Sich öffnen für die Würde des Anderen

23. November 2009 | Von | Kategorie: Bildungskoffer

Eine Auseinandersetzung mit Vorurteilen – Diskriminierung – Rassismus

Inhalt des MaterialkoffersDieser Materialkoffer ist eine Hilfestellung für die pädagogische Praxis. Er verbindet die Anliegen der Menschenrechtsbildung mit den Themen Vorurteile, Diskriminierung und Rassismus.

Dass diese Themen aktuell und brisant für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft sind, zeigt eine Studie von Wilhelm Heitmeyer aus den Jahren 2002 bis 2006. Heitmeyers Forschungsprojekt untersucht ein Phänomen, das er “gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit” nennt und das auf einer Ideologie der Ungleichwertigkeit basiert. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die Ideologie der Ungleichwertigkeit nicht auf eine kleine gesellschaftliche Randgruppe beschränkt ist, sondern in der Mitte der Gesellschaft unterstützt und akzeptiert wird. Fast 60% der Befragten (2006) stimmten der Aussage zu, dass zu viele Ausländer in Deutschland leben und 41% der Befragten waren der Meinung, dass diejenigen, die schon immer in Deutschland leben, mehr Rechte haben sollten, als diejenigen, die zugezogen sind.

Der Materialkoffer problematisiert solche Einstellungen und zielt auf eine “Öffnung für die Würde des Anderen”, auf die Anerkennung gleicher Rechte und gleicher Würde aller Menschen.

An wen richtet sich der Materialkoffer?

Der Materialkoffer richtet sich an alle Menschen, die in der Bildungsarbeit tätig sind und ganz besonders an Lehrerinnen und Lehrer. Der Koffer bietet viele Vorschläge und Anregungen für die Behandlung der Themen Menschenrechte, Vorurteile, Diskriminierung und Rassismus im Unterricht und anderen Kontexten.

Was enthält der Koffer?

  1. Filme und Bücher zu den Themen Vorurteile, Diskriminierung und Rassismus
  2. Eine Handreichung mit:
  • Hintergrundinformationen zu Vorurteilen, Diskriminierung und Rassismus sowie zu Menschenrechten und Menschenrechtsbildung
  • Eine umfangreiche und übersichtlich gegliederte Methodensammlung mit Übungen und Anregungen für alle Altersstufen ab zehn Jahren

Die Methoden vermitteln Wissen über Menschenrechte, bieten die Möglichkeit zu Selbsterfahrung und Selbstreflexion, initiieren Lernerfahrungen in Bezug auf eigene Ängste und Vorurteile und zeigen Möglichkeiten für ein persönliches Engagement für die eigenen Rechte und die der anderen Menschen auf.

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