3. Nürnberger Friedenslauf: Gewalt überwinden – Frieden wagen!

18. August 2010 | Von | Kategorie: Aktuelles, Projekte, Kooperationen

von Lisa Hekele, Maruschka Ramser, Maya Ganeva, Rolf Baasch und Zofia Nagel

„Gewalt überwinden – Frieden wagen“ – unter diesem Motto fand der dritte Nürnberger Friedenslauf statt und setzte auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände wie schon seine Vorgängerveranstaltungen ein Zeichen für den Frieden. Knapp 10.900 Runden liefen 1358 Schülerinnen und Schüler aus 58 Klassen. Und dies für einen guten Zweck: Für Friedensprojekte in aller Welt wurde Geld gesammelt. Die Kinder und Jugendlichen hatten sich im Vorfeld Sponsoren gesucht, die ihnen pro gelaufene Runde einen bestimmten Betrag zahlten. Die hierdurch zusammengekommene Summe wird später an vier ausgewählte Projekte gespendet.

FL_2010_Start

Kurz vor dem Start. Die Schülerinnen und Schüler des Neuen Gymnasiums

So bspw. einer Mädchenschule in Kabul. Im krisengebeutelten Afghanistan können Eltern oft weder das Schulgeld noch die Arbeitsmaterialien zahlen. Dies trifft vor allem Mädchen denen hierdurch ein menschenwürdiges Leben versagt bleibt. Mit den Spendengeldern des Friedenslaufs soll dem entgegengewirkt werden. Auch der Mädchentreff e.V. erfährt finanzielle Unterstützung. Die im Nürnberger Stadtteil St. Leonhard gelegene Bildungs-, Freizeit- und Beratungseinrichtung bietet für sechs- bis 14jährige Mädchen aller Nationalitäten ein umfangreiches Angebot, das sich an ihrer Bedürfnis- und Lebenssituation orientiert.

Ebenso wird die jährliche Sommerakademie von „Wings of hope“ gefördert. Die in Ruhpolding gelegene Stiftung lehrt jungen Führungskräften aus Bosnien, Irak, Israel und Palästina, wie man eine zivile Gesellschaft aufbauen und Hass und Intoleranz besiegen kann. Auf Versöhnung setzt auch das vierte Projekt der Sportliga in Gazi Baba, Mazedonien. Hier werden albanische und mazedonische Jugendliche durch sportliche und kulturelle Aktivitäten zusammengebracht. Durch das gemeinsame Basketball, Fußball- oder Handballspielen sollen das gegenseitige Verständnis gestärkt und Spannungen zwischen den ethnischen Gruppen abgebaut werden.

Schirmfrau Hannah Krüger – Hockey-Bundesligaspielerin der HG Nürnberg – zeigte ihre Begeisterung für den Einsatz der Kinder und Jugendlichen bei den Ehrungen der einzelnen Schulen. Auch Schirmherr Max Müller – Hockey-Olympiasieger 2008 und Kapitän der deutschen Hockeynationalmannschaft – setzte sich für die schöne Verbindung von Sport und sozialem Engagement von Kindern für Kinder ein und lief mit Hannah Krüger und einigen Mitarbeitern die Abschlussrunde dieser sehr bunten und gut gelungenen Veranstaltung.

Vor dem eigentlichen Lauf waren die Schülerinnen und Schüler bereits seit Juni in einem Begleitprogramm vertiefend über die Friedensarbeit in den geförderten Projekten sowie über gewaltfreie Konfliktbearbeitung und Menschenrechte weltweit informiert worden. Abendveranstaltungen im eckstein und im Friedensmuseum, sowie die Ausstellung peace counts über gelungene Friedensprojekte aus aller Welt waren ferner für jedermann offen.

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Das Helferteam samt Schirmherrin Hannah Krüger und Schirmherren Max Müller (Bildmitte)

Der Trägerkreis war zum dritten Mal das Nürnberger Menschenrechtszentrum (NMRZ), das Nürnberger Evangelische Forum für den Frieden (NEFF), die Evangelische Jugend Nürnberg durch Eichenkreuz Nürnberg und das Friedensmuseum Nürnberg. Nicht zuletzt mehr als 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter das Leitungsteam der Evangelischen Jugend Nürnberg und eine 10. Klasse der Wilhelm-Löhe-Schule, trugen zum guten Gelingen bei.

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