte                Europea de Derechos Humanos <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#nueve">(9)</a>han reafirmado                en numerosos pronunciamientos que la prohibición de la tortura                rige <strong>aún en las circunstancias más excepcionales</strong>,                como las que el Estado enfrenta ante agresiones terroristas o actividades                criminales a gran escala.</p>
<h2>2.                La tortura durante la dictadura militar en Brasil: 1964-1985</h2>
<p>2.1.                Antecedentes</p>
<p>En                su primer Informe Relativo a la Implementación de la Convención                contra la Tortura, presentado a inicios del 2000 (con 10 años                de retraso), el gobierno de Brasil resume la historia de la tortura                en el paí­s <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#diez">(10)</a>. Su punto de partida                es el pasado colonial (siglos XV-XIX), perí­odo en el cual                la organización polí­tica, económica y social                obedecí­a a los intereses de Portugal. Los conceptos de punición                vigentes en Europa fueron implantados en el nuevo continente, por                lo que eran frecuentes las penas corporales como respuesta a un                gran número de delitos o como medio para someter a los esclavos.                La independencia no supuso el fin de la tortura <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#once">(11)</a>,                debido en gran medida al mantenimiento de la esclavitud (hasta finales                del siglo XIX) y la precariedad del sistema carcelario. Como instrumento                represivo, la tortura comenzó a utilizarse desde los albores                del siglo XX, contra movimientos de oposición polí­tica                (v.gr. los Canudos o la &#8220;Revolta da Chibata&#8221;). Durante                &#8220;el Estado Nuevo&#8221;, la dictadura de Getulio Vargas reprimió                duramente la oposición, conminando a las cárceles                a los presos polí­ticos, que fueron torturados de manera sistemática.                Con el retorno a la democracia, en 1945, la tortura contra opositores                polí­ticos se suspendió, pero la tortura inquisitiva                y punitiva contra presos comunes se mantuvo incólume. En                tales condiciones se llegó al golpe de Estado de 1964. Este                breve repaso a la historia evidencia que la tortura no fue producto                de la dictadura más reciente, sino que sus orí­genes                se remontan varios siglos atrás.</p>
<p>2.2.                La Doctrina de la Seguridad Nacional y su influencia sobre los organismos                de seguridad del Estado</p>
<p>Durante                la dictadura operó un cambio en la función de la tortura                dentro del sistema estatal, para convertirse en instrumento de represión                dirigido contra la oposición polí­tica. Este cambio                se explica en primera instancia a través de la fundamentación                teórica de los gobiernos autoritarios que ascendieron al                poder: la Doctrina de la Seguridad Nacional (DSN), según                la cual la tortura es un instrumento necesario, el más eficaz                y expedito para adelantar investigaciones policiales y militares                en hechos que se consideren crí­menes contra la seguridad                nacional.</p>
<p>La                DSN fue desarrollada entre 1954 y 1964 en una academia militar:                la Escuela Superior de Guerra (ESG), fundada en 1949 en Rí­o                de Janeiro por el jefe del Estado Mayor de las Fuerzas Armadas,                a imitación de la &#8220;National War College&#8221;, por iniciativa                de oficiales que participaron en la II Guerra Mundial y que regresaron                a Brasil con concepciones norteamericanas sobre la &#8220;defensa                nacional&#8221; <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#doce">(12)</a>. A partir de 1964, la Escuela                sirvió como formadora de cuadros para ocupar funciones dentro                del gobierno, de ahí­ que su ideologí­a tuviera tal                influjo sobre el régimen. El principio que sintetiza la DSN                es la prevalencia de la seguridad frente a las libertades individuales:                amenazada aquella, está justificado el sacrificio de éstas.                De ahí­ que fuera normal que las técnicas de tortura                hicieran parte de los estudios en las academias militares y centros                de instrucción policial, y que la mayorí­a de los casos                de tortura se atribuyan a las fuerzas militares y a la policí­a,                como lo reconoce el propio gobierno brasileño:</p>
<blockquote><p>La represión                  polí­tica durante el Nuevo Estado y la dictadura fue llevada                  a cabo, en gran parte, por <strong>las fuerzas de policí­a que                  controlaba el Gobierno Federal, con el apoyo de las policí­as                  estatales</strong>. La función desempeñada por la policí­a                  estatal en medio del silencio impuesto por la censura y la represión                  gubernamental facilitó la práctica de la tortura                  y los malos tratos de los presos comunes, ya fueran simples detenidos                  o condenados, y favoreció la participación de las                  fuerzas de policí­a, tanto civil como militar.</p>
<p>(&#8230;) Durante                  esta época histórica los polí­ticos de la                  oposición fueron privados de sus derechos cí­vicos,                  los profesionales de los medios de comunicación social                  y todo el que se opusiera al régimen eran censurados por                  sospechosos de tentativa de subvertir el orden, secuestrados por                  los organismos de seguridad, detenidos ilegalmente, torturados                  e incluso asesinados. Los datos que posteriormente salieron a                  la luz demuestran la existencia de <strong>por lo menos 242 centros                  secretos de detención vinculados de algún modo a                  las Fuerzas Armadas</strong> o incluso controlados por éstas,                  como el Departamento de Operaciones de Información/Centro                  de Operaciones de Defensa Interna (DOI-CODI) y el Departamento                  del Orden Polí­tico y Social (DOPS), que llevaban a cabo                  investigaciones polí­ticas en el ámbito estatal <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#trece">(13)</a>.                  (La negrilla no pertenece al texto).</p></blockquote>
<p>Ello                evidencia que no se trataron de casos aislados de tortura o de excesos                de la tropa rasa. El Estado instruyó a sus cuerpos de seguridad                para aplicar la tortura; los procesos de selección y entrenamiento                sirvieron para escoger los perfiles mejor dispuestos para responder                a la obediencia automática y aceptar la oferta de impunidad;                y el poder judicial quedó supeditado a las decisiones del                dictador de turno, como condición previa y necesaria para                la operatividad del sistema <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#catorce">(14)</a>.</p>
<p>2.3.                Evolución de la función de la tortura en la dictadura                brasileña</p>
<p>La                prisión polí­tica y la tortura acompañaron todos                los años de gobierno militar, por lo que su función                principal es idéntica durante todo el proceso: el mantenimiento                en el poder a través de la represión polí­tica.                Sin embargo, por su larga duración (21 años), la dictadura                brasileña permite identificar al menos tres etapas en que                la tortura como instrumento represivo se fue adecuando a los cambios                en las condiciones de gobernabilidad.</p>
<p>2.3.1.                Primera Fase: Operación Limpieza</p>
<p>La                mayor parte de los casos de tortura en esta etapa se dieron durante                los tres primeros meses después del golpe (Castelo Branco                tení­a sólo entre abril 9 y el 15 de junio de 1964                para realizar la purga, según el Artí­culo X del Acto                Institucional No. 1). El número de arrestos en el perí­odo                posterior al golpe solo puede ser estimado, probablemente entre                10.000 y 50.000 personas. Muchos regresaron dí­as o incluso                semanas después de la detención. Se calcula que varios                cientos de ellos fueron torturados, en el marco de esta &#8220;operación                limpieza&#8221; dirigida contra los dirigentes y simpatizantes del                gobierno derrocado <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#quince">(15)</a>. Como resultado, se                logró la casación de los derechos polí­ticos                de tres expresidentes, seis gobernadores de Estado, dos senadores,                63 diputados federales y más de 300 diputados estatales.</p>
<p>En                el ejército, la purga se convirtió en una cacerí­a                de brujas. Entre abril 1 y junio 15, 122 oficiales fueron forzados                al retiro. Muchos de ellos estaban en contra del golpe, otros consideraban                el nuevo gobierno constitucionalmente ilegí­timo. Otros se                identificaban con Goulart, por lo que no podí­a confiarse                en ellos. En cuanto a las ví­ctimas civiles, la mayorí­a                pertenecí­a a partidos de izquierda (Partido Comunista Brasileiro,                Partido Comunista do Brasil, Organização Revolucionária                Marxista-Polí­tica Operária, entre otros), organizaciones                de la iglesia católica y movimientos estudiantiles (Movimento                de Educação de Base, Juventude Universitária                Catholica) <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#dieciseis">(16)</a>. El nordeste fue objeto                de especial represión, y la persecución se dirigió                contra lí­deres potencialmente peligrosos, como Celso Furtado,                Paulo Freire, Francisco Julião y Gregorio Bezerra. La tortura                sirvió como instrumento para la instalación del nuevo                régimen en el poder mediante la neutralización de                la oposición. Esto facilitó la eliminación                de los partidos polí­ticos (Acto Institucional No. 2, octubre                de 1965), y la creación de una oposición que no atacara                al régimen (MDB, Movimento Democrático Brasileiro).</p>
<p>2.3.2.                Segunda Fase: Prevalencia de la tortura inquisitiva</p>
<p>Una                vez en el poder, los generales se sucedí­an a través                de acuerdos en las cúpulas del régimen. Pero esto                no era suficiente para asegurar su continuidad. Para ello, se tuvo                que reformar la estructura jurí­dica del paí­s mediante                una nueva Constitución (1967, con la que se restringieron                las libertades individuales y el derecho de reunión); modificar                las relaciones entre el ejecutivo, legislativo y judicial; extender                la competencia de la justicia militar de tal forma que pudiera actuar                impunemente; y reforzar el aparato represivo y de control. Debido                al comienzo de las protestas de la sociedad civil y al surgimiento                de la oposición armada, el régimen autoritario empleó                la tortura primordialmente en su modalidad <strong>inquisitiva</strong>, es                decir, como instrumento para delatar las actividades de oposición,                a través de la confesión de sus miembros.</p>
<p>En                1968, la oposición al régimen tomó fuerza en                las calles, las fábricas y las universidades, a pesar de                la represión. También se intensificó la resistencia                armada a través de secuestros a cambio de la libertad de                presos polí­ticos y otras acciones que llevaron al gobierno                de Costa e Silva a decretar abiertamente la dictadura con el Acto                Institucional No. 5 del 13 de diciembre de 1968, ordenando el cierre                del Congreso Nacional y las Asambleas Legislativas de seis Estados.                Posteriormente, Médici efectuó una Enmienda Constitucional                que hizo la Constitución aún más autoritaria                y la adaptó a la Doctrina de Seguridad Nacional <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#diecisiete">(17)</a>.                Esto inició la época de represión, violencia                y supresión de libertades civiles más fuerte de toda                la historia republicana de Brasil.</p>
<p>Durante                el gobierno de Ernesto Geisel (1974-1978), el régimen intentó                revitalizarse ante su creciente desprestigio. La represión                continuó, pero atemperada con medidas de apertura. Los órganos                de represión optaron por ocultar las ejecuciones extrajudiciales,                para evitar el desgaste que las versiones repetitivas de &#8220;atropellamiento&#8221;,                &#8220;suicidio&#8221;, y tentativa de fuga&#8221; enfrentarí­an                en un clima de mayor libertad de prensa. Esto derivó en un                crecimiento del fenómeno de la desaparición forzada                <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#dieciocho">(18)</a>. Para el final del gobierno de Geisel,                se registraron aproximadamente diez mil exiliados polí­ticos,                millares de ciudadanos presos polí­ticos, 245 estudiantes                expulsados de las universidades, y cerca de 300 muertos y desaparecidos                <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#diecinueve">(19)</a>.</p>
<p>Hay                que destacar que la mayorí­a de las ví­ctimas se cuentan                en esta fase (1969-1975) y no en la fase de instalación en                el poder, -lo que diferencia al caso brasileño de otras dictaduras                latinoamericanas, v. gr. Chile <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#veinte">(20)</a> -. Esto se debió en gran parte a que la resistencia armada                no se dio inmediatamente después del golpe de abril del 64,                sino con la conformación posterior de las guerrillas rurales                y urbanas.</p>
<p>2.3.3.                Tercera Fase: Prevalencia de la tortura intimidatoria</p>
<p>A                partir de 1975, la tortura tuvo como función dentro del régimen                la intimidación de la población. La ví­ctima                ya no estaba individualizada: el blanco era un sector social, sin                que importare determinar sus integrantes. Este cambio tuvo que operar                dado que la oposición se hací­a masiva. Las ví­ctimas                se elegí­an para &#8220;enviar un mensaje&#8221; tanto al grupo                por cuyas actividades fueron torturadas, como a la sociedad en general.                Se buscaba con ello paralizar las acciones del grupo y amedrentar                a la población. En varios casos la tortura estuvo precedida                de amenazas, lo que resalta su carácter intimidatorio. Los                ejemplos más destacados de esta nueva etapa son: la tortura                y asesinato de Honestino Guimarães, uno de los lí­deres                del movimiento estudiantil; la desaparición del exdiputado                Rubens Paiva; el asesinato durante el interrogatorio en un DOI-CODI                del reconocido periodista Vladimir Herzog en octubre de 1975 (presentado                ante los medios como un suicidio); y el asesinato en 1976 del metalúrgico                Manoel Fiel Filho.</p>
<p>Desde                1977 no se registraron nuevos asesinatos durante los interrogatorios,                pero las torturas persistieron e iniciaron las actividades regulares                de terrorismo de Estado, mediante atentados con bombas que detonaban                en sedes de las más importantes entidades identificadas con                fuerzas progresistas <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#veintiuno">(21)</a>.</p>
<p>2.4.                El debilitamiento del régimen y la transición hacia                la democracia</p>
<p>La                represión polí­tica posterior al Acto Institucional                No. 5, el terrorismo de Estado, la conformación de escuadrones                de la muerte, el conocimiento público <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#veintidos">(22)</a> de casos de capturas ilegales, desapariciones forzadas y uso sistemático                de torturas que muchas veces derivaban en ejecuciones extrajudiciales,                la censura generalizada y otras graves violaciones a los derechos                y libertades fundamentales fueron debilitando al régimen.                El fin del &#8220;milagro brasileño&#8221;, la crisis del petróleo                de 1978 y el fracaso del modelo económico aplicado por los                militares, contribuyeron a empeorar la situación del gobierno.                La dictadura no podí­a seguir negando por mucho tiempo esta                realidad, pues la represión habí­a dejado de ser clandestina,                y se habí­a convertido en un instrumento generalizado en el                que cualquier ciudadano podí­a ser una ví­ctima potencial                <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#veintitres">(23)</a>, ya que <strong>toda persona</strong> era responsable                por la seguridad nacional -como rezaba el artí­culo 89 de                la Constitución de 1967 <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#veinticuatro">(24)</a>.</p>
<p>El                uso de la tortura como instrumento de intimidación produjo                el efecto contrario: la oposición se organizó por                medios democráticos, y con cada nuevo hecho execrable del                régimen, fue convocando nuevos sectores descontentos con                la dictadura, desde obreros y campesinos hasta polí­ticos                y empresarios. El apoyo creciente al Movimento Democrático                Brasileiro (MDB) hací­a inviable al régimen mantener                controladas las elecciones con el esquema bipartidista <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#veinticinco">(25)</a>.                La respuesta fue una nueva ley de partidos en 1980, poco después                de la ley de amnistí­a polí­tica declarada por João                Baptista de Oliveira Figueiredo (1978-1985) como medio para recuperar                apoyo popular <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#veintiseis">(26)</a>. Adicionalmente, la                ley de amnistí­a resolvió a favor del régimen                el problema en que se habí­a convertido la presión                de la oposición para el esclarecimiento de los casos de tortura                y otras violaciones a los derechos fundamentales. Los temores de                los mandos militares sobre una posible acción contra ellos                se despejaron con la inclusión en la ley de la definición                de los delitos que quedaban cobijados con la amnistí­a: tanto                &#8220;crí­menes polí­ticos&#8221; como &#8220;crí­menes                conexos&#8221;. Como explica THOMAS SKIDMORE, a través de                este último eufemismo los jueces consideraron que la tortura                estaba incluida dentro de la amnistí­a, lo que permitió                la impunidad en estos casos <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#veintisiete">(27)</a>. Incluso                en el informe de 2001 al Comité de Derechos Humanos, el gobierno                -democrático- de Brasil defiende esta interpretación:</p>
<blockquote><p>En 1979 el                  Congreso aprobó la Ley de amnistí­a, que puso fin                  al arresto polí­tico y facilitó el retorno de los                  que habí­an sido desterrados por motivos polí­ticos.                  Esto fue una medida importante en favor de las libertades cí­vicas.                  Conviene mencionar que la ley proclamó una amnistí­a                  para &#8220;todos los delitos de carácter polí­tico                  o cometidos por razones polí­ticas&#8221; y, por consiguiente,                  <strong>comprendí­a los delitos de tortura cometidos durante                  el régimen autoritario</strong> <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#veintiocho">(28)</a>.                  (La negrilla no pertenece al texto).</p></blockquote>
<p>Las                organizaciones de derechos humanos y reconocidos abogados han defendido                una tesis opuesta, basados en la inconstitucionalidad de la inclusión                de la tortura como delito amnistiable o en la falta de una referencia                expresa de la ley <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#veintinueve">(29)</a>.</p>
<h2>3.                La Tortura en la democracia: 1985-2005</h2>
<p>Con                la ley de amnistí­a de 1979, fueron liberados los presos polí­ticos,                pero la tortura continuó, como siempre, contra los presos                comunes. El tránsito hacia la democracia fue un proceso controlado                por los militares que careció de un punto de ruptura con                el régimen anterior, como ocurrió en otros paí­ses                del área (v. gr. Argentina después de la guerra                de las Malvinas)<a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#treinta"> (30)</a>. Esto explica, de un                lado, que en el imaginario social no se imprimiera la idea de un                antes y un después de la dictadura, lo que                restó fuerza a las organizaciones civiles que pedí­an                una investigación sistemática de las violaciones a                los derechos humanos durante el régimen autoritario; y de                otro, que los miembros de la policí­a y el ejército                culpables de delitos como la tortura y la desaparición forzada                permanecieran en sus cargos, protegidos por el pacto de silencio                e impunidad entre los militares y el nuevo gobierno civil. Como                resultado, la democracia no significó el fin de la práctica                de la tortura, aunque con cada gobierno los esfuerzos por combatirla                se han ido intensificando, como se analiza a continuación.</p>
<p>3.1.                La criminalización de la tortura</p>
<p>La                Convención contra la Tortura y otros Tratamientos o Penas                Crueles fue adoptada por las Naciones Unidas en 1984. En su artí­culo                4.1, el instrumento impuso a los Estados miembros el deber de incorporar                en sus legislaciones el tipo penal de tortura, tentativa y complicidad.                Aunque Brasil en la Constitución de 1988 habí­a reintroducido                la prohibición expresa de la tortura <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#treintaiuno">(31)</a>(con                la intención de conferir a su criminalización el carácter                de urgente), y habí­a ratificado la Convención en 1991,                sólo cumplió tal obligación en 1997 <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#treintaidos">(32)</a>.                Hasta entonces, la tortura figuraba en el Código Penal sólo                como circunstancia agravante para cualificar el homicidio. Con la                Ley 9.455 de 1997 se punieron autónomamente varias modalidades                de tortura.</p>
<p>3.1.1.                La Ley contra la Tortura</p>
<p>Según                el artí­culo 1º de la Ley 9.455, constituye crimen de                tortura:</p>
<p>1.                Constreñir a alguien con empleo de violencia o grave amenaza,                causándole sufrimiento fí­sico y mental, con alguno                de los siguientes fines:</p>
<blockquote><p>a. obtener                  información, declaración o confesión de la                  ví­ctima o de tercera persona (tortura inquisitiva).<br />
b. provocar acto u omisión de naturaleza criminal (tortura-medio).<br />
c. en razón de discriminación racial o religiosa                  <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#treintaitres">(33)</a> (tortura discriminatoria).</p></blockquote>
<p>2.                Someter a alguien, bajo su guarda, potestad o autoridad, con empleo                de violencia o grave amenaza, a intenso sufrimiento fí­sico                o mental, como forma de aplicar un castigo personal o como medida                de carácter preventivo (tortura punitiva).</p>
<p>Es                interesante destacar que, a diferencia de los ordenamientos jurí­dicos                internacionales, la tortura fue tipificada en Brasil con un sujeto                pasivo indeterminado, es decir, no es una conducta exclusiva de                los funcionarios públicos. No obstante, en el segundo caso                se incluye un elemento objetivo al tipo: sólo pueden cometer                tortura aquellos que tengan sobre alguien una guarda, poder o autoridad.                LUCIANO MARIZ MAIA cita algunos ejemplos: delegados, agentes penitenciarios,                pero también empleadores, directores de escuela, comandantes                de embarcaciones podrí­an ser procesados por tortura contra                personas detenidas, empleados, alumnos o tripulantes, respectivamente                <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#treintaicuatro">(34)</a>.</p>
<p>La                Ley prescribe como pena la prisión, de 2 a 8 años                <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#treintaicinco">(35)</a>; si el delito resulta en lesiones                corporales graves o sumamente graves, la pena será de 4 a                10 años; y si causa la muerte, de 8 a 16 años <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#treintaiseis">(36)</a> . En caso de que el autor del delito sea un funcionario público,                se contempla la pérdida del cargo y el impedimento legal                para el ejercicio de funciones públicas por un perí­odo                determinado <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#treintaisiete">(37)</a>.</p>
<p>3.1.2.                Resultados de la ley contra la Tortura</p>
<p>A                pesar de la consagración constitucional de la prohibición                de la tortura, la ratificación de los Tratados internacionales                de Naciones Unidas y del sistema interamericano de derechos humanos,                y la expedición de la Ley 9.455, la tortura persiste, particularmente                en los centros de detención. El fracaso de la Ley como mecanismo                preventivo y punitivo contra la tortura se evidencia en las cifras                de los procesos que se han iniciado y han concluido con sentencia                (véase cuadro No. 1). No parece ser entonces la falta de                un marco normativo la causa por la cual subsiste la tortura en Brasil.</p>
<p><img src="http://www.menschenrechte.org/images/cuadrom1a.jpg" alt="" width="626" height="312" /><img src="http://www.menschenrechte.org/images/cuadrom1b.jpg" alt="" width="625" height="248" /><img src="http://www.menschenrechte.org/images/cuadrom1c.jpg" alt="" width="626" height="352" /></p>
<p>Cuadro: Estadí­sticas                sobre la aplicación de la Ley contra la tortura.<br />
Fuente: Consejo Nacional de Procuradores Generales de los Estados                <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#treintaiocho">(38)</a>.</p>
<p>En                una vigencia de 4 años, la Ley sólo logró generar                258 denuncias, de las cuales únicamente 16 terminaron en                procesos fallados, una cantidad muy pequeña en contraste                con lo diseminado de la práctica de la tortura, como se presentará                en el siguiente acápite.</p>
<p>3.2.                La tortura en las prisiones</p>
<p>3.2.1.                Dimensión del problema</p>
<p>Entre                el 20 de agosto y el 12 de septiembre de 2000, el Relator Especial                de las Naciones Unidas sobre la Tortura <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#treintainueve">(39)</a>,                Sir Nigel Rodley, visitó cinco capitales de Estados de Brasil,                inspeccionando delegaciones y establecimientos carcelarios en los                que existí­an denuncias sobre tortura. En su informe a la                Comisión de Derechos Humanos, el Relator concluyó                que la policí­a brasileña practica de manera <strong>sistemática </strong>la tortura, al momento de la detención, durante los interrogatorios                y en el cumplimiento de la pena. El hacinamiento y las condiciones                infrahumanas de detención hací­an de los disturbios                problemas habituales, contrarrestados con el uso excesivo de la                fuerza. Las palizas se usaban frecuentemente para castigar a los                reclusos que supuestamente habí­an vulnerado normas de disciplina                de la institución. Incluso algunos de los detenidos entrevistados                por el Relator fueron posteriormente torturados por denunciar estos                hechos <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#cuarenta">(40)</a>.</p>
<p>Pero                esta sólo es la punta del iceberg. Según datos del                Movimiento Nacional de los Derechos Humanos (MNDH), el 70% de los                casos de tortura en Brasil ocurren en las ciudades pequeñas,                siendo la policí­a y los agentes penitenciarios responsables                del 77% de los casos de tortura. La información se deriva                de las 25.605 denuncias telefónicas efectuadas entre 2001                y 2004 a una lí­nea gubernamental (SOS Tortura) para combatir                el problema de impunidad. Diariamente, se registran entre 5 y 10                nuevos casos. Otra organización no gubernamental, la Acción                de los Cristianos para la Abolición de la Tortura (ACAT)                registró entre 2001-2002, tan sólo en el Estado de                São Paulo, 1651 casos de tortura, ninguno de ellos punido                hasta la fecha <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#cuarentaiuno">(41)</a> . El problema, a                pesar de los esfuerzos del gobierno por controlar la situación,                continúa. Hace tan solo un mes (14.01.05), al menos 23 funcionarios                de un centro de detención de São Paulo fueron acusados                de perpetrar torturas contra al menos 100 jóvenes <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#cuarentaidos">(42)</a>.</p>
<p>3.2.2.                Funciones de la tortura</p>
<p>En                el Informe Relativo a la Implementación de la Convención                contra la Tortura y otros Tratamientos o Penas Crueles, Inhumanos                o Degradantes, el gobierno de Brasil afirma que la tortura ya no                es practicada por motivos polí­ticos <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#cuarentaitres">(43)</a>,                pero admite que sigue siendo practicada por los policí­as                en delegaciones, presidios, institutos de adolescentes y en las                calles a lo largo del paí­s como instrumento inquisitivo.                El gobierno reconoce por ejemplo, que fueron cometidos más                de 150 asesinatos por policí­as entre abril de 1997 y noviembre                de 1998; que la mayorí­a de las ví­ctimas fueron jóvenes                negros pobres; y que los diversos métodos de tortura empleados                corresponden en gran medida a los utilizados durante la dictadura.                Sobre los responsables, afirma:</p>
<blockquote><p>La Policí­a                  Civil recurre a métodos violentos sobre todo en la investigación                  de delitos contra la propiedad y se empeña en no hacer                  caso de los fundamentos jurí­dicos. Los sospechosos pobres                  o los que tienen antecedentes penales a veces son maltratados                  durante los interrogatorios. Se recurre a los malos tratos para                  obtener información y confesiones por la fuerza o como                  castigo, y muchas veces para sacar algún beneficio económico.                  Rara vez se da publicidad a los casos de brutalidad policial,                  ya que tanto las ví­ctimas como los testigos proceden de                  familias de bajos ingresos, que desconocen sus derechos y temen                  posibles represalias.</p>
<p>Por lo que                  se refiere a la Policí­a Militar, son frecuentes los actos                  de violencia durante las redadas, así­ como la persecución                  y el acoso de los sospechosos. Los agentes recurren a palizas,                  coacciones y amenazas para obtener información sobre posibles                  sospechosos de delitos <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#cuarentaicuatro">(44)</a>.</p></blockquote>
<p>A                estas manifestaciones de tortura inquisitiva, deben sumarse las                prácticas de tortura punitiva durante el cumplimiento de                la pena, que muchas veces son empleadas como mecanismos de control                ante revueltas, motines, o intentos de evasión. El Informe                atribuye esta situación al hacinamiento de las cárceles                de Brasil <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#cuarentaicinco">(45)</a>.</p>
<p>Una                vez explorado el desarrollo, funciones y dimensión de la                tortura en Brasil, se analiza la impunidad como factor determinante                de su persistencia en la democracia.</p>
<h2>4.                Tortura e impunidad</h2>
<p>La                pregunta que se pretende resolver en este aparte es por qué                si la polí­tica de las instituciones a la cabeza del Estado                (Presidente y ministros, congreso, Altas Cortes) propende por la                eliminación de la tortura, ésta continúa cumpliendo                funciones importantes en los niveles inferiores del Estado.</p>
<p>Para                dar respuesta, se realiza un análisis de la impunidad como                causa determinante del fenómeno de persistencia de la tortura                en Brasil, empleando la clasificación de KAI AMBOS <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#cuarentaiseis">(46)</a>.                Para este autor, pueden identificarse tres niveles en los que existen                diversas manifestaciones de impunidad. En el primer nivel se diferencia                entre impunidad <strong>normativa </strong>(aquella directamente derivada                de las normas, v. gr. leyes de punto final y amnistí­a)                e impunidad <strong>fáctica </strong>(la que deviene de resultados                prácticos, a pesar de la existencia de leyes de persecución                a violadores de derechos humanos); en un segundo nivel puede hablarse                de impunidad <strong>material </strong>(falta de persecución de los                hechos) e impunidad <strong>procesal </strong>(generada por problemas de diseño                del sistema procesal penal); en un tercer nivel se analiza la impunidad <strong> estructural</strong>, es decir, aquella cuyas causas se encuentran                en problemas estructurales que afectan a la sociedad que experimenta                el fenómeno.</p>
<p>4.1.                Primer nivel de impunidad</p>
<p>Como                quedó explicado en lí­neas superiores, antes del traspaso                del poder a las manos civiles, los gobiernos militares se aseguraron                que sus crí­menes quedaran <strong>normativamente</strong> impunes a                través de la Ley 6.683 de 1979, que no sólo concedió                amnistí­a a los perseguidos polí­ticos, sino a todos                los funcionarios que participaron en las torturas entre el 2 de                septiembre de 1961 y el 15 de agosto de 1979. Esto último,                mediante una interpretación extensiva de la expresión                &#8220;delitos conexos a crí­menes polí­ticos&#8221; <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#cuarentaisiete">(47)</a>.                Por ello puede afirmarse que el proceso de democratización                en Brasil está signado por la impunidad normativa. Esto demarcó                el camino que recorrerí­a el paí­s durante los siguientes                veinte años después de la dictadura militar, definió                la visión que del pasado tendrí­a la sociedad, y fijó                las reglas que dirigirí­an las relaciones las fuerzas armadas                y los gobiernos civiles en lo que se ha llamado &#8220;democracia                tutelada&#8221;<a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#cuarentaiocho"> (48)</a>. También                explica el que los miembros de las fuerzas de seguridad implicados                en actos de tortura permanecieran al interior de las instituciones                estatales, y que cientos de ellos ocupen actualmente cargos de responsabilidad                en diversos ámbitos públicos <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#cuarentainueve">(49)</a>.</p>
<p>Con                el fortalecimiento paulatino de la sociedad civil, la polí­tica                de perdón y olvido perdió fuerza. Las exigencias de                verdad, justicia y reparación de los familiares de las ví­ctimas                de la dictadura obligan a los gobiernos civiles a tomar medidas                para dar respuesta a sus presiones. Un importante paso en esta dirección                lo constituyó la Ley 9.140 de 1995, en la que el Estado reconoció                oficialmente la muerte de 146 personas tenidas como desaparecidas                y reconociendo para sus dependientes, así­ como a los familiares                de otras personas muertas a consecuencia de tortura, el derecho                a una indemnización. La Constitución de 1988, la ratificación                de los tratados sobre tortura de Naciones Unidas y del sistema interamericano                de derechos humanos, así­ como la Ley 9.455 de 1997 conformaron                un marco jurí­dico adecuado para la persecución del                delito de tortura. Por lo tanto, la persistencia de la tortura no                puede explicarse más como producto de la ausencia de leyes                que condenen este crimen, sino como resultado fáctico. Con                ello, puede apreciarse en la democracia brasileña una transición                de la impunidad normativa a la <strong>fáctica</strong>, cuyos efectos                se analizarán al tratar el tercer nivel de impunidad.</p>
<p>4.2.                Segundo nivel de impunidad</p>
<p>Para                AMBOS, la <strong>impunidad material</strong> en sentido estricto se refiere                a la falta de persecución de vulneraciones a los derechos                humanos universalmente reconocidos, generalmente por razones más                fácticas que normativas <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#cincuenta">(50)</a>. Por                ejemplo, asumiendo que el funcionario torturador sea el custodio                de un preso, habrí­a impunidad material ante la falta de notitia                criminis, ya que del autor del hecho punible depende el conducir                o no a su ví­ctima al médico legista para que reciba                atención y se comprueben los maltratos.</p>
<p>De                otro lado, la <strong>impunidad procesal</strong> se relaciona con la forma                en que está diseñado el proceso penal, que impide                que los casos de tortura que ingresan al sistema de justicia terminen                con un fallo. Aunque el estudio de las fallas del procedimiento                penal en Brasil darí­a lugar a un estudio separado, es preciso                hacer algunos comentarios. En primer lugar, las investigaciones                de crí­menes cometidos por policí­as están a                cargo de la propia policí­a. El sentido de solidaridad profesional                y otras motivaciones subjetivas son factores que tienen un peso                enorme en esta etapa inicial del proceso, y explica que la mayor                parte de las denuncias no lleguen al juez <a href="http://www.menschenrechte.org/beitraege/lateinamerika/Torturabrasil.htm#cincuentaiuno">(51)</a>.                En segundo lugar, el artí­culo 199 del Código de Enjuiciamiento                Penal autoriza a obtener confesiones <strong>antes </strong>del interrogatorio,                e impone la carga de la prueba de la invalidez de la confesión                a la defensa. Esto constituye un serio problema de impunidad, v.                gr. en los eventos de tortura durante la captura, porque corresponde                a la ví­ctima demostrar que la prueba de confesión                fue obtenida por medios ilí­citos si ella quiere que se inadmita                en el proceso (artí­culo 5, inciso LVI de la Constitución                de 1988). En tercera instancia, los médicos legistas, encargados                de establecer si en un caso concreto ha habido tortura, no están                bajo autoridad judicial o institución gubernamental independiente,                sino bajo la autoridad de la policí­a. Esto afecta su libertad                profesional e impide en buena medida obtener la prueba de la tortura,                con lo cual se asegura la impunidad en el hipotético caso                de que se llegue a juicio. Finalmente, las averiguaciones son remitidas                al Ministerio Público, que es el órgano que recomienda                al juez la iniciación de una acción penal. A pesar                de que esto darí­a lugar a una mayor independencia entre el                investigador y el investigado, lo cierto es que la recolección                de las pruebas es tarea de la policí­a, por lo que puede acomodar                las circunstancias de tal modo que de iniciarse el proceso se imputen                tipos penales distintos de la tortura, con penas menores, como el                abuso de autoridad o las lesiones corporales.</p>
<p>4.3.                Tercer nivel: la impunidad estructural</p>
<p>La                impunidad puede ser un problema estructural cuyas raí­ces                se encuentran en la forma en que está organizada la sociedad                y el sistema polí­tico, así­ como en las fallas en el                funcionamiento de las instituciones estatales. Para abordar el análisis                de las causas estructurales de la impunidad en el Brasil democrático                conviene utilizar una teorí­a especializada en el estudio                del funcionamiento de la burocracia estatal, bajo el supuesto de                que éste fue el sistema predominante durante el régimen                autoritario, y que continúa siéndolo durante la democracia,                en tanto que la transición sólo modificó el                elemento autoritario en la cúspide de la estructura estatal,                pero no alteró los niveles inferiores.</p>
<p>La                teorí­a clásica de DOWN sobre la burocracia estatal                parte de la idea fundamental de los intereses propios. Los funcionarios                públicos están motivados, más que por el interés                general, por alcanzar fines personales como el poder, prestigio,                ingresos, seguridad, lealtad a una institución, etc. Según                los intereses y su posición en la estructura burocrática,                los funcionarios públicos pueden clasificarse en &#8220;fanáticos&#8221;,                &#8220;abogados&#8221; y &#8220;hombres de Estado&#8221;. Los primeros                se orientan por conceptos polí­ticos estrechos que siguen                fanáticamente; los segundos son leales a los fines de sus                superiores, juzgan neutralmente diferentes propuestas al interior                de una organización, y defienden a sus instituciones frente                a ataques externos; los terceros están a la cabeza de la                estructura, y en un sistema democrático se preocupan por                obtener respaldo popular para las próximas elecciones, por                lo que defienden causas acordes con la Constitución y la                ley. En una jerarquí­a hay una lí­nea vertical de información,                que es alimentada por los propios miembros. Eso genera el riesgo                de que la información escale selectivamente, y que la mayor                parte se quede en el nivel de los &#8220;fanáticos&#8221;;                los problemas que surjan en caso de que la información supere                ese nivel serán resueltos por los &#8220;abogados&#8221;; los                &#8220;hombres de Estado&#8221; pierden paulatinamente el control                real sobre las actuaciones de sus subordinados. Empleando este modelo                al tema que nos ocupa, cuando se acumulan este tipo de distorsiones                en los canales de información en el Estado, se genera un                cí­rculo vicioso en el que <strong>crece cada vez más la                impunidad ante hechos cada vez más graves</strong>. La falta de                conocimiento sobre los actos prohibidos realizados por los &#8220;fanáticos&#8221;                (fuerzas de seguridad en este caso) aleja paulatinamente a este                nivel de los fines perseguidos formalmente por el nivel superior                (Presidente y ministros) y el resultado es el que se observa en                Brasil: un Estado cuyos lí­deres defienden en escenarios internos                e internacionales la inalienabilidad de los derechos fundamentales,                y otro Estado que en sus bases la desconocen sistemáticamente.</p>
<h2>Conclusiones</h2>
<p>La                tortura es un &#8220;crimen de oportunidad&#8221; que presupone la                certeza de impunidad, sostení­a el Relator Especial de Naciones                Unidas sobre la Tortura, NIGEL RODLEY. Esta afirmación trae                implí­cita la hipótesis que se defiende en este escrito,                y que puede formularse en estos términos: la impunidad permite                o favorece la perpetración de torturas y otras penas y tratos                crueles. La conclusión fundamental que se desprende de la                comprobación de esta hipótesis es que una polí­tica                decidida en contra de la tortura, que ataque sus causas y no sus                efectos, es aquella que busque resolver el problema de impunidad                en todas sus manifestaciones (fácticas, normativas, materiales,                procesales y estructurales). Haciendo un repaso del hilo argumentativo                seguido en este texto, pueden citarse conclusiones adicionales:</p>
<p>1.                La tortura ha acompañado prácticamente toda la historia                de Brasil, desde la colonia hasta nuestros dí­as. La herencia                histórica esclavista es un factor que refuerza el fenómeno                pero que no explica su persistencia; otras sociedades que emplearon                la tortura renunciaron exitosamente a ella. Por lo tanto, es necesario                buscar un enfoque diferente, que se concentre en las causas de esta                persistencia y en las funciones que la tortura cumple en el sistema                estatal.</p>
<p>2.                Desde un análisis de las funciones que cumplió la                tortura durante la dictadura es posible mencionar al menos tres:                coadyuvar a las investigaciones por crí­menes polí­ticos                (tortura inquisitiva), servir de pena contra perseguidos polí­ticos                (tortura punitiva) y controlar la oposición polí­tica                masiva (tortura intimidatoria). Su función general consistí­a                en asegurar a los militares el mantenimiento en el poder (tortura                como instrumento de represión polí­tica) y se inspiraba                claramente en los lineamientos de la Doctrina de Seguridad Nacional.                Estas diversas funciones, cumplidas en las diversas etapas de la                dictadura, muestran la capacidad de los gobiernos de adaptar la                tortura según el cambio en las condiciones de gobernabilidad,                y desvirtúan las hipótesis que sugieren que se trató                de un fenómeno aislado producto de la ignorancia de algunos                policí­as rasos.</p>
<p>3.                La falta de un punto de ruptura entre el régimen dictatorial                y el nuevo régimen democrático explica, de una parte,                la debilidad de las organizaciones civiles para exigir justicia                ante las violaciones de derechos humanos durante la dictadura, dado                que su capacidad de negociación durante la transición                fue mí­nima; de otra, el mantenimiento de los niveles inferiores                de la burocracia estatal, es decir, la permanencia de los responsables                de violaciones a los derechos humanos en sus cargos. <strong>Impunidad</strong> y <strong>continuidad </strong>son dos causas estructurales de la pervivencia                de la tortura que pueden tenerse como herencias del régimen                autoritario, en tanto que los responsables no tienen por qué                temer por las consecuencias de sus actos y su ejemplo es nocivo                porque tiene un enorme efecto multiplicador.</p>
<p>4.                La criminalización de la tortura y la ratificación                de diversos instrumentos internacionales para combatir la tortura                muestran el creciente esfuerzo de los gobiernos democráticos                por dar respuestas al problema. En este sentido, la reducción                de la impunidad normativa es un paso adelante en la dirección                correcta. No obstante, la sola consagración de normas no                basta para detener la tortura. La criminalización no tuvo                el efecto preventivo esperado, debido a que las causas estructurales                y fácticas del fenómeno no se han resuelto aún.                La falta de credibilidad del sistema judicial penal y sus fallas                estructurales contrarrestan el efecto preventivo de la norma penal.                Las iniciativas para aumentar las denuncias de torturas pierden                su eficacia sino se ejecutan otras medidas que ataquen las causas                del problema y que eliminen las funciones que cumple la tortura                en el sistema, v. gr., reformar el proceso penal, crear organismos                especializados de investigación y relevar de estas funciones                a la policí­a, unificar la policí­a civil y la militar,                aumentar la calidad de la educación legal de los funcionarios                públicos, terminar con el hacinamiento en las cárceles,                etc. Expresado en otras palabras, no sirve de nada aumentar las                denuncias de la ciudadaní­a si la mayor parte de ellas no                sobrepasan siquiera la etapa de investigación debido a que                los policí­as a cargo no desean iniciar procesos contra sus                compañeros de oficio.</p>
<p>5.                La búsqueda de verdad y justicia ante las vulneraciones de                derechos humanos durante una dictadura no es una lucha por el pasado,                es por el contrario una apuesta al futuro por una <strong>verdadera democracia</strong>,                entendiendo por tal un régimen de gobierno cuyo objeto esencial                consiste en el respeto, protección y garantí­a de los                derechos y libertades fundamentales. Democracia sin derechos es                un contrasentido, pues ella se erige en sus valores y principios,                que son de observancia imperativa, el primero de ellos, la <strong>inviolabilidad                de la dignidad humana</strong>. La prevalencia de este principio en todos                los casos es condición ineludible de legitimidad.</p>
<p>___________</p>
<h2>Bibliografí­a</h2>
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<p>_____.                Informe del Relator Especial, Sir Nigel Rodley, presentado de conformidad                con la resolución 2000/43 de la Comisión de Derechos                Humanos. Adición: Visita al Brasil. 30 de marzo de 2001.                E/CN.4/2001/66/Add.2<br />
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<p>_____.                Informe presentado por el Relator Especial sobre la Tortura, Sir                Nigel Rodley, en cumplimiento de la resolución 2001/62 de                la Comisión de Derechos Humanos. 27 de diciembre de 2001.                E/CN.4/2002/76 http://www.unhchr.ch/Huridocda/Huridoca.nsf/0/fe1a72be050471c8c1256b72005c7cf4/$FILE/G0116503.pdf                18.11.04.</p>
<p>_____.                Reglas Mí­nimas para el Tratamiento de los Reclusos. http://www.unhchr.ch/spanish/html/menu3/b/h_comp34_sp.htm                19.11.04.</p>
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<p>Ribeiro Borges, José. Novas Formas de Tortura no Século XX. En: Cadernos de Direito Universidade Metodista de Piracicaba. http://www.unimep.br/fd/ppgd/cadernosdedireitov11/07_Artigo.html 04.12.04.</p>
<p>Sánchez,                Domingo. Algunos aportes a la lucha contra la tortura. p. 223-231.                En: CODESEDH. La Tortura en América Latina. Buenos Aires:                CODESEDH, 1985.</p>
<p>Sun-Sentinel. General dice archivos dictadura han salvado matrimonios en Brasil. 14 de noviembre de 2004. http://www.sun-sentinel.com/elsentinel/hoy-7258842nov14,0,1334710.story?coll=hoy-mundo-ap 18.11.04.</p>
<p>Terra,                Rodrigo. Breves apontamentos sobre a lei da tortura (Lei 9455/97).                En: Jus Navigandi, No. 49, febrero 2001. http://www1.jus.com.br/doutrina/texto.asp?id=1001                16.01.05.</p>
<p>Notas</p>
<p><a name="uno"></a>(1) El autor desea expresar sus agradecimientos                a Heinz Dressel, quien orientó varias de las reflexiones                que aquí­ se realizan y aportó una invaluable ayuda                bibliográfica.<br />
<a name="dos"></a>(2)                Abogado y magí­ster en Derecho Económico de la Pontificia                Universidad Javeriana. Candidato a magí­ster en Economí­a                Internacional y Polí­tica de Desarrollo de la Friedrich-Alexander                Universität Erlangen-Nürnberg.<br />
<a name="tres"></a>(3) Ignatieff. http://www.ksg.harvard.edu/news/opeds/2004/ignatieff_less_evils_nytm_                050204.htm<br />
<a name="cuatro"></a>(4) La Convención excluye del concepto                de tortura a los actos generadores de dolores o sufrimientos que                sean consecuencia únicamente de sanciones legí­timas,                o que sean inherentes o incidentales a éstas.<br />
<a name="cinco"></a>(5)Artí­culo 5 de la Declaración                Universal de Derechos Humanos: &#8220;Nadie será sometido                a torturas ni a penas o tratos crueles, inhumanos o degradantes&#8221;;                Artí­culo 7 del Pacto Internacional de Derechos Civiles y                Polí­ticos: &#8220;Nadie será sometido a torturas ni                a penas o tratos crueles, inhumanos o degradantes. En particular,                nadie será sometido sin su libre consentimiento a experimentos                médicos o cientí­ficos&#8221;. Principio 6 del Conjunto                de Principios para la Protección de Todas las Personas Sometidas                a Cualquier Forma de Detención o Prisión: &#8220;Ninguna                persona sometida a cualquier forma de detención o prisión                será sometida a tortura o a tratos o penas crueles, inhumanos                o degradantes&#8221;. Pueden citarse además algunos instrumentos                regionales, como el artí­culo 5 de la Carta Africana, el artí­culo                5.2 de la Convención Americana y el artí­culo 3 del                Convenio Europeo.<br />
<a name="seis"></a>(6) El artí­culo 4.1 del Pacto de Derechos                Civiles y Polí­ticos, el artí­culo 27.2 de la Convención                Americana, y el artí­culo 15 del Convenio Europeo, relativos                a la posibilidad de suspensión de las obligaciones contraí­das                en virtud de estos instrumentos, no autorizan la suspensión                de este derecho &#8220;en situaciones excepcionales que pongan en                peligro la vida de la nación y cuya existencia haya sido                proclamada oficialmente&#8221; (Pacto de Derechos Civiles y Polí­ticos)                o &#8220;en caso de guerra, de peligro publico o de otra emergencia                que amenace la independencia o seguridad del Estado parte&#8221;                (Convención Americana).<br />
<a name="siete"></a>(7) Al respecto, el Comité de Derechos                Humanos de la ONU ha sido tajante: &#8220;El texto del artí­culo                7 [del Pacto Internacional de Derechos Civiles y Polí­ticos]                no admite limitación alguna. El Comité reafirmó                asimismo que, incluso en situaciones excepcionales como las mencionadas                en el artí­culo 4 del Pacto, nada autoriza la suspensión                de la cláusula del artí­culo 7, y las disposiciones                de dicho artí­culo deben permanecer en vigor. Análogamente,                el Comité observa que no se puede invocar justificación                o circunstancia atenuante alguna como pretexto para violar el artí­culo                7 por cualesquiera razones, en particular las basadas en una orden                recibida de un superior jerárquico o de una autoridad pública&#8221;.                Comité de Derechos Humanos, Observación General 20,                párr. 3. Cfr. Artí­culo 2.2 de la Convención                contra la Tortura, artí­culo 3 de la Declaración contra                la Tortura, principio 6 del Conjunto de Principios, artí­culo                5 del Código de Conducta para Funcionarios Encargados de                Hacer Cumplir la Ley, y artí­culo 5 de la Convención                Interamericana sobre Tortura.<br />
<a name="ocho"></a>(8) Cfr. Corte Interamericana de Derechos Humanos,                Caso Cantoral Benavides, Sentencia de 18 de agosto de 2000, Serie                C No. 69, párr. 95 y ss; Caso Castillo Petruzzi y otros,                Sentencia de 30 de mayo de 1999, Serie C No. 52, párr. 197                y Caso Loayza Tamayo, Sentencia de 17 de septiembre de 1997, Serie                C No. 33, párr. 57.<br />
<a name="nueve"></a>(9) Cfr. Corte Europea de Derechos Humanos,                Labita v. Italy, Sentencia de 6 de abril de 2000, para. 119; Selmouni                v. France, Sentencia del 28 de julio de 1999, para. 95; Chahal v.                United Kingdom, Sentencia de 15 de noviembre de 1996, Reportes 1996-V,                paras. 79 and 80; y Tomasi v. France, Sentencia de 27 de Agosto                de 1992, Serie A Vol. 241-A, para. 115.<br />
<a name="diez"></a>(10) Informe Relativo a la Implementación                de la Convención contra la Tortura, párrafos 18 y                ss.<br />
<a name="once"></a>(11) A                pesar de que la primera Constitución de Brasil (1824) afirmaba                en su artí­culo 179, inc. 19: &#8220;desde já ficam                abolidos os açoutes, a tortura, a marca de ferro quente,                e todas as mais penas cruéis&#8221;. Cfr. Mariz Maia. http://dex1.tsd.unifi.it/altrodir/latina/maia.htm<br />
<a name="doce"></a>(12) Arquidiócesis de São Paulo                1985, p. 69-70.<br />
<a name="trece"></a>(13) Informe Relativo a la Implementación                de la Convención contra la Tortura, párr. 32 y 34.<br />
<a name="catorce"></a>(14) Comité de Defensa de los Derechos                del Pueblo 1985, p. 38.<br />
<a name="quince"></a>(15) Cfr. Skidmore 1988, p. 25.<br />
<a name="dieciseis"></a>(16) Ibid. p. 24.<br />
<a name="diecisiete"></a>(17) &#8220;[A] Emenda Constitucional no.                1 assumiu contornos de um super-poder do Estado, por isso que passou,                sob a presidência do presidente da República (art.                88) a comandar o Paí­s, provocando a maior concentração                de poder já havida em toda a nossa história polí­tica,                procurando assegurar a consecução de seus objetivos                polí­ticos, sociais e econí´micos, baseados no biní´mio                segurança e desenvolvimento- tí´nica exaltada nos discursos                de posse dos generais presidentes, segundo a ideologia montada na                Escola Superior de Guerra, a qual vem, segundo esses princí­pios,                adestrando para o exercí­cio da atividade polí­tica,                civis e militares, com vistas a manobrar o Paí­s, na conformidade                de suas concepçães&#8221;. Ribeiro Borges. http://www.unimep.br/fd/ppgd/cadernosdedireitov11/07_Artigo.html<br />
<a name="dieciocho"></a>(18) Arquidiocese de São Paulo 1985,                p. 64.<br />
<a name="diecinueve"></a>(19) Ibí­d., p. 68.<br />
<a name="veinte"></a>(20) Informe de la Comisión Nacional                sobre Prisión Polí­tica y Tortura, 2004.<br />
<a name="veintiuno"></a>(21) V. gr., la Ordem dos Advogados do Brasil                (OAB) y la Associação Brasileira e Imprensa (ABI)                en Rí­o en agosto de 1976, y el Centro Brasileiro de Análise                e Planejamento (CEBRAP) en São Paulo, en septiembre de 1976.                En otras regiones, la situación era semejante: en octubre                de 1978, hubo en Minas Gerais al menos 13 atentados con bombas.                Cfr. Arquidiocese de São Paulo 1985, p. 66-67.<br />
<a name="veintidos"></a>(22) Ya en 1972 habí­a publicado Amnistí­a                Internacional un reporte con una lista de 1081 personas torturadas                desde 1968; en 1974 la Comisión de Derechos Humanos de Naciones                Unidas publicó una lista de 210 personas que habí­an                muerto después de su captura en condiciones no aclaradas;                el reporte de la Arquidiócesis de São Paulo (Brasilien:                Nunca Mais) aportó los nombres de 125 personas desaparecidas                a partir de 1964.<br />
<a name="veintitres"></a>(23) &#8220;Cada cidadão é                responsável pela segurança de seu paí­s, consoante                salientado por O. Ianni. As várias constituiçães                e leis de segurança nacional formulam sempre que toda pessoa                natural ou jurí­dica é responsável pela segurança                nacional, nos limites definidos em lei, significando, na mesma linha,                que toda pessoa é um inimigo em potencial, um suspeito, até                prova em contrário. Assim sendo, toda pessoa tem a obrigação                de vigiar a outra, suspeitar do seu vizinho, colega de trabalho,                companheiro de viagem ou simples interlocutor.<br />
Lembra Alfredo Naffah Neto que tais circunstâncias, além                de permitir o surgimento de um poder ilimitado e tirânico                por parte do Estado, instauram um clima de pânico e terror                na população, chegando mesmo í  paranóia&#8221;.                Ribeiro Borges, op. cit.<br />
<a name="veinticuatro"></a>(24) Cfr. Heinz 1991, p. 288.<br />
<a name="veinticinco"></a>(25) &#8220;El cambio de guardia efectuado                por la dictadura en 1979, con el reemplazo del general Geisel por                el general João Baptista Figueiredo en la presidencia de                la República, le permitió lanzar formalmente la polí­tica                de redemocratización. La reforma partidaria de 1980, que                suprimió el bipartidarismo, partió de la constatación                de que, en la medida en que el MDB se volviera el partido mayoritario,                los comicios a dos bandas asumí­an carácter de verdaderos                plebiscitos y conducí­an inevitablemente a la derrota del                régimen militar&#8221;. Marini, Ruy Mauro. http://www.marini-escritos.unam.mx/038_transicion_crisis_es.htm<br />
<a name="veintiseis"></a>(26) &#8220;[The amnesty] was an issue on                which the opposition had been able to mobilize wide support. (&#8230;)                Wives, mothers, daughters, and sisters were especially active, which                made it more difficult for hard-line military to discredit he movement.                (&#8230;) The amnesty was a powerful tonic in the political atmosphere,                giving an immediate boost to the President&#8217;s popularity&#8221;. Skidmore                1988, p. 217-218.<br />
<a name="veintisiete"></a>(27) Ibí­d., p. 219.<br />
<a name="veintiocho"></a>(28) Informe Relativo a la Implementación                de la Convención contra la Tortura, párr. 38.<br />
<a name="veintinueve"></a>(29) Amnistí­a Internacional es                de esta postura: &#8220;Aunque la Ley de Amnistí­a de 1979                no cita especí­ficamente la tortura como delito incluido en                su ámbito de actuación, los jueces de Brasil han decidido                interpretarla así­. (&#8230;) Los jueces brasileños han                decidido interpretar que el término &#8216;delitos afines&#8217; incluye                la tortura, y eso ha permitido que los torturadores del gobierno                militar continúen impunes. A consecuencia de ello, los torturadores                del gobierno militar no sólo continúan libres, sino                que muchos de ellos siguen trabajando activamente en las fuerzas                de seguridad, y algunos ocupan altos cargos polí­ticos. Amnistí­a                Internacional. http://web.amnesty.org/library/Index/ESLAMR190222001?open&amp;of=ESL-BRA<br />
<a name="treinta"></a>(30) &#8220;Rhythmus, Form und Bedingungen                des Übergangs zur Demokratie wurden in erheblichem Ausmaß                von der Führung des Militärs bestimmt&#8221;. Heinz 1991,                p. 284.<br />
<a name="treintaiuno"></a>(31) Constitución de 1988, art.                5. III. Nadie será sometido a tortura ni a tratamiento inhumano                o degradante.<br />
<a name="treintaidos"></a>(32) Esto supone además el incumplimiento                -hasta 1997- del artí­culo 6 de la Convención Interamericana                para Prevenir y Sancionar la Tortura (aprobada por la OEA en 1985,                y ratificada por Brasil en 1989), según el cual: &#8220;Los                Estados partes se asegurarán de que todos los actos de tortura                y los intentos de cometer tales actos constituyan delitos conforme                a su derecho penal, estableciendo para castigarlos sanciones severas                que tengan en cuenta su gravedad&#8221;.<br />
<a name="treintaitres"></a>(33) Esta limitación sobre la                motivación del agente es criticable, en tanto que la Convención                contra la Tortura considera que cualquier tipo de discriminación                (no sólo la racial o religiosa) puede configurar la conducta                punible en comento.<br />
<a name="treintaicuatro"></a>(34) Cfr. Mariz Maia, op. cit.<br />
<a name="treintaicinco"></a>(35) La pena se aumenta en un tercio                si el culpable es un funcionario público (Ley 9.455/97, art.                1º, §4a).<br />
<a name="treintaiseis"></a>(36) Ley 9.455 de 1997, artí­culo                1º, §5.<br />
<a name="treintaisiete"></a>(37) Dos veces más largo que                la pena privativa de libertad aplicada (Ley 9.455 de 1997, artí­culo                1º, §5).<br />
<a name="treintaiocho"></a>(38) Tomado de: Amnistí­a Internacional.                http://web.amnesty.org/library/Index/ESLAMR190222001?open<br />
&amp;of= ESL-BRA<br />
<a name="treintainueve"></a>(39) El mandato del Relator Especial                sobre la Cuestión de la Tortura consiste en analizar las                cuestiones relativas a la tortura y fomentar la aplicación                plena de las leyes nacionales e internacionales que prohí­ben                la práctica de la tortura.<br />
<a name="cuarenta"></a>(40) Naciones Unidas, Informe del Relator                Especial (Visita al Brasil), párrafos 49 y ss.<br />
<a name="cuarentaiuno"></a>(41) ADITAL. http://conferencia.direitos.org.br/node/view/11<br />
<a name="cuarentaidos"></a>(42) Release Conectas Direitos Humanos.                http://www.conectasur.org/pt/noticia.php?cod=685<br />
<a name="cuarentaitres"></a>(43)                &#8220;La tortura de los presos polí­ticos, como método                institucionalizado dentro del aparato del Estado, habí­a quedado                abolida al comienzo del proceso de democratización, a finales                del decenio de 1970. Sin embargo, las torturas a que son sometidos                en los cuartelillos los sospechosos de delitos sigue (sic) siendo                motivo de preocupación, pese a los progresos del ordenamiento                jurí­dico y al hecho de que la sociedad brasileña reprueba                los métodos de investigación violentos&#8221;. Informe                Relativo a la Implementación de la Convención contra                la Tortura y otros Tratamientos o Penas Crueles, Inhumanos o Degradantes,                párr. 42.<br />
<a name="cuarentaicuatro"></a>(44) Ibí­d., párrafos                45-46.<br />
<a name="cuarentaicinco"></a>(45) Para 1997, la población                carcelaria del Brasil ascendí­a a 170.207, pero sólo                habí­a 74.197 plazas, lo que significa un déficit de                96.010; por otro lado, habí­an 58.000 inculpados recluidos                en espera de juicio en los cuarteles de policí­a o las prisiones                públicas, lugares carentes de infraestructura para la ejecución                de penas privativas de libertad. Ibí­d., párrafos 134-135.<br />
<a name="cuarentaiseis"></a>(46) Ambos 1997, p. 8-22.<br />
<a name="cuarentaisiete"></a>(47) Supra, 2.4.<br />
<a name="cuarentaiocho"></a>(48) &#8220;Die bewachte Demokratie ist                eine politische Situation zwischen autoritärem und demokratischem                Regime. Diese hybride Konstellation verbindet demokratische Prozeduren                mit autoritären Enklaven, wie etwa der ausgeprägten Präsenz                des Militärs im Staatsapparat. (&#8230;) Im brasilianischen Fall                zeichnet sich die bewachte Demokratie durch die in Militärkreisen                weit verbreitete Ansicht aus, in letzter Instanz seien die Streitkräfte                und nicht die demokratisch konstituierten Akteure für die Aufrechterhaltung                von Recht und Ordnung verantwortlich&#8221;. Flemes 2004, p. 79.<br />
<a name="cuarentainueve"></a>(49) &#8220;Durante las sesiones de                2001 del Comité contra la Tortura de la ONU, una delegación                de ONG brasileñas presentó una lista con los nombres                de 444 torturadores reconocidos del periodo de gobierno militar                citados en el informe del proyecto Brasil Nunca Más (Brasil                nunca mais) de la archidiócesis de São Paulo. Además,                la ONG con sede en Rí­o de Janeiro Tortura Nunca Más                (Tortura Nunca Mais) proporcionó los nombres de los miembros                de las fuerzas de seguridad implicados en actos de tortura y otras                violaciones graves de derechos humanos que actualmente ocupan cargos                de poder polí­tico. El hecho de que los delitos cometidos                durante el gobierno militar no hayan sido investigados ni castigados                ha dado lugar a un sentimiento de impunidad en las fuerzas de seguridad                que ha permitido que florezcan la tortura y los malos tratos&#8221;.                Amnistí­a Internacional, op. cit.<br />
<a name="cincuenta"></a>(50) Ambos 1997, p. 9.<br />
<a name="cincuentaiuno"></a>(51) El gobierno brasileño reconoce                el problema en su Informe al Comité de Derechos Humanos:                &#8220;Muchos de esos delitos se quedan sin castigo porque existe                un fuerte sentimiento de solidaridad profesional en la policí­a                y una gran resistencia a investigar y castigar a los agentes implicados                en la práctica de la tortura. El sentimiento de lealtad profesional                que predomina en la policí­a permite la impunidad de esos                delitos. Sólo los casos más graves y los que dan lugar                a averiguaciones policiales y, por tanto, ya no pueden silenciarse                tienen consecuencias positivas que se traducen en una sanción                efectiva&#8221;. Informe Relativo a la Implementación de la                Convención contra la Tortura y otros Tratamientos o Penas                Crueles, Inhumanos o Degradantes, párr. 82.<br />
<img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/3c7a1da82f0744218546a2155bece035" width="1" height="1" alt=""></p>
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			<wfw:commentRss>http://www.menschenrechte.org/lang/en/lateinamerika/evolucion-funcional-de-la-tortura-en-brasil-la-impunidad-como-factor-determinante-de-su-persistencia-en-la-democracia-1/feed</wfw:commentRss>
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		<item>
		<title>Der Fall Herzog, oder: die Militärs bereuen nichts &#8211; Brasilien wird von seiner Vergangenheit eingeholt</title>
		<link>http://www.menschenrechte.org/lang/en/lateinamerika/fall-herzog-militars-brasilien</link>
		<comments>http://www.menschenrechte.org/lang/en/lateinamerika/fall-herzog-militars-brasilien#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Nov 2004 08:23:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Autor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Brazil]]></category>
		<category><![CDATA[Latin America]]></category>
		<category><![CDATA[Human Rights]]></category>
		<category><![CDATA[Torture]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nmrz.de/?p=1356</guid>
		<description><![CDATA[<strong>von Heinz F. Dressel</strong>

Während                      uns seit Monaten im Fernsehen die Enttabuisierung der Menschenwürde                      anhand von Bildern über die Käfighaltung Gefangener                      in Guantánamo oder von Nacktfotos inhaftierter Irakis                      in einem US-Militärgefängnis in Bagdad vor Augen                      geführt wird, erfuhren die Brasilianer einen Erinnerungsschock,                      als sie am Sonntag, 17. Oktober 2004, die meistgelesene Zeitung                      ihrer Hauptstadt - den Correio Braziliense - aufschlugen und                      darin mit einem drei Jahrzehnte alten Nacktfoto eines im Gewahrsam                      der Militärs befindlichen Häftlings in der Gewalt                      der "Tiger der Kellers", wie man seinerzeit die                      berüchtigten Folterknechte in Uniform auch zu bezeichnen                      pflegte, konfrontiert wurden. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>von Heinz F. Dressel</strong>, November 2004</p>
<p>Während                      uns seit Monaten im Fernsehen die Enttabuisierung der Menschenwürde                      anhand von Bildern über die Käfighaltung Gefangener                      in Guantánamo oder von Nacktfotos inhaftierter Irakis                      in einem US-Militärgefängnis in Bagdad vor Augen                      geführt wird, erfuhren die Brasilianer einen Erinnerungsschock,                      als sie am Sonntag, 17. Oktober 2004, die meistgelesene Zeitung                      ihrer Hauptstadt &#8211; den Correio Braziliense &#8211; aufschlugen und                      darin mit einem drei Jahrzehnte alten Nacktfoto eines im Gewahrsam                      der Militärs befindlichen Häftlings in der Gewalt                      der &#8220;Tiger der Kellers&#8221;, wie man seinerzeit die                      berüchtigten Folterknechte in Uniform auch zu bezeichnen                      pflegte, konfrontiert wurden.</p>
<p>Dabei                      war in der Öffentlichkeit gerade erst die Erinnerung                      an den Militärputsch wieder verblaßt, der Brasilien                      genau vor 40 Jahren über zwei Jahrzehnte hinweg eine                      von Zensur, Repression, Folter und Mord geprägte Diktatur                      aufgezwungen hatte. Dazu hatte es in den zurückliegenden                      Monaten auch noch einen öffentlichen, inzwischen wieder                      verklungenen Disput über die Pressefreiheit gegeben,                      in welchem den Journalisten mangelnde Berufsethik und der                      Regierung &#8211; nach dem Motto: &#8220;die Diktatur läßt                      grüßen&#8221; &#8211; buchstäblich &#8220;Gestapomethoden&#8221;                      unterstellt worden waren. Die Schatten der Vergangenheit waren                      nicht zu verdrängen; und danach waren es nicht brennende                      Gegenwartsprobleme, die auf der Agenda der Nation erschienen,                      wie etwa die längst fällige Landreform oder die                      Aufgabe der wirtschaftliche Zusammenarbeit in der Region,                      sondern ein von der Presse veröffentlichtes dreißig                      Jahre altes Foto eines in seiner Nacktheit erschütternd                      anzuschauenden Opfers der 1985 durch einen zivilen Präsidenten                      abgelösten Militärdiktatur. Bei dem photographisch                      abgelichteten nackten Häftling sollte es sich um den                      bekannten Journalisten der TV-Cultura São Paulo Vladimir                      Herzog handeln, der sich am Morgen des 25. Oktober 1975 zu                      einem Verhör beim DOI-CODI der II. Heeresgruppe in São                      Paulo eingefunden hatte. Am späten Nachmittag war er                      tot. Am Abend wurde bekanntgegeben, Herzog habe sich im Gewahrsam                      des Militärs das Leben genommen. &#8220;Suizid durch Erhängen&#8221;                      lautete die offizielle Version; in Wirklichkeit hatten ihn                      die Spezialisten der Sicherheitstruppe zu Tode gefoltert.</p>
<p>Vladimir                      Herzog, geb. 1939 in Jugoslawien, dessen jüdische Eltern                      vor dem Naziterror nach Brasilien geflüchtet waren, ging                      nach abgeschlossenem Studium der Philosophie an der Universität                      von São Paulo (USP) zunächst als Korrespondent                      der Zeitung O Estado de São Paulo in die neu gegründete                      Hauptstadt Brasí­lia, arbeitete für die Zeitschrift                      Visão und wechselte danach zu Funk und Fernsehen über,                      wo er nach dreijähriger Tätigkeit beim BBC London                      die Leitung der Journalistischen Abteilung bei TV-Cultura                      São Paulo übernahm.</p>
<p>1975 befanden                      sich die Militärs bereits seit 11 Jahren am Ruder! Das                      politische Klima konnte nach der timocracia &#8211; Schreckensherrschaft                      &#8211; der Ära Médici schlechter kaum sein. Jeder General,                      jeder, der für sich beanspruchte, zu den &#8220;Chargen&#8221;                      zu gehören &#8211; vom Hauptmann bis zum Korporal &#8211; maßte                      sich an, in seinem Bereich als Wächter und oberster Richter                      der Revolution zu fungieren und wie einst ein Caudillo der                      Kolonialzeit völlig willkürlich zu herrschen. Was                      immer er befahl &#8211; Jagd auf Kommunisten, Festnahmen und Verhöre,                      die brutale Verprügelung Inhaftierter, Papageienschaukel                      oder Elektroschocks &#8211; galt als legal und sanktioniert. Die                      zu jener Zeit geschaffene Operação Bandeirantes                      war berüchtigt, &#8220;schlimmer zu sein als die Hölle&#8221;.                      Die Folter wurde zur Regel. Man gebrauchte sie als Instrument                      sozialer Kontrolle. Am 1.12.1970 hatte ein Mitglied des Kabinetts,                      Erziehungsminister Jarbas Passarinho in einer Fernehsendung                      zum erstenmal klar von &#8220;Folterungen&#8221; politischer                      Gefangener gesprochen: &#8220;Zu behaupten, es gebe keine Folter,                      ginge an der Wahrheit vorbei.&#8221;</p>
<p>Die antikommunistische                      Hysterie hatte gerade um 1975 ein Ausmaß angenommen,                      welches es möglich machte, daß in einem einzigen                      Monat nicht weniger als 23 kommunistische &#8220;Kader&#8221;                      auf Nimmerwiedersehen verschwanden! Bei den Parlamentswahlen                      von 1974 konnte die Oppositionspartei einen bedeutsamen Sieg                      über die Regierungspartei erringen: Während die                      Regierungspartei (ARENA) nur 5 Sitze im Senat gewonnen hatte,                      konnte die demokratische Opposition (MDB) 16 Sitze gewinnen.                      Die Presse reagierte mit sarkastischen Texten und Karikaturen                      auf die Zensur. Studententische Gruppen begehrten wieder auf.                      Die katholische Kirche nahm eine kritische Stellung gegenüber                      der Regierung ein, die &#8211; wie ein Bischof es ausdrückte                      &#8211; in ihrem antikommunistischen Agieren &#8220;die Methoden                      eines kommunistischen Regimes übernommen&#8221; habe.                      In Recife wurde Dom Hélder Câmara bedroht und                      geächtet. 1973 wurden vom Militärgericht in Juí­z                      de Fora auf einen Schlag 38 der Subversion verdächtigte                      Priester angeklagt. Die Militärs misstrauten dem Volk                      je länger desto mehr und bauten immer neue Einschränkungen                      auf. So entwickelte sich die Repression, besonders in São                      Paulo, zu einem gefürchteten und unkontrollierbaren Terrorsystem.</p>
<p>Im Oktober                      1975, nach dem Tod des Journalisten Vladimir Herzog und kurz                      darauf auch des Stahlarbeiters Manuel Fiel Filho während                      eines &#8220;Verhörs&#8221; im Departamento de Operaçães                      Internas (DOI), welches dem Generalstab des II. Armeecorps                      unterstellt war, versuchte Geisel, seine Linie durchzusetzen.                      In der Armee fand eine Säuberung statt. Seitdem wurden                      Fälle von Folterung, wie sie aus den ersten zehn Jahren                      nach der militärischen Intervention bekannt geworden                      waren, immer seltener. An ihre Stelle trat dann, Geisels Ansatz                      zur &#8220;Entmilitarisierung&#8221; der Revolution zuwider,                      das &#8220;Verschwinden&#8221; bzw. die &#8220;Liquidation&#8221;                      des inneren Feindes, was der veränderten Taktik der &#8220;linha                      dura&#8221; entsprach.</p>
<p>Der Journalist                      und Professor der Escola de Comunicação e Artes                      (USP) Vladimir Herzog, wußte seit ein paar Tagen, daß                      er sich im Visier der Sicherheitsorgane befand, nachdem sein                      Name bei der &#8220;peinlichen Befragung&#8221; von Kollegen                      genannt worden war. Am Abend des 24. 10. sprachen bei TV-Cultura                      zwei Agenten des Departamento de Operaçães Internas                      do II Exército vor, die Herzog zu einem Verhör                      abholen sollten. Auf Drängen seiner Vorgesetzten und                      Kollegen gestattete man Herzog, sich erst am kommenden Morgen                      beim DOI einzufinden. Am nächsten Tag verabschiedete                      er sich wie gewohnt von seiner Frau und den beiden Kindern                      und begab sich zur &#8220;Abteilung für Innere Operationen&#8221;                      (DOI) des Heeres. Abends brachte man seine Leiche ins Gerichtsmedizinische                      Institut, wo laut einer Mitteilung des Militärkommandanten                      als Todesursache &#8220;mechanisches Ersticken durch Erhängen&#8221;                      attestiert wurde. Herzog habe gestanden, Mitglied der Kommunistischen                      Partei zu sein, hieß es in der offiziellen Mitteilung                      noch. Die Familie durfte die Leiche nicht sehen. Die vom jüdischen                      Ritual geforderte Leichenwäsche erfolgte auf Anordnung                      der Armee durch das Personal eines israelitischen Bestattungsunternehmens.</p>
<p>Zusammen                      mit der Synagoge veranstaltete Kardinal Dom Paulo Evaristo                      Arns zusammen mit zwei Rabbinern und einem Pastor eine ökumenische                      Trauerfeier für Vladimir Herzog. Die Messe, an der 8.000                      Menschen teilnahmen, wurde zum Symbol des Protestes, wie es                      1968 die Feier für den erschossenen Studenten Edson Luí­s                      in Rio de Janeiro gewesen war. Unter riesigen Trauergeleit                      &#8211; man zählte ca. 300 Autos &#8211; wurde Herzog auf dem Israelitischen                      Friedhof Butantã bestattet. 30.000 von 35.000 Studenten                      der USP legten aus Protest gegen das Schicksal ihres Professors                      den regulären Vorlesungsbetrieb lahm.</p>
<p>Wenige                      Tage später bezeichnete der Abgeordnete Leite Chaves                      (MDB) das Geschehen vom Rednerpult des Parlaments aus als                      &#8220;ein schändliches Verbrechen&#8221;, wofür der                      Heeresminister ihn ebenso bestrafen wollte, wie es mit dem                      Abgeordneten Marco Antí´nio Coelho geschehen war, den                      die Polizei in Rio de Janeiro grausam gefoltert hatte. Selbst                      die engsten Mitarbeiter des &#8220;preußischen&#8221;                      Präsidenten der Republik, General Ernesto Geisel, waren                      vor der Furie der &#8220;linha dura&#8221;, wie man die Vertreter                      der &#8220;harten Linie&#8221; unter den Militärs nannte,                      nicht sicher, wie General Golbery do Couto e Silva, der langfristig                      eine konziliatorische Politik vertrat und auf den sich deshalb                      der Haß der Radikalen konzentrierte. &#8220;Laßt                      den Kerl sterben!&#8221;, lautete ihre Parole, als Golbery                      sich wegen eines Augenleidens im Krankenhaus befand.</p>
<p>Geisel                      hatte sich angesichts der kriminellen Machenschaften der Radikalen                      bereits früher lauthals erregt: &#8220;Es muß endlich                      Schluß sein mit diesen DOIs, Codis. Es sind Organisationen,                      die außerhalb des Rechts stehen. Soll der Teufel sie                      alle holen, eine feige Bande: Frota , Generäle, Obristen!&#8221;                      &#8220;Ich werde nicht vier Jahre lang hier bleiben und die                      Schweinereien der Obristen, Majore und Hauptleute ertragen!&#8221;                      Der &#8220;Fall Herzog&#8221; in São Paulo brachte das                      Fass zum Überlaufen: Der Präsident der Republik                      begab sich ins Hauptquartier der II. Heeresgruppe und versetzte                      deren Kommandeur, General Ednardo d`Ávila Melo, in                      die Reserve. Basta! (&#8220;Ich verbrachte, völlig irritiert,                      eine hundsschlechte Nacht und überlegte, was ich tun                      sollte. Ich sprach mit keinem Menschen, wälzte mich schlaflos                      im Bett und grübelte, was ich tun sollte. Und dann fand                      ich, daß die Lösung darin lag, Ednardo zu entfernen&#8221;                      &#8211; äußerte Geisel später.)</p>
<p>Dieses                      alles, was 29 Jahre zuvor Brasilien erschüttert hatte,                      wurde der Nation durch die Veröffentlichung der Folterfotos                      im Correio Braziliense wieder in Erinnerung gebracht. Dabei                      brauchte die Redaktion in Brasí­lia keine Rücksicht                      auf ein möglicherweise drohendes &#8220;Maulkorbgesetz&#8221;                      zu nehmen. Zensur hin &#8211; Zensur her: niemand durfte Correio                      Braziliense das Recht absprechen, das makabre Thema auf die                      Tagesordnung zu setzen.</p>
<p>Mit der                      Veröffentlichung der Materie in der Sonntagsedition des                      Correio Braziliense setzte allerdings ein unglaubliches Verwirrspiel                      ein:</p>
<p>Handelt                      es sich bei der in entwürdigendem Zustand abgelichteten                      Person um Herzog oder um einen anderen? Sollte jemand öffentlich                      bloßgestellt und gedemütigt werden? Handelte es                      sich um eine Fotomontage?</p>
<p>Die Führung                      der Armee sah keinen Anlaß, die seinerzeit vom Militärregime                      angewandten Methoden bei der Behandlung politischer Gefangener                      zu missbilligen, vielmehr ließ sie unverzüglich                      verlauteten, es seien keinerlei Dokumente bekannt, aus denen                      hervorginge, daß es bei den Operationen während                      der &#8220;militärischen Periode&#8221; irgendwelche Tote                      gegeben habe. Die brasilianische Armee habe 1964 das Land                      von der Herrschaft des Kommunismus befreit. Die aus dem Drängen                      des Volkes hervorgegangene Bewegung von 1964 habe zweifelsohne                      die Bedingungen zum Aufbau eines neuen Brasilien in einem                      Klima von Frieden und Sicherheit geschaffen, die Wirtschaft                      gefördert und eine phantastische Expansion und Integration                      der Produktionsstrukturen bewirkt. Angesichts dessen sei es                      verwerflich, irgendwelche Revanchismen oder sterile unnütze                      Diskussionen über &#8220;Konjunkturen der Vergangenheit&#8221;                      wieder zu beleben.</p>
<p>Demgegenüber                      betonten gerade auch Angehörige der Streitkräfte,                      die offizielle Stellungnahme der Armee habe sich im Ton vergriffen,                      besonders, was das Lob der Revolution und die Beurteilung                      der &#8220;Subversiven&#8221; betreffe, von denen gegenwärtig                      viele wichtige Regierungsämter ausübten. Bezüglich                      der Authentizität der veröffentlichten Fotos waren                      die Einschätzungen ambivalent. Was konkret den &#8220;Fall                      Herzog&#8221; betrifft, so wird die verklausulierte Leugnung                      der wahren Umstände seines Todes durch keinen Geringeren                      widerlegt als den damaligen Präsidenten der Republik,                      General Ernesto Geisel, der sich unmittelbar nach Bekanntwerden                      des kriminellen Verhaltens einer Gruppe von Militärs                      persönlich nach São Paulo begab und den Kommandeur                      der II. Heeresgruppe, General Ednardo d&#8217; Ávila Mello,                      seines Postens enthob, weil unter seiner Zuständigkeit                      gefoltert und gemordet wurde.</p>
<p>Die offizielle                      Stellungnahme der Heeresleitung vom 17. Oktober war derartig                      verschwommen und irrelevant, daß ihr auf Anordnung des                      Präsidenten Lula da Silva eine zweite Fassung nachgeschoben                      werden mußte.</p>
<h2>Was hatten                      die zuständigen Regierungsorgane zu sagen?</h2>
<p>Der Minister                      und Sonderbeauftragte der Regierung für Menschenrechte,                      Nilmário Miranda, ließ in einer Erklärung                      verlauten, der Tod des Journalisten Vladimir Herzog habe eine                      starke Welle der Verurteilung der in Brasilien herrschenden                      Folterpraxis ausgelöst und den Anfang des Endes einer                      fünf Jahrhunderte langen Periode eingeleitet, in welcher                      die Folter im Lande gewütet habe. Die brasilianische                      Regierung bestätige ihre ethische und gesetzliche Verpflichtung                      gegenüber den Familien der Toten und Verschwundenen und                      gegenüber der brasilianischen Geschichte, stets ausgerichtet                      an den Prinzipien der Versöhnung und der nationalen Befriedung.</p>
<p>Edson                      Vidigal, Präsident der Obersten Gerichtshofes &#8211; Superior                      Tribunal de Justiça (STJ) &#8211; erklärte, er werde                      in keiner Weise dazu beitragen, die Spaltungen &#8211; &#8221;fissuras&#8221;                      &#8211; wieder aufleben zu lassen, die während der &#8220;Periode                      der Militärs&#8221; entstanden seien. Im übrigen                      sei durch die Amnestie, die für beide Seiten galt, ohnehin                      alles zugedeckt. Amnestie bedeute &#8220;Schwamm darüber&#8221;,                      vergessen. Deshalb helfe es dem Lande nicht, bereits vernarbte                      Wunden wieder aufzureißen, die Archive zu öffnen,                      obwohl es sehr hart sei, Folterer zu amnestieren. Seit Inkrafttreten                      des entsprechenden Gesetzes wurden bereits 20.000 Betroffene                      entschädigt; 30.000 weitere Anträge würden                      geprüft. Justizminister Márcio Thomaz Bastos definiert                      die Auszahlung als eine gerechtfertigte Entschädigung                      der Personen, die zu leiden hatten, weil sie gegenüber                      dem 1964 im Lande installierten totalitären Staat ihre                      Ideale verteidigt und dafür gekämpft hatten.</p>
<p>Während                      die Witwe Vladimir Herzogs dem Correio Braziliense bestätigte,                      sie habe keine Zweifel daran, daß es sich bei dem auf                      der Fotos abgelichteten Person um ihren Mann handle, sie habe                      es am Ausdruck seines Mundes, und auch an seiner Armbanduhr                      erkannt, ließ der Sekretär für Menschenrechte,                      Minister Nilmário Miranda, in einer Note verbreiten,                      die Person auf den in der Presse erschienenen Fotos sei nicht                      der durch die Repression in den Gelassen des DOI-Codi, São                      Paulo. ums Leben gekommene Journalist Vladimir Herzog.</p>
<p>Ein Zeitungsleser,                      der sich bei einer Redaktion meldete, bestand darauf, daß                      es sich bei einem im Jornal do Brasil veröffentlichten                      Bild, auf dem neben einem nackten Mann auch eine unbekleidete                      Frau zu sehen war, um einen Kampfgenossen aus den 80er Jahren                      in Brasí­lia handle. Man habe damals Campo &#8211; Comissão                      de Articulação dos Movimentos Populares &#8211; ins                      Leben gerufen und in der Pfarrei São José Operário                      am nördlichen Flügel der Hauptstadt sowie in der                      Nähe der Katholischen Fakultät Druckschriften verteilt.                      Bei der abgebildeten Person handle es sich um Pater Leopoldo                      d&#8217; Astous. So war plötzlich ein Priester aus Kanada ins                      Spiel gebracht worden.</p>
<h2>Damit                      begann das Vexierspiel erst richtig!</h2>
<p>Clarise                      Herzog, die Witwe, bestand darauf, bei der abgelichteten Person                      handle es sich um ihren Mann; das Menschenrechtssekretariat                      verneinte dies. Nach einer anderen Version sollte es sich                      um einen Priester handeln. Der sei es auch nicht, wußten                      andere einzuwenden: Ein Priester ist es nicht!</p>
<h2>Was aber                      sagte die Witwe?</h2>
<p>Clarice                      zeigte sich aufs äußerste betroffen und darüber                      ungemein befremdet, in welch unangemessener, ja, zynischer                      Weise die Umstände, unter denen ihr Mann vor 29 Jahren                      ums Leben gekommen war, durch die öffentliche und kontroverse                      Diskussion, gerade auch seitens der Armee, behandelt wurden.                      Insbesondere die Verlautbarung des Verteidigungsministeriums                      dünkte sie eines demokratischen Staatswesens unwürdig.                      Wenn die Militärs weiterhin derartige Erklärungen                      abgäben, sei nicht auszuschließen, daß erneut                      geschehen könne, was mit Vladimir geschehen sei. &#8220;Leben                      wir denn nicht in einer Demokratie? Haben wir denn keine vom                      Volk gewählte Regierung? Habe ich nicht bereits bewiesen,                      daß mein Mann ermordet worden ist?&#8221;</p>
<h2>Wie aber                      war das mit dem Priester?</h2>
<p>Pater                      Léopold d&#8217;Astous, heute wohnhaft in Rimouski, Provinz                      Quebec, erklärte schließlich, daß es sich                      bei der zunächst für Herzog angesehenen Person auf                      den betreffenden Fotos um ihn selbst und, was die weibliche                      Person auf dem Bild betrifft, um eine Mitarbeiterin, Teresinha                      de Sales, handle. Die Fotos, erklärte er, wurden während                      der Regierungszeit General Médicis, zu Beginn der 70er                      Jahre aufgenommen, als sie beide auf einer Fahrt zu einer                      Ortschaft in der Nähe von Caldas Novas in Goiânia,                      wo sie einen Kurs hätten leiten sollen, von Agenten des                      Serviço Nacional de Informaçães (SNI)                      festgenommen worden waren. Man habe sie gezwungen, in eine                      Hütte einzutreten, wo die Fotos angefertigt wurden. Dann                      habe man das Bett zur Seite geschoben und sie verprügelt.</p>
<p>Von den                      Folterbildern aus dem Irak wissen wir zur Genüge, welche                      Rolle die Nacktheit im Bemühen um die Entwürdigung                      des hilflosen Gegners tatsächlich spielt. Was wir in                      der Gegenwart im Zusammenhang mit der Enttabuisierung der                      Menschenwürde durch deren systematische Missachtung und                      Beschädigung, gerade auch beim ideologischen Gegner,                      beobachten müssen, hat tiefe Wurzeln, die &#8211; um hier einmal                      in Kategorien von Zeit und Raum zu sprechen &#8211; in der Geschichte                      der Unterdrückung und in der Geographie des Schreckens                      durchaus zu lokalisieren sind: Die Erinnerung an zwei junge                      Studentinnen ist auch nach drei Jahrzehnten noch nicht verblasst,                      die eine aus São Paulo (Brasilien), die andere aus                      Valparaí­so (Chile), die mir pochenden Herzens berichteten,                      daß sie sich, unter dem Verdacht der Subversion verhaftet,                      vor ihrem Verhör völlig entkleiden mußten                      und nackt vor den Uniformierten auszusagen gezwungen worden                      waren! Eine &#8220;alte&#8221; Praktik (wer weiß, in Panama                      gelehrt, wo die Erfinder der Operation Condor ihre Postgraduierung                      absolvierten?)</p>
<p>Ein paar                      Bemerkungen zur Operation Condor: Während der Jahre der                      südamerikanischen Militärdiktaturen wurden verschiedentlich                      Beispiele der engen Kooperation zwischen den Repressionsapparaten                      der einzelnen Länder bekannt, wie die Entführung                      uruguayischer Staatsangehöriger aus Brasilien und Argentinien,                      ganz abgesehen von den Fällen Prats, Leighton und Letelier,                      über welche seinerzeit die Weltpresse berichtete. In                      einem bekannt gewordenen Fall versprach die argentinische                      Polizei einem in Buenos Aires inhaftierten Uruguayer, ihn                      nach Frankreich ausreisen zu lassen (derecho de opción).                      In Wirklichkeit aber setzte man ihn in Ezeiza in eine Maschine                      der Air France, die in Montevideo zwischenlandete. Dort holte                      die uruguayische Polizei den Betreffenden, dessen Spur sich                      im Nichts verlor, aus der Maschine. Seit in Paraguay die &#8220;Terrorarchive&#8221;                      des Geheimdienstes aufgefunden wurden, die minutiöse                      Unterlagen über die Opposition und über die Aktivitäten                      der Repression bis 1991, d. h. zwei Jahre nach dem Sturz Stroessners,                      enthalten, weiß man auch mehr über die Operación                      Condor. Deren Ziel war es, geheimdienstliche, insbesondere                      auf das Wirken linksorientierter Aktivisten bezogene Daten                      zu sammeln, untereinander auszutauschen und zum Zwecke der                      Ausschaltung &#8220;marxistischer Terroristen&#8221; und ihrer                      Aktionen im Bereich der kooperierenden Länder aufzubewahren.</p>
<p>Teresinha                      de Sales, eine engagierte Katechetin, und Pater &#8220;Léo&#8221;                      aus Kanada, waren an einem kirchlichen Sozialprojekt im Großraum                      Brasí­lia beteiligt. Die beiden waren auch als Lehrkräfte                      an einem Theologiekurs für Laien an der Katholischen                      Fakultät tätig. Pater Léopold d&#8217;Astous war                      bis 1997 Pfarrer der Igreja São José Operário,                      Via L2 Norte, in Brasí­lia. In einem Gespräch mit                      dem Correio Braziliense bestätigte Teresinha, daß                      es sich bei dem abgelichteten Mann um Pater Leopoldo d&#8217; Astous                      und nicht um Vladimir Herzog handle. Die Frau neben dem nackten                      Priester auf dem Foto sei sie gewesen. Nach Einschätzung                      der Kirche handelt es sich um einen Versuch, den Priester                      wegen seiner politischen Einstellung in der Öffentlichkeit                      zu diskreditieren, eine Praxis, auf welche die Sicherheitsorgane                      seinerzeit wiederholt zurückgegriffen haben, unter anderem                      im Falle des MDB-Abgeordneten Marcos Freire aus Recife, dessen                      Frau Carolina man im April 1980 von einem Besuch im Friseursalon                      weg in das Motel Playtime entführt und dort gezwungen                      hatte, sich zu entkleiden und in diesem Zustand auf einem                      Bett Platz zu nehmen, neben dem sich der ebenfalls dorthin                      verschleppte MDB-Abgeordneten Fernando Lyra befand. Dann wurde                      fotografiert. Ein paar Tage später wurden Abzüge                      der Fotografien im Parlament herumgereicht. Die ominöse                      &#8220;Bande von Kriminellen&#8221;, welcher der Polizeichef                      der Hauptstadt Brasí­lia die Entführung zuschrieb,                      wurde nie identifiziert.</p>
<p>Als man                      den früheren Generalsekretär der Nationalen Bischofskonferenz                      (CNBB), Dom Ivo Lorscheiter, der heute in seiner riograndenser                      Heimatstadt Santa Maria im Ruhestand lebt, auf die Fotos des                      kanadischen Priesters ansprach, erinnerte er daran, daß                      man seinerzeit auch von ihm eine Anzahl von Fotomontagen,                      auf denen er, eine Frau küssend, abgebildet war, verbreitet                      habe. Sogar von Erzbischof Dom Paulo Evaristo Arns hatte man                      gefälschte Fotos in Umlauf gebracht, um ihn in seiner                      Diözese zu diskreditieren.</p>
<p>Die Veröffentlichung                      der Nacktfotos durch den Correio Braziliense provozierte jedenfalls                      eine ernste Krise der Regierung und bezog den Präsidenten,                      Luiz Inácio Lula da Silva, ebenso mit ein wie den Verteidigungsminister,                      denn &#8211; daran gab es nichts zu vertuschen oder zu beschönigen                      &#8211; der Kommandeur des Heeres hatte &#8211; ohne Befugnis und ohne                      den vorgesetzten Minister davon in Kenntnis zu setzen &#8211; jene                      unsägliche Erklärung lanciert, die einem Lob des                      Militärputsches von 1964 gleichkam und in der bestritten                      wurde, es habe im Zusammenhang mit der Bekämpfung des                      Terrorismus seitens der Armee irgendwelche Gewaltakte gegeben.                      Die Unterlagen, wie z.B. Operationspläne des Sicherheitsdienstes                      aus der Zeit der Zunahme des internationalen Terrorismus seien                      vernichtet worden, wie es das Gesetz vorschrieb, versicherte                      das Verteidigungsministerium.</p>
<p>Womit                      nach so vielen Jahren niemand mehr gerechnet hatte, das war                      durch die Entscheidung der Redaktion des Correio Braziliense                      mit einem Schlage geschehen: Die lange verdrängte Vergangenheit                      läßt grüßen! Die Schatten der langen                      Periode von 1964 &#8211; 1985, in welcher Brasilien die Herrschaft                      der Obristen zu ertragen hatte, waren nach knapp zwei Jahrzehnten                      des Aufatmens plötzlich wieder präsent! Auf einmal                      waren wieder Begriffe wie DOI, Dops, Codi-Doi und DOI-Codi,                      Operação Bandeirante und Oban zu vernehmen,                      bei deren Erwähnung den Leuten eine Generation zuvor                      eine Gänsehaut über den Rücken gelaufen war!                      Lange verdrängte Fragen kamen wieder auf: Wie war das                      mit den 2.541 verhafteten subversivos, die sich die Folterknechte                      der II. Armee seinerzeit in den Kellern des DOI São                      Paulo vorgenommen hatten? (Denn beim Codi-DOI war die Folter                      Routine! Die Gefangenen, überwiegend junge Männer                      oder Frauen der Mittelklasse, hatten alle ausnahmslos die                      unmenschlichen Prozeduren der Folterknechte zu erdulden, welche                      auf diese Weise zu den erwarteten Informationen gelangten.                      Danach waren sie in der Haft weiteren Torturen ausgesetzt.)                      Was ist mit ihren Aussageprotokollen geschehen? Wo befinden                      sich derartige Unterlagen heute? Befinden sie sich bei der                      Abteilung für Politische und Soziale Ordnung der Polizei                      (Dops)? Sind sie im Besitz des Obersten Militärgerichts?                      Wurden sie vernichtet?</p>
<p>Angesichts                      solcher bedrückender Realitäten erwies sich die                      offizielle Reaktion auf die &#8220;Wiedervorlage des Falles                      Herzog&#8221; durch die wichtigste in der Hauptstadt erscheinende                      Zeitung nicht nur als jämmerlich, sondern als schändlich,                      ja, sogar als potentiell gefährlich! In der Öffentlichkeit                      blieb ein schaler Geschmack zurück: In der von der Heeresleitung                      lancierten Note war in der Tat &#8220;zu wenig von Demokratie                      zu verspüren &#8220;, wie es ein Kritiker ausdrückte.</p>
<p>Präsident                      Luiz Inácio Lula da Silva konnte an der Erklärung                      der Heeresleitung keinen Gefallen finden. Die in diesem Text                      enthaltene deutliche Rehabilitation der Putschisten von 1964,                      welche sich, dem Wunsch der Bevölkerung entsprechend,                      der subversiven Bewegung, die den Dialog verweigerte, entgegengestellt                      hatten, war unter gar keinen Umständen mit der Ausrichtung                      der von der Arbeiterpartei angeführten Regierung zu vereinbaren.                      Schließlich hatten manche Inhaber höchster Regierungsämter                      selbst jener &#8220;subversiven Bewegung, die den Dialog verweigerte&#8221;,                      als militante Genossen angehört.</p>
<p>Der Präsident,                      der diesen eklatanten Widerspruch deutlich erkannte, lavierte                      nun (zu beurteilen, ob geschickt oder nicht, bleibe anderen                      überlassen) &#8211; er lavierte jedenfalls erfolgreich:</p>
<p>Er ließ                      den Verteidigungsminister, José Viegas Filho, zu einer                      Unterredung rufen, welcher dann seinerseits den Kommandeur                      des Heeres, General Francisco de Albuquerque, anwies, eine                      neue Erklärung zum &#8220;Fall Herzog&#8221; mit einer                      entsprechenden Stellungnahme zur Publikation der Fotos zu                      veröffentlichen. In der neuen, auf Anordnung des Präsidenten                      verfassten und von General Francisco Roberto de Albuquerque                      unterzeichneten Fassung der Erklärung bedauerte die Armee                      den Tod des Journalisten im Jahre 1975. Es wurde daran erinnert,                      daß der Tod Herzogs einer der Gründe gewesen sei,                      die auf Anordnung des Präsidenten Ernesto Geisel zur                      Ablösung des Kommandeurs der II. Heeresgruppe, General                      Ednardo d&#8217;Ávila Mello, geführt hatten. Deshalb                      wolle die Armee zum Wohle der Demokratie und in der Verantwortung                      gegenüber der Verfassung die Fakten einer tragischen                      Vergangenheit nicht erneut lebendig werden lassen.</p>
<p>Im Zusammenhang                      mit dem plötzlich an die erste Stelle der Agenda gerückten                      &#8220;Fall Herzog&#8221; wurde überraschend zugleich die                      Stimmung in der Armee im Staat der Linksparteien erkennbar.                      Als ein Beispiel für die innere Einstellung vieler Militärs                      darf das Auftreten des streitbaren Hauptmanns der Reserve                      Jair Bolsonaro angesehen werden. Dieser Mann errang einen                      Sitz im Parlament für die Nachfolgepartei der traditionellen,                      seinerzeit von Getúlio Vargas gegründeten Brasilianischen                      Arbeiterpartei (PTB), deren Name während des Rückzugs                      der Militärs in die Kasernen von einer politischen Gruppierung                      mit Beschlag belegt worden sei, die des Wohlgefallens der                      Obristen sicher sein durften. Abgesehen davon, daß viele                      Angehörige der Armee sich unterbezahlt fühlen und                      entsprechend die Trommel rühren, denken sie wohl nicht                      anders als der Abgeordnete Bolsonaro, der, wo auch immer,                      gegen die PT-Regierung Stimmung macht. Er wirft ihr vor, die                      &#8220;schlechte Politik&#8221; der Vorgängerregierung                      hinsichtlich der Behandlung des Militärs aus revanchistischen                      Motiven gegen die Armee fortzusetzen. Bei alledem preist er                      sich glücklich über den Erfolg der Revolution, die                      verhütet habe, daß Brasilien sich in ein neues                      Kuba verwandelte. Als er lauthals forderte, der vorige Präsident                      der Republik, Fernando Henrique Cardoso, gehöre &#8220;an                      die Wand gestellt&#8221;, verlor er wegen der Verletzung des                      parlamentarischen Dekors um ein Haar sein Mandat im Parlament.                      (Wie bestimmte Angehörige der Streitkräfte dachten,                      wird in einem 1999 auf dem brasilianischen Büchermarkt                      erschienenen statement des Generals der Reserve Adolpho João                      de Paula Couto erschreckend deutlich, für den der &#8220;Fall                      Herzog&#8221; schlicht zur &#8220;Episode&#8221; wird. Die Folter                      wird verschämt als ein problema bezeichnet, eigentlich                      mehr im Sinne eines Phantoms als eines Phänomens, denn                      der Autor spricht nur von der &#8220;eventuellen Existenz dieses                      Problems&#8221;. Der Foltertod wird zu einem incidente da morte,                      zu einem Vorfall, Zwischenfall bzw. zu einer Affaire.) Es                      besteht kein Zweifel daran: beim Umgang mit gewissen Kreisen                      der Armee ist Vorsicht geboten!</p>
<p>Als man                      Präsident Luiz Inácio Lula da Silva die zweite                      Version der offiziellen Note zum &#8220;Fall Herzog&#8221; vorlegte,                      sah er sich, in Übereinstimmung mit dem Verteidigungsminister                      José Viegas Filho, gezwungen, weitere Änderungen                      des Textes vorzunehmen. Vor allem ging es ihm darum, daß                      die Bindung des Heeres an die Demokratie stärker hervorgehoben                      wurde. Außerdem forderte er, eine Entschuldigung der                      Korporation wegen des Todes Vladimir Herzogs und einen klaren                      Hinweis auf die Entlassung des damals verantwortlichen Generals                      Ednardo d&#8217;Ávila Mello. Der Kommandeur des Heeres, General                      Albuquerque, der sich bei Erscheinen des Correio Braziliense                      in den USA befunden hatte, versicherte dem Verteidigungsminister                      wahrheitswidreig, den Text der offiziellen Note vor deren                      Verbreitung nicht gesehen zu haben, räumte jedoch ein,                      daß die von seinem Pressedienst lancierte Formulierung                      unpassend gewesen sei. Dies erklärte er auch einer Gruppe                      von mehreren Dutzend Generälen, die er im Forte de Copacabana                      versammelt hatte, um ihnen die Lage zu erläutern.</p>
<p>Trotz                      solcher Schadensbegrenzung auf höchster Ebene forderte                      eine Reihe von PT-Abgeordneten die parlamentarische Kommission                      für Menschenrechte möge von der Regierung die Entfernung                      des Generals Antonio Gabriel Esper, Chef des Pressebüros                      der Armee, verlangen, weil dieser gezeigt habe, daß                      er nicht die Befähigung besitze, dieses Amt zu bekleiden.                      Auch der Kommandeur des Heeres, General Francisco Albuquerque,                      so verlautete, habe sich als einer der rückwärts                      gerichteten &#8220;Falken&#8221; erwiesen, die der Armee womöglich                      großen Schaden zufügen könnten. Selbst vor                      dem Verteidigungsminister machten manche Kritiker innerhalb                      und außerhalb der Truppe nicht halt.</p>
<p>Während                      sich die Presse noch bis zum 3. November mit Spekulationen                      hinsichtlich der vom Präsidenten der Republik &#8211; zugleich                      Oberbefehlshaber der Streitkräfte (o comandante-em-chefe                      das Forças Armadas) &#8211; Luiz Inácio Lula da Silva                      angesichts dieser Situation zu treffenden Entscheidungen in                      Bezug auf eine Neuordnung der gesamten Armeeführung befasste,                      waren die Würfel längst gefallen. Der Verteidigungsminister                      hatte dem Präsidenten bereits am 22. Oktober sein Rücktrittsgesuch                      übergeben. Luiz Inácio Lula da Silva erbat sich                      lediglich etwas Zeit, vielleicht wollte er auch den Ausgang                      der Munizipalwahlen vom 31. Oktober abwarten. Für den                      gelernten Diplomaten José Viegas Filho stand sein Rücktritt                      jedoch fest.</p>
<p>In seinem                      Rücktrittsgesuch bezog sich der Verteidigungsminister                      ausdrücklich auf die am 17. 10. von der Heeresleitung                      widerrechtlich lancierte Note. Es ist der brasilianischen                      Armee nicht gestattet, ohne Abstimmung mit dem Minister irgend                      eine Erklärung politischen Inhalts zu veröffentlichen.                      Viegas unterstrich, daß er sich während seiner                      Amtszeit in besonderer Weise um die volle und endgültige                      Wiedereingliederung der Streitkräfte in die politische                      Gesellschaft Brasiliens bemüht habe; deshalb sei er umso                      mehr überrascht und konsterniert gewesen, als er am 17.                      Oktober die im Namen der brasilianischen Heeresleitung veröffentlichte                      Note zu Gesicht bekommen habe, die in einer völlig unangemessenen                      Sprache versuchte, die beklagenswerten Ereignisse der Vergangenheit                      zu rechtfertigen. Die Erklärung habe den Eindruck erweckt,                      die Armee oder, genauer gesagt, diejenigen, welche die Note                      entworfen und ihre Veröffentlichung autorisiert hatten,                      lebten noch immer in einem Klima, wie es für die siebziger                      Jahre charakteristisch gewesen war. Im procedere der Heeresleitung                      seien deutlich Reste der alten anachronistischen Doktrin der                      Nationalen Sicherheit zu erkennen, die absolut unverträglich                      sei mit der im Lande waltenden vollen Demokratie und mit der                      Entwicklung Brasiliens im 21. Jahrhundert. Es sei an der Zeit,                      daß diejenigen, die in einem derart überholten                      Denken verhaftet seien, die Bühne verliessen. Es sei                      unerträglich und inakzeptabel, wie die Erklärung                      der Heeresleitung im 21. Jahrhundert von einer &#8220;subversiven                      Bewegung&#8221; und von der &#8220;internationalen kommunistischen                      Bewegung&#8221; spreche. Es sei unannehmbar, daß die                      Erklärung (inkorrekterweise im Namen des Verteidigungsministeriums)                      versucht hätte, Todesfälle wie den Vladimir Herzogs                      zu bestreiten oder gar zu rechtfertigen. Des weiteren sei                      es auch völlig unannehmbar, daß die Armee sich                      als eine Institution betrachte, die keinerlei Änderung                      der Einstellung und der Überzeugung hinsichtlich dessen                      bedürfe, was in jener Periode der Geschichte geschehen                      sei.</p>
<p>Da jene                      Erklärung ohne vorherige Konsultation der zuständigen                      Regierungsautorität veröffentlicht wurde, übernehme                      José Viegas Filho die politische Verantwortung für                      das Geschehen, obgleich er vom ersten Augenblick an, zu dem                      diese Episode begann, entsprechend gehandelt habe. Er habe                      den Präsidenten informiert, er habe vorgeschlagen, wie                      zu verfahren sei, habe noch am selben Sonntag den Kommandeur                      des Heeres zu sich zitiert, ihm ein Schreiben überreicht,                      in dem dieser ersucht worden sei, festzustellen, wo die Verantwortung                      für das Geschehen läge, darüber hinaus müsse                      eine Korrektur der bereits publizierten Erklärung vorgenommen                      werden.</p>
<p>Der Präsident                      berief sofort einen Nachfolger : den Vizepräsidenten                      José Alencar, Dieser zitierte noch am 4. 11. die Kommandeure                      der drei Waffengattungen zu einem ausführlichen Gespräch                      in sein Büro im Palácio do Planalto, dem der Chef                      der Marine jedoch fernblieb, da er sich gerade in Pernambuco                      befand. Mit der Berufung Alencars durch den Präsidenten                      Luiz Inácio Lula da Silva fand die Krise, die durch                      die vom Correio Braziliense erzwungene Erinnerung an den Tod                      des Fernsehjournalisten Vladimir Herzog in den Kellergelassen                      des DOI-Codi São Paulo im Jahre 1975 eingetreten war,                      jedenfalls ein vorläufiges Ende. Ein vorläufiges                      Ende deshalb, weil es dringend erforderlich ist, eine baldige                      Öffnung der versiegelten Archive der Sicherheitsorgane                      zu ermöglichen, unter ganz präzisen Bedingungen,                      versteht sich, wie wir dies hierzulande von den Stasi-Akten                      her ja sehr gut kennen. Immerhin könnten sich aus einer                      Öffnung der Archive Konsequenzen, auch juridischer Natur,                      ergeben, wie dies z.B. in Argentinien und Chile der Fall gewesen                      ist.</p>
<p>Besonders                      die auch bei uns gut bekannte brasilianische Menschenrechtsorganisation                      Grupo Tortura Nunca Mais/RJ hat die Ereignisse um den &#8220;Fall                      Herzog&#8221; aufgegriffen, um durch eine Kampagne die Regierung                      zu zwingen, das Dekret Nr. 4.553/2002 aufzuheben. Dieses bestimmt,                      daß die wichtigsten, als &#8220;streng geheim&#8221; deklarierten,                      Unterlagen über die Repression durch die Militärs                      1964 &#8211; 1984 der Öffentlichkeit frühestens nach Ablauf                      von 50 Jahren zugänglich gemacht werden dürfen.                      Grupo Tortura Nunca Mais/RJ fordert darüber hinaus, daß                      alle brasilianischen Archive der Repression geöffnet                      werden.</p>
<p>Übrigens                      gibt es in Brasilien nicht nur geheime Archive, sondern es                      gab auch eine ganze Reihe von geheimen Dekreten, die es den                      Sicherheitsorganen im Namen der Nationalen Sicherheit z.B.                      erlaubten, Menschen ohne ersichtliche legale Gründe (und                      damit außerhalb aller rechtsstaatlichen Regeln) in Gewahrsam                      zu nehmen (und dann unter Umständen &#8220;verschwinden&#8221;                      zu lassen).</p>
<p>Des weiteren                      fordern die Menschenrechtsgruppen von der Regierung Lula konkrete                      Informationen, die das Schicksal der &#8220;Verschwundenen&#8221;                      (z.B. von Araguaia) betreffen. Die Jahre zwischen 1970 und                      1974 waren geprägt vom Krieg gegen die Stadtguerrilla                      und die kleinen Inseln (focos) der Landguerrilla in Brasilien.                      Die Armee, die im Amazonasgebiet (Araguaia) ein Kontingent                      von 10.000 Soldaten für die Jagd genau 67 guerrilheiros                      des PCdB, unterhielt, versuchte es zunächst mit Stoßtruppunternehmen.                      Als diese Taktik nicht zu dem erwarteten Ergebnis führte,                      begann ein regelrechter Dschungelkrieg gegen ein paar Dutzend                      radikaler Sozialisten (PSB) und Dissidenten der &#8220;othodoxen&#8221;                      Kommunistischen Partei, die mit den Aktionen der guerrilhas                      nichts im Sinn hatte. Im Zuge der Ausrottung des Fokus der                      Landguerrilla in Amazonien (1973) wurde eine beträchtliche                      Anzahl militanter Genossen gnadenlos umgebracht und, wenn                      überhaupt, anonym verscharrt. In vielen Fällen wissen                      ihre Angehörigen bis heute nichts vom Verbleib ihrer                      &#8220;Verschwundenen&#8221;.</p>
<p>Im Blick                      auf solche Opfer der Repression und ihre Familien hat sich                      auch Amnesty International eingeschaltet und fordert die Regierung                      auf, dafür zu sorgen, daß in Zukunft kein für                      die Verbrechen der Diktatur Verantwortlicher und auch niemand,                      der diese Verbrechen verteidigt, ein öffentliches Amt                      ausüben darf. Außerdem sollen den Angehörigen                      der Opfer der Repression alle ihnen bisher vorenthaltenen                      Informationen über das Schicksal ihrer Angehörigen                      zugänglich gemacht werden. Ansätze zur Aufklärung,                      wie sie z.B. während der 90er von der Anatomie der medizinischen                      Fakultät der Unicamp gemacht worden waren , verliefen                      im Laufe der Jahre u. a. aus Mangel an finanziellen Mitteln                      im Sande.</p>
<p>Was die                      Forderung betrifft, der Öffentlichkeit &#8211; und insbesondere                      den Angehörigen der Opfer der Repression zur Zeit der                      Militärs &#8211; die Archive zu öffnen und die entsprechenden                      Informationen über das Schicksal der Betroffenen weiterzugeben,                      so scheint die jüngste &#8220;Wiedervorlage&#8221; des                      &#8220;Falles Vladimir Herzog&#8221; die Tür zu zivilisierten                      und humanen Maßnahmen geöffnet zu haben: Am 5.11.                      bestätigte der Justizminister, Márcio Thomaz Bastos,                      daß die Regierung Vorbereitungen treffe, die Geheimarchive                      des Militärs zu öffnen, soweit diese nicht diplomatische                      Vorgänge betreffen und das internationale Vertrauen in                      die Zuverlässigkeit Brasiliens berühren könnten.                      Das Parlament werde eine aus fünf Abgeordneten bestehende                      Kommission einsetzen, die sich mit dem Archivmaterial &#8220;aus                      der Zeit der Militärs&#8221; gründlich befassen und                      nach dem Beispiel anderer Länder ein Verfahren vorschlagen                      solle.</p>
<p>Der Präsident                      des Parlaments, João Paulo Cunha, versicherte, mit                      der Ernennung des Vizepräsidenten José Alencar                      zum Verteidigungsminister werde bezüglich des Verhältnisses                      zwischen der Regierung und den Streitkräften Ruhe einkehren.                      Eine solche Beruhigung ist sicherlich genau das, was die Nation                      endlich braucht, wenn es nicht zu einem Riss zwischen unbeweglichen                      Blöcken kommen soll, was bisher zum Wohle des Volkes                      hatte vermieden werden können. Der Autor und Künstler                      Ferreira Gullar, der als Kommunist lange im russischen Exil                      verbrachte, hat diese Einstellung bei einem Interview im Rückblick                      auf den Militärputsch vor 40 Jahren auf die Formel gebracht:                      &#8220;Verurteilung muß sein, jedoch keine Rache!&#8221;</p>
<p>Für eventuelle Anträge betr. Öffnung der geheimen                      Archive der brasilianischen Armee etc. werden hier die einschlägigen                      Anschriften angegeben:</p>
<p>Presidente                      da República<br />
Luí­s Inácio Lula da Silva<br />
Palácio do Planalto, 3º andar<br />
CEP.: 70150-900 Brasí­lia &#8211; DF<br />
F (61) 411.1203 / 411.1946 / 411.1456 / 411.1200<br />
FAX (61) 411.2222<br />
<a href="mailto:e-mail:%20pr@planalto.gov.br" target="_blank">e-mail:                      pr@planalto.gov.br </a></p>
<p>Ministro                      da Justiça<br />
Márcio Thomaz Bastos<br />
Esplanada dos Ministérios, Bloco T, 4º andar<br />
CEP.: 20064-900 &#8211; Brasí­lia &#8211; DF<br />
F (61) 429 3733 / 429 3735<br />
FAX (61) 224 4784<br />
e-mail: <a href="http://www.mj.gov.br/faleconosco/" target="_blank">www.mj.gov.br/faleconosco</a></p>
<p>Ministro da Defesa<br />
José Alencar<br />
Esplanada dos Ministérios, Bloco Q<br />
CEP.: 70049-900 &#8211; Brasí­lia &#8211; DF<br />
F (61) 224.2460 / 312.8520<br />
FAX 861) 312.8521<br />
e-mail: m<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: x-small;"><a href="mailto:ministro@defesa.gov.br" target="_blank">inistro@defesa.gov.br</a></span><br />
<img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/4b55845454c342f7b915c4b2947fa353" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>OS ÍNDIOS DO BRASIL ENTRE PROTEÇÃO E CORRUPÇÃO</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Jul 2004 16:50:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Autor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Brazil]]></category>
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		<description><![CDATA[<strong>Heinz F. Dressel</strong>, Julho 2004

Em 2003, ao surgir um governo composto por siglas da esquerda brasileira, recebi uma carta do Brasil, que começou com a frase: "O país está na maior euforia com o novo Presidente." Também os povos indígenas depositaram sua esperança no "mito Lula". O entusiasmo dos índios, porém, logo cedeu lugar à perplexidade diante de um clima de desrespeito, de agressividade e de uma onda de ódio e violência contra os povos indígenas em todo o país. Conforme nota publicada por CIMI (6/11/03) a primeira vítima foi Aldo Makuxi, na terra indígena Raposa Serra do Sol/Roraima. "Ele foi covardemente assassinado, no dia 2 de janeiro, por invasores. Logo em seguida tombaram Marcos Veron Guarani Kaiowá, Leopoldo Kaingang, Josenilson José dos Santos Atikum, José Admilson Barbosa da Silva Xukuru. Este foi um processo de violência bem maior do que o ocorrido nos governos anteriores. Nesses dez meses já foram assassinadas 23 lideranças indígenas em todo o país." [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>A ganância já histórica da população branca e o direito de viver dos povos indígenas marginalizados</h3>
<p><strong>Heinz F. Dressel</strong>, Julho 2004</p>
<p>Em 2003, ao surgir um governo composto por siglas da esquerda brasileira, recebi uma carta do Brasil, que começou com a frase: &#8220;O país está na maior euforia com o novo Presidente.&#8221; Também os povos indígenas depositaram sua esperança no &#8220;mito Lula&#8221;. O entusiasmo dos índios, porém, logo cedeu lugar à perplexidade diante de um clima de desrespeito, de agressividade e de uma onda de ódio e violência contra os povos indígenas em todo o país. Conforme nota publicada por CIMI (6/11/03) a primeira vítima foi Aldo Makuxi, na terra indígena Raposa Serra do Sol/Roraima. &#8220;Ele foi covardemente assassinado, no dia 2 de janeiro, por invasores. Logo em seguida tombaram Marcos Veron Guarani Kaiowá, Leopoldo Kaingang, Josenilson José dos Santos Atikum, José Admilson Barbosa da Silva Xukuru. Este foi um processo de violência bem maior do que o ocorrido nos governos anteriores. Nesses dez meses já foram assassinadas 23 lideranças indígenas em todo o país.&#8221;</p>
<p>Os astros não indicavam tempos mais pacíficos. O novo ano trouxe consigo bastante inquietação entre diversos grupos de indígenas. Os caiovás invadiram a Fazenda São Jorge e depois ocuparam mais 13 propriedades rurais. Um dos guerreiros foi atingido por um tiro. Em resposta, os índios se pintaram para a guerra, apreenderam um ônibus e feriram uma passageira. Alguns membros do povo indígena pataxós há-há-hãe, da Aldeia Caramuru-Paraguaçu, a 550 km de Salvador, ocuparam uma sala da Secretaria de Educação na capital, reivindicando transporte escolar para os jovens da aldeia que, para frequentar a escola, precisavam caminhar 35 km. Também pediram a contratação e qualificação de mais professores. Um líder indígena da etnia Ashaninka, do Acre, denunciou a invasão das terras por madeireiros peruanos e defendeu a reação hostil dos nativos com a observação: &#8220;Estamos cuidando de um território que na verdade é terra do Brasil.&#8221; A FUNAI declarou que foi montada uma força-tarefa para expulsar 300 madeireiros que se estabeleceram na região para extrair madeiras nobres.</p>
<p>No mês de abril uma notícia alarmante falou de um clima de tensão no interior de Rondônia onde dentro da reserva indígena do Roosevelt a polícia descobriu 29 corpos de garimpeiros massacrados a golpes de bordunas, tacapes e lanças. O governador do estado disse tratar-se de &#8220;um massacre&#8221;. O presidente da FUNAI, por sua vez, tentou explicar assim o triste incidente: &#8220;Vejo com preocupação um governo que tem obrigação de zelar pela paz, que deveria apaziguar os ânimos da população, tentando encontrar bode expiatório e falso culpado em um momento de tanta dor para as famílias&#8221;.</p>
<p>Índios e garimpeiros convivem na reserva há três anos. A relação foi longe de ser pacífica por causa da disputa pelo comércio ilegal de diamantes. Em 1999, foi descoberta uma gigantesca jazida de diamantes na região. Desde então, os conflitos se tornaram cada vez mais freqüentes. Em 2003, pelo menos quatro mineradores foram assassinados pelos cintas-largas, que também tiveram algumas de suas lideranças mortas no decorrer deste período. A FUNAI fala em pelo menos 30 pessoas, que já foram assassinadas na reserva. A vítima mais recente, Moisés Cinta Larga, de 14 anos de idade, filho do cacique Aperitite Cinta Larga, foi executado com dois tiros.</p>
<p>Como informou a Folha de São Paulo, índios venderam diamantes extraídos da reserva para contrabandistas e receberam armas de fogo &#8211; carabinas &#8211; como pagamento. O contrabando entrou pelas três pistas de pouso dentro da reserva em pequenos aviões que levaram diamantes. A negociação com três líderes cintas-largas teria sido feita com o empresário Marcos Glikas, preso desde março. O contato dele com os índios era intermediado por um servidor da FUNAI. Participaram da quadrilha também três policiais, um delegado e um agente civil. Outro membro da polícia recrutou &#8220;mulas&#8221; para transportar os diamantes. As pedras, vendidas em São Paulo, eram, então levadas para os Estados Unidos, Israel e Bélgica. A extração era feita por garimpeiros arregimentados pelos próprios índios. Os garimpeiros na reserva, ao encontrar as pedras, davam um percentual para os índios, que chegou a equivaler o correspondente de 50% do valor obtido na venda. José Carlos de Santana &#8211; Guajará-Mirim (RO), na edição da Tribuna da Imprensa do dia 29.4.04, comenta: &#8220;Morreram 29 de um lado e do outro nem um arranhãozinho foi denunciado. Não teria sido uma queima de arquivos? Observe que não restou nenhum garimpeiro ferido, todos morreram.&#8221; De fato, uma estória meio estranha!</p>
<h3>Qual foi a atitude das autoridades federais e estaduais?</h3>
<p>O ministro da Justiça, informou que o governo federal realizará uma &#8220;operação de desarmamento geral&#8221; de índios e garimpeiros no sul de Rondônia para evitar mais derramamento de sangue. Cerca de 200 homens, policiais federais e funcionários da FUNAI, foram destacados para iniciar a operação.</p>
<p>Resta dar atenção à questão jurídica. Pela Constituição brasileira, as reservas minerais do subsolo são patrimônio da União e, quando em áreas indígenas, só podem ser exploradas com autorização do Congresso. Ignorando o aspecto legal, cada vez mais garimpeiros começaram a chegar na região. Calcula-se, que eles já somam entre 5 e 6 mil homens. Desde 2001, foram realizadas quatro grandes operações de expulsão de garimpeiros, que freqüentemente entram em confronto com os índios. Apesar da afirmação do presidente da FUNAI, de que a situação estaria controlada, com todos os garimpeiros retirados da região, percebe-se uma conivência do governo estadual, que tem estimulado a exploração ilegal na reserva indígena, cedendo à pressão de grupos econômicos. Isso significa que a invasão da região pelos garimpeiros continuará.</p>
<p>Segundo a FUNAI, o DNPM já foi acionado pelo governo para localizar jazidas fora da reserva para entregar aos garimpeiros, mediante concessão de exploração. Há também rumores indicando que o Ministério da Justiça estaria estudando uma forma de regulamentar a garimpagem, que seria realizada exclusivamente pelos índios. Tudo, porém, indica, que o &#8220;Lobbying da cobiça&#8221; não passou sem deixar seus rastros na legislativa. Foi esta a impressão que os observadores do CIMI tiveram durante o período do acampamento de representantes dos povos indígenas na capital do país, Brasília, por ocasião do &#8220;Dia do Índio&#8221; nos mês de abril 2004. Como observou o representante do CIMI, Egon D. Heck, na capital, em frente ao Ministério da Justiça, naquela ocasião chegaram algumas dezenas de guerreiros da Terra Brasil. Em menos de uma hora, nove barracos estavam plantados a pouco mais de 50 metros do Palácio da Justiça. Era o acampamento indígena Terra Livre, Já!</p>
<p>Os indígenas solicitaram uma audiência com o Presidente da República. Não deu! Queriam então ser ao menos ouvidos pelos responsáveis do destino da nação. Do lado dos detentores do poder, o silêncio prepotente. De todos os pedidos feitos a vários ministros como ao presidente Lula, nenhuma confirmação. No dia seguinte, centenas de pessoas solidárias com a causa indígena, chegaram para somar sua voz e indignação com a dos guerreiros acampados. Don Tomás Balduíno, presidente da CPT (Comissão Pastoral da Terra), veio trazer a solidariedade das pessoas cristãs, que lutam por justiça, reforma agrária, terras indígenas demarcadas e respeitadas e o aprofundamento da democracia. É dos tempos da Declaração de Barbados (1971), a opção da CNBB, na gestão dos grandes estatistas Dom Ivo Lorscheider, D. Pedro Casaldáliga e D. Geraldo de Proença Sigaud, através do Conselho Indigenista Missionário (CIMI), de zelar para que as comunidades indígenas e principalmente suas terras fossem respeitadas e demarcadas.</p>
<p>Dentro do Congresso, &#8220;os representantes indígenas das diversas regiões do país, contemplam diáriamente, com perplexidade e revolta, as ameaças a seus direitos que aí dentro são tramadas por seus inimigos declarados, por vezes disfarçados em patriotas e desenvolmentistas, com discursos hipócritas e interesses pessoais, de prestígio, poder e dinheiro&#8221;, como consta uma nota emitida por Egon D. Heck &#8211; Cimi Norte (17.04.04), (aliás um dos mais experimentados membros do CIMI com quem já em 1990 me encontrei em Manaus, levando de lá uma entrevista gravada que foi publicada no Boletim Informativo da Obra Ecumênica de Estudos Bochum no. 50, 9/1990). Foi nesta casa que os indígenas foram chamados de &#8220;fedorentos&#8221; por um dos parlamentares, presente na comissão que pretende reduzir a Terra Indígena Raposa Serra do Sol. Vaia e difamação do índio, como se encontram também na mídia, até na Tribuna (29.4.04) onde Pedro Porfírio se atreveu a expressar todo preconceito que sente em relação aos indígenas, ao falar do cacique Pio Cinta-Larga como o que &#8220;adora um perfume francês, camisa de grife e camionetes importadas&#8221;, identificando-o como membro da &#8220;tribo de contrabandistas de diamantes&#8221;, dos &#8220;espertos cintas-largas, que movimentam mais dinheiro do que qualquer município da Amazônia, que têm contato direto com o que há de pior no mundo do crime organizado, sob as vistas grossas da Funai com a cumplicidade de policiais.&#8221; Esta canção de ódio termina com o credo que frequentemente se reza também dentro do Congresso: &#8220;Não há quem me convença de que é bom para o Brasil, bom para a humanidade fechar 96 mil quilômetros de território riquíssimo para 12 mil ianomâmis.&#8221; A homologação da Terra Indígena Raposa Serra do Sol pelo presidente da República está sendo aguardada há 5 anos. Lula pediu mais tempo. Até quando? Quantos índios terão ainda que ser assassinados, presos, ameaçados para que se cumpra o que determina a Constituição? Isso aconteceu às vésperas da comemoração do &#8220;Dia do Índio&#8221;.</p>
<p>O &#8220;Dia do Índio&#8221; foi marcado por protestos no Congresso. Os índios foram à Câmara para participar da comemoração, mas no meio da homenagem resolveram ficar no plenário. &#8220;Não queremos mais ser homenageados, queremos que Lula diga, com clareza, de que forma vai tratar a política indigenista&#8221;, disse Sateré-Mawé. &#8220;Ou o governo fica do nosso lado ou fica do lado dos políticos corruptos de Roraima&#8221;, completou.</p>
<p>Os índios resolveram fazer pressão. Conseguiram que se realizasse um encontro com &#8220;as autoridades&#8221; no congresso; mas logo chegou a primeira desilusão: &#8220;Não viemos aqui para falar com assessores. Queremos falar com Lula&#8221;, disse em voz incisiva Agnelo Xavante, &#8220;Lula lutava pelos povos indígenas e hoje está calado. Nós queremos abrir a boca dele para que ele volte a lutar pelos pobres&#8221;. Enquanto os índios ocupavam o Salão Verde, alguns dos deputados criticavam o presidente da FUNAI, pedindo o seu afastamento do cargo. Este afirmou que os índios cintas-largas, ao matarem dezenas de garimpeiros, estavam apenas reagindo às invasões de suas terras. &#8220;O presidente da FUNAI ao invés de tentar pacificar os conflitos, de agir como bombeiro, joga litro de querosene no fogo&#8221;, disse Lindberg (PT-RJ). A principal manifestação contra o governo ocorreu na Câmara, onde cerca de 70 índios de 28 povos ameaçaram acampar no plenário em represália à demora do presidente Lula em homologar a reserva indígena Raposa Serra do Sol, em Roraima.</p>
<p>Por fim, os índios concordaram em deixar o plenário com a promessa de que Lula iria recebê-los. Gilberto Carvalho avisou que Lula não poderia receber os índios nem neste dia, nem no dia seguinte. Os nativos só desocuparam o lugar após o compromisso assumido, por escrito, de que seriam recebidos no Palácio do Planalto para definir uma data de encontro com Lula. O presidente receberia uma comissão indígena de todo o Brasil no dia 10 de maio. A base da conversa deveria ser o documento entregue pelas lideranças do acampamento &#8220;Terra Livre&#8221;. Os índios saíram com o gosto amargo de não terem merecido a mínima atenção do Presidente.</p>
<p>Em seu Documento Acampamento Terra Livre, os representantes dos índios articularam claramente suas solicitações: &#8220;Nós, povos indígenas unidos e presentes no acampamento Terra Livre, na Esplanada dos Ministérios, em Brasília, vimos manifestar ao povo brasileiro e às pessoas de todo o mundo, os nossos pensamentos, projetos, sonhos e a nossa luta pela justiça e a defesa dos nossos direitos constitucionais. A terra é a nossa vida. Fonte e garantia da sobrevivência física e cultural. Por isso é urgente a regularização fundiária de todas as terras indígenas no Brasil. Os nossos direitos estão ameaçados por pressão de grupos econômicos e políticos com o objetivo de mudar os artigos da Constituição que amparam os nossos direitos. Se isso vier a acontecer, veremos no governo Lula a abertura de uma porta para o extermínio físico e cultural de todos os povos indígenas no Brasil. Continuamos sendo tratados com racismo, preconceito e discriminação pelo Estado Brasileiro, quinhentos anos depois da chegada dos primeiros exterminadores. Para muitos ainda prevalece a máxima &#8220;índio bom é índio morto&#8221;. Assim, unidos e solidários, apresentamos as bandeiras de nossa luta comun: Imediata homologação da TI Raposa Serra do Sol; punição e reparação dos danos ambientais causados no interior das terras indígenas; atendimento básico de saúde aos povos indígenas; garantia de uma educação diferenciada; punição dos assassinos responsáveis pelas dezenas de mortes que ocorreram no biênio 2003-2004; apoio às atividades produtivas que venham a possibilitar um desenvolvimento sustentável pelas comunidades indígenas.&#8221;</p>
<p>A Comissão Episcopal Especial para a Amazônia declarou-se solidária com a causa dos defensores da TI Raposa Serra do Sol. Trata-se de cinco povos indígenas que habitam o nordeste do Estado de Roraima na fronteira com a Venezuela, e que somam 15.719 índios distribuídos em 152 aldeias com população que varia de 50 a 800 pessoas. A área recebe o nome de Terra Indígena Raposa Serra do Sol e foi demarcada pelo Ministério da Justiça por portaria 820/98.</p>
<p>Roraima, entre os anos de 1991 e 1996, teve um crescimento populacional em aproximadamente 300%, e tornou-se um dos Estados que apresentou maior elevação demográfica do país. A história de Roraima, especialmente nas últimas décadas, tem sido marcada profundamente pelo conflito entre aqueles que defendem a demarcação e os outros que são contrários a ela. Demarcar as terras indígenas em ilhas significa não separar fazendas, estradas federais e estaduais e sedes municipais das comunidades indígenas. Essa proposta não é aceita pelo Conselho Indígena de Roraima, que desde 1981 vem reivindicando a demarcação em áreas contínuas.</p>
<p>O primeiro ato administrativo de demarcação do território indígena tem a data de 16/10/1917. No entanto, as terras foram sendo invadidas por fazendeiros, garimpeiros e outros ocupantes não-índios. Os mais recentes são os plantadores de arroz. Tem sido constante a violência contra os índios, com espancamento, tortura e morte. Constata-se completa impunidade dos agressores. Os artigos 231 e 232 da Constituição Federal Brasileira de 5/10/1988, garantem aos índios a posse permanente e o uso exclusivo da terra onde vivem. Infelizmente, em vez de reinar paz e calma na região não cessam os ataques, as acusações e violências. Chega-se até a bloquear estradas, a ameaçar e seqüestrar missionários que atuam nessas áreas indígenas. &#8220;Embora já em 1998 fosse possível ao presidente Fernando Henrique Cardoso homologar a demarcação, a partir de junho de 1999 ele fez uso de decisão liminar do ministro Aldir Passarinho Júnior, do Superior Tribunal de Justiça, concedida em Mandado de Segurança impetrado pelo estado de Roraima, que suspendeu os efeitos da Portaria n.º 820/98 &#8230; No final de seu mandato (27/11/02), o Superior Tribunal de Justiça extinguiu este Mandado de Segurança, mas como era fim de governo, não se envolveu com o problema empurrando a decisão para o próximo presidente.&#8221; (Nota do CIMI sobre a situação da TI Raposa Serra do Sol, 18/05/04). Acontece &#8211; peça mestre no palco da politicagem &#8211; que o governador de Roraima filiou-se ao Partido dos Trabalhadores (PT) e a bancada federal de Roraima na Câmara dos Deputados e no Senado passou a compôr a base de sustentação do governo Lula. No mesmo período, a Presidência da República devolveu ao Ministério da Justiça o processo administrativo de homologação da TI Raposa Serra do Sol, alegando ser necessário o reexame pelo Ministério da Justiça. Este, após visitar a terra indígena, ainda no primeiro semestre de 2003, se posicionou favoravel à homologação devolvendo o processo ao presidente da República. Desde então Lula vem prometendo homologar, mas não define data. Justifica a demora em razão de estudos necessários para elaborar um plano de compensação ao estado de Roraima. Em março de 2004, um juiz federal de Roraima deferiu liminar suspendendo parcialmente os efeitos da Portaria n.º 820/98. Ao mesmo tempo, na Câmara dos Deputados e no Senado aconteceram movimentações de parlamentares contrários à homologação.&#8221; Assim sendo, duas comissões externas constituídas para verificar &#8220;in loco&#8221; o processo de homologação da Terra Indígena Raposa Serra do Sol, apressaram-se em apresentar relatórios contra a homologação. &#8220;No Palácio do Planalto começou a ser divulgado um entendimento jurídico de que o presidente Lula estaria impedido de homologar a demarcação de Raposa Serra do Sol, em face de decisão do juiz de Roraima.&#8221; (CIMI 18/05/04)</p>
<p>A CNBB manifestou seu apoio, &#8220;para que os Poderes constituídos do Brasil concedam futuro de paz e vida digna aos povos indígenas que são os legítimos donos da Terra Raposa Serra do Sol. A decisão do presidente da República virá assim resgatar em Roraima a dívida histórica em relação aos primeiros habitantes, vítimas da cobiça e da violência de tantos invasores. É hora de consolidar nossa democracia, com sua riqueza étnica e cultural, e acreditar no futuro das comunidades indígenas e do desenvolvimento sustentável que promovem . A solidariedade fraterna e cristã com respeito e estima ao pluralismo étnico e cultural no Brasil, atrairá as bênçãos de Deus a fim de que haja tempos novos de justiça e paz para todos.&#8221; (Dom Luciano Mendes de Almeida, Arcebispo de Mariana, 28/03/04)</p>
<p>Em Roraima vivem 50 mil índios de quatro etnias diferentes. Eles ocupam 50% do território do Estado. Outra área assolada por conflitos é a reserva Kayapó, no Sul do Pará. Mesmo demarcada e homologada, a área sofre com a invasão de garimpeiros. Em Mato Grosso do Sul, estado que abriga 40 mil índios, continua o impasse para a revisão de limites da reserva Porto Lindo, onde 3 mil índios guaranis dividem 1.649 hectares.</p>
<p>Permitam-me uma breve retrospectiva: foi decisão do governo Médici de empurrar o processo da solução da questão das terras indígenas, como da situação do índio brasileiro em geral, através da Lei de N° 6001, de 17/12/1973, conhecida como Estatuto do Índio. Dos 68 artigos 22 referiam-se a questão das terras indígenas. Estabeleceu-se um prazo de 5 anos para terminar a demarcação de todas as terras indígenas. Da publicação desse &#8220;Estatuto do Índio&#8221;, em pleno governo Dutra, passando por Getúlio, Café Filho, Kubitschek e assim por diante, nada foi feito, como afirmou meu colega e amigo P. Kurt Benno Eckert em sua carta do mês de fevereiro de 2004: &#8220;Deve ter sido nos anos de 1946 ou 1947, quando em Santa Rosa um advogado queria me vender uma fazenda de um tamanho de 1000 ha. situada na região do rio Juruena, Mato Grosso. O preço era equivalente a 5 ou 6 salários mensais meus. O negócio teria sido factível. Perguntei: Mas, não é assim que ainda têm índios lá? Ele respondeu que o governo os assentaria em qualquer lugar. Eu disse que não teria vontade de me esconder na selva, mas ele chamou atenção de que a coisa seria uma ótima possibilidade de aplicar o dinheiro da gente. Foi justamente isso que muitos pensaram na época. Nem quero acusar o governo, mas estou acusando certos funcionários corruptos, que deixaram-se subornar e que desta maneira vendiam por uma ninharia vastas regiões do país.&#8221;</p>
<p>No meu próprio arquivo guardo um anuncio de jornal muito significativo da época de Juscelino Kubitschek de Oliveira:</p>
<p>COLONIZADORA NOROESTE MATOGROSSENSE LTDA.<br />
Existência nova! Proteção contra a devaluação da moeda!<br />
CONOMALI, empresa afiliada à Emprêsa Mayer S/A organiza desde o começo do ano de 1955 na zona das enormes matas no norte de Mato Grosso o famoso empreendimento de colonização, a GLEBA ARINOS.<br />
Terras férteis, boas condições de água e um agradável clima sem geada permitem o cultivo de todas as culturas nacionais e também de plantações de alto valor, como café, pimenta, cacau e borracha.<br />
Desenvolvimento sistemático da gleba, acompanhado de toda espécie de assistência técnica, farmácia e médico, escola estadual, previdência eclesiástica-religiosa.<br />
No espaço de 2 anos foram construidas 100 km de novas estradas; cada colonia está ligada à uma estrada transitável e dispõe de água corrente; favoráveis prestações de pagamento; constante chegada de novas caravanas de colonos.<br />
Todas as informações e prospectos junto à CONOMALI, Porto Alegre, situada na casa da Transportadora Mayer.<br />
[Korrespondenzblatt, Hrsg. von den Freunden des Pfarrerbundes (União de Ministros na Igreja Evangélica de Confissão Luterana no Brasil) Nr. 8/9, 3. Jhg., August/September 1959]</p>
<p>Voltando ao caso de Roraima, no encarte Conjuntura Social &#8230; &#8211; N1 721, a CNBB declara-se solidária aos indígenas de Roraima. &#8220;Há mais de um ano a presidência da CNBB vem acompanhando de perto as tensões em torno da homologação da área Raposa Serra do Sol. Lá estão muitos povos indígenas. Por se colocar decididamente ao lado dos povos indígenas em suas lutas por seus direitos constitucionais, missionários e missionárias deram sua vida, sofreram e estão sofrendo violências, calúnias e ameaças. Agora, após mais uma afronta e agressão aos missionários, seqüestrados e ameaçados, com danificação material do prédio da missão, fomos a Roraima para dizer que os bispos da Igreja Católica no Brasil, por meio de sua presidência, estão solidários à igreja local, ao seu bispo, Dom Aparecido José Dias, aos missionários e missionárias, especialmente os que atuam com os povos indígenas. Queremos aqui também manifestar nossa solidariedade para com todos os povos indígenas, em especial pelas vítimas de violências e agressões. Na área indígena Raposa Serra do Sol vivem mais de 15 mil indígenas. Esperamos que brevemente Roraima possa, com justo orgulho, ser o Estado brasileiro com maior proporção de território indígena.Desejamos ardentemente que as demais questões de terras indígenas em todo o país sejam resolvidas em breve tempo, para que o Brasil possa ter a honra de consolidar sua democracia dentro da pluralidade étnica e cultural que o caracteriza.&#8221; (Geraldo Majella Agnelo, cardeal-arcebispo de Salvador-BA, presidente da CNBB).</p>
<p>Centenas de entidades, organizações, movimentos sociais e pessoas comprometidas com a causa dos povos indígenas no Brasil, também manifestaram sua preocupação com a demora do Governo em homologar a TI Raposa Serra do Sol. Expressaram sua apreensão em relação às articulações de grupos políticos, que têm interesses econômicos naquela terra e buscam inviabilizar sua homologação em área contínua, com o objetivo claro de proteger interesses particulares de invasores, a exemplo de rizicultores que se instalaram no local mesmo depois da definição dos limites do território tradicional.</p>
<p>Há cinco anos esta terra indígena está demarcada administrativamente (Portaria 820/98), mas não foi homologada até agora em conseqüência de pressões políticas. Nos últimos 30 anos, tornou-se um caso emblemático da luta dos povos indígenas pela garantia da própria terra. Índios foram mortos em disputas pela posse da terra e dezenas foram espancados, torturados ou presos ilegalmente, sendo que jamais os agressores foram condenados. Em janeiro, plantadores de arroz, fazendeiros e empresários locais lideraram atos violentos numa campanha de terror contra a homologação que culminou com o seqüestro de três missionários, bloqueio de estradas e invasão da FUNAI. Os povos indígenas estão frustrados com o governo federal por não ter a coragem de enfrentar uma situação histórica de desrespeito aos povos indígenas do Brasil. Diante destes fatos, dezenas de entidades manifestaram seu posicionamento favorável à homologação de Raposa Serra do Sol. Se o Presidente Lula não homologar imediatamente a Raposa Serra do Sol estará demonstrando, diante da opinião pública nacional e internacional, o seu completo descaso com os povos indígenas no Brasil. (31/03/2004)</p>
<p>Em sua mensagem (Brasília, 07/4/2004), o CIMI afirma que &#8220;Com a apresentação dos Relatórios das Comissões Externas da Câmara dos Deputados e do Senado Federal sobre a questão da Raposa Serra do Sol, cresceu a pressão dos segmentos políticos e econômicos contrários à homologação da demarcação.&#8221;</p>
<p>A Associação Brasileira de Antropologia (ABA) enviou ofício ao Presidente Lula em defesa da homologação contínua da Área Indígena Raposa Serra do Sol, chamando atenção para a situação dos Macuxi, Wapichana, Ingarikó, Taurepang, Patamona, vítimas de toda sorte de violência na região, solicitando, também, que o governo ponha fim a um foco de tensões, que a demora na homologação só tem levado a incrementar. &#8220;Entendemos que os brasileiros indígenas ocupantes da região são dela os verdadeiros guardiões&#8221;, afirmam.</p>
<p>&#8220;Nesse ato, que será, de certo, um divisor de águas na ação indigenista governamental, esperamos ver que a intensa campanha mantida até agora por forças sociais freqüentemente marcadas pelo racismo, pelo desejo de manutenção de privilégios, que têm assegurado as desigualdades sociais, pelo desconhecimento do Estado de Direito em nosso país e do caráter pluriétnico da nação brasileira, encontrará finalmente resposta à altura e digna da proposta de governo de V. Excia.&#8221; (Gustavo Lins Ribeiro, Presidente, 12/04/2004)</p>
<p>No dia 10 de maio, o Presidente Luiz Inácio Lula da Silva recebeu no Palácio do Planalto representantes de 25 etnias, que entregaram um documento pedindo a demarcação, até 2006, de todas as terras indígenas; a criação de uma secretaria para atender as atribuições do movimento indígena; e a implementação de uma política especial de proteção à educação e saúde. O chefe Tapeba disse que um dos assuntos mais discutidos com o presidente foi a homologação da área Raposa Serra do Sol, em Roraima. Obviamente não há ainda decisões, mas Lula sinalizou aos índios que a demarcação da área acontecerá em breve. Ele garantiu que vai atender às reivindicações, mas pediu paciência aos índios. Lula pediu confiança: &#8220;Eu gostaria que vocês compreendessem também que nós do governo não vamos medir nenhum esforço para fazer as coisas que têm que ser feitas&#8221;, mas ressalvou que &#8220;existe um processo&#8221; até que as ações se consolidem: &#8220;Hoje está muito mais fácil para todo o conjunto do governo ir tomando posição do que estava há seis meses atrás.&#8221;</p>
<p>No que se refera ao fabuloso &#8220;processo&#8221; que existe, deve tratar-se, de fato, como já disse D. Thomaz Balduino há 30 anos &#8220;de simples palavreado&#8221;: &#8220;As tribos da Região Norte de Roraima, que de tempos memoriais ocupam aquela região da fronteira com a Guiana e a Venezuela, encontram-se hoje praticamente sem terra, com suas áreas invadidas pelas fazendas de gado. A FUNAI tomou claramente o partido dos fazendeiros locais.&#8221; (Boletim do CIMI N°34, ano 06, Brasília 1977).</p>
<p>A FUNAI apoiou abertamente os fazendeiros que haviam sido instalados irregularmente na Reserva Indígena São Marcos, área indígena de 630 mil hectares, já demarcadas na época pelo próprio Marechal Rondon (!).</p>
<p>Como bem sabemos, há no país ainda mais indígenas que esperam um futuro que vale à pena! &#8220;O Brasil é habitado por 230 povos indígenas, o que corresponde a uma população de, aproximadamente, 350.000 pessoas, falando cerca de 170 línguas. Estes povos vivem em territórios tradicionais que totalizam 12% do território nacional. A maior parte dessas terras está localizada na região amazônica, compreendendo 20% da superfície daquela Região.&#8221; (Lúcia Fernanda Inácio Belfort, ex-bolsista Kaingang da UNIJUÍ, atualmente fazendo o doutorado na UNB)</p>
<p>Toda esta gente precisa de terra para sobreviver! Infelizmente, a opinião pública, que se baseia, em primeiro lugar, nos interesses econômicos do mundo branco, seja nacional, internacional ou multinacional, abertamente favorecido pelos governantes, não reflete a mínima sensibilidade por este ponto de vista. É fato reconhecido, que os chefes políticos do então &#8220;Território&#8221; sempre foram a favor dos pecuaristas, que a todo instante expulsavam as populações indígenas de suas terras.</p>
<p>Lembra-se Dorival de Magalhães (O Exército é Amigo dos Índios, Jornal Folha de Boa Vista RR, 7/4/2001, pg. 02, coluna opinião) de uma conversa entre o então governador do Território Federal de Roraima e um modesto morador indígena:</p>
<p>Governador &#8211; Estou aqui na tua maloca para te dizer que tu deves sair daqui o mais urgente possível.<br />
Tuxaua &#8211; Por que seu Governador?<br />
Governador &#8211; Porque aqui é terra de pecuária.<br />
Tuxaua &#8211; Mas meus avós morreram aqui.<br />
Governador &#8211; Não estou perguntando nada. Você e sua gente têm que sair daqui. Vão embora para a mata. Lá é que é lugar de índio. Na próxima segunda-feira eu vou mandar um caminhão para fazer a mudança de vocês. Não quero índio por aqui.</p>
<p>O mundo branco insiste no pensamento de que Roraima é &#8220;muita terra para pouco índio&#8221;. Há também outro ditado popular que se encontra no cotodiano da região: &#8220;Terra sem gado é terra que não possui dono&#8221;. Essa é uma daquelas ideologias que se utiliza para se aproveitar das terras indígenas ou para impedir a demarcação.</p>
<p>Tinha um Coronel de nome Pagano, que numa palestra a uma platéia de estudantes de ciências sociais na UNB em outubro de 1981, afirmou: &#8220;A expulsão dos índios é inevitável. Nós não temos que reservar grandes áreas aos índios, pois eles não têm como defendê-las. A expansão nacional é um fato, mesmo as regiões que não existem colonos, amanhã existirão e são eles que levam o progresso. O índio não utiliza seu território, não o preserva e, sobretudo não produz.&#8221; (Jornal Opinião, São Paulo, 19 -24/10/81) E aí já entramos no terreno acidentado da Segurança Nacional, e voltamos diretamente ao fabuloso &#8220;processo&#8221; mencionado pelo presidente Lula da Silva na audiência concedida aos representantes dos indígenas no dia 10 de maio.</p>
<p>É de conhecimento geral, que as Forças Armadas, por motivos de Segurança Nacional, são declaradamente contrárias à homologação das terras indígenas. Em conseqüência disso, a respectiva autoridade jurídica decidiu &#8220;excluir da área indígena Raposa Serra do Sol, até julgamento final da demanda, as seguintes áreas: faixa de fronteira, até que seja convocado o Conselho de Defesa Nacional, para opinar sobre o efetivo uso das áreas localizadas na faixa de fronteira com a Guiana e Venezuela; e a área da unidade de conservação ambiental Parque Nacional Monte Roraima.&#8221; (Nota do CIMI sobre a situação da Terra Indígena Raposa Serra do Sol, 18/05/04)</p>
<p>Desejamos com este pequeno relatório contribuir para que o apelo dos povos indígenas Yanomami, Wai Wai, Guarani, Tupinambá, Kaingang, Xavante, Tucano, Tapuia, Pataxó Há Há Hãe e outros, articulados no Documento Acampamento Terra Livre, em Brasília, alcance não apenas o povo brasileiro, mas também &#8220;as pessoas de todo mundo&#8221;.</p>
<h3>Literatura:</h3>
<ul>
<li>CIMI &#8211; Nota à Opinião Pública, Governo Lula: A morte ameaça os povos indígenas, 6/11/03</li>
<li>MNDH, Manifesto em Defesa da Homologação da Terra Indígena Raposa Serra do Sol, 31/03/04</li>
<li>ABA envia ofício a Lula em defesa da homologação contínua de Raposa Serra do Sol, 12/04?04</li>
<li>Documento Acampamento Terra Livre, Área Indígena Raposa/Serra do Sol, 17/04/04</li>
<li>Egon D. Heck, Índios no congresso, CIMI &#8211; Norte 1, 20/04/04</li>
<li>CNBB, Encarte &#8220;Conjuntura Social e Documentação Eclesial&#8221; &#8211; N° 721, 22/04/04</li>
<li>CIMI &#8211; Nota sobre a situação da Terra Indígena Raposa Serra do Sol, 18/05/04</li>
<li>Jaci Guilherme Vieira, A Igreja Católica e a Questão Indígena em Roraima, UFPE, diss., Janeiro de 2002</li>
<li>Korrespondenzblatt, Hrsg. von den Freunden des Pfarrerbundes (União de Ministros na Igreja Evangélica de Confissão Luterana no Brasil) Nr. 8/9, 3. Jhg., August/September 1959</li>
</ul>
<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/65ded95c5df447149efaf698028a3662" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>A Ofensiva da Direita no Campo no Brasil</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Jan 2002 14:48:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Autor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Brazil]]></category>
		<category><![CDATA[Impunity]]></category>
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		<description><![CDATA[<strong>Malu                Maranhão</strong>
<strong>Vilmar                Schneider</strong>

A defesa da propriedade                da terra e do poder polí­tico que dela emana, historicamente,                no Brasil, foi feita na base das armas, dos pistoleiros, dos jagunços,                a serviço dos coronéis, que como aos senhores feudais                usavam e abusavam da violência, com suas milí­cias. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Malu                Maranhão</strong><a href="http://www.menschenrechte.org/lang/de/lateinamerika/ofensiva-da-direita-no-campo#nota1">*</a></p>
<p><strong>Vilmar                Schneider</strong><a href="http://www.menschenrechte.org/lang/de/lateinamerika/ofensiva-da-direita-no-campo#nota2">** </a></p>
<p>A defesa da propriedade                da terra e do poder polí­tico que dela emana, historicamente,                no Brasil, foi feita na base das armas, dos pistoleiros, dos jagunços,                a serviço dos coronéis, que como aos senhores feudais                usavam e abusavam da violência, com suas milí­cias.                As milí­cias dos coronéis no Nordeste do Brasil, se                tornaram uma instituição, usadas, juntamente com a                polí­cia e até o exército, para combater quem                lutava pela terra. Canudos foi um dos primeiros exemplos. Depois,                na época da ditadura, as Ligas Camponesas foram combatidas                da mesma maneira.</p>
<p>A partir de 1985, quando                o Movimento dos Trabalhadores Rurais Sem Terra (MST) foi organizado,                a resposta imediata dos latifundiários veio através                da União Democrática Ruralista (UDR), a mais abrangente                organização de grandes proprietários rurais,                que usava e pregava a violência e as armas para combater os                sem-terra. Até o final dos anos 80, a UDR reinou absoluta,                conseguindo, em 11 de julho de 1987, levar até Brasí­lia                40 mil grandes proprietários rurais para pressionar a Constituinte                a votar contra as propostas de reforma agrária.</p>
<p>Daí­ em diante,                a UDR sofreu um declí­nio, principalmente em 1989, quando                seu lí­der máximo, Ronaldo Caiado, foi candidato í                 Presidência da República e obteve apenas 0,68% dos                votos, rachando a entidade, pois a maioria preferiu apoiar Fernando                Collor, considerado “mais moderado“. Atualmente, a UDR                subsiste, com suas milí­cias, armas e truculência, apenas                no Paraná e no Pontal do Paranapanema, em São Paulo.                No entanto, sem uma abrangência nacional, latifundiários                continuam se unindo para manter milí­cias. Elas podem ser                legalizadas sob a fachada de “empresas de segurança“,                como acontece em Mato Grosso do Sul, em Mato Grosso e em São                Paulo; podem aparecer como realmente são, um grupo de pistoleiros                contratados por fazendeiros que se cotizam, como na Paraí­ba;                podem estar, como em Alagoas, a serviço da Federação                da Agricultura ou até como em Goiás, onde um grupo                de fazendeiros do municí­pio de Caiapí´nia, criou a Patrulha                Rural, eufemismo para um grupo de pistoleiros. No Norte do Brasil,                especialmente no Pará, os fazendeiros não se unem.                Cada um deles tem seus próprios pistoleiros, os “seguranças“                das fazendas.</p>
<p>Qualquer que seja o                nome e a forma, a pistolagem resiste, alimentada pela impunidade.                Ás vezes, eles são pistoleiros porque o seu pai e                aví´ também foram: uma “tradição“                de famí­lia. Porém, é cada vez maior o número                de ex-policiais que se presta a esse serviço. Ou policiais                que nas horas de folga completam seus salários com a pistolagem.                Não raro, e isso é mais evidente no Paraná                e São Paulo, são realizadas operaçães                conjuntas reunindo a Polí­cia Militar, devidamente uniformizada                e os pistoleiros a serviço dos fazendeiros para açães                de despejo, prisão, tortura e intimidação dos                sem-terra.</p>
<h2>A Questão Agrária                Brasileira</h2>
<p>Na raiz desta questão                está o problema agrário brasileiro, que até                hoje não foi resolvido. A questão agrária,                em resumo, tem três aspectos principais. Em primeiro lugar,                a extrema concentração da propriedade da terra, em                grande parte ociosa e mal utilizada. Os estabelecimentos agrí­colas                com mais de 1.000 hectares representam 1% do total dos estabelecimentos                e acumulam 45% da área ocupada do paí­s. Destes, mais                de 80 milhães de hectares estão improdutivos ou abandonados.                Em segundo, o processo de modernização capitalista                conservador, assentado no modelo agropecuário latifundista,                tecnificado, exportador, gerador de desemprego, exclusão                e miséria. Em terceiro, o grande número de excluí­dos                do acesso í  terra e ao trabalho, abandonadas pelas polí­ticas                do Estado. São 5 milhães de famí­lias sem terras.                A miséria atinge 32 milhães de brasileiros.</p>
<p>A forma da apropriação                da terra e a concentração fundiária, que remontam                aos tempos da colonização portuguesa, estão                na raiz de muitos dos problemas sociais, polí­ticos e econí´micos                do paí­s. O latifúndio começa a se instalar                no Brasil quando a Coroa Portuguesa transplantou para a Colí´nia                o regime de sesmarias, que consistia na doação da                posse de grandes áreas de terras aos brancos, puros de sangue                e católicos, visando a produção para o mercado                europeu. Para a exploração das terras, foram escravizados                os indí­os e negros, estes últimos trazidos da África.</p>
<p>Na segunda metade do                Século XIX, quando a escravidão começava a                dar lugar a relaçães capitalistas de produção,                os senhores de escravos criaram o direito de propriedade privada                da terra. Com a Lei de Terras (1850), a terra passou a ser comprada.                Com isso, interditaram a terra aos escravos que seriam libertos.                Os escravos se tornam trabalhadores livres, porém sem terra.                A terra se torna cativa para resolver um problema que os senhores                teriam com a libertação de seus escravos: quem iria                trabalhar em suas terras. A outra parte do problema dos senhores                foi resolvida com a chegada de imigrantes europeus, expulsos de                seus paí­ses pelo avanço do capitalismo.</p>
<p>A injusta estrutura                fundiária, fator de poder e de benefí­cio para as oligarquias,                encontrou um sólido pilar de sustentação no                Estado e na lei. Num paí­s de ex-escravos, í­ndios e                imigrantes, cuja relação com a terra se pautava pela                ocupação para trabalho &#8211; privilegiou-se a propriedade                absoluta da terra, independente de sua função social                ou posse. A pessoa com direitos de cidadão passou a ser o                proprietário. O despossuí­do não se constituiu                num beneficiário do direito do proprietário, mas ficou                numa condição de subcidadania. Este modelo reduziu                sensivelmente o espaço social, econí´mico e polí­tico                dos pobres, empurrando-os í  (ou mantendo-os na) exclusão                e í  ilegalidade</p>
<p>Nos últimos 50                anos, ocorreu um amplo processo de modernização da                agricultura, com a incorporação de novas tecnologias,                que ampliou ainda mais a concentração da propriedade                da terra e a exclusão dos camponeses, intensificando o êxodo                rural e a migração. A modernização aconteceu                no plano econí´mico, não no plano social e polí­tico.                O setor agropecuário transformou-se com a modernização                do latifúndio, do fortalecimento da tendência exportadora,                da formação de complexos agroindustriais, da articulação                do capital financeiro e industrial com atividades agrí­colas                e a propriedade da terra. O processo de modernização                do campo gerou um desenvolvimento econí´mico extremamente excludente,                uma sociedade injusta e um modelo polí­tico autoritário                e distorcido. O modelo de desenvolvimento para o campo priorizou                a agricultura capitalista em detrimento da agricultura camponesa.                No perí­odo recente, a adoção das polí­ticas                neoliberais, de liberalização internacional e de desregulamentação                nacional tem resultado na destruição da agricultura                de base familiar, no êxodo crescente, desemprego, precarização                das relaçães de trabalho, superexploração                e trabalho escravo.</p>
<p>As mudanças ocorridas                na últimas décadas na área econí´mico-produtiva                não vieram acompanhadas das necessárias mudanças                na estrutura fundiária. No aparato legal foram introduzidos                novidades importantes como a exigência do cumprimento da função                social da propriedade e o instituto da desapropriação                para fins de reforma agrária. Porém, os poderes públicos                não aplicaram estes preceitos. A unidade dos interesses entre                o capital financeiro e industrial e o capital agrário, somada                ao forte controle oligárquico do aparelho de Estado, em seus                diversos ní­veis, inviabilizou uma solução para                a questão agrária. O poder do latifúndio e                do atraso sempre se impuseram pelas alianças polí­ticas                ou pela violência.</p>
<p>Por outro lado, as contradiçães                e conflitos do modelo de desenvolvimento adotado pela elite nacional                fizeram surgir, no decorrer da história brasiliera, inúmeras                lutas de resistência e de conquista de direitos, lutas pelos                meios de trabalho e produção. Das lutas dos í­ndios                contra a expropriacao até a luta dos negros pela terra livre                dos quilombos, da luta de Canudos e do Constestado até as                Ligas Camponesas, a resistência indí­gena negra e camponesa                sempre aconteceu e assumiu diversas formas. Nas últimas décadas,                emergiram novos atores e formas de organização e de                luta. As lutas dos seringueiros, ribeirinhos, í­ndios, atingidos                por barragens, dos remanecentes de quilombo, dos sem terra e dos                agricultores familiares ganharam dimensão nacional com novos                atores sociais em movimento. Eles se constituem principalmente a                partir dos anos 80.</p>
<p>Estes movimentos tem                clareza de que a proibição do acesso a terra é                de natureza polí­tica. Expressa a forma como o capital se                apropriou da terra e como a usa para manter seu poder e o modelo                excludente, injusto e autoritário. A luta pela terra e pela                reforma agrária não é apenas luta por um pedaco                de terra, mas é a luta contra o capital, e, nos tempos atuais,                contra o modelo neoliberal com que este capital se configura. A                luta pela terra é luta contra o poder oligárquico,                é disputa de partes do território, monopolizado pelo                capital. A democratização da terra é condição                de um novo modelo de desenvolvimento e de uma sociedade democrática                e justa.</p>
<p>A resposta das elites                e do próprio Estado í  luta dos trabalhadores rurais                continua sendo a perseguição e repressão sistemática                dos movimentos sociais no Brasil. A violência contra os trabalhadores                rurais e seus lí­deres, na quase totalidade dos casos, permanece                impune. Segundo dados da Comissão Pastoral da Terra, nos                anos de 1985 a 2001 &#8211; note-se que se trata do perí­odo de                vigência do Estado Democrático de Direito no Brasil                &#8211; foram assassinados 1.208 trabalhadores rurais e lideranças                e até o momento apenas 8 mandantes destes assassinatos foram                condenados.</p>
<p>A violência ocorre                também na forma de despejos, torturas, prisães arbitrárias,                ameaças, destruição de casas e instrumentos                de trabalho, etc. Ela é praticada tanto pelo Estado como                por agentes privados.</p>
<p>UDR: ascensão                e queda</p>
<p>A UDR foi criada em                16 de maio de 1985, em Goiânia, estado de Goiás (Centro-Oeste                do Brasil) por um grupo de fazendeiros liderados pelo médico                e também fazendeiro Ronaldo Caiado, com o objetivo de se                opor í  reforma agrária. Rapidamente, a entidade se                ramificou em 11 estados e lançou uma ofensiva contra a reforma                agrária e as ocupaçães de terra. No dia 29                de novembro de 1986, a UDR anunciou uma vitória, afirmando                que teria conseguido eleger 300 deputados. No entanto, evidenciou                sua fragilidade polí­tica não conseguindo eleger Mauro                Borges para o governo de Goiás. Em 11 de julho de 1987, 40                mil produtores rurais tomaram Brasí­lia de assalto para pressionar                a votação da Constituinte e Caiado anunciou que a                UDR tinha 250 mil filiados em 20 estados. No campo, a UDR orientava                seus seguidores para se armar e enfrentar os sem-terra.</p>
<p>Em 10 de maio de 1988,                outra vitória da UDR que fez aliança com a direita                menos raivosa, os parlamentares do chamado “Centrão“                e a Constituição foi aprovada sem mexer no latifúndio                dito produtivo. Em 21 de fevereiro de 1989, a UDR lançou                a candidatura de Ronaldo Caiado í  Presidência, em Brasí­lia.                Em 15 de novembro, Caiado recebeu apenas 0,68% dos votos ficando                em décimo lugar na corrida presidencial. A UDR saiu desmoralizada,                rachada, deixou de ser considerada uma força polí­tica                e foi o começo do fim daquela que se anunciava como a maior                entidade de produtores rurais do mundo. Em 1990 foi eleito um novo                presidente da UDR, Nagib Abud Filho, que tentou amenizar o discurso.                A partir daí­, a UDR foi desaparecendo e se mantém                com a sigla apenas no Paraná e São Paulo. A atual                presidente, Tânia Tenório vive no Pontal do Paranapanema,                mas divide espaço com outras organizaçães de                latifundiários, como Movimento nacional de Produtores (MNP)                que apesar de os métodos e da filosofia serem os mesmos da                UDR, abandonou a sigla.</p>
<p>O que pretendia a UDR,                seus métodos, como se tornou tão forte? Em 1988, a                Comissão Pastoral da Terra (CPT), Associação                Brasileira de Reforma Agrária (ABRA), Movimento Sem Terra</p>
<p>(MST), Instituto Brasileiro                de Análises Sócio-Econí´micas (IBASE) e Instituto                de Estudos Sócio-Econí´micos (INESC), elaboraram um                dossiê sobre a UDR tentando responder a essas perguntas.</p>
<h2>A força das                armas</h2>
<p>“Hoje já                podemos confessar que, realmente, compramos armas com o dinheiro                arrecadado nos leilães de bois que fazemos. No primeiro,                em Goiânia, adquirimos 1.636 armas. Com o segundo, em Presidente                Prudente (SP), adquirimos mais 2.430 armas e aí­ proliferaram                os regionais da UDR. Atualmente, temos mais ou menos 70 mil armas,                representando a cabeça de cada homem da UDR, homens que deixaram                de ser omissos na história do nosso paí­s“ (declaração                de Salvador Farina, presidente da UDR/Goiás em abril de 1987,                publicada em O Germinal – Centro-Oeste).</p>
<p>Com essa filosofia e                disposição, a UDR surgiu em um contexto onde existiam                brechas abertas pelos canais dos representantes da burguesia rural                ligados ao governo e representados pela Confederação                Nacional da Agricultura (CNA), Organização das Cooperativas                Brasileiras (OCB) e Sociedade Rural Brasileira (SRB). Essas entidades,                de iní­cio, isolaram a UDR por considerá-la estigmatizada                pela imagem do radicalismo.</p>
<p>Quando, em 1986, elas                criaram a Frente Ampla da Agropecuária Brasileira –                com a proposta de unir as reivindicaçães para o setor,                atuar como mecanismo de pressão e ao mesmo tempo assessorar                o governo brasileiro na formulação de uma polí­tica                agrí­cola para o paí­s – não convidaram                a UDR para compí´-la. Porém, a verdade é que                todas essas entidades são apenas uma reunião formal                de produtores e a representação real é feita                por associaçães por produtos. Como a UDR nasceu para                combater a reforma agrária e esta afetava principalmente                os pecuaristas – devido a extensão de suas áreas                e aos í­ndices de produtividade adotados pelo Incra para essa                atividade – eles se uniram na UDR. Tanto que, atualmente, a                UDR tem como “herdeiros“ associaçães como                o Movimento Nacional de Produtores (MNP) formado por pecuaristas                e forte no Mato Grosso do Sul, São Paulo, Paraná e                Minas Gerais. Os métodos são os mesmos da UDR, inclusive                mantendo milí­cias privadas para combater os sem-terra.</p>
<p>As diferenças                entre Ronaldo Caiado (UDR), Flávio Teles de Menezes (SRB)                e Roberto Rodrigues (OCB) eram marcantes. A SRB era contra a reforma                agrária, porém se colocava na defesa do produtor rural,                especialmente da produção agrí­cola, enquanto                a UDR defendia e ainda defende a propriedade da terra em si. Além                disso, Menezes não gostava da postura e do estardalhaço                de Caiado e de sua polí­tica de conquistar as presidências                da entidades rurais. Roberto Rodrigues também se queixava                de que Caiado estava desestabiliizando as cooperativas.</p>
<p>Um dos maiores trunfos                da UDR foi perceber a fragilidade das representaçães                de sua classe ligadas ao governo (CNA, sindicatos patronais cooperativas)                e formular propostas claras de unificação suprapartidária,                apontando como inimigos os “retrógrados estatizantes“,                isto é a Igreja progressista (em especial a CPT) e os movimentos                sociais. Além disso, a UDR articulou rapidamente os segmentos                interessados em vários estados, conquistou espaços                importantes na mí­dia, criou uma equipe de assessores altamente                profisionalizados &#8211; jurí­dicos e de comunicação                &#8211; e aproveitou as falhas do Incra e do Ministério da Reforma                Agrária (Mirad) para fazer crí­ticas contundentes.</p>
<h2>As teses da UDR</h2>
<p>“Entre homens honrados,                decentes e civilizados, a propriedade só existe pelo fruto                de seu trabalho“. Esta frase, dita por Salvador Farina, presidente                da UDR de Goiás, em 1987, demonstra bem a visão da                UDR. Não existem o latifúndio, a concentração                de terra, a grilagem, o suborno nos cartórios, a falsificação                dos documentos, a violência impune e seletiva contra os trabalhadores                rurais. Tudo desaparece na concepção de que as propriedades                rurais existentes são unicamente o fruto do trabalho de seus                proprietários, independente da maneira como elas foram obtidas.                Para a UDR a concentração de terra é um mito                e a única coisa que torna as terras improdutivas é                a falta de uma polí­tica agrí­cola adequada. A violência                contra os trabalhadores rurais – sem-terra, posseiros –                e í­ndios é tabu e só existe “terrorismo                fundiário“ por parte do Incra e “por organizaçães                planejadas por aiatolás seguidores de Leonardo Boff (teólogo)“.</p>
<p>Para a UDR o direito                í  propriedade é intocável. Tentar ferir esse                direito é desestabilizar a produção, provocar                o caos e um retrocesso econí´mico. Segundo Abelardo Luiz Lupion                de Mello – que até hoje é o presidente da UDR                do Paraná – “a UDR não abre mão do                tamanho da propriedade, porque ela é do tamanho da coragem                e da competência do produtor“. Mas o que pesa mesmo na                concepção da UDR é que a terra é fonte                de poder e os grandes produtores rurais são os únicos                que têm vocação agrí­cola. Quanto aos                excluí­dos da terra, na sua concepção, deveriam                se contentar em trabalhar como arrendatários, meeiros. A                UDR também não aceita a palavra “sem-terra“                que “foi criada pela esquerdinha de butique e pela Igreja marxista“,                segundo Caiado.</p>
<p>A UDR acentua a necessidade                de uma união entre os produtores rurais – eliminando                a palavra fazendeiro do seu vocabulário – e os trabalhadores                rurais, obviamente os não organizados. Investe contra os                sindicatos de trabalhadores rurais, o MST, a Conferência Nacional                dos Bispos do Brasil (CNBB) e particularmente contra a CPT. No discurso                da UDR a ocupação “é crime“, o “acampamento                é a miséria amontoada nas estradas“, é                a “socialização da miséria“, é                a “ilusão dos trabalhadores por terra“.</p>
<p>O crescimento da UDR                coincidiu com o aumento da violência no campo e não                poderia ser de outra maneira. Os fazendeiros, Ronaldo Caiado no                comando, realizaram vários e milionários leilães                de bois sem ocultar que parte desse dinheiro seria usado para comprar                armas e “defender-se das invasães“. Os fazendeiros                mantém milí­cias privadas ou recorrem í  “empresas                de segurança“. Em 1986 a firma Solução,                sediada em Goiânia, foi envolvida no massacre de posseiros                no Vale do Juarí­, norte de Goiás.</p>
<p>A imprensa revelou a                ligação entre a UDR e essa empresa. Em março                de 1986, um carregamento de armas sumiu do navio “Nobistor“                e as autoridades brasileiras descobriram que parte desse armamento                poderia estar nas mãos dos fazendeiros da UDR – duas                metralhadoras, uma submetralhadora, seis pistolas, duas escopetas                e duas granadas de boca para fuzil, além de “farta munição                que daria para abastecer um batalhão“, segundo o inquérito                da polí­cia federal. A suspeita do envolvimento da UDR surgiu                depois de constatada a presença de dois oficiais reformados                da Marinha argentina a bordo do navio, durante os dias em que ficou                fundeado clandestinamente em Niterói (RJ). Um deles, Oscar                Lattuada, havia telefonado para fazendeiros de São Paulo                antes da chegada dos policiais federais. O Serviço Secreto                da Marinha brasileira descobriu que um dos telefonemas foi dado                para a Agropecuária Lugomes Ltda, sediada na Fazenda Clotildes,                de Luiz Eduardo Gomes, que fazia parte da UDR. Essas armas nunca                foram achadas.</p>
<h2>As novas caras da UDR</h2>
<p>Depois do fracasso da                candidatura de Ronaldo Caiado í  Presidência da República                em 1989 – quando não obteve nem 1% dos votos &#8211; juntamente                com a rejeição dos outros segmentos da elite agrária,                que não queriam se vincular a uma entidade tão violenta,                a UDR entrou em declí­nio, mas não os seus métodos.                Atualmente, com esta sigla, ela existe apenas no Paraná e                em São Paulo (no Pontal do Paranapanema). Porém, outras                organizaçães com outros nomes, mas a mesma prática,                estão espalhadas pelo Brasil.</p>
<p>O Pontal do Paranapanema                é a segunda região mais pobre do estado de São                Paulo e onde o MST atua desde 1990. As terras do Pontal já                foram reconhecidas como griladas e os latifundiários, amparados                por tí­tulos falsos, defendiam suas propriedades (improdutivas                e devolutas) individualmente. Existe na região cerca de um                milhão de hectares de terras todas consideradas devolutas,                algumas já com processos julgados em primeira instância                e outros em segunda instância. A posição dos                fazendeiros não é unânime. Existe um grupo ligado                ao Sindicato Rural que defende a negociação com o                Estado em troca da regularização de parte de suas                fazendas. Outro grupo é ligado í  UDR, que não                quer negociar mesmo sabendo que seus tí­tulos são falsos,                e se arma para evitar as ocupaçães.</p>
<p>A partir de 1997, quando                ocorreram as ocupaçães das fazendas São Domingos                e Santa Rita, a UDR voltou a se organizar na região e houve                uma intensificação da violência provocada pelas                milí­cias privadas ligadas í  entidade. A UDR é                composta pelas famí­lias dos maiores latifundiários                da região: famí­lias Duarte, Lemos, Negrão,                Junqueira, Prata e Bittencourt. A atual presidente é Tânia                Tenório, produtora com terras em Presidente Venceslau e Mirante                do Paranapanema. A UDR costuma contratar os serviços de “empresas                de segurança“, como a Ruralprev, que fornecem guardas                fortemente armados, geralmente ex-policiais, para garantir a “segurança                das fazendas“. A atividade de empresas como essa, já                foi questionada pelo Ministério Público.</p>
<p>O Paraná é                o estado onde a UDR ainda se mantém muito forte com a mesma                sigla. Mais do que isso, atua em estreita colaboração                com a Polí­cia Militar. Os pistoleiros, a serviço dos                fazendeiros da UDR, participam de “operaçães                conjuntas“ com a Polí­cia Militar para realizar despejos                nos quais a violência predomina. Estas açães                são sempre realizadas de madrugada – ao contrário                do que a lei determina – sem a presença de um oficial                de justiça e os policiais militares, confundindo-se com os                pistoleiros, usam máscaras de esqui para esconder o rosto                e tiram as identificaçães das fardas. Presos, os sem-terra                são espancados e torturados. Freqüentemente, policiais                e pistoleiros entram atirando nos acampamentos. No governo de Jaime                Lerner, o governador que mais cedeu í s pressães da                UDR, foram assassinados 16 sem-terra no Paraná. A violência                é tão grande que provocou denúncias na Comissão                de Direitos Humanos da ONU e da OEA e a realização,                no dia 2 de maio deste ano, em Curitiba, do Tribunal Internacional                dos Crimes do Latifúndio e das Violaçães dos                Direitos Humanos no Paraná.</p>
<p>A simbiose perfeita                entre a UDR e a Polí­cia Militar do Paraná é                atestada por um ví­deo, obtido pela CPT/PR, mostrando Abelardo                Lupion, presidente da UDR, como convidado de honra do 1º Seminário                Interno da PM do estado. Lupion é apresentado como o “nosso                candidato“ – ele é deputado – e com quem “devemos                somar forças“. No Tribunal Internacional realizado em                Curitiba, sem-terra torturados deram seu depoimento. E também                um jornalista, Alexandre Sanches, que contou que durante as operaçães                de despejo, é barrada a presença da imprensa, advogados                e ativistas dos direitos humanos, mas os fazendeiros da UDR e seus                pistoleiros passam tranqüilamente pelas barreiras montadas                pela PM. Em reportagem publicada no jornal O Estado do Paraná                em 26 de outubro de 1997, Abelardo Lupion, dizia: “Os grandes                proprietários rurais vão desencadear uma violenta                reação í s invasães de áreas –                produtivas ou improdutivas. Quem invadir nossas propriedades será                recebido a bala“. A UDR está cumprindo o que prometeu.</p>
<p>A nova cara da UDR no                Mato Grosso do Sul é representada pelo Movimento Nacional                de Produtores (MNP). Ele nasceu no Pontal do Paranapanema (SP),                onde, com este nome, disputa espaço com a UDR. Quem achar                que existe uma rivalidade entre as organizaçães está                enganado. A ideologia e os métodos são os mesmos:                combater a reforma agrária e usar milí­cias privadas,                especialmente contra o MST. O MNP também atua em Minas Gerais                e chegou até a editar uma cartilha orientando os fazendeiros                a combater as ocupaçães.</p>
<p>O MNP utiliza “empresas                de segurança“, organizaçães paramilitares                formadas por ex-policiais fortemente armados. í‰ a legalização                da pistolagem. Os pistoleiros agora usam uniformes e se reúnem                em empresas legalizadas. Uma delas, a COES, foi responsável                no ano passado, em Rio Brilhante (MS), pelo seqüestro, tortura                e execução de dois lí­deres do MST. Na ocasião,                o ministro da Justiça prometeu investigar todas as empresas                como a COES e revogar as licenças de funcionamento. A COES                foi extinta, mas as outras sequer foram investigadas.</p>
<p>No dia 9 de maio deste                ano, o MNP reuniu em Nova Alvorada do Sul (MS), cerca de 1.500 produtores                de cinco estados, entre eles Ronaldo Caiado que depois de um bom                tempo em silêncio voltou a aparecer e a se manifestar contra                a reforma agrária. Esteve também presente Roosevelt                Roque, presidente do Sindicato Rural de Amaurilândia (MS)                e ex-presidente nacional da UDR. Ele promete reativar a entidade                na sua região. O encontro, denominado Agenda Nacional de                Soluçães para o Campo propí´s, entre outras medidas,                a identificação de quem ocupa terras para a exclusão                do Programa de Reforma Agrária e a sua criminalização.                Os produtores reafirmaram a intenção de contratar                “seguranças“ para as fazendas.</p>
<h2>Milí­cias privadas                aterrorizam no Nordeste</h2>
<p>No Nordeste do Brasil                existe uma longa tradição de pistoleiros – que                lá são chamados de jagunços – a serviço                dos “coronéis“, poderosos senhores de terra que                enriqueceram na época de ouro da cana-de-açúcar                e do cacau. Embora a riqueza já não seja tão                grande e o poder tenha diminuí­do bastante, os fazendeiros                ainda se utilizam com muita freqüência dos pistoleiros.</p>
<p>O estado da Paraí­ba                é um exemplo disso. No iní­cio dos anos 60 os pistoleiros                eram usados para combater as Ligas Camponesas e assinar seletivamente                seus lí­deres, como foi o caso de João Pedro Teixeira.                Atualmente, eles combatem o Movimento Sem Terra e assassinam da                mesma maneira. Recentemente, o deputado estadual Frei Anastácio                (PT/PB), conseguiu a instalação de uma Comissão                Parlamentar de Inquérito (CPI) da Violência no Campo,                no estado. O objetivo da CPI é investigar a formação                de milí­cias privadas formadas por policiais e jagunços.</p>
<p>As milí­cias atuam                em 22 áreas de conflitos agrários e a estimativa é                de que pelo menos cinco mil pessoas estejam vivendo em clima de                tensão e correndo risco de vida – cada área possui,                em média, 80 famí­lias acampadas. Em abril do ano passado,                por exemplo, dois policiais militares foram presos em flagrante                na fazenda Santa Luzia (municí­pio de Cruz do Espí­rito                Santo) por prestar serviços de “segurança“                ao proprietário. Os policiais usavam carros oficiais e com                eles foram apreendidas diversas armas. Além de matar os lavradores,                as milí­cias usam de todas as formas de violência: espancamentos,                torturas e prisães arbitrárias.</p>
<p>Um grupo de pistoleiros                e policiais se organizou para “prestar serviços“                aos fazendeiros, formando uma espécie de cooperativa macabra.                A CPI conseguiu listar 18 nomes de jagunços e policiais envolvidos                nessa atividade: Cláudio Félix da Silva, Sérgio                Azevedo da Silva, Marco Antí´nio de Assis (sargento da PM),                José Sulino Filho, um cabo da PM conhecido como Paulinho,                soldado da PM conhecido como Chicão, Henrique Lopes, Antí´nio                Lucas, Alcides Vieira da Silva, Marcos Ferreira da Silva, Cí­cero                Bastos da Silva, Marcos Viní­cius, Enéas das Neves,                Alexandre José, sargento da PM conhecido como Carlão,                Naldo, Caé e Caretinha.</p>
<p>Este grupo atua nas                seguintes áreas de conflito: fazenda Capim de Cheiro (municí­pio                de Caapora), Cachoeirinha (municí­pio Camalaú), Marinas                de Abiaí­ (municí­pios Conde/Pitimbu), Acampamento Dorcelina                Folador (Cubati), Jardim (Curral de Cima), Santa Luzia (Cruz do                Espí­rito Santo), Tanques (Itabaiana), Mata do Chocalho (Jacaraú),                Ponta de Gramame (João Pessoa), Acampamento Novo Horizonte                (Juarez Távora), Mendonça e Corvão (Mogeiro),                Boa Sorte (Pilar), Santa Emí­lia (Pedras de Fogo), Acampamento                Margarida Maria Alves (Pombal), São Salvador e Cobé                (Sapé), Mata da Vara, Maravalha, Santa Emí­lia e Água                Branca (São Miguel do Taipu) e Antas (Sobrado).</p>
<p>De 1980 a 2000 foram                assassinados na Paraí­ba 16 trabalhadores rurais, entre elas                lideranças famosas como Margarida Maria Alves, presidente                do Sindicato dos Trabalhadores Rurais de Alagoa Grande, em 12 de                setembro de 1983. O julgamento dos mandantes do assassinato, adiado                sete vezes, foi realizado no dia 18 de junho deste ano e o principal                acusado de ser o mandante do crime foi absolvido. A Promotoria deverá                recorrer desta decisão.</p>
<p>No estado de Alagoas,                o problema é o mesmo. Nos três primeiros meses de 2001                ocorreram 23 conflitos de terra no estado que só perde para                Pernambuco – outro estado do Nordeste – onde ocorreram                27 conflitos. Em Alagoas a Federação da Agricultura                usa os mesmos métodos dos fazendeiros da Paraí­ba.                Os fazendeiros alagoanos têm seus próprios jagunços                que, í s vezes, cedem por empréstimo a outros fazendeiros,                inclusive de outros estados. Armar-se para combater a reforma agrária                é regra e não exceção, em Alagoas.</p>
<p><a name="nota1"></a>*                Assessora de Comunicação da Comissão Pastoral                da Terra (CPT).</p>
<p><a name="nota2"></a>**                Integrante do Programa de Intercâmbio entre a Comissão                Pastoral da Terra (CPT) e a Foodfirst Information and Action Network                (FIAN).<br />
<img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/b1c47a583d724029b72046fd5d2970d1" width="1" height="1" alt=""></p>
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		<title>BRASIL: Massacre dos Carajás fica impune</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Jan 2000 14:41:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Autor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Brazil]]></category>
		<category><![CDATA[Impunity]]></category>
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		<description><![CDATA[<strong>H. Dressel</strong>

A absolvição                dos primeiros 3 entre 153 acusados a serem julgados pela morte de                19 sem-terra do massacre dos Carajás, abriu caminho para                impunidade num dos crimes de maior repercussão internacional                já cometidos no Brasil. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>H. Dressel</strong></p>
<p>A absolvição                dos primeiros 3 entre 153 acusados a serem julgados pela morte de                19 sem-terra do massacre dos Carajás, abriu caminho para                impunidade num dos crimes de maior repercussão internacional                já cometidos no Brasil.</p>
<p>Os 3 oficiais                que comandaram a operação de desobstrução                da rodovia PA-150 bloqueada por 1.500 camponeses sem-terra em Eldorado                dos Carajás, que em 17 de abril de 1996 protestaram contra                a demora do governo em assentar suas famí­lias, &#8211; o coronel                Mário Pantoja, na hora comandante do 4º Batalhão                de Polí­cia Militar de Pará, o major José Maria                Oliveira, que comandou um quartel da PM na região, e o capitão                Raimundo Almendra &#8211; foram absolvidos por um tribunal de júri                na cidade de Belém do Pará. Foram os primeiros dos                153 polí­cias militares que, até o fim do ano, deveriam                ser julgados pelo crime brutal.</p>
<p>Se o atual julgamento                terminou com a absolvição dos réus, os que                deveriam seguir dificilmente terão resultado diferente, já                que, no caso dos oficiais, devido as suas funçães                de comando, poderia haver a possibilidade de responsabilização                individual. A responsibilização individual dos soldados                é praticamente impossí­vel, pois não se consegue                saber quem atirou em quem. O registro da entrega das armas simplesmente                desapareceu.</p>
<p>O fato decisivo                para a absolvição dos oficiais da PM aconteceu, quando                um dos jurados pediu para rever um ví­deo com as imagens do                começo do conflito entre os militares e os sem-terra. O que                se viu foi um sem-terra atirando contra a polí­cia. Esta imagem                reforçou a tese da defesa, que apontava o massacre como resultado                da legí­tima defesa dos PMs ao ataque dos sem-terra.</p>
<p>As imagens,                porém, mostram apenas o começo de uma batalha de 40                minutos. Não documentam o que aconteceu depois, pois a câmara                da pessoa que registrava o conflito foi aprendida (e guardado em                segredo pela PM). O que se sabe com certeza é que pelo menos                10 das ví­timas entre os 19 sem-terra mortos foram fria- e                sumáriamente executadas a tiros o com seus corpos retalhados                a golpes de foice pelos PMs, depois que o confronto já havia                acabado. Além dos 19 mortos havia 51 feridos.</p>
<p>Os observadores                do julgamento de Belém ficaram estupefatos. Esperava-se penas                entre 12 e 30 anos. Mas o que houve: a absolvição?                O promotor, Março Aurélio Nascimento, vai pedir a                anulação do julgamento. O coordenador do Movimento                dos Sem Terra, João Pedro Stedile, afirmou que &#8220;o juiz                Ronaldo Valle será o responsável se houver mais mortes                de sem-terra no Pará. Ele decretou a impunidade.&#8221; Acontece                que no decorrer de 20 anos já houve 115 mortos só                em chacinas. O ministro da Reforma Agrária, Raul Jungmann,                não escondeu sua profunda decepção com as absolviçães..                Os sem-terra que fora do prédio acompanhavam o julgamento,                expressaram sua raiva apedrejando a polí­cia.</p>
<p>Nuremberg Agosto                de 1999</p>
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		<title>IN MEMORIAM MARIA AUXILIADORA BARCELOS LARA</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 1999 10:53:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Latin America]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>H. Dressel</strong>

Há poucos dias estivemos em Berlim, aproveitando a ocasião para visitar uns lugares onde em meados da década 70 andava nossa amiga brasileira Maria Auxiliadora Barcelos Lara. Na época ela foi bolsista do Programa Ecumênico de Bolsas de Estudos mantido pela Igreja Evangélica da Alemanha. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>H. Dressel</strong></p>
<p>Há poucos dias estivemos em Berlim, aproveitando a ocasião para visitar uns lugares onde em meados da década 70 andava nossa amiga brasileira Maria Auxiliadora Barcelos Lara. Na época ela foi bolsista do Programa Ecumênico de Bolsas de Estudos mantido pela Igreja Evangélica da Alemanha. Visitamos entre outros lugares a Casa de Estudantes na romantica Mollwitzstrasse em Berlin-Charlottenburg, onde a Dora como também outros refugiados brasileiros moravam; fizemos um pulo ao Hospital em Berlin-Spandau, onde há quase um quarto de século tinha visitado a estudante de medicina, que naquele momento ficava mesmo internada lá. Finalmente, busquamos aquela idí­lica igreja de Berlin-Neu Westend, onde no dia 15 de junho de 1976 tinhamos a triste incumbência de conduzir o Ato de Comemoração em memória da jovem exilada.</p>
<p>Confesso que, ao lembrar-me de novo dos detalhes da triste história de nossa falecida estudante Maria Auxiliadora Barcelos Lara &#8211; todo mundo a chamara de „Dora„ &#8211; não posso evitar que, dolorosamente comovido como há 23 anos atraz, me correm as lágrimas pelo rosto, e me dóe o coração como naquele dia &#8211; 1 de junho de 1976 &#8211; quando fui informado do incidente chocante que nos parecia incrí­vel.</p>
<p>Foi em meados de Fevereiro de 1974 que &#8211; através dos bolsistas Gastão e Jussara Heberle &#8211; tomei conhecimento da chegada duma turma de brasileiros na cidade de Colí´nia, que tinha-se refugiado temporáriamente no México depois de ter escapado da caça aos &#8220;estrangeiros comunistas&#8221; que logo depois do golpe de setembro havia começado em Santiago de Chile.</p>
<p>Na época dirigí­ uma instituição da Igreja Evangélica da Alemanha, Obra Ecumênica de Estudos- ÖSW &#8211; e fui responsável pelo setor de bolsas para estudantes graduados provindos dos paí­ses do „Terceiro Mundo„, e, tradicionalmente incluí­a-se no programa de bolsas também estudantes refugiados, que depois do golpe militar em Chile não fizeram falta na Europa.</p>
<p>O hemisféreo latino-americano naqueles anos tinha passado por graves convulsães. Salvador Allende, ainda senador, tinha uma vez observado: &#8220;A revolução cubana é uma revolução nacional &#8211; mas ao mesmo tempo uma revolução da América Latina inteira. Ela indicou o caminho í  libertação de todos os nossos povos.&#8221; Assim foi.</p>
<p>A juventude de orientação esquerdista sentiu-se iludido pelo imobilismo dos comunistas ortodóxos e pela polí­tica de acordos com as forças democráticas da burguesia que tinham tomado posição contra o imperialismo e contraa oligarquia. Muito ao contrário do comunismo ortodóxo, que tinha optado pela ordem, a juventude mostrou-se atraí­da pela esquerda radical-revolucionária com sua retórica da luta armada, inspirada pelas utopias do fidelismo e do maoí­smo, e optou pela luta armada, antes de tudo pela guerrilha urbana. Através dos escritos de Ernesto Che Guevara e de Régis Debray entrou a teoria do foco acompanhado pela idéia da primazia do fator militar sobre o fator polí­tico.</p>
<p>Sem dúvida, o impulso mais importante para a juventude foi o mí­to de Che Guevara. Em 10 de março de 1967 a imprensa informava sobre o primeiro encontro armado na selva de Bolí­via. Logo depois, no dia 20 de abril, o jornalista e simpatisante francês Régis Debray foi preso, e em 7 de junho decretou-se o estádo de sí­tio em todo território boliviano até o momento em que o exército assumiu o controle sobre o governo de Bolí­via, no mês de julho. Em 8 de outubro de 1967 Che Guevara foi fuzilado na região da cordillera.</p>
<p>O fracasso imediato do profeta da teoria de foco, do í­dolo da juventude latino-americana, Che Guevara, não prejudicou a euforia revolucionária vigente na época: O mí­to de Che Guevara, Ho Chi Minh e Mao Tse Tung ganhou terreno entre os estudantes em todo mundo, de Berkeley, Paris, Berlin, Buenos Aires, Rio de Janeiro, Santiago de Chile, Lima, La Paz, Bogotá e Guatemala-City. Che tornou-se &#8220;a grande esperânça da vanguárdia em toda América Latina. Ele tornou-se multiplicador de revoluçães.&#8221; (Eduardo Galeano). Apesar de ser morto ele não perdera nada de sua fascinação. Sobreviveu como o mí­to da geração do ano „68&#8243; da América Latina. &#8220;Haviamos predito que a guerra seria continental. Isto significa que também será prolongada; haverá muitas frentes, custará muito sangue, inúmeras vidas durante um longo tempo ao produzir-se a tomada do poder pela vanguarda armado do povo terá se cristalizando a primeira etapa da revolução socialista &#8221; diz Che Guevara nos Textos Revolucionários.</p>
<p>Na Conferência da Organização Latino-Americana de Solidariedade (OLAS) que tomou lugar em Havana entre os dias de 31 de julho e 10 de agosto de 1967, participou também Marighella, que voltou com a mensagem, que o momento não era para debates, mas que a hora era da luta armada, da guerra popular.</p>
<p>Era isto, que também a Dora declarou na entrevista de Havana (Casa de las Américas Mayo-Junio 1972 Año XII N.72 La Habana, Cuba, Testemonio, Brasil: reporte sobre la tortura [Saul Landau]): Disse, que o grupo dela em 1968 tinha escolhido a insurrecão armada, &#8220;porque los métodos pací­ficos o la actividad polí­tica no pueden utilizarse como los principales medios en Brasil hoy. Sólo lucha armada dará resultados cuando se trate de organizar al pueblo y de formar un ejército popular. Lo que pasa es que los métodos violentos que utilizamos para luchar contra la dictadura militar brasileña no son el resultado de una decisión gratuita por nuestra parte, sino más bien la consecuencia de la polí­tica gobernamental antidemocrática, que nos ha impedido, desde 1964, participar en el proceso polí­tico brasileño, en una campaña pací­fica por el desarrollo del Brasil. No se puede poner en duda el hecho de que el grupo de los lí­deres militares brasileños, al servicio de intereses extranjeros, ha estado en el poder desde el golpe de 1964. Es decir, el gobierno nos impedió enfrascarnos en procesos polí­ticos pacificos. Si hoy hemos tenido que recurrir a las armas en el Brasil, no es porque seamos asesinos, como proclaman los que están en el poder, sino a causa de la polí­tica criminal de este gobierno hacia los brasileños.&#8221;</p>
<p>Jacob Gorender (COMBATE NAS TREVAS A ESQUERDA BRASILEIRA das ilusoes perdidas í  luta armada) consta, que em 1968 registraram-se onze assaltos í  agências bancárias, cinco í  carros pagadores e um trem pagador em São Paulo, e até meados do ano seguinte já eram atacadas mais 31 agências bancárias e um carro pagador.</p>
<p>No anos 60 e 70, depois do choque cubano, e mais tarde, do choque chileno &#8211; fatos que profundamente preocuparam todas as sociedades latino-americanas surgiu no continente uma nova filosofia do estado, melhor uma ideologia, baseando-se num conceito de Segurança Nacional, proliferado pelos Estados Unidos. O conceito de Segurança Nacional baseava-se na idéia da ameaça iminente pelo comunismo, que terminaria numa terceira guerra mundial. Nos paí­ses do sub-continente temia-se, antes de qualquer agressor que podia vir de fora, o inimigo interno, tí­po quinta coluna do marxismo internacional que devia ser combatida a fim de garantir um desenvolvimento em ambiente de segurança. No Brasil, o general Golbery do Couto e Silva fundou o SNI &#8211; Serviço Nacional de Informação &#8211; instrumento principal da repressão, que agiu sem nenhum limite.</p>
<p>As forças cristãs-sociais nos paí­ses sulamericanos por tradição combateram o comunismo, mas ao mesmo tempo tomaram posição contra a ordem estabelecida na sua respectiva sociedade. No Brasil muitos dos jovens revolucionários emergiram das respectivas organizaçães da igreja com a sua doutrina social provindo do Vaticano II. A igreja e as suas respectivas organizaçães para a juventude &#8211; JUC e JOC etc. &#8211; em termos de idealismo, radicalismo e rigor moral na prática quase não se distinguiram dos marxistas em cujas fileiras eles finalmente entraram. &#8220;Se exhorte con claridad y firmeza&#8221; diz Pe. Miguel Ramondettia, &#8220;los cristianos del continente a optar por todo aquello que contribuya a la liberación real del hombre latinoamericano y la instauración de una sociedad más justa y fraternal &#8230; estoy completamente de acuerdo en que es imprescindible para la construcción del hombre nuevo, la existencia de una sociedad en la qual sea abolida la propriedad privada y sean socializados los medios de producción.&#8221; (Alejandro Dorrego, Victoria Azurduy, El Caso Argentino, Hablan sus protagonistas, México 1977). &#8220;Tenemos un profundo respeto por los jóvenes católicos que ya, considerando que las instancias pací­ficas han sido clausuradas, eligen el camino de las armas siguiendo el ejemplo de San Martí­n, el ejemplo de &#8220;Che&#8221; Guevara y luchan por la liberación de sus pueblos.&#8221; (Pe. Carlos Mújica) Os revolucionários enfrentaram a violência injusta dos opressores com a justa violencia dos oprimidos e entendiam a sua luta como defesa legí­tima.</p>
<p>A Organização para a Solidariedade Latino-americana &#8211; OLAS &#8211; que foi fundada no ano de 1967 em Havana, exigiu e apoiou a luta guerrilheira, considerada necessária e fundamental para a revolução na América Latina. No Brasil, Celso Furtado &#8211; Subdesenvolvimento e Estagnação &#8211; 3. ed., Rio de Janeiro 1968 entrou nos mesmos trilhos. Assim a juventude latino-americana desilusionou-se cada vez mais com o discurso democrático e optou pela palavra de ordem fidelista: luchar en vez de pleitear ! No Brasil nem existiu a possibilidade do pleito livre.</p>
<p>Em 1969, após três anos de estudos bem-sucedidos em Belo Horizonte, também a Dora submergiu para a clandestinidade na metrópole do Rio de Janneiro. Com os seus companheiros não viu outra saí­da. Ironia do destino: o proprietário de sua moradia, na qual convivia com seu namorado, era informante da Policia. As forças de segurança fizeram uma batida. Após dois anos de prisão o governo trocou Dora, junto com outros 69 presos politicos, pelo embaixador suí­ço Giovanni Erico Buch seqüestrado pela guerrilha urbana, e a embarcou para o Chile. Lá, deu seqüência a seu estudo da Medicina, e quase o havia terminado ao ter de procurar proteção polí­tica na embaixada mexicana de Santiago, contra os militares chilenos, após o golpe de de setembro de 1973.</p>
<p>Era de fato como Che Guevara tinha profetizado ao falar das convulsães revolucionárias no subcontinente: custará muito sangue, inúmeras vidas durante um longo tempo.</p>
<p>Encontrei os amigos brasileiros da turma com que a Dora chegou í  Alemanha em meados de fevereiro de 1974. Tratou-se de pessoas que já foram exilados duas vezes.</p>
<p>Dora tinha sido levada para Santiago de Chile no mês de janeiro de 1971 no contexto dum intercâmbio polí­tico. Depois do golpe de setembro junto com seu companheiro Guarany ela conseguiu asilo provisória na Embaixada de México. No México eles conseguiram a permissao de entrar na Bélgica e ficar lá entre o dia 13.12.73 e 1. 2.74. Em 10.2.74 sairam de lá rumo í  República Federal da Alemanha onde imediatamente e com o apoio de Amnesty International solicitaram así­lo polí­tico. Sabiamos do bispo Helmut Frenz de Santiago como era assustadora a onda de prisães no Chile, destinada cegamente contra todas pessoas de orientação esquerdista, antes de tudo contra os comunistas estrangeiros.</p>
<p>Falei com alguns brasileiros em Colí´nia, e percebí­ como eles estavam extremamente inseguros e assustados. Por solidariedade humana (ou também motivado pelo sentimento da brasilidade, bem como por motivo de zelar como cristão pela dignidade do ser humano) convidei os afim de que se mudassem para o nosso campus em Bochum, onde lhes garantiriamos amparo seguro, incluindo moradia, mensualidade e a participação num curso de alemão para graduados.</p>
<p>No dia 19.2.74 a Dora e o Guarany foram inscritos como participantes no curso de lí­ngua alemã do colégio da Obra Ecumênica de Estudos em Bochum. Assim se criaram as pré- condiçães para que eles pudessem enfrentar as primeiras dificuldades deste seu segundo exí­lio.</p>
<p>Na ocasião da recepção oficial dos novos bolsistas admitidos em Abril de 1974 na minha alocução me destinei de maneira especial aos estudantes refugiados e exilados:</p>
<p>&#8220;Quero agora dizer umas palavras destinadas especí­ficamente aos nossos amigos que aqui se refugiaram, para encontrar segurânça pessoal e o começo dum novo futuro: A Obra Ecumênica de Estudos através do Programa em favor aos estudantes refugiados deseja dar apoio humano ao homem perseguido e inquietado por razães sócio–polí­ticas. A Igreja Cristã em toda sua longa historia sempre se preocupou com refugiados. Quero dar apenas uns exemplos: CIMADE já durante a guerra acolheu judeus, social–democrátas, algerianos e pessoas que pertenciam a outros grupos; A Igreja Clandestina do 3er Reich surgiu essencialmente em oposição í  polí­tica antisemitista do governo alemão, e em defesa dos cidadãos judeus; a Obra Diaconica em Stuttgart recebeu milhares de refugiados da região de Biafra na Nigéria, como também refugiados e desterrados proveniente de Vietnã ou do Sudão; a Obra Ecumênica de Estudos em Bochum protege um número considerável de brasileiros, uruguaios, chilenos, angolanos e sulafricanos que optaram pelo exí­lio em vez de arriscar a sua liberdade ou até a propria vida; a Igreja Evangélica da Alemanha (EKD) há muito tempo acolhe estudantes coreânos, e o Conselho Mundial de Igrejas (WCC) apoia um elevado número de moçambicanos. Convidando–lhes para viver conosco durante os proximos meses, queremo–lhes dar pelo menos a oportunidade de aprender a lí­ngua, e lhes oferecer um ambiente humano e tranquilo. Parece–me que são estas as pre–condiçães para um futuro concreto para vocês e para os vossos filhos. Sei que neste paí­s também há muita gente com falta de compreensão junto ao estrangeiro, com um medo irracional dos marxistas, e há até agitadores polí­ticos que querem tirar vantagens polí­ticas através da polêmica que iniciaram contra a atitude do nosso governo social–liberal. Mas vocês podem ter certeza de que nós da Obra Ecumênica de Estudos aqui em Bochum sabemos que vocês não representam nenhuma quinta coluna em nosso meio. Sabemos que vocês são pessoas que merecem todo nosso respeito, toda nossa confiânça e todo nosso carinho por seu espí­rito elevado e por sua motivação social. Temos verteza de que voces que não pensam em tirar vantagens próprias, mas que se preocupam com a justiça social, que defendem a dignidade humana e que desejam paz para os irmãos lá de além mar. Deixem–me saudar–lhes em nome de todos os funcionários da Obra Ecumênic de Estudos, e sejam bemvindos entre nós aqui.&#8221;</p>
<p>No semestre de verão de 1974 o Colégio para Estudantes Estrangeiros da Obra Ecumênica de Bochum organizou um curso especial para os refugiados de Chile que realmente correspondeu í  situacao especí­fica dos exilados. Foram os participantes deste curso de lí­ngua os estudantes Maria Auxiliadora Barcellos Lara, Julio Bittencourt, Irany Campos, Athos Magno Costa e Silva, Aluí­sio Rodrigues Coelho, Marta Canedo, Miriam Vásquez Osório, Mabel Pereira Montero, Samuel Reis, Eunice Diniz Reis, Jaime Rodrigues, Miriam Rodrigues, Reinaldo Guarany Simães Souto, José Jorge e Miriam Valjalo. Outros estudantes ´refugiados latino-americanos como Antonio Canedo, Irene Reis Loewenstein, Luiz Travassos e Marijane Vieira Lisboa devido aos seus conhecimentos já avancados da lí­ngua alema foram admitidos ao curso regular para graduados.</p>
<p>Por ocasião da Copa do Mundo, em junho de 1974, por ordem do governo provincial, ela e outros refugiados tinham de se apresentar &#8211; três vezes ao dia, durante 21 dias &#8211; na Delegacia do Uni-Center de Bochum.</p>
<p>Em outubro de 1974 se matriculou na Universidade Livre de Berlim. No mês de dezembro a Delegacia de Estrangeiros da cidade de Berlim avisou de que fora iniciado um processo por motivo de entrada ilegal í  República Federal de Alemanha. A partir de maio Dora foi interdita de sair de Berlim. Em julho de 1975 expirou o documento de viagem expedido em Chile. Um funcionário da cidade negou-se de expedir um passaporte, alegando de que isso seria feito no momento da concessão do así­lo polí­tico. Devido a isso, Dora entrou com uma queixa na AI London.</p>
<p>Durante a preparação para sua licenciatura, com a psique gravemente abala em fevereiro de 1976 teve de se submeter a um tratamento na clinica psiquiátrica de Spandau. Após sua alta, continuou um tratamento ambulante. No dia primeiro de junho atirou-se diante trem do metró, logo após uma consulta com seu médico. Dora foi ví­tima duma guerra sem perdão, desaparecendo na primavera de sua vida, na sua juventude mesmo. No livro BRASIL: NUNCA MAIS (pg.247 f.) pode-se ler algo sobre o inferno da tortura pelo qual Dora havia passado durante a sua prisão no Brasil.</p>
<p>0 destino de Maria Auxiliadora Barcelos Lara serviu de exemplo para a geração de jovens idealistas que na época entraram no redemoinho polí­tico dos acontecimentos e nele pereciam ou padeciam de graves feridas.</p>
<p>Para a estatistica e para a Policia Civil, a morte de Dora foi um caso claro de suicidio; para o jornal Bild-Zeitung, até mesmo suicí­dio por crise amorosa. Na verdade, Maria Auxiliadora foi morta por aqueles que a haviam torturado de maneira horrí­vel, sete anos antes, em prisães brasileiras. A enfermidade psí­quica, em 1976, sem dúvida fora conseqüência das tormentas fisicas e psiquicas que a então moça de 25 anos tivera de sofrer nos seus dois anos de prisão, martí­rio que a levou até o limite da loucura e mais além. Muitos já haviam morrido sob a tortura, outros morriam em sua conseqüência e nas prisães. Maria Auxiliadora pereceu sete anos depois, pelas desumanidades nela exercidas.</p>
<p>Os pais de Dora haviam rogado pelo traslado do corpo. Maria Auxiliadora, por decreto do presidente Médici, fora banida perpetuamente do Brasil. Perante as autoridades brasileiras expressei minha esperança de que o banimento tenha encontrado seu fim com a morte de Dora, e que não permanecesse em vigor apòs essa tragédia, pois já que não pudera mais pí´r os pés na pátria que amava sobre tudo, ao menos pudesse sepultar seu corpo destroçado ou suas cinzas na terra pátria para que sua famí­lia, profundamente castigada, pudesse despedir-se daquilo que tinha restado da filha, conforme direito e costume humano natural. Por essa argumentação o pessoal diplomático da representação brasileira na República Federal de Alemanha e em Berlim Ocidental demonstrou grande compreensão e também o Ministério de Assuntos Exteriores em Brasí­lia mostrou -se receptivo, de modo que o traslado do corpo pí´de ocorrer.</p>
<p>Seja-me permitido de chamar atenção do fato de que naqueles anos os bispos no Brasil insistiam muito em lembrar o grande número de pessoas na diáspora. Sei que também o presidente de Igreja, P. Karl Gottschald, repetidas vezes havia tocado no assunto dos exilados perante o presidente Geisel que, afinal, era mesmo membro da Igreja Evangélica de Confissão Luterana (IECLB).</p>
<p>Naturalmente também os amigos polí­ticos se empenhavam por uma anistia ilimitada e pelo retorno dos exilados, mesmo que apenas raramente estivessem dispostos a dar-Ihes espaço e oportunidade. Na Europa a International League for Rights and Libertation of the People lutou pela anistia, entre outros num congresso em Roma. Mas, antes de tudo, foi mais uma vez a Igreja Cató1ica que, in loco, assumiu a iniciativa. Já há anos os bispos haviam destacado com vigor o destino dos exilados:</p>
<p>&#8220;A anistia um direito juridico, quando a condenação se baseia na injustiça Por isso não deve ser adquirida individualmente, rebaixando-se. A anistia é uma questão de justiça e deve ser definida pela lei e pelos tribunais; não pode ser rogada ou pedida.&#8221;</p>
<p>Com essas palavras o cardeal dom Paulo Evaristo Arns, em São Paulo, iniciou uma campanha pela irmandade. Ao mesmo tempo a Conferência Nacional dos Bispos do Brasil (CNBB) exigia o retorno dos exilados. Disse Arns, em entrevista ä imprensa: &#8220;Desde os primórdios da história a maior injustiça que se tem feito a uma pessoa é deixá-la sem pátria. Brasileiro nenhum deve sossegar até que o governo esclareça sua posição e assuma a tarefa de estar á disposição de todos os brasileiros.&#8221;</p>
<p>Como apoio ao empenho por uma anistia dos exilados, no Rio de Janeiro eu havia publicado na Tribuna da Imprensa do dia 11 de setembro de 1978 um apelo:</p>
<p>&#8220;Chega de exilio! 0 Brasil hoje está a par da situação amarga de milhares de compatriotas que vivem na diáspora européia. 0 mundo inteiro apóia o seu retorno urgente ao pais que tanto amam, e que nestes longos anos nunca desonraram; muito ao contrário, guardaram em seus coraçães como valor mais precioso, embora a conjuntura polí­tica Ihes tenha negado o direito de viver, trabalhar ou estudar em seu paí­s tranqüilamente, sem medo de sofrer toda espécie de repressão e perseguição. Parece-me que chegou a hora em que se deve falar seriamente das vitimas daquelas confusães polí­ticas na América Latina, e dum a juventude que foi traí­da, duma geração inteira que foi marcada pelos desumanos; de tantos jovens que foram sistematicamente destruí­dos por cidadãos desonestos, os quais significam uma vergonha para este grande povo brasileiro. í‰ hora de falar do grande idealismo da juventude de 1968 como exemplo duma geração iludida, e como exemplo da humilhação que sofreu a maravilhosa juventude acadêmica do Brasil. í‰ de chorar mesmo, quando se começa a meditar sobre isso. Considero um dever falar disso, pois assisti de perto o que havia acontecido com essa juventude. Fui testemunha involuntária das crueldades que haviam sofrido muitos dos exilados brasileiros em sua pátria antes de chegarem aqui, na Alemanha. Recordo-me da historia horrorosa que me contou um rapaz que, no decorrer do ano de 1968, era procurado pela Polí­cia &#8230; Fala-se oficialmente em 127 exilados, trocados há cerca de dez anos por embaixadores seqüestrados. São os assim chamados &#8216;banidos&#8217;. Seriam esses os únicos exilados? Disputa-se o número exato da diáspora brasileira estipulado pela Comissão de Justiça e Paz, que tem em mãos uma lista de dez mil exilados. Será que os governantes não sabem que já entre 1964 e 1968, até o começo da era Médici, o Brasil &#8216;exportou&#8217; centenas de professores e intelectuais de nome reconhecido? Um desses ilustres professores foi o senhor Paulo Freire, atualmente colaborador do Conselho Mundial de Igrejas, em Genebra. E quanta gente sem repercussão internacional, quantos estudantes seguiram nos anos de 1968 até 1972 e, em menor escala, nos anos seguintes até o ano de 1976? Está na hora de abrir as portas para essa elite da nação, pessoal de altas qualificaçães morais, cí­vicas, polí­ticas, éticas, profissionais e cientí­ficas. Creio que o Brasil até precisa dessa gente amadurecida pelas amarguras do exilio a fim de alcançar seus objetivos nos planos social, economico e polí­tico.„</p>
<p>Na ocasião do Ecumenical Meeting da Obra Ecumênica em 3 de junho de 1976 muito magoado nós nos lembramos da companheira de estudos. Num comunicado oficial eu tinha escrito: „A Obra Ecumênica lamenta o falecimento de sua bolsista Maria Auxiliadora Barcellos Lara, que no dia 1 de junho em Berlim pí´s fim a sua vida. Esta morte nos deixa profundamente aflitos. Vemos na enfermidade psí­quica e na morte inesperada da companheira a derradeira consequência dos maus tratos por ela sofridas durante a sua prisão no Brasil. A recomendamos í s mãos bondosas de deus, que queira dar a ela a paz que não encontrou como refugiada no estrangeiro.„ Depois de olhavamos retrospectivamente í  vida da Maria Auxiliadoras terminamos o encontro com uma oração perante deus, que escuta os gritos dos miseráveis: „Eterno deus, magoado pelo desaparecer de Dora procuramos amparo contigo. Tu tens chamado ela para esta vida e a deste seus dons e suas tarefas; tu nos conduziste afim de que nos pudessemos tornad amigos dela. Agora ela desapareceu e nós não a ajudamos na hora de desespero. Tu a conheces; conheces seu caminho, seus sofrimentos, sua angustia e sua culpa. Tu também conheces a nossa falha e tudo em que faltamos perante ela e que a ela ficamos devendo. Tu conheces seus derradeiros pensamentos, sua saudade e seu desespero numa situação de impasse sem encontrar saí­da. Rogamos-te que deste a ela a paz que não encontrou no desterro. A recomendamos em tuas mãos.„</p>
<p>Em 2 de junho de 1976 recebemos a autorizacao telegráfica dos pais de Belo Horizonte, Minas Gerais, para a trasladacao do corpo:</p>
<p>AUTORIZAMOS VVSS PROMOVER REMOCAO SEU CORPO APOS LIBERACAO AUTORIDADE POLICIAIS. SOLICITAMOS ENCARECIDAMENTE SEUS ESFORCOS JUNTO GOVERNO ALEMAO E EMBAIXADA BRASIL EM BONN PARA IMEDIATA TRASLADACAO CORPO SEUS PERTENCENTES DOCUMENTOS PARA BRASIL.</p>
<p>Numa carta do dia 16 de julho de 1976 Maria Helena Barcellos Ratton, a irmã da Dora informou: &#8221; O corpo chegou no dia 17 de junho, e foi enterrado na manhã seguinte, na presença de toda a nossa familia e de inúmeros amigos nossos e da Dora. Foi uma morte muito sentida por todos que a conheceram. Mas foi um grande consolo poder enterrá-la aqui, na pátria que ela amava, junto ao povo pelo qual ela lutou. Antes do enterro foi celebrada missa e, nessa ocasião, mamãe leu uma mensagem escrita por ela mesma. Meus pais não tem conhecimento das verdadeiras condiçães da morte da Dora. Não há condiçães psicológicas para contar-lhes, no momento, e eles acreditam ter havido um acidente. Para mim não deixou de ser um terrí­vel acidente.„ Numa.arta comovente que recebia dos pais, Waldemar und Clélia, se disse: „A nossa grande esperânça, meu bom, pastor, era a de estar junto de vocês, por ocasião da entrega do diploma de médica e nossa filha diria assí­m: &#8220;Meus pais e Sr. Heinz Dressel aqui está o diploma, é de vocês.&#8221;</p>
<p>Eis o teí´r do convite ao Ato Comemorativo:</p>
<p>A Obra Ecumênica de Estudos profundamente lastima o falecimento de sua estimada bolsista MARIA AUXILIADORA BARCELLOS LARA. Estamos dolorosamente comovidos, pois sabemos que a Dora foi gradativamente destruí­da, fí­sica- e psí­quicamente, por aqueles que, há anos, durante a sua prisão no Brasil, a maltrataram bárbaramente. Convidamos mui cordialmente os amigos de Maria Auxiliadora a participarem num Ato de Comemoração que realizar-se-há no dia 15 de junho de 1976, í s 6 horas da tarde, na igreja evangélica de Neu-Westend, Eichenallee 47, Berlin 19. Bochum, 9 de junho de 1976 &#8211; H. Dressel &#8211; Obra Ecumênica de Estudos.</p>
<p>Ato de Comemoração em memória da falecida bolsista da Obra Ecumênica, Maria Auxiliadora Barcelos Lara, 15 de junho de 1976, igreja evangélica de Neu-Westend</p>
<ol>
<li>Prelúdio (Jesus, meine Zuversicht, nro. 330)</li>
<li>Introito e Saudação</li>
<li>Hino (Wo Gott der Herr nicht bei uns hält, nro. 193)</li>
</ol>
<p>Se Deus não nos fortalecer<br />
na fúria do inimigo,<br />
e a nossa causa defender<br />
na angústia e no perigo,<br />
se o nosso amparo Deus não for,<br />
vencendo o mal e seu furor,<br />
perdidos estaremos.</p>
<p>Não podem forças e saber<br />
dos homens assustar-nos.<br />
Deus é supremo em Seu poder,<br />
vencendo, há de salvar-nos.<br />
Embora queiram resistir,<br />
Deus Seu caminho há de seguir.<br />
As Suas mãos governam.</p>
<p style="padding-left: 30px;">4. Leitura bí­blica e Credo</p>
<p style="padding-left: 30px;">5. Hino (nro. 193)</p>
<p>Consolo em abundância dás<br />
sempre aos desamparados,<br />
jamais a porta fecharás<br />
da graça aos angustiados,<br />
diz a razão:&#8221;Perdido estou&#8221;,<br />
porém a cruz regenerou,<br />
Deus, os que Ti esperam.<br />
Fizeste terra e céu, Senhor,</p>
<p>Deus todo-poderoso,<br />
acende a luz do Teu fulgor<br />
no coração trevoso,<br />
que em fé e amor possa ele arder<br />
e sempre em Ti permanecer.<br />
Que o mundo se revolte!</p>
<p style="padding-left: 30px;">6.  Alocução P. Dressel e Oração</p>
<p style="padding-left: 30px;">7. Outros oradores</p>
<p style="padding-left: 30px;">8.  Oração e Benção</p>
<p style="padding-left: 30px;">9.  Pósludio (Wachet auf, ruft uns die Stimme, Nro. 121)</p>
<p>Começamos este Ato de Comemoração em nome de nosso Senhor Jesus Cristo.</p>
<p>O Senhor nos conforta em toda nossa tribulação, para podermos consolar aos que estiverem em qualquer angústia, com a consolação com que nós mesmos somos contemplados por Deus. Porque assí­m como tomamos parte nos sofrimentos de Cristo, assí­m também a nossa consolação transborda por meio de Cristo.</p>
<p>Me permitem de saudar-lhes mui cordialmente e de agradecer-lhes por terem chegados aqui para assistir este Ato de Comemoração em homenagem í  nossa querida Dora. Quero-lhes transmitir também as saudaçães do sr. Vowe e dos demais colaboradores da ÖSW em Bochum. Dr. Vowe muito lamenta por não poder estar presente, por motivos de outros compromissos que o levaram para Bonn. Um abraço cordial do amigo bolsista Sergio Menezes, Paris, com o qual falei esta manhã em Bochum.</p>
<p>Amanhã o corpo de nossa estimada Maria Auxiliadora Barcellos Lara deve seguir í  sua terra, e o que nos resta aqui é a sua memória, é a impressão que sua personalidade tem engravada em nossa alma. Profundamente chocados pela amarga experiência que todos nós fizemos nestes dias cheios de tristeza, ouvimos agora as palavras que o apóstolo Paulo destinava aos cristãos romanos, no oitavo capí­tulo de sua carta:</p>
<p>„Diante de tudo isso, que é que podemos dizer? Se Deus está do nosso lado, quem nos vencerá? Ele não poupou seu proprio Filho, mas o ofereceu por todos nós! Se ele nos deu seu Filho, será que não nós dará também de graça todas as coisas? Quem acusará o povo escolhido de Deus? í‰ o proprio Deus quem declara que eles não têm culpa. Poderá alguém condená-los? Foi Cristo quem morreu, ou melhor, quem foi ressucitado. Então, quem pode nos separar do amor de Cristo? Serão os sofrimentos, as dificuldades, a perseguição, a fome, a pobreza, o perigo, ou a morte? Na verdade dizem as velhas escrituras, que estamos em perigo de morte o dia todo, que somos tratados como ovelhas que vão para o matadouro. Mas, em tudo isto temos a vitória, por meio daquele que nos amou! Porque eu estou bem certo de que nada pode nos separar do amor de Deus: nem a morte nem a vida; nem governos nem outros poderes; nem o presente nem o futuro; nem nada no mundo. Em todo o universo não há nada que pode nos separar do amor de Deus, que é nosso por meio de Jesus Cristo nosso Senhor.!</p>
<p>Creio em Jesus Cristo<br />
cuja vida era um exemplo<br />
duma existência verdadeiramente humana.<br />
Ele fez a experiência, na própria vida dele,<br />
como uma pessoa pode ser maltratada<br />
pelos próprio homens.<br />
Ele mostrou como se pode lidar com outros<br />
até ao ponto do sacrifí­cio da própria vida.</p>
<p>Creio em Jesus<br />
que me dá testemunho do seu amor<br />
através de suas palavras e de seus atos,<br />
pelo testemunho e pela solidariedade<br />
dos membros da comunidade em que vivo.<br />
Ele me livra de minha culpa<br />
e do medo dos acontecimentos<br />
que possam surgir em minha vida ou na hora da morte.</p>
<p>Creio em Jesus<br />
que me dá ânimo de força<br />
para arriscar minha vida,<br />
que me encarrega com a tarefa<br />
de guiar outros ele,<br />
que me dá apoio<br />
afim de que eu possa amar<br />
os outros como a mim mesmo,<br />
assim honrando a Deus.<br />
Ele exige de mim<br />
o sacrifí­cio de meu tempo,<br />
de meus dons, de meu dinheiro,<br />
e espera que eu emprego para outros<br />
tanta fantasia e tanto entusiasmo<br />
como para mim mesmo.</p>
<p>A Obra Ecumênica de Estudos profundamente lastima o falecimento de sua bolsista Maria Auxiliadora Barcellos Lara.</p>
<p>Desde o mês de fevereiro em tratamento médico, no dia 1 de junho, logo após ter consultado seu médico, ela resolveu pí´r fim a sua vida.</p>
<p>Para a polí­cia e para a estatí­stica a morte da Dora consta como um caso evidente de suicí­dio. Em verdade, a responsabilidade por este falecimento cabe a aqueles que, há 7 anos, na prisão no Brasil, a têm submetido í s mais cruéis torturas. A recente enfermidade da Dora, foi sem dúvida alguma o resultado dos tormentos fí­sicos e psí­quicos, os quais a então moça de 25 anos teve de aguentar durante sua prisão de 2 anos no Brasil, tormentos que a levaram í  margem da alienação mental ou até mais além. Muitos morreram durante os atos da tortura, outros faleceram devido a suas consequências na prisão. Maria Auxiliadora morreu sete anos depois.</p>
<p>Maria Auxiliadora nasceu no dia 25 de março de 1945 em Antonio Dias no Estado de Minas Gerais, onde seu pai trabalhava como agrimensor. Sua profissão o levou í  regiães as mais diversas, seja no Estado de São Paulo, em Goiás ou no Estado do Rio de Janeiro. A famí­lia &#8211; Dora tem duas irmãs e um irmão &#8211; era obrigada a sempre acompanhar o pai. Para os filhos isto significou que sempre tiveram de frequentar outras escolas e séries escolares, pois, nos anos de 50 ainda não havia o sistema homogêneo de educação primária no Brasil.</p>
<p>Os antepassados de Dora chegaram ao Brasil provenientes da Itália, de Portugal, da Inglaterra e inclusive da África. Em Belo Horizonte, Dora estudou no Colégio Nossa Senhora de Fátima. Um dos seus avós havia ajudado a organizar uma escolinha num bairro pobre. Também a Dora, com 14 anos, junto com o seu irmão, lecionava numa escola de favela durante um ano. Frente í  miséria dos pobres da favela, imigrantes de zonas rurais í s margens da Capital do Estado, na alma de Dora pela primeira vez surgiu a idéia de estudar medicina. Como aluna do curso primário ela sonhava de, mais tarde, tornar-se missionária. Quando moça, ela pensava em servir como médica numa das missães no próprio Brasil ou no estrangeiro. Em 1965 ela começou a estudar Medicina na Universidade Federal de Minas Gerais.</p>
<p>Durante o curso de Medicina, ela começou a perceber a miséria que a cercava, inclusive no terminal de vida, na sala de anatomia, onde ela tinha que preparar cadáveres que pareciam pertencer a sexagenários, mas em realidade pertenciam a trintenários, muitos deles falecidos por subnutrição, ou, em última análise, de pobreza.</p>
<p>Nos hospitais onde Dora serviu, havia mais clientes que leitos. Numa Clí­nica de Psiquiatria, onde Dora trabalhou como estudante, havia 80 clientes em dormitórios planejados para 15 pessoas. Faltava alimentação adequada. Submetia-se todos os doentes indiscriminadamente ao penoso processo do choque elétrico. Os doentes eram tratados mais como números do que como seres humanos.</p>
<p>Com tudo isto a Dora se rebelou.</p>
<p>Em 1968, ela fez parte do movimento estudantil. No Diretório Acadêmico da Faculdade de Medicina exerceu o cargo de secretária.</p>
<p>Naquele tempo &#8211; educada num catolicismo tradicional &#8211; ela chegou a interessar-se pelos livros de Sartre ou de Garaudy, adotando como sua crença filosófica o existencialismo.</p>
<p>Em 1968 Dora aceitou a ideologia marxista-leninista, admirando como grandes exemplos personalidades como Ché Guevara e Carlos Marighela. Havia bastante influência nos pensamentos de Maria Auxiliadora das teorias do jornalista francês, Regis Debray, que, na Bolí­via, havia acompanhado Ché Guevara até a sua derrota. O último livro de Debray apareceu sob o tí­tulo: &#8220;A crí­tica das armas.&#8221; í‰ lamentável que tal crí­tica veio tarde demais para a geração estudantil dos anos de 1968 e 1969. Esta geração de idealistas tornou-se objeto da mais severa repressão governamental. Dora é uma das ví­timas. Foi presa no mês de janeiro de 1969.</p>
<p>Depois de dois anos como prisoneira polí­tica, Dora foi libertada, junto com outros 69 companheiros, em troca do embaixador suiço, Giovanni Enrique Bucher. En Chile, onde recebeu asilo, ela continuou com o seus estudos. Em consequência do golpe do dia 11 de setembro de 1973, ela buscou asilo na Embaixada Mexicana. Via México e Bélgica ela chegou í  Alemanha no dia 10 de fevereiro de 1974. Naquele tempo cheguei a conhecê-la na casa dos nossos amigos Heberle, em Colí´nia.</p>
<p>Desde o dia 1 de março do mesmo ano ela &#8211; junto com outros refugiados provenientes de Chile &#8211; era bolsista da Obra Ecumênica de Estudos (ÖSW). Entre abril e setembro ela conviveu conosco no campus de Obra Ecumênica de Estudos. Logo após a sua chegada em Colí´nia pediu asilo polí­tico, que até o presente momento não lhe foi concedido.</p>
<p>Durante a Copa do Mundo, em junho de 1974, junto com outros refugiados, ela foi obrigada a apresentar-se no posto policial do Uni-Center em Bochum, frequentemente 3 vezes por dia.</p>
<p>No mês de outubro, Dora matriculou-se na Universidade Livre dessa cidade. Em plenos preparativos ao exame estadual, a Dora ficou seriamente enferma e por isso hospitalizou-se por algum tempo. Depois continuou o tratamento como paciente ambulante. No dia 1 de junho ela partiu desta vida.</p>
<p>Os pais e parentes de nossa estimada amiga Dora pediram encarecidamente pela trasladação do corpo ao Brasil, de onde ela, por um decreto do presidente Médici, fora banida por tempo de vida. Terminou este prazo com a sua morte, e os pais vão receber o que ficou e entregar o corpo í  terra brasileira.</p>
<p>Fiquemos em silêncio agora em memória de Maria Auxiliadora e na oração perante Deus que ouve o clamor dos oprimidos:</p>
<p>Senhor, nosso Deus, profundamente entristecidos pelo súbito desaparecimento de nossa querida Dora procuramos amparo junto a Ti. Tu a chamaste í  vida e lhe deste dons, talentos e objetivos; Tu nos deste o privilégio de chegar a conhecê-la. Ela agora nos deixou atrás, e nós estivemos ausentes na hora de seu desespero. Tu a conheces: Tu conheces seu caminho, suas dores, sua angústia e sua culpa. Tu também sabes em que nós falhamos e o que ficamos devendo a ela. Tu conheces seus últimos pensamentos, sua saudade e sua situação de impasse. Rogamos-te: concede-lhe a paz que ela não encontrou no estrangeiro. A recomendamos em tuas mãos. Amém.</p>
<p>Deus Criador e Autor da vida, que entregues a nós este mundo para que juntos possamos compartilhar o que Tu criaste; Deus de amor, que através de Jesus Christo compartilhas nossos sofrimentos; Deus da esperança, cujo espí­rito ilumina e dá poder e confiança nas taréfas que Tu nos tens dado: Para que em meio de situaçães quase insuportáveis possamos ainda nos congregar e ouvir sua palavra de apoio e conforto, oremos ao Senhor. Para que se crie uma comunidade tal que nos inspire, que nos mantenha juntos a nossos irmãos e irmãs em todas as partes do mundo, oremos ao Senhor. Para que os pobres saibam se reunir na defesa de seus direitos, oremos ao Senhor. Para que lutemos sem esmorecimento contra o mal e a opressão, que empregemos a nossa liberdade em favor da justiça entre os homens e naçães, oremos ao Senhor. Para que todos que sofrem violencia das injusticias humanas encontrem em Jesus forças para continuar sua luta pela justiça e pelos direitos humanos, oremos ao Senhor. Sem Ti não teremos poder. Portanto oramos em conjunto:</p>
<p>Pai nosso que estás nos céus, santificado seja o teu nome, venha a nós o teu reino, seja feita a tua vontade assim na terra como no céu, o pão nosso de cada dia nos dá hoje, e perdoa-nos as nossas dividas assim como nós perdoamos aos nossos devedores, e não nos deixes cair em tentação, mas livra-nos do mal, pois teu é o reino e o poder e a glória para sempre, Amém.</p>
<p>O Senhor nos abençãe e nos guarde,<br />
o Senhor faça resplandecer o seu rosto sobre nós<br />
e tenha misericórdia de nós,<br />
o Senhor sobre nós levante o seu rosto<br />
e nos dê a paz.<br />
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