{"id":570,"date":"2020-07-26T13:02:00","date_gmt":"2020-07-26T11:02:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/?p=570"},"modified":"2020-07-24T13:09:14","modified_gmt":"2020-07-24T11:09:14","slug":"wie-der-wahlkampf-in-polen-zum-kampf-gegen-lgbtiq-rechte-wurde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wie-der-wahlkampf-in-polen-zum-kampf-gegen-lgbtiq-rechte-wurde\/","title":{"rendered":"Wie der Wahlkampf in Polen zum Kampf gegen LGBTIQ*-Rechte wurde"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Bezeichnung <em>Wahlkampf <\/em>hat nicht ohne Grund etwas Gewaltsames an sich: Die politischen Gegner*innen attackieren sich, suchen die Schw\u00e4chen der Gegenseite und durchleuchten auch gerne mal das Privatleben des Gegen\u00fcbers, wenn das \u00f6ffentlich Bekannte keine ausreichenden Angriffspunkte bietet. Auch die Taktik, ein Feindbild heraufzubeschw\u00f6ren, gegen das der gemeinsame Kampf geboten ist, geh\u00f6rt zum Standardrepertoire. Ebensolche Angriffe und Feindbilder geh\u00f6rten auch zum Pr\u00e4sidentschaftswahlkampf in Polen und sollen hier nicht in der Breite dargestellt werden. Stattdessen soll es um eine zentrale, wenn nicht die wichtigste, S\u00e4ule im Wahlkampf des Amtsinhabers Andrzej Duda gehen: der Kampf gegen LGBTIQ*-Rechte.<\/p>\n\n\n\n<p>Duda ist seit 2015 Pr\u00e4sident der Republik Polen und trat zu Beginn seiner Amtszeit als Geste der \u00dcberparteilichkeit aus der Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) aus. Programmatisch blieb er jedoch der konservativen Parteilinie treu. PiS sicherte sich bei den Wahlen 2019 erneut die Parlamentsmehrheit, auch dieser Wahlkampf war gepr\u00e4gt vom <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/world-europe-53039864\">Bekenntnis zu \u201etraditionellen Familien\u201c und von der Ablehnung gleichgeschlechtlicher Ehen<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Polen ist Schlusslicht im LGBTIQ*-Ranking der EU-Staaten<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die internationale Nichtregierungsorganisation <em>ILGA-Europe<\/em> setzt sich europaweit f\u00fcr LGBTIQ*-Rechte ein und erstellt seit 2009 j\u00e4hrlich die sogenannte \u201e<a href=\"https:\/\/www.ilga-europe.org\/rainboweurope\/2020\">Rainbow Map<\/a>\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Karte stellt die rechtliche Situation von LGBTIQ*-Personen\nin den verschiedenen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern dar. ILGA-Europe untersucht die\nGesetzgebung in den Kategorien Gleichberechtigung und Nicht-Diskriminierung,\nFamilie, Hassverbrechen und Hate Speech, Rechtliche Anerkennung des Geschlechts\nund k\u00f6rperliche Unversehrtheit, Gestaltungsm\u00f6glichkeiten der Zivilgesellschaft\nsowie Asylrecht und erstellt auf dieser Basis ein Ranking. Polen belegte 2019\nden letzten Platz der EU-Staaten. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"854\" height=\"612\" src=\"https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Rainbow-Map-2020.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-572\" srcset=\"https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Rainbow-Map-2020.png 854w, https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Rainbow-Map-2020-300x215.png 300w, https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Rainbow-Map-2020-768x550.png 768w, https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Rainbow-Map-2020-640x459.png 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 854px) 100vw, 854px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Lokalregierungen rufen \u201eZonen frei von LGBT-Ideologie\u201c aus<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Bereits Anfang 2019 machte die Situation der LGBTIQ*-Gemeinde in Polen internationale Schlagzeilen, als sich erste Gemeinden als \u201eZonen frei von LGBT-Ideologie\u201c erkl\u00e4rten. Die Aktion wurde urspr\u00fcnglich von der ultrarechten Zeitung Gazeta Polska initiiert, die ihren Ausgaben \u201eFrei von LGBT-Ideologie\u201c-Sticker beigelegt hatte. Innerhalb eines Jahres erkl\u00e4rten sich rund 100 Gemeinden, Kreise und Provinzen als <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/queerspiegel\/homofeindliche-beschluesse-von-kommunen-fast-ein-drittel-polens-gilt-als-lgbt-freie-zone\/25593740.html\">\u201eZonen frei von LGBT-Ideologie\u201c<\/a>. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed-twitter wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<div class=\"BorlabsCookie _brlbs-cb-twitter\"><div class=\"_brlbs-content-blocker\"> <div class=\"_brlbs-embed _brlbs-twitter\"> <img decoding=\"async\" class=\"_brlbs-thumbnail\" src=\"https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/plugins\/borlabs-cookie\/assets\/images\/cb-twitter.png\" alt=\"Twitter\"> <div class=\"_brlbs-caption\"> <p>Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerkl\u00e4rung von Twitter.<br><a href=\"https:\/\/twitter.com\/privacy\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Mehr erfahren<\/a><\/p> <p><a class=\"_brlbs-btn\" href=\"#\" data-borlabs-cookie-unblock role=\"button\">Inhalt laden<\/a><\/p> <p><label><input type=\"checkbox\" name=\"unblockAll\" value=\"1\" checked> <small>Twitter Tweets immer entsperren<\/small><\/label><\/p> <\/div> <\/div> <\/div><div class=\"borlabs-hide\" data-borlabs-cookie-type=\"content-blocker\" data-borlabs-cookie-id=\"twitter\"><script type=\"text\/template\">PGJsb2NrcXVvdGUgY2xhc3M9InR3aXR0ZXItdHdlZXQiIGRhdGEtd2lkdGg9IjU1MCIgZGF0YS1kbnQ9InRydWUiPjxwIGxhbmc9InBsIiBkaXI9Imx0ciI+PGEgaHJlZj0iaHR0cHM6Ly90d2l0dGVyLmNvbS9oYXNodGFnL1N0cmVmYVdvbG5hT2RMR0JUP3NyYz1oYXNoJmFtcDtyZWZfc3JjPXR3c3JjJTVFdGZ3Ij4jU3RyZWZhV29sbmFPZExHQlQ8L2E+IDxhIGhyZWY9Imh0dHBzOi8vdHdpdHRlci5jb20vaGFzaHRhZy9uYWtsZWprYT9zcmM9aGFzaCZhbXA7cmVmX3NyYz10d3NyYyU1RXRmdyI+I25ha2xlamthPC9hPiA8YSBocmVmPSJodHRwczovL3R3aXR0ZXIuY29tL2hhc2h0YWcvTEdCVD9zcmM9aGFzaCZhbXA7cmVmX3NyYz10d3NyYyU1RXRmdyI+I0xHQlQ8L2E+IHdrcsOzdGNlIHdyYXogeiDigJ5HYXpldMSFIFBvbHNrxIXigJ0gPGEgaHJlZj0iaHR0cHM6Ly90d2l0dGVyLmNvbS9oYXNodGFnL0dhemV0YVBvbHNrYT9zcmM9aGFzaCZhbXA7cmVmX3NyYz10d3NyYyU1RXRmdyI+I0dhemV0YVBvbHNrYTwvYT4gPGEgaHJlZj0iaHR0cHM6Ly90LmNvL0VXQjNGTXBJWTgiPnBpYy50d2l0dGVyLmNvbS9FV0IzRk1wSVk4PC9hPjwvcD4mbWRhc2g7IEdhemV0YSBQb2xza2EgLSB3IGthxbxkxIUgxZtyb2TEmSAoQEdQdHlnb2RuaWspIDxhIGhyZWY9Imh0dHBzOi8vdHdpdHRlci5jb20vR1B0eWdvZG5pay9zdGF0dXMvMTE1MTU0MTIxMTkzMDUxMzQwOT9yZWZfc3JjPXR3c3JjJTVFdGZ3Ij5KdWx5IDE3LCAyMDE5PC9hPjwvYmxvY2txdW90ZT48c2NyaXB0IGFzeW5jIHNyYz0iaHR0cHM6Ly9wbGF0Zm9ybS50d2l0dGVyLmNvbS93aWRnZXRzLmpzIiBjaGFyc2V0PSJ1dGYtOCI+PC9zY3JpcHQ+<\/script><\/div><\/div> \n<\/div><figcaption>\u00dcbersetzung: #LGBT-freie Zone #Aufkleber #LGBT In K\u00fcrze in der Gazeta Polska <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>EU-Institutionen verurteilen Diskriminierung der LGBTIQ*-Gemeinde<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Bereits im Dezember 2019 verabschiedete das Europ\u00e4ische Parlament eine Entschlie\u00dfung <a href=\"https:\/\/www.europarl.europa.eu\/doceo\/document\/TA-9-2019-0101_DE.html\">\u201ezur \u00f6ffentlichen Diskriminierung von und Hetze gegen LGBTI-Personen sowie zu LGBTI-freien Zonen\u201c<\/a>. Darin forderten die Abgeordneten, dass EU-Gelder <a href=\"https:\/\/www.europarl.europa.eu\/news\/de\/press-room\/20191212IPR68923\/parlament-verurteilt-lgbti-freie-zonen-in-polen\">nicht f\u00fcr die Diskriminierung von Minderheiten<\/a> verwendet werden d\u00fcrften. Ein Gro\u00dfteil der polnischen Gemeinden, die sich \u201efrei von LGBT-Ideologie\u201c erkl\u00e4rten, liegt im S\u00fcdosten Polens; einem Gebiet, das mit Mitteln aus dem europ\u00e4ischen Strukturfonds gef\u00f6rdert wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Juni 2020 schaltete sich auch die Europ\u00e4ische Kommission ein und <a href=\"https:\/\/notesfrompoland.com\/2020\/06\/03\/european-commission-intervenes-on-lgbt-ideology-free-zones-in-poland\/\">schrieb <\/a>an die Vorst\u00e4nde der f\u00fcnf \u201eLGBT-freien\u201c Provinzen, sie sollten berichten, ob die Bezeichnung als \u201efrei von LGBT-Ideologie\u201c und die Unterzeichnung der Familien-Charta diskriminierende Handlungen waren. <\/p>\n\n\n\n<p>Bezirke, die Geld aus dem europ\u00e4ischen Strukturfonds erhalten, m\u00fcssen sich dabei an europ\u00e4ische Werte halten. Die <a href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/HTML\/?uri=CELEX:32013R1303&amp;from=EN\">Richtlinien zur Vergabe von EU-F\u00f6rdermitteln<\/a> besagen: <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eDie Mitgliedstaaten und die Kommission treffen die erforderlichen Ma\u00dfnahmen gegen jede Form der Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, der Rasse oder ethnischen Herkunft, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung w\u00e4hrend der Vorbereitung und Durchf\u00fchrung der Programme\u201c <\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Auch die EU-Gleichstellungskommissarin Helena Dalli <a href=\"https:\/\/euobserver.com\/justice\/147362\">verurteilte <\/a>die Beschl\u00fcsse und warnte vor m\u00f6glichen Folgen: <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eWe cannot allow the distribution of LGBTI free zone stickers, or the adoption of anti-LGBTI resolutions and not feel responsible for the next phase where physical attacks that take place, even if they are then carried out by other people\u201d<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wahlkampf gegen LGBTIQ-Rechte<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Diskriminierung gegen LGBTIQ*-Personen sowie LGBTIQ*-feindliche\nRhetorik war also schon vor den Pr\u00e4sidentschaftswahlen verbreitet in polnischen\nRegierungskreisen. Dennoch erlangte das Heraufbeschw\u00f6ren einer Bedrohung durch\n\u201eLGBT-Ideologie\u201c eine zunehmende Sch\u00e4rfe im Pr\u00e4sidentschaftswahlkampf. <\/p>\n\n\n\n<p>Einige Beispiele daf\u00fcr sind:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Duda nennt LGBT-Ideologie die \u201eIdeologie des B\u00f6sen\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als Reaktion auf die Kritik aus Br\u00fcssel zitierte Duda den in Polen verehrten Papst Johannes Paul II. mit den Worten, die LGBT-Bewegung sei eine \u201e<a href=\"https:\/\/notesfrompoland.com\/2020\/06\/15\/polish-president-condemns-lgbt-ideology-of-evil-in-new-speech-as-eu-commissioner-issues-criticism\/\">Ideologie des B\u00f6sen<\/a>\u201c. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Abgrenzung zum \u201ePride-Kandidaten\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem die f\u00fcr Mai geplanten Pr\u00e4sidentschaftswahlen aufgrund der Corona-Pandemie auf Juni verschoben wurden, benannte die B\u00fcrgerplattform (PO) Rafa\u0142 Trzaskowski als neuen Kandidaten. Diese Personalentscheidung kann als einer der Gr\u00fcnde f\u00fcr Dudas Fokus auf die angebliche LGBT-Bedrohung Polens gesehen werden, da Trzaskowski als F\u00fcrsprecher von LGBTIQ*-Rechten gilt. Als Warschauer Stadtoberhaupt hatte er eine Erkl\u00e4rung zum Schutz von LGBTIQ*-Rechten <a href=\"https:\/\/notesfrompoland.com\/2020\/05\/20\/elections-are-a-choice-between-white-and-red-poland-and-rainbow-poland-says-ruling-party-official\/\">ver\u00f6ffentlicht <\/a>und wollte LGBTIQ*-Themen auch in die Lehrpl\u00e4ne f\u00fcr den Sexualkundeunterricht an Warschauer Schulen aufnehmen. Nach Bekanntgabe seiner Kandidatur bei den Pr\u00e4sidentschaftswahlen zeigte ihn die Zeitung Gazeta Polska auf dem Titelbild vor einer Regenbogenfahne unter der Schlagzeile \u201eDer Kandidat der Gleichheits-Parade\u201c, eine Anspielung auf die Pride-Demonstrationen in Warschau.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed-twitter wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<div class=\"BorlabsCookie _brlbs-cb-twitter\"><div class=\"_brlbs-content-blocker\"> <div class=\"_brlbs-embed _brlbs-twitter\"> <img decoding=\"async\" class=\"_brlbs-thumbnail\" src=\"https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/plugins\/borlabs-cookie\/assets\/images\/cb-twitter.png\" alt=\"Twitter\"> <div class=\"_brlbs-caption\"> <p>Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerkl\u00e4rung von Twitter.<br><a href=\"https:\/\/twitter.com\/privacy\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Mehr erfahren<\/a><\/p> <p><a class=\"_brlbs-btn\" href=\"#\" data-borlabs-cookie-unblock role=\"button\">Inhalt laden<\/a><\/p> <p><label><input type=\"checkbox\" name=\"unblockAll\" value=\"1\" checked> <small>Twitter Tweets immer entsperren<\/small><\/label><\/p> <\/div> <\/div> <\/div><div class=\"borlabs-hide\" data-borlabs-cookie-type=\"content-blocker\" data-borlabs-cookie-id=\"twitter\"><script type=\"text\/template\">PGJsb2NrcXVvdGUgY2xhc3M9InR3aXR0ZXItdHdlZXQiIGRhdGEtd2lkdGg9IjU1MCIgZGF0YS1kbnQ9InRydWUiPjxwIGxhbmc9InBsIiBkaXI9Imx0ciI+SnXFvCB3IHNwcnplZGHFvHkhIFphY2jEmWNhbXkgZG8gemFrdXB1IG5ham5vd3N6ZWdvIG51bWVydSB0eWdvZG5pa2EgPGEgaHJlZj0iaHR0cHM6Ly90d2l0dGVyLmNvbS9oYXNodGFnL0dhemV0YVBvbHNrYT9zcmM9aGFzaCZhbXA7cmVmX3NyYz10d3NyYyU1RXRmdyI+I0dhemV0YVBvbHNrYTwvYT4uIOKWq++4jyA8YSBocmVmPSJodHRwczovL3QuY28vUDcwZGFyOGpqaiI+aHR0cHM6Ly90LmNvL1A3MGRhcjhqamo8L2E+IDxhIGhyZWY9Imh0dHBzOi8vdHdpdHRlci5jb20vaGFzaHRhZy90eWdvZG5paz9zcmM9aGFzaCZhbXA7cmVmX3NyYz10d3NyYyU1RXRmdyI+I3R5Z29kbmlrPC9hPiA8YSBocmVmPSJodHRwczovL3R3aXR0ZXIuY29tL2hhc2h0YWcvc3JvZGE\/c3JjPWhhc2gmYW1wO3JlZl9zcmM9dHdzcmMlNUV0ZnciPiNzcm9kYTwvYT4gPGEgaHJlZj0iaHR0cHM6Ly90d2l0dGVyLmNvbS9oYXNodGFnL3ByYXNhP3NyYz1oYXNoJmFtcDtyZWZfc3JjPXR3c3JjJTVFdGZ3Ij4jcHJhc2E8L2E+IDxhIGhyZWY9Imh0dHBzOi8vdHdpdHRlci5jb20vaGFzaHRhZy9tYWdhemluZT9zcmM9aGFzaCZhbXA7cmVmX3NyYz10d3NyYyU1RXRmdyI+I21hZ2F6aW5lPC9hPiA8YSBocmVmPSJodHRwczovL3R3aXR0ZXIuY29tL2hhc2h0YWcvdHJ6YXNrb3dza2k\/c3JjPWhhc2gmYW1wO3JlZl9zcmM9dHdzcmMlNUV0ZnciPiN0cnphc2tvd3NraTwvYT4gPGEgaHJlZj0iaHR0cHM6Ly90d2l0dGVyLmNvbS9oYXNodGFnL3dhcnN6YXdhP3NyYz1oYXNoJmFtcDtyZWZfc3JjPXR3c3JjJTVFdGZ3Ij4jd2Fyc3phd2E8L2E+IDxhIGhyZWY9Imh0dHBzOi8vdHdpdHRlci5jb20vaGFzaHRhZy93eWJvcnk\/c3JjPWhhc2gmYW1wO3JlZl9zcmM9dHdzcmMlNUV0ZnciPiN3eWJvcnk8L2E+IDxhIGhyZWY9Imh0dHBzOi8vdHdpdHRlci5jb20vaGFzaHRhZy93eWJvcnlwcmV6eWRlbmNraWUyMDIwP3NyYz1oYXNoJmFtcDtyZWZfc3JjPXR3c3JjJTVFdGZ3Ij4jd3lib3J5cHJlenlkZW5ja2llMjAyMDwvYT4gPGEgaHJlZj0iaHR0cHM6Ly90d2l0dGVyLmNvbS9oYXNodGFnL2N6eXRhbWJvbHViaWU\/c3JjPWhhc2gmYW1wO3JlZl9zcmM9dHdzcmMlNUV0ZnciPiNjenl0YW1ib2x1YmllPC9hPiA8YSBocmVmPSJodHRwczovL3R3aXR0ZXIuY29tL2hhc2h0YWcvY3p5dGFtcHJhc2U\/c3JjPWhhc2gmYW1wO3JlZl9zcmM9dHdzcmMlNUV0ZnciPiNjenl0YW1wcmFzZTwvYT4gPGEgaHJlZj0iaHR0cHM6Ly90LmNvL0duSEUwNmJLQWMiPnBpYy50d2l0dGVyLmNvbS9HbkhFMDZiS0FjPC9hPjwvcD4mbWRhc2g7IEdhemV0YSBQb2xza2EgLSB3IGthxbxkxIUgxZtyb2TEmSAoQEdQdHlnb2RuaWspIDxhIGhyZWY9Imh0dHBzOi8vdHdpdHRlci5jb20vR1B0eWdvZG5pay9zdGF0dXMvMTI2Mjk4ODAyOTc2MjkwNDA2NT9yZWZfc3JjPXR3c3JjJTVFdGZ3Ij5NYXkgMjAsIDIwMjA8L2E+PC9ibG9ja3F1b3RlPjxzY3JpcHQgYXN5bmMgc3JjPSJodHRwczovL3BsYXRmb3JtLnR3aXR0ZXIuY29tL3dpZGdldHMuanMiIGNoYXJzZXQ9InV0Zi04Ij48L3NjcmlwdD4=<\/script><\/div><\/div>\n<\/div><figcaption>\u00dcbersetzung: Jetzt im Handel! Wir empfehlen die neueste Ausgabe der Woche!<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Die Wahl \u201ezwischen einem wei\u00df-roten und einem\nregenbogenfarbenen Polen\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In einem Interview sagte der PiS-Politiker Krzysztof Sobolewski, die Pr\u00e4sidentschaftswahlen w\u00fcrden dar\u00fcber entscheiden, ob Polen unter dem amtierenden Pr\u00e4sidenten nationalen Traditionen verbunden bleibe, oder ob es sich unter F\u00fchrung der Opposition in eine gef\u00e4hrliche Richtung bewege. Die Menschen in Polen h\u00e4tten <a href=\"https:\/\/notesfrompoland.com\/2020\/05\/20\/elections-are-a-choice-between-white-and-red-poland-and-rainbow-poland-says-ruling-party-official\/\">die Wahl zwischen einem \u201ewei\u00df-roten und einem regenbogenfarbenen Polen.\u201c<\/a> <\/p>\n\n\n\n<p>Deutlicher h\u00e4tte Sobolewski wohl nicht sagen k\u00f6nnen, dass\nFeindbilder im Wahlkampf der Regierungspartei eine Schl\u00fcsselrolle spielen\nsollten. Denn \u201ewei\u00df-rot\u201c gegen \u201eregenbogenfarben\u201c bedeutet Polen gegen LGBTIQ*,\nPatriotinnen und Patrioten gegen Eindringlinge, eigene Identit\u00e4t gegen fremde\nEinflussnahme. Dass die Regenbogenfahne keine Staatsflagge ist und es damit\nfaktisch keine \u201eentweder oder\u201c Entscheidung geben kann, spielte bei dieser\nKampfansage keine Rolle. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Duda verspricht, \u201eKinder vor LGBT-Ideologie zu sch\u00fctzen\u201c<\/strong>\n<\/p>\n\n\n\n<p>Im Wahlkampf wandte sich Duda mit der Ver\u00f6ffentlichung einer \u201eFamilien-Charta\u201c mit mehreren Versprechen direkt an Familien. Viele Versprechen beinhalteten mehr finanzielle Unterst\u00fctzung f\u00fcr Familien. Ebenso versprach Duda jedoch, die Institution der Ehe als Verbindung zwischen Frau und Mann zu sch\u00fctzen, sowie<a href=\"https:\/\/notesfrompoland.com\/2020\/06\/10\/polish-president-pledges-to-defend-children-from-foreign-lgbt-ideology-ahead-of-election\/\"> \u201eKinder vor LGBT-Ideologie zu sch\u00fctzen.\u201c<\/a> Die Charta schlie\u00dft eine Adoptionsm\u00f6glichkeit durch gleichgeschlechtliche Paare aus, die Duda bei einem offiziellen Termin zur \u201eFamilien-Charta\u201c als \u201eausl\u00e4ndische Ideologie\u201c bezeichnete. Damit sprach er homosexuellen Paaren nicht nur die rechtliche M\u00f6glichkeit zur Adoption ab, sondern behauptete ebenso, dass der Wunsch zur Adoption nicht von den Paaren selbst stamme und ihnen von obskuren ausl\u00e4ndischen Kr\u00e4ften indoktriniert worden sei.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Adoptionsverbot f\u00fcr gleichgeschlechtliche Paare soll in\ndie Verfassung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Anfang Juli ging Duda mit seiner Ablehnung von Adoptionen durch homosexuelle Paare noch einen Schritt weiter und k\u00fcndigte an, <a href=\"https:\/\/notesfrompoland.com\/2020\/07\/04\/polish-president-proposes-constitutional-ban-on-same-sex-adoption-calling-it-enslavement\/\">eine Verfassungs\u00e4nderung einzuleiten, die solche Adoptionen verbietet<\/a>. Er sprach von einer \u201eVersklavung\u201c der Kinder, man w\u00fcrde mit ihnen \u201eexperimentieren\u201c. Bezeichnend f\u00fcr die Bedeutung dieses Themas im Wahlkampf war die folgende Versicherung Trzaskowskis, dass er Adoptionen durch gleichgeschlechtliche Paare ebenfalls ablehne. Hatte er sich in Warschau noch aktiv f\u00fcr mehr Rechte der LGBTIQ*-Gemeinde eingesetzt, wagte er im Wahlkampf nicht, sich klar zu diesem Engagement zu bekennen. Tats\u00e4chlich \u00e4u\u00dferte sich einzig der Kandidat der Linken Robert Biedr\u00f3n als offener F\u00fcrsprecher der LGBTIQ*-Gemeinde. Er war jedoch mit Wahlprognosen von rund vier Prozent lediglich ein Au\u00dfenseiter im Rennen um die Pr\u00e4sidentschaft.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Polnischer Bischof spricht von \u201eregenbogenfarbener\nSeuche\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auch Vertreter der katholischen Kirche machten im Wahlkampf Stimmung gegen LGBTIQ*-Personen. So <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2020-06\/polen-lgbt-freie-zonen-praesidentschaftswahl-andrzej-duda-jaroslaw-kaczynski\">sprach<\/a> der Krakauer Erzbischof Marek J\u0119draszewski in einer Predigt von der \u201eregenbogenfarbenen Seuche&#8220; der LGBT-Bewegung, die er mit der \u201eroten Seuche&#8220; des Kommunismus in Polen verglich. Eine wichtige strategische Rolle in der Anti-LGBTIQ*-Kampagne spielte auch die ultrarechte Stiftung <em>Instytut Ordo Iuris<\/em>, die einen Mustertext f\u00fcr eine \u201eKommunale Charta der Familienrechte ver\u00f6ffentlichte, die viele Lokalregierungen f\u00fcr ihre Erkl\u00e4rung als \u201eZonen frei von LGBT-Ideologie\u201c verwendeten. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kritik der OSZE: \u201eRhetorik beeinflusste den Wahlkampf\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Laut einer <a href=\"https:\/\/notesfrompoland.com\/2020\/06\/29\/intolerant-rhetoric-and-public-media-bias-tarnished-presidential-election-reports-osce\/\">Analyse<\/a> der Organisation f\u00fcr Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) war die Berichterstattung des \u00f6ffentlich-rechtlichen Fernsehsenders TVP w\u00e4hrend des Wahlkampfes nicht ausgewogen. Duda sei bevorzugt worden, \u00fcber dessen Herausforderer Trzaskowski sei haupts\u00e4chlich negativ berichtet worden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Reporter ohne Grenzen: \u201eAufwiegelung im \u00f6ffentlichen\nFernsehen\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In der Woche vor den Pr\u00e4sidentschaftswahlen zeigte sich die Nichtregierungsorganisation \u201eReporter ohne Grenzen\u201c <a href=\"https:\/\/www.reporter-ohne-grenzen.de\/polen\/alle-meldungen\/meldung\/aufwiegelung-im-oeffentlichen-fernsehen\">besorgt<\/a> \u00fcber den Zustand der Pressefreiheit in Polen. Das \u00f6ffentliche Fernsehen berichte einseitig \u00fcber den Amtsinhaber Duda und sch\u00fcre Ressentiments gegen\u00fcber seinem Herausforderer Trzaskowski. Ein besonderer Tiefpunkt sei ein Anfang Juni ausgestrahlter Beitrag gewesen, in dem unterstellt wurde, dass Trazaskowski einer \u201em\u00e4chtigen ausl\u00e4ndischen Lobby\u201c diene. Reporter ohne Grenzen sprach von einer \u201eAufwiegelung im \u00f6ffentlichen Fernsehen\u201c. Au\u00dferdem habe der \u00f6ffentliche Fernsehsender TVP bereits vor den Parlamentswahlen im Oktober 2019 in einer Dokumentation mit dem Titel \u201eInvasion\u201c Stimmung gegen die LGBTIQ*-Community gemacht. Der Beitrag suggerierte, dass LGBTIQ*-Aktivist*innen in Wahrheit dubiose ausl\u00e4ndische Interessen vertreten und dem polnischen Staat schaden wollen w\u00fcrden. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Das Ergebnis: Kein Gewinn f\u00fcr die Menschenrechte<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Der Wahltag am 28. Juni brachte keine gro\u00dfe \u00dcberraschung:\nDuda holte mit 42 Prozent die meisten Stimmen, erreichte aber keine absolute\nMehrheit. In der Stichwahl am 12. Juli verteidigte Duda mit knapper Mehrheit\ndas Pr\u00e4sidentenamt. Die Strategie, f\u00fcr seinen Wahlkampf einen imagin\u00e4ren Feind\nzu schaffen und eine Personengruppe bewusst zu diskreditieren und als\ngesellschaftliche Bedrohung darzustellen, zahlte sich aus. Dass sich bis auf\neine Ausnahme keiner der anderen Kandidaten dazu entschlie\u00dfen konnte, f\u00fcr die\nRechte dieser Menschen \u00f6ffentlich einzutreten, ist entsetzlich. Noch schlimmer\nist eigentlich nur, dass dieser Angriff auf die Menschenrechte die Mehrheit der\nW\u00e4hler*innen nicht abgeschreckt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei gibt es auch <a href=\"https:\/\/notesfrompoland.com\/2020\/06\/25\/under-half-of-poles-say-homosexuality-should-be-accepted-but-figure-rising-finds-international-study\/\">gute Nachrichten<\/a>: Die Zahl der Pol*innen unter 30 Jahren, die Homosexualit\u00e4t akzeptieren, stieg 2020 auf 60 Prozent. Insgesamt akzeptieren in Polen allerdings weiterhin weniger als die H\u00e4lfte der Befragten (47 Prozent) Homosexualit\u00e4t. Das Heraufbeschw\u00f6ren einer \u201eBedrohung durch LGBT-Ideologie\u201c scheint dagegen erfolgreich zu sein: In einer <a href=\"https:\/\/oko.press\/mezczyzni-najbardziej-boja-sie-gejow-i-gender-kobiety-zapasci-sluzby-zdrowia-wspolny-strach-o-klimat\">Umfrage<\/a> gaben 31 Prozent der M\u00e4nner unter 40 Jahren an, dass die \u201eLGBT-Ideologie\u201c die gr\u00f6\u00dfte Bedrohung sei (noch vor dem Klimawandel und der Bedrohung durch Russland). <\/p>\n\n\n\n<p>Die traurige Wahrheit ist, dass die LGBTIQ*-feindliche Rhetorik (nicht nur im Wahlkampf) f\u00fcr die LGBTIQ*-Gemeinde zu realen Bedrohungen f\u00fchrte. ILGA res\u00fcmierte im <a href=\"https:\/\/ilga-europe.org\/sites\/default\/files\/Attachments\/Annual%20Review%202020.pdf\">L\u00e4nderbericht 2019<\/a>: <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#8222;Hateful rhetoric from the government and the Church, and violence at Pride marches went hand-in-hand this year&#8220;<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Einige St\u00e4dte versuchten, Pride-Demonstrationen zu\nverbieten. Kundgebungen, die stattfanden, wurden von gewaltsamen\nGegendemonstrationen begleitet. In Bia\u0142ystok warfen Extremisten Rauchbomben und\nFlaschen auf die LGBTIQ*-Teilnehmer*innen, mehrere wurden angegriffen und\nverpr\u00fcgelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Duda bem\u00fchte sich stets zu betonen, dass sich seine\nAblehnung nicht gegen LGBTIQ*-Menschen richte, sondern lediglich gegen die\n\u201eLGBT-Ideologie\u201c. Tats\u00e4chlich geht es nat\u00fcrlich um die konkreten rechtlichen\nund gesellschaftlichen Bedingungen f\u00fcr das Leben von LGBTIQ*-Personen in Polen.\nEine Verbesserung ihrer Situation durch die Regierung ist nicht in Sicht. Die\nHoffnung liegt also einmal mehr auf der Zivilgesellschaft. Nur mit Aufkl\u00e4rung\nk\u00f6nnen Hass und Angst gegen\u00fcber einer als Bedrohung wahrgenommenen Gruppe\nbesiegt werden. Dazu k\u00f6nnen weitere friedliche Pride-Kundgebungen und\nInformationskampagnen einen Beitrag leisten. <\/p>\n\n\n\n<p><em>Hinweis: LGBTIQ* bezieht sich auf lesbische, schwule, bisexuelle,\ntrans- und intergeschlechtliche sowie queere Menschen. Das beistehende\nSternchen (*) verweist auf unterschiedliche Selbstdefinitionen und Identit\u00e4ten\njenseits heteronormativer Vorstellungen, die explizit einbezogen werden. An\neinigen Stellen wird in diesem Artikel stattdessen aufgrund des\nOriginalkontextes die Bezeichnung \u201eLGBT\u201c verwendet (z.B. bei den Zonen \u201efrei\nvon LGBT-Ideologie\u201c).<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bezeichnung Wahlkampf hat nicht ohne Grund etwas Gewaltsames an sich: Die politischen Gegner*innen attackieren sich, suchen die Schw\u00e4chen der&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":573,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[15],"tags":[68,67,69],"coauthors":[25],"class_list":["post-570","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuelles","tag-lgbtiq","tag-polen","tag-wahlkampf","post-archive"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.5 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Wie der Wahlkampf in Polen zum Kampf gegen LGBTIQ*-Rechte wurde - 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