{"id":580,"date":"2020-08-21T11:33:46","date_gmt":"2020-08-21T09:33:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/?p=580"},"modified":"2020-09-03T09:50:05","modified_gmt":"2020-09-03T07:50:05","slug":"leben-im-panoptismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/leben-im-panoptismus\/","title":{"rendered":"Leben im Panoptismus"},"content":{"rendered":"\n<p>By Robin Bohn<\/p>\n\n\n\n<p>Jeremy Bentham war ein fr\u00fcher Verfechter des modernen Sozialstaats und stand f\u00fcr Menschenrechte, die bis heute Geltung haben. Weniger bekannt ist er f\u00fcr seine Vorstellung eines Gef\u00e4ngnisses, das die perfekte \u00dcberwachung seiner Gefangenen zul\u00e4sst. Es ist jedoch gerade diese Idee, die weitreichende Implikationen f\u00fcr unsere moderne, digitale Gesellschaft haben k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Entwicklung des Panopticon<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/technology\/2015\/jul\/23\/panopticon-digital-surveillance-jeremy-bentham\">Seine Idee bekam Bentham, nachdem er gegen Ende des 18. Jahrhunderts seinen Bruder in Russland besuchte<\/a>. Dieser hatte damit zu k\u00e4mpfen, dass er eine hohe Anzahl an Fabrikarbeiter*innen besch\u00e4ftigte, von denen die meisten schlecht ausgebildet waren. Um einen m\u00f6glichst guten \u00dcberblick behalten zu k\u00f6nnen, kam er auf die Idee die Raumverteilung der Fabrikhalle an diese Bedingungen anzupassen. So platzierte er sich selbst an einem zentralen Punkt, damit er so viele Vorg\u00e4nge wie m\u00f6glich gleichzeitig beobachten konnte. Jeremy Bentham war der Meinung, dass sich dieses Konzept auch auf weitere Situationen anwenden l\u00e4sst, wie zum Beispiel Schulen, Krankenh\u00e4user und Gef\u00e4ngnisse. So entwickelte er die Idee des Panopticon \u2013 ein Gef\u00e4ngnis, welches die <strong>st\u00e4ndige \u00dcberwachung aller Insass*innen<\/strong> erlaubt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"653\" src=\"https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/prison-3611667_1920-1024x653.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-592\" srcset=\"https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/prison-3611667_1920-1024x653.jpg 1024w, https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/prison-3611667_1920-300x191.jpg 300w, https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/prison-3611667_1920-768x490.jpg 768w, https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/prison-3611667_1920-1536x979.jpg 1536w, https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/prison-3611667_1920-640x408.jpg 640w, https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/prison-3611667_1920-1040x663.jpg 1040w, https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/prison-3611667_1920-1320x842.jpg 1320w, https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/prison-3611667_1920.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Einzelzellen sollten nebeneinander in einem Kreis errichtet werden, \u00e4hnlich wie bei der Architektur eines Kolosseums, w\u00e4hrend ein Wachturm in der Mitte Einblick in jede Zelle erlaubt. Die Zellen sollten stark lichtgeflutet und die Fenster des Wachturms von au\u00dfen uneinsichtig sein. Auf diese Weise k\u00f6nnen die W\u00e4chter*innen im Turm theoretisch jede*n Insass*in zu jeder Zeit beobachten, w\u00e4hrend die Insass*innen im Au\u00dfenring zwar den Turm, aber nicht die W\u00e4chter*innen sehen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Inhaftierte wird also ein permanenter, bewusster Sichtbarkeitszustand geschaffen, der automatisch daf\u00fcr sorgt, dass Regelverst\u00f6\u00dfe und unerw\u00fcnschtes Verhalten unterdr\u00fcckt werden. Da die Insass*innen die W\u00e4chter*innen nicht sehen k\u00f6nnen, soll die Wirkung der \u00dcberwachung permanent sein, auch wenn es ihre Durchf\u00fchrung eigentlich nicht ist. <strong>Allein die M\u00f6glichkeit der \u00dcberwachung an sich sorgt f\u00fcr eine Verhaltensanpassung<\/strong>. Dieses angepasste Verhalten soll dann auf Dauer verinnerlicht werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Vom Panopticon zum Panoptismus<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>In seinem Buch \u201e\u00dcberwachen und Strafen\u201c greift der franz\u00f6sische Philosoph Michel Foucault das Panopticon von Bentham auf und stimmt dessen Prinzipien weitestgehend zu: Da Inhaftierte wissen, dass sie jederzeit \u00fcberwacht werden k\u00f6nnen, verhalten sie sich letztendlich immer so, als w\u00fcrden sie \u00fcberwacht. Auf die tats\u00e4chliche Durchf\u00fchrung kommt es dabei gar nicht an, da sich der*die Inhaftierte durch den \u00dcberwachungsdruck selbst diszipliniert: \u201eEr wird zum Prinzip seiner eigenen Unterwerfung\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Foucault ist das Gef\u00e4ngnis jedoch nur ein Beispiel, an dem sich Panoptismus \u2013 diese moderne Art von Disziplinierungsma\u00dfnahmen \u2013 gut erkl\u00e4ren l\u00e4sst. Er ist der Meinung, dass das Wirkungsprinzip der <strong>disziplinierenden Beobachtung Vieler durch Wenige<\/strong> in fast allen gesellschaftlichen Bereichen Einzug gefunden hat. So werden Sch\u00fcler*innen von Lehrer*innen beobachtet, Mitarbeiter*innen von ihren Vorgesetzten, B\u00fcrger*innen von Verwaltungsbeamt*innen und so weiter. Auf diese Weise werden alle Individuen seit ihrer Geburt diszipliniert bzw. \u201enormalisiert\u201c.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Panoptismus und das Internet<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"168\" height=\"211\" src=\"https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-582\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>In den letzten Jahren ist der Begriff Panoptismus wieder h\u00e4ufiger aufgetaucht, vor allem in Zusammenhang mit <strong>\u00dcberwachungskameras<\/strong>. Denn auf diese l\u00e4sst sich die Theorie des Panoptismus relativ gut \u00fcbertragen: Die Kameras entsprechen demnach dem Turm, in dem sich die nicht sichtbaren W\u00e4chter*innen befinden und die Personen im Sichtfeld einer Kamera entsprechen den Gefangenen, da sie sich in einem \u00e4hnlich ungewissen Sichtbarkeitszustand befinden. Kameras sollen also, der Theorie nach, diszipliniertes Verhalten in video\u00fcberwachten Bereichen erzwingen. Tats\u00e4chlich wird diese Idee bereits in George Orwells bekanntem Dystopie-Thriller \u201e1984\u201c behandelt, in dem \u00dcberwachungsapparate gro\u00dffl\u00e4chig Konformit\u00e4t von Menschen erzwingen sollen.<strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Demgegen\u00fcber hat die <strong>\u00dcberwachung im Internet<\/strong> tendenziell weniger Aufmerksamkeit erhalten. Dabei passen das Internet und alle technischen Ger\u00e4te, die damit verbunden sind, vielleicht sogar noch besser in die Theorie des Panoptismus als \u00dcberwachungskameras. \u201eDas Internet\u201c umfasst heutzutage deutlich mehr als nur das Verhalten in einem einfachen \u00f6ffentlichen Raum. Vor allem Social Media Plattformen haben daf\u00fcr gesorgt, dass private Informationen \u00f6ffentlich zug\u00e4nglicher geworden sind als zuvor. &nbsp;Doch <strong>selbst durch die normale, allt\u00e4gliche Nutzung<\/strong> von elektronischen Ger\u00e4ten k\u00f6nnen Nutzer*innen <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2019\/im-zeitalter-des-ueberwachungskapitalismus\/\">unbewusst intime Details \u00fcber ihre Privatsph\u00e4re preisgeben<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Gefahren moderner Datenverarbeitung<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/the-federal-constitutional-court-5180750_1920-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-594\" srcset=\"https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/the-federal-constitutional-court-5180750_1920-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/the-federal-constitutional-court-5180750_1920-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/the-federal-constitutional-court-5180750_1920-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/the-federal-constitutional-court-5180750_1920-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/the-federal-constitutional-court-5180750_1920-640x480.jpg 640w, https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/the-federal-constitutional-court-5180750_1920-1040x780.jpg 1040w, https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/the-federal-constitutional-court-5180750_1920-1320x990.jpg 1320w, https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/the-federal-constitutional-court-5180750_1920.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Bereits im Jahr 1983 hat das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) im ber\u00fchmten \u201e<a href=\"http:\/\/www.bverfg.de\/e\/rs19831215_1bvr020983.html\">Volksz\u00e4hlungsurteil<\/a>\u201c festgestellt, dass die Sammlung von personenbezogenen Daten im gro\u00dfen Stil die Erstellung hochpr\u00e4ziser<strong> Pers\u00f6nlichkeitsprofile<\/strong> erm\u00f6glicht. Insbesondere wenn verschiedene Datens\u00e4tze miteinander kombiniert werden, k\u00f6nnen selbst einfachste Nutzungsdaten, die zun\u00e4chst irrelevant erscheinen, weitreichende R\u00fcckschl\u00fcsse auf die Pers\u00f6nlichkeit und Handlungen von Individuen zulassen. Jegliche Nutzung von Computern, Smartphones u.\u00e4. hinterl\u00e4sst Datenspuren, die von anderen genutzt und verarbeitet werden k\u00f6nnen. <a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/it\/daten-gold-des-digitalen-zeitalters\/12844090-3.html\">Deshalb haben sich Daten zu einer der wichtigsten wirtschaftlichen Ressourcen entwickelt<\/a>. Das zentrale Problem bei dieser konstanten Datensammlung ist, dass diese f\u00fcr Nutzer*innen vollkommen <strong>undurchsichtig und unkontrollierbar<\/strong> ist. Es ist also nicht mehr verl\u00e4sslich einsch\u00e4tzbar, wer welche Nutzungsdaten speichert, diese an Dritte weiterleitet oder mit anderen Datens\u00e4tzen kombiniert. Die Folge sind gro\u00dfe Mengen an potenziellen Datens\u00e4tzen, die diverse pers\u00f6nliche Informationen enthalten k\u00f6nnen. Aufgrund dieser Unsicherheit sieht das BVerfG eine potenzielle Freiheitseinschr\u00e4nkung aller Individuen, die informationstechnische Systeme nutzen:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWer unsicher ist, ob abweichende Verhaltensweisen jederzeit notiert und als Information dauerhaft gespeichert, verwendet oder weitergegeben werden, wird versuchen, nicht durch solche Verhaltensweisen aufzufallen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Selbstbestimmtes Handeln und eine freie Pers\u00f6nlichkeitsentfaltung k\u00f6nnen also unterdr\u00fcckt werden<\/strong>. Ob man tats\u00e4chlich \u00fcberwacht wird oder ob man sich diesbez\u00fcglich nur nicht sicher sein kann, spielt dabei laut BVerfG nur eine untergeordnete Rolle. Bis heute bilden die Prinzipien dieses Urteils des BVerfG die Basis f\u00fcr einen gro\u00dfen Teil der Datenschutzgesetze in Deutschland. Gleichzeitig klingen die Beschreibungen des Problems und der Folgen moderner Datensammlung stark nach der Definition des Panoptismus.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Permanent Record<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/edward-snowden-1293789_1280-857x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-595\" width=\"406\" height=\"485\" srcset=\"https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/edward-snowden-1293789_1280-857x1024.jpg 857w, https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/edward-snowden-1293789_1280-251x300.jpg 251w, https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/edward-snowden-1293789_1280-768x918.jpg 768w, https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/edward-snowden-1293789_1280-640x765.jpg 640w, https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/edward-snowden-1293789_1280-1040x1243.jpg 1040w, https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/edward-snowden-1293789_1280.jpg 1071w\" sizes=\"auto, (max-width: 406px) 100vw, 406px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich haben sich seit diesem Urteil aus den 1980ern die anfallenden Datenmengen vervielfacht, damals gab es noch kein Internet und keine Smartphones. Ebenso haben sich die M\u00f6glichkeiten, Daten zu sammeln und zu verarbeiten, stark verbessert. Insbesondere durch die <strong>Ver\u00f6ffentlichung von NSA-Geheimdokumenten durch Edward Snowden<\/strong> im Jahr 2013 hat die breite \u00d6ffentlichkeit <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/deutschen-telekom-nsa-und-gchq-haben-offenbar-zugang-a-991419.html\">einen kleinen Einblick in moderne \u00dcberwachungsmechanismen<\/a> erhalten. Seither ist bekannt, dass jede noch so kleine Interaktion mit informationstechnischen Systemen gespeichert und ausgewertet werden kann. Leider gibt es auch keinen Grund zur Annahme, die Situation h\u00e4tte sich seither ge\u00e4ndert \u2013 im Gegenteil: in einem <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/us-news\/ng-interactive\/2019\/sep\/13\/edward-snowden-interview-whistleblowing-russia-ai-permanent-record\">Interview im September 2019<\/a> \u00e4u\u00dferte Snowden die Sorge, dass die USA und andere Staaten, unter Mithilfe von gro\u00dfen Internetkonzernen, Mechanismen aufbauen, die alle individuellen Handlungen permanent dokumentieren k\u00f6nnen. Von vollst\u00e4ndigen Pers\u00f6nlichkeitsprofilen, einer l\u00fcckenlosen Dokumentation aller individuellen Handlungen und konstantem Live-Standort-Tracking durch Smartphones sind wir nicht mehr weit entfernt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie passt also das Internet in die Theorie des Panoptismus? <strong>\u201eGefangene\u201c sind alle, die informationstechnische Systeme nutzen <\/strong>\u2013 also so gut wie jede*r. Das Internet und unsere technischen Ger\u00e4te sind der Wachturm, der die \u00dcberwachung \u00fcberhaupt erst m\u00f6glich macht. Und die W\u00e4chter*innen im Turm sind diejenigen, die Daten sammeln und verarbeiten, speziell Internetkonzerne, Regierungen und deren Geheimdienste. Obwohl vielen von uns die Situation bewusst ist, leben wir freiwillig im Panopticon bzw. nutzen das Internet. Die wichtigsten Fragen bleiben jedoch unbeantwortet: Welches \u201eabweichende Verhalten\u201c, wie es das Bundesverfassungsgericht nennt, wird vermieden? Wie genau werden wir beeinflusst bzw. beeinflussen uns selbst?<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>By Robin Bohn Jeremy Bentham war ein fr\u00fcher Verfechter des modernen Sozialstaats und stand f\u00fcr Menschenrechte, die bis heute Geltung&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":584,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"coauthors":[21],"class_list":["post-580","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","post-archive"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.5 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Leben im Panoptismus - Menschenrechte - der Blog.<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Jeremy Bentham war ein fr\u00fcher Verfechter des modernen Sozialstaats und stand f\u00fcr Menschenrechte, die bis heute Geltung haben. 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