Book Reviews

Helmut Frenz: … und ich weiche nicht zurück: Chile zwischen Allende und Pinochet

Er war Dorfpfarrer. Dann hörten er und seine Frau von den Problemen der „Dritten Welt“, wie es damals hieß. Sie wollten etwas tun. Deshalb wurde Helmut Frenz, der 2010 seine Lebenserinnerungen auf Deutsch veröffentlicht hat, Pfarrer in einer deutschen evangelischen Gemeinde in Chile. [...]

von Dieter Maier



Von Massenmördern und Mitläufern

Das Buch Stuttgarter NS-Täter berichtet von einem breiten Spektrum kleiner und großer Stützen des Hitlerstaates. Es geht um Wirtschaftsbosse, Mediziner, Juristen, kommunale Beamte, Parteifunktionäre, Denunzianten, Kirchenleute, Polizeibeamte und KZ-Aufseher. [...]

von Dieter Maier



Paz Rojas Baeza: La interminable ausencia. Estudio médico, psicológico y político de la desaparición forzada de personas.

Este libro publicado en Chile por la Dra. Paz Rojas, médico neuropsiquiatra, es significativo en tanto que aborda desde distintos ángulos y usa diferentes metodologías para referirse a AQUELLO QUE NO TIENE REPARACION. [...]

por Roberta Bacic



Gerechtigkeit nach Konflikten und Menschenrechtsverletzungen – das Projekt der Chicago-Prinzipien

Die zwei umfassenden Bände gehen auf eine ebenso einfache wie schwierige Forderung zurück, die bereits im Nürnberger Prozess formuliert wurde: Dass schwere Verletzungen der Menschenrechte und des humanitären Völkerrechts nicht straflos bleiben dürfen. [...]

von Rainer Huhle



Das Bild vom Täter

Heinz Schneppen: Ghettokommandant in Riga. Eduard Roschmann: Fakten und Fiktionen. Berlin, Metropol Verlag, 2009. ISBN 978-3-938690-93-2, 343 S.

Jeder Versuch, sich von NS-Tätern ein Bildnis zu machen, galt nach 1945 als anstößig. Hannah Arendts Eichmann in Jerusalem brach mit diesem Tabu. Seitdem haben sich unterschiedliche methodische Ansätze von Biografien der NS-Täter herausgebildet. [...]

von Dieter Maier



Die Menschenrechte werden bis heute ignoriert. Ein Buch über die Colonia Dignidad

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Ein kleiner Lichtfunke in einer Welt von Dunkelheit: Judenrettungen in Hitlerdeutschland

Viel schuldbewusstes Schweigen herrschte nach 1945 zur Ermordung der Juden. Im Windschatten dieses Schweigens ging ein Thema unter, das Petra Bonavita exemplarisch für Frankfurt am Main jetzt untersucht hat: die Rettungen verfolgter Juden während der NS-Zeit. In Deutschland tauchten nach Abschluss der großen Deportationen 1942 etwa 12.000 Juden unter, von denen ca. 5.000 überlebten. Sie überlebten im Land oder konnten ins Ausland flüchten. Die Geschichten dieser Rettungen sind unbekannt oder nur in Bruchstücken veröffentlicht (so in Valentins Sengers Autobiografie) Mit falschem Pass und Zyankali erzählt fast ausnahmslos zum ersten Mal diese Rettungsgeschichten. [...]

von Dieter Maier



Klaus Hüfner: UNESCO und Menschenrechte

Geht man nach der Lektüre des Buches, so sind die Menschenrechte innerhalb der Aufgaben der UNESCO kurz zusammengefasst [...]

von Anja Mihr



Bianca Schmolze / Knut Rauchfuss (Hg.): Kein Vergeben. Kein Vergessen. Der internationale Kampf gegen Straflosigkeit — Hg. Anne Huffschmid u.a., Erinnerung macht gegenwart. Jahrbuch Lateinamerika. Analysen und Berichte 32

Als hätten sie es geahnt, dass über 60 Jahre nach den Verbrechen der Nazis der ehemalige KZ-Scherge John Demjanjuk erneut der USA verwiesen wird, um diesmal vor einem deutschen Gericht zu stehen, haben Bianca Schmolze und Knut Rauchfuss den Fall in ihrem Vorwort aufgegriffen [...]

von Rainer Huhle



Kerstin Marienburg: Die Vorbereitung der Kriegsverbrecherprozesse im II. Weltkrieg. Die Diskussion um die Bestrafung der Kriegsverbrecher im II. Weltkrieg sowie die Vorbereitung der Kriegsverbrecherprozesses – insbesondere des Nürnberger Prozesses – in den Kriegsjahren durch die Alliierten

Was diese umfangreiche Studie leisten will, das steht im Titel. Mehr verraten auch die wenigen Paragrafen der Einleitung nicht. Dafür begrüßt den Leser gleich ein umfangreiches und gut gegliedertes Inhaltsverzeichnis [...]

von Rainer Huhle