Menschenrechtsbildung

Postkolonial statt universal?

22. September 2020 | Von

Bei einem Überdenken der Universalität der Menschenrechte bleibt meist die normative Festlegung von universalen, unveräußerlichen und unteilbaren Menschenrechten als Ergebnis stehen. Ebenso gibt es jedoch Autor*innen, die im Sinne einer postkolonialen Menschenrechtskritik argumentieren. Mit Bezug auf Texte von Castro Varela/Dhawan diskutiert Otto Böhm in diesem Artikel insbesondere deren postkoloniale Lesart. Er kritisiert den besprochenen Theorieansatz als nicht differenziert genug, beschreibt die Auseinandersetzung damit aber dennoch als lohnenswert.



Interview mit Prof. Dr. Armin Scherb

9. Juli 2020 | Von

Professor Dr. Armin Scherb war bis vor kurzem als Politikwissenschaftler an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg tätig. Wir interviewten ihn zu seiner langjährigen Beschäftigung mit der Theorie und Praxis der Menschenrechtsbildung. Die Fragen stellte Otto Böhm.



Eine verpasste Chance: Menschenrechte. AUS POLITIK UND ZEITGESCHICHTE, 70. Jahrgang, 20/2020, 11. Mai 2020

13. Juni 2020 | Von

Die wöchentlich von der Bundeszentrale für Politische Bildung publizierte Broschüre „Aus Politik und Zeitgeschichte“ ist ein viel genutztes Instrument in der politischen Bildungsarbeit. Das im Mai 2020 erschienene Themenheft „Menschenrechte“ ist leider wenig hilfreich.



Zum Stand antisemitismuskritischer Bildungsarbeit in Deutschland: Ein Fazit der Auswertung durch Eckmann/Kößler (2020): „Pädagogische Eckpunkte bezüglich antisemitismuskritischer Bildungsarbeit“ [1]

13. Mai 2020 | Von

Was findet statt, wenn von antisemitismus-kritischer Bildungsarbeit in Deutschland die Rede ist? Welche Probleme gibt es dabei? Otto Böhm stellt eine Auswertung von 20 Modellprojekten vor, die von Monique Eckmann (Bildungsforscherin in Genf) und Gottfried Kößler (Pädagoge und Historiker in Frankfurt) erstellt wurde. Er fragt, was für unsere Menschenrechtsbildungsarbeit daraus folgen kann.



Rechtspopulismus – eine Begriffserklärung

8. Oktober 2018 | Von

Was haben Marine Le Pen (Frankreich), Alexander Gauland (Deutschland), Viktor Orbán (Ungarn) und Donald Trump (USA) gemeinsam? Sie alle sind durch ihren ausgeprägten Rechtspopulismus berühmt geworden. Auch in der bevorstehenden Landtagswahl in Bayern und Hessen sind rechtspopulistische Äußerungen weit verbreitet und finden vielfach Gehör. Doch was bedeutet eigentlich Rechtspopulismus? Und warum ist dieser so problematisch für die Menschenrechte?



Meine Rechte – Deine Rechte – Kinderrechte

11. Mai 2017 | Von

NMRZ und Dokupäd laden Kinder ein, auf spielerische Weise ihre Kinderrechte kennenzulernen.



NMRZ-Menschenrechtsbildungsarbeit im Memorium Nürnberger Prozesse

16. November 2015 | Von

70 Jahre nach dem Beginn des Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozesses am 20.11.1945 sind die Themen dieser völkerstrafrechtlichen Initialzündung Teil der historisch-politischen Bildungsarbeit in Nürnberg geworden. Das Nürnberger Menschenrechtszentrum hat dazu wichtige Beiträge geleistet.



Pädagogischer Sinn aus der Sinnlichkeit von Steinen? „Das Gelände“

16. November 2015 | Von

Mit dieser kurzen Darstellung soll kein Tagungsbericht vorgelegt werden; sie fasst nur einige Ergebnisse und Fragestellungen für die Bildungsarbeit zusammen (in Anführungsstrichen im Folgenden Stichworte, die dort auf dem Podium gefallen sind). Die Auswahl folgt dem Interesse an einer fortzuschreibenden Vermittlung von historisch-politischer und Menschenrechts-Bildungsarbeit. Als Partner des Dokumentationszentrums bietet das Nürnberger Menschenrechtszentrum zusammen mit dem Menschenrechtsbüro im Studienforum die Projekttage „Diskriminierung trifft uns alle“ und „Gegen den Nationalsozialismus: Die Menschenrechte“ an.



Diskriminierung trifft uns alle!

11. Februar 2015 | Von

Trotz eines gesetzlichen Verbots von Diskriminierung erleben Bürgerinnen und Bürger Ausgrenzung und Benachteiligung vor allem bei Behörden, im Bildungs- und Ausbildungssektor, im Arbeitsleben und auf dem Wohnungsmarkt.
Als Hilfestellung für die Auseinandersetzung mit dem Thema Diskriminierung bietet das Menschenrechtszentrum u.a. einen Bildungskoffer an.



Menschenrechtsbildung und Historisches Lernen — ein schwieriges Verhältnis

13. Dezember 2014 | Von

Menschenrechtsbildung und historisches Lernen sind verwandte Gebiete, aber ihr Verhältnis ist nicht einfach. In Heft 3/4 (1914) der Zeitschrift Politisches Lernen 3–4/14 untersucht Rainer Huhle, wie sich Menschenrechtsbildung und Historisches Lernen in Deutschland und in Lateinamerika entwickelt und aufeinander bezogen haben. Unter anderem zeigt sich, dass es sehr darauf ankommt, ob beide Bildungsbereiche eher von oben verordnet werden oder aus Kämpfen um die Menschenrechte entstehen. Wir danken den Herausgebern von Politisches Lernen für die Genehmigung zur Veröffentlichung auf www.menschenrechte.org.