Toys Report 2020 enthüllt gravierende Arbeitsrechtverletzungen in chinesischen Spielzeugfabriken

7. Dezember 2020 | Von | Kategorie: Aktuelles, Menschenrechte verstehen

Im Juli diesen Jahres trat das NMRZ als Gründungsmitglied der Fair Toys Organisation bei. Die Organisation setzt sich für die Rechte von Arbeitnehmer*innen in der Spielwarenindustrie ein. Ziel ist die Gründung einer glaubwürdigen Kontrollinstanz für soziale und ökologische Standards in der Spielwarenproduktion. Der Toys Report 2020 erinnert uns daran, wieso eine Kontrolle der Spielwarenproduktion dringend nötig ist.

Kantine der Fabrik Changan mit Pappwänden zum Schutz vor einer Corona-Ausbreitung | Foto: China Labor Watch

Der Bericht stützt sich auf Erkenntisse von verdeckten Ermittler*innen der Organisation China Labor Watch, die im Auftrag der Christlichen Initiative Romero (CIR) zwei Spielzeugfabriken in Dongguan City untersuchten, in denen u.a. Spielzeug für die Branchengrößen Mattel, Chicco und Fisher-price hergesetllt wird. Während sich die Spielwarenbranche über einen Umsatzanstieg in der Pandemie freut, leiden Arbeitnehmer*innen in den untersuchten Fabriken unter psychischer und sexueller Gewalt durch Vorarbeiter*innen, müssen bis zu 112 Überstunden im Monat leisten, und werden durch unzureichenden Arbeitsschutz und mangelhafte Maßnahmen zur Pandemieeindämmung gefährdet. Brancheneigene Zertifizierungsmaßnahmen bleiben dabei weitgehend wirkungslos, wie die Studie zeigt: beide Fabriken sind über das Programm des Weltspielwarenverbands (ICTI Ethical Toy Program, IETP) zertifiziert.

Zum vollständigen Bericht: Toys Report 2020

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