{"id":839,"date":"2021-04-25T20:51:32","date_gmt":"2021-04-25T18:51:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/?p=839"},"modified":"2021-04-25T21:20:59","modified_gmt":"2021-04-25T19:20:59","slug":"lgbt-rechte-in-westafrika-ein-importgut-aus-dem-westen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/lgbt-rechte-in-westafrika-ein-importgut-aus-dem-westen\/","title":{"rendered":"LGBT+ Rechte in Westafrika \u2013 ein Importgut aus dem Westen?"},"content":{"rendered":"\n<p>by Carina R\u00f6\u00dfler &#8211; <\/p>\n\n\n\n<p>Anfang dieses Jahres wurde die sehr kontroverse Debatte um Homosexualit\u00e4t und LGBT+ Rechte im westafrikanischen Land Ghana erneut entflammt.<\/p>\n\n\n\n<p>(Hinweis: LGBT+ steht f\u00fcr Lesbian, Gay, Bisexual und Transgender. Im westafrikanischen medialen und politischen Diskurs wird haupts\u00e4chlich dieser Terminus verwendet. LGBTQIA+ (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Queer, Intersexual, Asexual) ist ein Konzept, welches dort noch nicht so gebr\u00e4uchlich und gel\u00e4ufig ist, wie beispielsweise in Deutschland oder den USA.)<\/p>\n\n\n\n<p>Am 24. Februar f\u00fchrte die ghanaische Polizei in einem Community Center (Gemeindezentrum) am Rande der Hauptstadt Accra eine Razzia durch, nachdem es massiven Druck von Seiten des Vermieters des Geb\u00e4udes, der inl\u00e4ndischen katholischen Kirche und einigen Regierungsmitgliedern gegeben hatte, das Center zu schlie\u00dfen. Das Zentrum mit dem Namen <a href=\"https:\/\/www.pulse.com.gh\/news\/local\/lgbt-office-in-accra-closed-down-after-landlord-reports-tenants-to-police\/2h7p4qw\">\u201eLGBT+ Rights Ghana\u201c<\/a> wurde schlie\u00dflich einen Monat nach seiner Er\u00f6ffnung von den Sicherheitskr\u00e4ften wieder geschlossen.<\/p>\n\n\n\n<p>Abdul-Wadud Mohammed, Kommunikationschef von <em>LGBT+ Rights Ghana<\/em> <a href=\"https:\/\/www.france24.com\/en\/live-news\/20210308-ghana-s-emerging-lgbt-movement-battles-with-hostility\">berichtete<\/a> gegen\u00fcber <em>Agence France-Presse<\/em>, dass die 13 leitenden Mitglieder des Zentrums nun Drohungen erhielten und sich nicht l\u00e4nger sicher f\u00fchlen k\u00f6nnten. Mit einer Welle an Homophobie h\u00e4tte man gerechnet \u2013 allerdings nicht in diesem Ausma\u00df. Es zeigte sich noch einmal deutlich, dass der Kampf f\u00fcr die Rechte und gesellschaftliche Akzeptanz von LGBT+ Personen in Westafrika unbedingt weitergef\u00fchrt werden muss &#8211; auch unter Ber\u00fccksichtigung der Geschichte von Sexualit\u00e4t in Afrika, worauf ich sp\u00e4ter noch genauer eingehen werde.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><em>&#8222;Our names and faces are known, we receive very specific threats. We are no longer safe&#8220;<\/em><\/p><cite>Abdul-Wadud Mohammed<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p><strong>Homosexueller Geschlechtsverkehr ist in Ghana illegal<\/strong>. Dass der entsprechende Gesetzestext dazu allerdings sehr vage ist, scheint die Regierung dabei nicht zu interessieren. Sektion 104 des <a href=\"https:\/\/www.wipo.int\/edocs\/lexdocs\/laws\/en\/gh\/gh010en.pdf\">Criminal Code<\/a> besagt, dass jede Person, die \u201eunnat\u00fcrlichen\u201c, konsensuellen Geschlechtsverkehr mit einer anderen Person durchf\u00fchrt, zu bis zu drei Jahren Haft verurteilt werden kann. Wie Menschenrechtsanw\u00e4ltin Joyce Opoku Boateng gegen\u00fcber dem ghanaischen Radiosender <em>Starr FM <\/em><a href=\"https:\/\/www.pulse.com.gh\/news\/local\/it-will-be-illegal-to-close-lgbt-office-in-ghana-human-rights-lawyer\/gs0mmbe\">erkl\u00e4rte<\/a>, sei jedoch nur homosexueller Geschlechtsverkehr an sich eine Straftat, nicht das Abhalten von Meetings oder Homosexualit\u00e4t generell. Die Schlie\u00dfung des Zentrums versto\u00dfe also gegen die Versammlungsfreiheit, welche in Artikel 5.21 in der ghanaischen Verfassung <a href=\"https:\/\/www.constituteproject.org\/constitution\/Ghana_1996.pdf\">festgeschrieben<\/a> ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wie sieht es in anderen L\u00e4ndern Westafrikas aus?<\/strong><strong><\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Auch in anderen L\u00e4ndern Westafrikas ist die Lage f\u00fcr LGBT+ Personen angespannt. Per Gesetz ist konsensueller homosexueller Geschlechtsverkehr in acht von 15 westafrikanischen L\u00e4ndern <a href=\"https:\/\/ilga.org\/downloads\/ILGA_World_State_Sponsored_Homophobia_report_global_legislation_overview_update_December_2020.pdf\">illegal<\/a>. Benin, Burkina Faso, Kap Verde, die Elfenbeink\u00fcste, Guinea-Bissau, Mali und Niger geh\u00f6ren zu den Staaten, die gleichgeschlechtlichen Geschlechtsverkehr nicht kriminalisiert haben. Allerdings werden LGBT+ Menschen auch in diesen L\u00e4ndern wenig bis gar nicht gesch\u00fctzt. Die gleichgeschlechtliche Ehe bzw. Partnerschaft beispielsweise wird immer noch von keinem einzigen westafrikanischen Land anerkannt. Ein weiteres Problem ist die anhaltende Diskriminierung durch die Gesellschaft, denn in breiten Teilen Westafrikas treten LGBT+ Personen tagt\u00e4glich Verurteilungen, Stigmatisierungen und Misshandlungen von Seiten der Bev\u00f6lkerung entgegen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ein menschenrechtliches Problem<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Besonders drastisch ist die Lage in Nigeria. Zw\u00f6lf n\u00f6rdliche Bundesstaaten des Landes, in denen das Scharia Gesetz angewandt wird, haben f\u00fcr Homosexualit\u00e4t die Todesstrafe durch Steinigung ausgesprochen. Zu der Frage, ob dort tats\u00e4chlich Menschen hingerichtet worden sind und von welchen Zahlen man dann sprechen m\u00fcsste, gibt es allerdings keine bekannten Daten.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Nigeria_Flagge-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-844\" width=\"485\" height=\"364\" srcset=\"https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Nigeria_Flagge-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Nigeria_Flagge-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Nigeria_Flagge-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Nigeria_Flagge-640x480.jpg 640w, https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Nigeria_Flagge-1040x780.jpg 1040w, https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Nigeria_Flagge.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 485px) 100vw, 485px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Seit der ehemalige nigerianische Pr\u00e4sident Jonathan Goodluck im Jahr 2014 den \u201e<strong>Same Sex Marriage Prohibition Act<\/strong>\u201c verabschiedet hat, herrscht in der LGBT+ Community des Landes <a href=\"https:\/\/www.hrw.org\/report\/2016\/10\/20\/tell-me-where-i-can-be-safe\/impact-nigerias-same-sex-marriage-prohibition-act\">laut Human Rights Watch<\/a> ein Angstklima. Das Gesetz, welches homosexuelle Handlungen mit 14 Jahren Gef\u00e4ngnis bestraft, hat die Situation von LGBT+ Personen immens verschlimmert. Das liegt auch daran, dass nun f\u00fcr alle Personen, die LGBT+ Clubs, Organisationen oder Vereine unterst\u00fctzen, eine 10-j\u00e4hrige Haftstrafe vorgesehen ist. Polizei- und Sicherheitskr\u00e4fte sowie Zivilpersonen nutzen das Gesetz, um Gewalt und Menschenrechtsverletzungen an LGBT+ Personen zu legitimieren. Wie Human Rights Watch berichtet, haben Folterungen, sexuelle \u00dcbergriffe, willk\u00fcrliche Verhaftungen, Erpressungen und Mob-Attacken in den letzten Jahren stark zugenommen. Weil viele LGBT+ Personen Verbrechen gegen sie aus Angst nicht melden und oftmals bei K\u00f6rperverletzungen keine medizinische Hilfe suchen, ergibt sich f\u00fcr sie auch ein gro\u00dfes Gesundheitsproblem. Dies wird dadurch verst\u00e4rkt, dass einige Nichtregierungsorganisationen, die Personen der LGBT+ Community HIV-Schutz und Aufkl\u00e4rung boten, von Polizeikr\u00e4ften \u00fcberfallen und geschlossen wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Nigeria und einige andere westafrikanischen L\u00e4nder verletzten damit Menschenrechte, f\u00fcr die sie sich 1986 durch das Inkrafttreten der <strong><em>Banjul Charter<\/em><\/strong> \u2013 so wird die <a href=\"https:\/\/www.achpr.org\/legalinstruments\/detail?id=49\">afrikanische Menschenrechtscharta<\/a> genannt \u2013 verpflichtet haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter anderem werden dabei Artikel 5, welcher Folter und grausame, unmenschliche oder erniedrigende Strafen und Behandlungen verbietet und Artikel 6, welcher jedem Individuum das Recht auf Freiheit und auf die Sicherheit seiner\/ihrer Person garantiert, missachtet. &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><em>\u201cEvery individual shall have the right to the respect of the dignity inherent in a human being and to the recognition of his legal status. All forms of exploitation and degradation of man particularly slavery, slave trade, torture, cruel, inhuman or degrading punishment and treatment shall be prohibited.<\/em>&#8222;<\/p><cite>Artikel 5, Banjul Charter<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#8222;<em>Every individual shall have the right to liberty and to the security of his person. [\u2026] In particular, no one may be arbitrarily arrested or detained.\u201d<\/em><\/p><cite>Artikel 6, Banjul Charter<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die <strong><em>Afrikanische Kommission der Menschenrechte und der Rechte der V\u00f6lker<\/em><\/strong>, deren Aufgabe es laut Artikel 45 der <strong>Banjul Charter<\/strong> ist, die Inhalte der Charta zu interpretieren, \u00e4u\u00dferte sich 2014 zum ersten Mal zu den Rechten von LGBT+ Personen. Sie verabschiedete die Resolution 275, in der sie Menschenrechtsverletzungen an Personen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentit\u00e4t durch staatliche und nicht-staatliche Akteure stark <a href=\"https:\/\/achpr.org\/sessions\/resolutions?id=322\">kritisiert und verurteilt<\/a>. Au\u00dferdem erinnert sie Staaten an Artikel 2 der Banjul Charter, in der Diskriminierung des Individuums aufgrund von Unterscheidung jeglicher Art verboten wird.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><em>\u201cEvery individual shall be entitled to the enjoyment of the rights and freedoms recognized and guaranteed in the present Charter without distinction of any kind such as race, ethnic group, color, sex, language, religion, political or any other opinion, national and social origin, fortune, birth or other status.\u201d<\/em><\/p><cite>Artikel 2, Banjul Charter<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Neben der regional g\u00fcltigen Banjul Charter werden zudem auch internationale Menschenrechtsabkommen, wie beispielsweise der <strong><em>UN-Zivilpakt<\/em><\/strong>, verletzt. Der Pakt \u00fcber b\u00fcrgerliche und politische Rechte, den alle Staaten Westafrikas ratifiziert haben, garantiert <a href=\"https:\/\/www.ohchr.org\/EN\/ProfessionalInterest\/Pages\/CCPR.aspx\">unter anderem<\/a>, dass alle Menschen ohne jede Diskriminierung Anspruch auf den gleichen Schutz durch das Gesetz haben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gro\u00dfes Tabu-Thema<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>In vielen afrikanischen L\u00e4ndern ist Homosexualit\u00e4t ein gro\u00dfes Tabu-Thema und gesellschaftlich ge\u00e4chtet. Wie eine <a href=\"https:\/\/www.acila.org\/research-popular-attitude-towards-lgbti-in-ghana\/\">Studie<\/a> von <em>ACILA (Africa Center for International Law and Accountability)<\/em> in Ghana aus dem Jahr 2018 zeigt, ist mit 87% ein gro\u00dfer Teil der ghanaischen Bev\u00f6lkerung dagegen, dass LGBT+ Personen \u00f6ffentliche Versammlungen abhalten d\u00fcrfen. Au\u00dferdem finden ungef\u00e4hr 60% der Bev\u00f6lkerung nicht, dass LGBT+ Personen die gleiche Behandlung verdienen wie Heterosexuelle. \u00c4hnliche Ergebnisse liefert ein 2019 erschienener <a href=\"https:\/\/theinitiativeforequalrights.org\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/2019-Social-Perception-Survey.pdf\">Report<\/a> von <em>TIERS (The Initiative for Equal Rights)<\/em>, welcher sich auf die soziale Wahrnehmung von LGBT+ Personen in Nigeria fokussiert. 87% der Nigerianer*innen w\u00fcrden demnach ein homosexuelles Familienmitglied nicht akzeptieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch afrikanische Politiker*innen \u00e4u\u00dfern sich regelm\u00e4\u00dfig zum Thema und kritisieren dabei westliche L\u00e4nder, die in Afrika <strong>\u201eunafrikanische\u201c Werte<\/strong> durchsetzen m\u00f6chten. Eines der prominenteren Beispiele daf\u00fcr ist sicherlich der ehemalige simbabwische Pr\u00e4sident Robert Mugabe, der zu seinen Lebzeiten immer wieder gegen homosexuelle Menschen wetterte. Auf der Generalversammlung der Vereinten Nationen im September 2015 <a href=\"https:\/\/www.ibtimes.co.uk\/zimbabwe-we-are-not-gays-president-robert-mugabe-rejects-homosexual-rights-un-speech-1521685\">sagte er<\/a>, Rechte f\u00fcr Homosexuelle st\u00fcnden im Gegensatz zu afrikanischen Werten und Normen, denn sie seien \u201ekeine Schwule\u201c.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><em>&#8222;We equally reject attempts to prescribe new rights that are contrary to our norms, values, traditions and beliefs. We are not gays\u201c<\/em><\/p><cite>Robert Mugabe<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Nach den anfangs erw\u00e4hnten Ereignissen in Ghana im Februar dieses Jahres \u00e4u\u00dferte sich Moses Foh-Amoaning, ein ghanaischer Anwalt und Politiker <a href=\"https:\/\/www.ghanaweb.com\/GhanaHomePage\/NewsArchive\/EU-cannot-force-Ghana-to-tolerate-LGBT-rights-Foh-Amoaning-1182601\">in \u00e4hnlicher Weise<\/a> und forderte die EU auf, ihre \u201esogenannten Werte und \u00dcberzeugungen Ghanaern, die gegen Homosexualit\u00e4t sind, nicht aufzuerlegen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><em>\u201cEU should not impose their so-called values and beliefs on Ghanaians who are against homosexuality.\u201d<\/em><\/p><cite>Moses Foh-Amoaning<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Aber ist Homosexualit\u00e4t wirklich \u201cunafrikanisch\u201c?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Um eine meiner Lieblingsschriftsteller*innen, Bernardine Evaristo, zu <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2014\/mar\/08\/african-homosexuality-colonial-import-myth\">zitieren<\/a>: Eins der l\u00e4cherlichsten Mythen \u00fcber den afrikanischen Kontinent ist die Annahme, Homosexualit\u00e4t h\u00e4tte dort nicht existiert, bevor Wei\u00dfe sie dort \u201eimportiert\u201c haben. Mittlerweile gibt es ein paar nennenswerte Studien, die <a href=\"https:\/\/www.academia.edu\/1523161\/Sexuality_Africa_History\">zeigen,<\/a> dass an verschiedensten Orten Afrikas nicht nur homosexuelle, sondern auch bi- und transsexuelle Praktiken und Lebensweisen auftraten. Dass diese von den dort lebenden Menschen nicht als solche bezeichnet und vielleicht auch gar nicht wahrgenommen wurden, ist nat\u00fcrlich klar.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Westafrika-Weltkugel-1024x682.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-845\" width=\"595\" height=\"396\" srcset=\"https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Westafrika-Weltkugel-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Westafrika-Weltkugel-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Westafrika-Weltkugel-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Westafrika-Weltkugel-640x427.jpg 640w, https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Westafrika-Weltkugel-1040x693.jpg 1040w, https:\/\/www.menschenrechte.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Westafrika-Weltkugel.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 595px) 100vw, 595px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>In S\u00fcdafrika gab es beispielsweise seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts und bis in die 70er Jahre hinein sogenannte \u201emine marriages\u201c (dt.: Bergwerk-Ehen) zwischen m\u00e4nnlichen Arbeitsmigranten, die in industriellen Gebieten lebten. Um ihre traditionellen Ehen mit Frauen vom Land zu sichern und eine unangesehene Beziehung mit weiblichen Prostituierten zu vermeiden, gingen einige Arbeiter bewusst sexuelle Beziehungen in Form von interkruralem Geschlechtsverkehr miteinander ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Hauptstadt des Senegal, Dakar, wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts sogar als die \u201eGay City of Africa\u201c <a href=\"https:\/\/www.globalgayz.com\/gay-senegal\/372\/\">beschrieben<\/a>. Sogenannte \u201emen-women\u201c oder \u201egor-digen\u201c, wie man in der Lokalsprache Wolof sagt, waren M\u00e4nner, die sich wie Frauen kleideten und verhielten, und zudem von homosexueller Prostitution lebten. Sie waren in der Stra\u00dfen von Dakar ein gew\u00f6hnlicher Anblick und in keiner Weise gesellschaftlich ge\u00e4chtet. Seit den 1990er Jahren ist die Szene jedoch eher in den Untergrund getaucht, denn auch im Senegal gilt Homosexualit\u00e4t heute als \u201eunafrikanisch\u201c.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wie kann also etwas ver\u00e4ndert werden?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Alle Menschen dieser Erde verdienen die Achtung ihrer Rechte. Der <strong>Kampf f\u00fcr LGBT+ Rechte in Westafrika muss also weitergef\u00fchrt werden<\/strong>. Es stellt sich nur die Frage, was dabei die \u201erichtige\u201c und kl\u00fcgste Vorgehensweise ist. Das Wei\u00dfe Haus ver\u00f6ffentliche im Februar dieses Jahres ein <a href=\"https:\/\/www.whitehouse.gov\/briefing-room\/presidential-actions\/2021\/02\/04\/memorandum-advancing-the-human-rights-of-lesbian-gay-bisexual-transgender-queer-and-intersex-persons-around-the-world\/\">Memorandum<\/a> von Pr\u00e4sident Biden, in dem er L\u00e4ndern mit Sanktionen droht, wenn sie die Rechte von LGBT+ Menschen nicht achten. Das mag ihm vielleicht im Inland einige W\u00e4hler*innenstimmen einbringen und in LGBT+-freundlichen L\u00e4ndern Sympathie wecken, jedoch kann dies in L\u00e4ndern wie Ghana oder Nigeria auch einen sehr negativen Effekt haben. Der Glaube, man wolle afrikanischen L\u00e4ndern etwas \u201eUnafrikanisches\u201c auferlegen, wird ja dadurch erst recht aufrechterhalten \u2013 und ver\u00e4ndert wird dadurch auch nichts.<\/p>\n\n\n\n<p>Sinnvoller w\u00e4re es sicherlich, afrikanischen Forscher*innen aus den Geschichts- und Kulturwissenschaften sowie einheimischen Aktivist*innen, die sich mit der Thematik besch\u00e4ftigen, deutlich mehr Unterst\u00fctzung anzubieten. Es ist unbedingt notwendig, vermehrt \u00fcber die Geschichte von Sexualit\u00e4t in Afrika aufzukl\u00e4ren und einen neuen Dialog \u00fcber \u201eafrikanische Werte und Normen\u201c zu begr\u00fcnden. Wir m\u00fcssen au\u00dferdem begreifen, dass wir unser westliches Verst\u00e4ndnis von LGBT+ mitsamt unseren Annahmen und \u00dcberzeugungen nicht \u00fcberall gleich anwenden k\u00f6nnen. Was nicht vergessen werden darf, ist, dass Religion in Afrika auch bei Personen der LGBT+ Community eine viel wichtigere Rolle spielt. Viele LGBT+ Personen in Afrika identifizieren sich n\u00e4mlich selbst sehr stark mit den religi\u00f6sen Traditionen und Institutionen, die so lautstark gegen sie sind, wie zum Beispiel die <em>Pentecostal Church<\/em> in Nigeria. Diese <a href=\"http:\/\/sfonline.barnard.edu\/queer-religion\/queer-studies-and-religion-in-contemporary-africa-decolonizing-post-secular-moves\/\">d\u00e4monisiert<\/a> gleichgeschlechtliche Beziehungen und argumentiert, dass die sexuelle Reinheit einer Nation von \u201eKr\u00e4ften des B\u00f6sen\u201c bedroht sei.<\/p>\n\n\n\n<p>Um diesen Artikel noch mit <strong>ein bisschen Hoffnung<\/strong> zu beenden: Erfreulich ist, dass die <em>Afrikanische Kommission der Menschenrechte<\/em> in den letzten Jahren angefangen hat, sich vermehrt (wenn auch nicht ausreichend) zum Thema der Rechte von LGBT+ Personen zu \u00e4u\u00dfern. Kommissionsmitglied Reine Alapini-Gansou stellte beispielsweise 2017 einen <a href=\"https:\/\/www.achpr.org\/sessions\/intersession?id=277\">Report<\/a> vor, in dem sie Staaten dazu auffordert, \u201eGesetze, Politiken und Praktiken zu beseitigen, die das Recht auf Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit verletzen\u201c einschlie\u00dflich solcher, die auf \u201esexueller Orientierung, Identit\u00e4t und Ausdruck des Geschlechts beruhen.\u201c Ob die Kommission in Zukunft noch mehr Druck aus\u00fcben wird, ist abzuwarten.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><em>Carina R\u00f6\u00dfler studiert derzeit Sozialwissenschaften an der Universit\u00e4t Augsburg. Sie wurde nach ihrem Praktikum Mitglied beim NRMZ und interessiert sich vor allem f\u00fcr Menschenrechtsthemen in West- und Zentralafrika.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>by Carina R\u00f6\u00dfler &#8211; Anfang dieses Jahres wurde die sehr kontroverse Debatte um Homosexualit\u00e4t und LGBT+ Rechte im westafrikanischen Land&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":842,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[143,68,91],"coauthors":[21],"class_list":["post-839","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","tag-afrika","tag-lgbtiq","tag-menschenrechte","post-archive"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.5 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>LGBT+ Rechte in Westafrika \u2013 ein Importgut aus dem Westen? - Menschenrechte - 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