Weltregionen

Die Geltung deutscher Grundrechte im Ausland – eine Chance für den Menschenrechtsschutz?

13. Oktober 2021 | Von

Müssen sich Staaten auch im Ausland an Menschenrechte halten? Diese Frage spielt immer wieder eine Rolle, wenn es um Pushbacks gegen Flüchtlinge im Mittelmeer, staatliche Aktivitäten in besetzten Gebieten oder Abhörungen durch ausländische Geheimdienste geht. Sowohl Akademiker*innen als auch internationale Gerichte haben sich ausführlich mit dieser Frage befasst. Im Gegensatz dazu fand die Frage der extraterritorialen Anwendbarkeit von deutschen Grundrechten bis vor Kurzem kaum Beachtung, obwohl viele Menschenrechte auch durch das Grundgesetz garantiert werden. Seit dem vergangenen Jahr gab es nun jedoch drei wichtige Gerichtsentscheidungen zu dem Thema. Welche Bedeutung diese Urteile für die Anwendbarkeit deutscher Grundrechte im Ausland haben und welche Chancen sich daraus für den Schutz von Menschenrechten ergeben, könnt ihr in unserem neuen Artikel nachlesen.



Michael Krennerich, Menschenrechtsschutz in Europa

13. September 2021 | Von

Eigentlich müsste es um den Menschenrechtsschutz in Europa gut bestellt sein. Der in „Aus Politik und Zeitgeschichte“ (APuZ) erschienene Artikel „Menschenrechtsschutz in Europa“ von Michael Krennerich weist jedoch auf die immer noch vorhandenen Lücken in Recht und Praxis hin.



Handlungsempfehlungen für Afghanistan

8. September 2021 | Von

Die rapide Machtergreifung der Taliban in Afghanistan und die verzweifelten Versuche vieler Afghanen und Afghaninnen, das Land zu verlassen, haben in den letzten Wochen auf der ganzen Welt Entsetzen und Betroffenheit ausgelöst. Deutschland beendete die Evakuierung von Menschen aus Afghanistan über die Luftbrücke am Kabuler Flughafen am 28. August. Jedoch haben tausende weitere Menschen Ausreisegesuche allein beim Auswärtigen Amt gestellt. Ihre Zukunft ist derzeit noch ungewiss. Mit Hinblick auf die prekäre Situation der hinterbliebenen Menschen in Afghanistan haben Autorinnen des Forschungsbereichs Flucht und Migration an der FAU Handlungsempfehlungen auf internationaler und europäischer Ebene, an den Bund, die Bundesländer und die Kommunen veröffentlicht.



Menschenrechte in Honduras

19. Juli 2021 | Von

Seit März 2021 ist Hedme Fatima Castro Vargas, die Generalkoordinatorin der honduranischen Menschenrechtsorganisation ACI Participa, die sich für zivile und politische Menschenrechte in Honduras einsetzt, Gast des Nürnberger Menschenrechtszentrums. Hedme ist in ihrem Land wegen ihrer Arbeit ständigen Verfolgungen und Bedrohungen ausgesetzt. Über das Schutzprogramm der Elisabeth-Selbert-Initiative kann sie für einige Zeit in Deutschland unter

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Argentinien: Feminizid und die ‚Macht der Straße‘

8. Juni 2021 | Von

Der folgende Aufsatz befasst sich mit dem Mord an Frauen aufgrund ihres Geschlechts in Argentinien. Es wird untersucht, inwiefern die Einführung eines Strafgesetzes eine Lösungsstrategie gegen dieses gesellschaftliche Problem sein kann oder inwiefern feministische Bewegungen wie Ni Una Menos bessere Möglichkeiten für gesellschaftliche Veränderung aufweisen.



QAnon: Hintergründe und Verbreitung im Zusammenhang mit Covid

4. Mai 2021 | Von

Das QAnon-Phänomen steht exemplarisch für die Verbreitung von Verschwörungskonstrukten und politischen Verwerfungen der letzten Jahre. Im Rahmen von Covid stieg die Popularität von QAnon rapide an – auch in Deutschland.



Die unbeschränkte Wiederwahl in Bolivien

6. Dezember 2020 | Von

Auslöser der schweren politischen Krise Boliviens war 2019 der Versuch des damaligen Präsidenten Evo Morales, sich entgegen der Verfassung ein drittes Mal wiederwählen zu lassen. Den Widerstand dagegen versuchte er mit einer Volksabstimmung zu überwinden, die er jedoch verlor. Als er sich dennoch wählen lassen wollte, wurde er durch eine selbsternannte Interimsregierung mit Rückendeckung des

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Philipp Kandler: Menschenrechtspolitik kontern. Der Umgang mit internationaler Kritik in Argentinien und Chile (1973–1990), Frankfurt am Main (Campus) 2020. 422 Seiten

3. November 2020 | Von

Philipp Kandler zeigt in Menschenrechtspolitik kontern, wie die Diktaturen von Argentinien und Chile sich angesichts der brutalen Menschenrechtsverletzungen Mühe hatten, diese vor der Welt zu kaschieren und/oder zu rechtfertigen. Sein Buch untersucht detailliert die Methoden, mit denen diese beiden Diktaturen auf die anschwellende internationale Kritik an diesen Menschenrechtsverletzungen zu reagieren versuchten.



Die Geschichte der Ständigen Menschenrechtsversammlung von Bolivien (Asamblea Permanente de Derechos Humanos de Bolivia – APDHB)

29. Oktober 2020 | Von

Franco Albarracín arbeitet für die Menschenrechtsorganisation Asamblea Permanente de Derechos Humanos de Bolivia – APDHB, die älteste Menschenrechtsorganisation Boliviens und überhaupt eine der ältesten und angesehensten in ganz Lateinamerika. Die Geschichte dieser Organisation, die in den Jahren schlimmer Militärdiktaturen in Bolivien entstand, stellt Franco Albarracín in seinem ersten Beitrag für das NMRZ vor.



Wahlrecht ist ein Menschenrecht! Michael Krennerich über den Präsidentschaftswahlkampf in den USA

16. Oktober 2020 | Von

Derzeit beherrschen die Präsidentschaftswahlen in den USA auch in Deutschland die Schlagzeilen. In diesem Interview von FAU aktuell  spricht Michael Krennerich über die bisherigen Lehren aus dem US-Wahlkampf, die möglichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Wahlausgang und die Frage, wie es derzeit um freie und faire Wahlen in Europa bestellt ist.   Der Präsidentschaftswahlkampf in

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