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Curbaradó: Geben Sie das Land zurück, Herr Präsident!

Online-Kampagne

Die afrokolumbianischen Gemeinden am Curbaradó-Fluss im Bundesstaat Chocó kämpfen um ihr Land – zeigen Sie, dass sie dabei nicht alleine sind! Nehmen Sie sich zwei Minuten Zeit und beteiligen Sie sich an der Online-Kampagne gegen Vertreibung afrokolumbianischer Gemeinden zugunsten von Monokulturen und extensiver Viehzucht.



Im Kampf für die Menschenrechte: Kolumbianischer Untersuchungsrichter im Gespräch

Am Sonntag, den 25. November 2012 um 11 Uhr spricht im Saal 600 des Oberlandesgerichts Nürnberg Iván Velásquez Gómez, Untersuchungsrichter am Obersten Gerichtshof von Kolumbien. Er erhält in diesem Jahr den Menschenrechtspreis des Deutschen Richterbunds.

Der 56-jährige Jurist hat sich als Anwalt, später als Staatsanwalt und schließlich als Oberster Richter konsequent für die Menschenrechte und für die Einhaltung rechtsstaatlicher Regeln eingesetzt. Von 2006 bis 2012 leitete er die Ermittlungen des Obersten Gerichtshofs u.a. gegen die Verflechtungen staatlicher Amtsträger mit paramilitärischen kriminellen Gruppen.



„Kolumbien zwischen Angst und Hoffnung: Einschüchterung als Instrument der Politik“

Im Rahmen der Verleihung des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises fand die Podiumsdiskussion „Kolumbien zwischen Angst und Hoffnung: Einschüchterung als Instrument der Politik“ mit Preisträger Hollman Morris, Dr. Rainer Huhle vom Nürnberger Menschenrechtszentrum und Prof. Flor Alba Romero statt.



Internationaler Nürnberger Menschenrechtspreis 2011 geht nach Kolumbien: Preisträger ist der Journalist Hollman Morris

Hollman Morris

Leidenschaftlicher Journalist im Gegenverkehr

Die Preisverleihung fand am 25. September 2011 im Nürnberger Opernhaus statt. Der Internationale Nürnberger Menschenrechtspreis wird seit 1995 im zweijährigen Turnus durch die Stadt Nürnberg verliehen. Neben Hollman Morris zählten unter anderem Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, der bayrische Ministerpräsident Horst Seehofer und Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly zu den Gästen der Preisverleihung.



Para-politisch, paramilitärisch und paradox: die aktuelle Situation in Kolumbien

von William Bastidas

Am 11. März 2006 verhafteten Beamte der Staatsanwaltschaft den Paramilitär Edgar Ignacio Fierro Florez alias “Don Antonio”. Fünf Tage zuvor hatte Fierro Florez im Zuge der so genannten Demobilisierung der Paramilitärs seine Waffen abgegeben. Die Behörden suchten ihn dennoch wegen schweren Totschlags und Erpressung. Bei seiner Verhaftung hatte “Don Antonio” unter anderem zwei Computer, zwei USB-Sticks und CDs mit Daten sowie mehrere Schriftstücke bei sich. Die darin enthaltenen Informationen sollten für eine Flut von Skandalen auf politischer Ebene sorgen. […]



La para-polí­tica, lo para-militar y lo paradójico del momento actual colombiano

por William Bastidas

Una serie de revelaciones saca a flote parte de una realidad que muchos conocen y otros pretenden ocultar, los ví­nculos del Estado con los grupos paramilitares

El 11 de marzo de 2006, funcionarios del Cuerpo Técnico de Investigaciones (CTI) de la Fiscalí­a capturaron al paramilitar Edgar Ignacio Fierro Florez alias “Don Antonio”. Éste habí­a entregado las armas cinco dí­as atrás en lo que ha sido llamado proceso de desmovilización de los paramilitares, pero las autoridades lo buscaban por estar acusado de homicidio agravado y extorsión. En el momento de la captura “Don Antonio” tení­a consigo, entre otras cosas, dos computadores, dos memorias USB, discos compactos y varios documentos escritos. Estas informaciones desatarí­an un torrente de escándalos en el ambiente polí­tico del paí­s. […]



Sind Privatpersonen an die Menschenrechte gebunden? – Vergleich der Verfassungsrechtsprechung in Deutschland, USA und Kolumbien zur Grundrechtseinwirkung im Privatrecht

von Anita Fröhlich

Ein Unternehmer weist eine bereits seit längerer Zeit bei ihm beschäftigte türkische Arbeitnehmerin an, es fortan zu unterlassen, während der Arbeit aus religiösen Gründen ein Kopftuch zu tragen. Er begründet das Verbot damit, dass der Betrieb von vielen Geschäftspartnern besucht werde und die Gefahr bestünde, dass diese den Eindruck erhielten, es handele sich um ein türkisches Unternehmen. Die Frau weigert sich, der Weisung Folge zu leisten und wird daraufhin entlassen. Hat der Arbeitgeber die Religionsfreiheit seiner Arbeitnehmerin verletzt? Dies ist nur dann der Fall, wenn sich das Grundrecht auf freie Religionsausübung im Privatrechtsverhältnis zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber auswirkt. Die damit einhergehende Frage nach der Grundrechtseinwirkung im Privatrecht wird oft unter dem Stichwort Drittwirkung bzw. horizontale Grundrechtswirkung behandelt.

Warum Grundrechtseinwirkung und nicht Menschenrechtseinwirkung? Besteht hier ein Unterschied? Als Grundrechte werden allgemein die durch die Verfassung als solche garantierten Rechte bezeichnet. Menschenrechte sind in internationalen Abkommen enthalten. Wird in diesem Beitrag vermehrt von Grundrechten gesprochen, so liegt das daran, dass er sich mit den nationalen Verfassungen und weniger mit dem internationalen Recht auseinandersetzt. Es sollen aber auch die in internationalen Abkommen enthaltenen und von der Verfassung rezipierten Menschenrechte sowie die von der Verfassung interpretativ abgeleiteten Rechte von dem hier verwendeten Begriff Grundrechte umfasst sein. […]



Kindersoldaten – Unzureichende internationale Bestimmungen, Ansätze zur Eindämmung, und die spezielle Situation in Kolumbien

von Rainer Huhle

Wo Krieg herrscht, sind Kinder wie alle Menschen Tod, Verletzung und Leid vielerlei Art ausgesetzt. Seit einige Jahren schon sterben in Kolumbien täglich ca. 20 Menschen in Folge des bewaffneten Konflikts. Mindestens einer dieser 20 Menschen täglich ist ein Kind. Als Teil der Zivilbevölkerung sind Kinder Opfer von Tretminen und Bomben, von Luftangriffen und Gewehrkugeln. Mit ihren Familien sind sie auf der Flucht vor Kriegsereignissen und müssen in prekären Elendssiedlungen Schutz suchen. […]



El Principio de Oportunidad en el Código de Procedimiento Penal de Colombia

por Manuel Eduardo Góngora Mera

Tras más de un año de debate en el Congreso de Colombia, fue sancionado el nuevo Código de Procedimiento Penal el 1 de septiembre del año en curso. El Código, que comenzará a aplicarse a partir de enero de 2005, pretende instaurar un verdadero sistema acusativo en el paí­s, y un proceso oral, público, expedito y restaurativo acorde con los principios constitucionales de protección y promoción de los derechos humanos y de la lucha contra la impunidad. El objeto de este escrito no es establecer si estos propósitos serán alcanzados con las normas finalmente aprobadas, sino tan solo concentrarse en una de las novedades del Código: el principio de Oportunidad, definido como la facultad otorgada a la Fiscalí­a General de la Nación para suspender, interrumpir o renunciar a la persecución penal de los autores y partí­cipes en hechos que revistan las caracterí­sticas de una conducta punible. […]



Die aktuelle Lage der Menschenrechte und der politischen Gewalt in Kolumbien

von William Bastidas

Die Vielfältigkeit des Klimas, der kulturelle Reichtum und die großen Schätze an natürlichen Ressourcen gehören zu den Vorzügen Kolumbiens. Paradoxerweise leidet dieses lateinamerikanische Land aber auch an einer nicht enden wollenden Gewalt, die ebenso vielgestaltig ist, wie die Geographie des Landes. […]