NMRZ – Ausstellung “From Nuremberg to The Hague” bleibt auf Dauer in USA

1. Dezember 2008 | Von | Kategorie: Projekte, Ausstellungen

Greg Peterson, Präsident des Robert H. Jackson Center und Rainer Huhle vom NMRZ besiegeln den Vertrag über die Übergabe der Ausstellung.

Am 30. November unterzeichneten das NMRZ, das Jackson Center und der einstige Ankläger im Nürnberger Prozess, Whitney Harris, in Nürnberg eine Vereinbarung, wonach die Ausstellung, in Absprache mit dem Auswärtigen Amt und dem Goethe-Institut, dem Robert H. Jackson Center als Dauerleihgabe übergeben wird. Sie wird somit in den Räumen des Centers auch in den nächsten Jahren für die Sache des ICC in dem Land werben, das die Idee internationaler Strafgerichte einst in Nürnberg so machtvoll in die Welt setzte, sich aber weigert, dem von mittlerweile 108 Staaten ratifizierten Internationalen Strafgerichtshof beizutreten.

Die 2006 vom NMRZ erarbeitete Wanderausstellung „From Nuremberg to The Hague“ war auch im Jahr 2008 unterwegs. Von Juni bis Oktober wurde sie in den Räumen des Robert H. Jackson Centers in Jamestown (New York) gezeigt. Das Robert H. Jackson Center pflegt die Erinnerung an den berühmtesten Sohn der Stadt, den amerikanischen Ankläger im Nürnberger Prozess, Robert H. Jackson. Das Center unterhält ein Archiv und eine Ausstellung mit persönlichen Erinnerungsstücken von Jackson, und es setzt sich – im Gegensatz zur Politik der US-Regierung – für die Bewahrung von Jacksons Vision eines internationalen Strafgerichtshofs für Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschheit ein. Es arbeitet mit Schulen und Universitäten in diesem Sinn zusammen, produziert Filme und Unterrichtsmaterial, und veranstaltet Tagungen. Das 40-seitige Begleitbuch zur Ausstellung wird bereits seit längerem von verschiedenen amerikanischen Universitäten auch als Lehrmaterial verwendet.

Im Oktober/November zeigte das Goethe-Institut die Ausstellung in Ankara, wo sie für den Beitritt der Türkei zum Internationalen Strafgerichtshof warb. Damit ist das „Wandern“ der Ausstellung vorerst beendet. Denn von dort wurde sie im Dezember wieder zurück in die USA zum Robert H. Jackson Center gebracht.

Whitney R. Harris, ehemaliger Ankläger am Internationalen Militärtribunal in Nürnberg, bestätigt die Übergabe bei seinem Besuch am 30. November 2008 in Nürnberg.

Am 30. November unterzeichneten das NMRZ, das Jackson Center und der einstige Ankläger im Nürnberger Prozess, Whitney Harris, in Nürnberg eine Vereinbarung, wonach die Ausstellung, in Absprache mit dem Auswärtigen Amt und dem Goethe-Institut, dem Robert H. Jackson Center als Dauerleihgabe übergeben wird. Sie wird somit in den Räumen des Centers auch in den nächsten Jahren für die Sache des ICC in dem Land werben, das die Idee internationaler Strafgerichte einst in Nürnberg so machtvoll in die Welt setzte, sich aber weigert, dem von mittlerweile 108 Staaten ratifizierten Internationalen Strafgerichtshof beizutreten.
Das NMRZ freut sich über diese historisch so beziehungsreiche neue Heimat seiner Ausstellung und wünscht dem Robert H. Jackson Center weiterhin viel Erfolg bei seiner Arbeit für den Internationalen Strafgerichtshof.

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Fotos: John Barrett

1. Greg Peterson, Präsident des Robert H. Jackson Center und Rainer Huhle vom NMRZ besiegeln den Vertrag über die Übergabe der Ausstellung.

2. Whitney R. Harris, ehemaliger Ankläger am Internationalen Militärtribunal in Nürnberg, bestätigt die Übergabe bei seinem Besuch am 30. November 2008 in Nürnberg.

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