Rezensionen

Über Multikultur und Rassismus

11. März 2021 | Von

Zwei Bücher, besprochen von Otto Böhm:
Wolfgang Pohrt: Multikulturelle Gesellschaft & Rassismus für den gehobenen Bedarf. Zwei Vorträge. Unter Mitarbeit von Dietmar Dath. Berlin: edition TIAMAT (Critica Diabolis, 290), 2021, Seiten
Pascal Bruckner: Der eingebildete Rassismus. Islamophobie und Schuld. Berlin: edition TIAMAT (Critica Diabolis, 280), 2020, 237 Seiten



Philipp Kandler: Menschenrechtspolitik kontern. Der Umgang mit internationaler Kritik in Argentinien und Chile (1973–1990), Frankfurt am Main (Campus) 2020. 422 Seiten

3. November 2020 | Von

Philipp Kandler zeigt in Menschenrechtspolitik kontern, wie die Diktaturen von Argentinien und Chile sich angesichts der brutalen Menschenrechtsverletzungen Mühe hatten, diese vor der Welt zu kaschieren und/oder zu rechtfertigen. Sein Buch untersucht detailliert die Methoden, mit denen diese beiden Diktaturen auf die anschwellende internationale Kritik an diesen Menschenrechtsverletzungen zu reagieren versuchten.



Wolfgang Benz (Hrsg.): Streitfall Antisemitismus Anspruch auf Deutungsmacht und politische Interessen, Berlin (Metropol Verlag) 2020, 328 Seiten

22. September 2020 | Von

Dieses Buch bietet eine Dokumentation zu den Kontroversen unter Antisemitismus-Spezialisten. Besonders empfehlenswert ist es dabei für diejenigen, die sich gegen Antisemitismus engagieren, sich weiterbilden und öffentlich eine klare Position beziehen möchten.



Freie und faire Wahlen?

21. August 2020 | Von

Weltweit wird gewählt. Doch nicht jede Wahl ist demokratisch. Auf anschauliche und leicht verständliche Weise zeigt die Studie von Michael Krennerich auf, wie nationale Wahlen in Demokratien und Autokratien durchgeführt werden.



Cristina Cattaneo: Namen statt Nummern. Auf der Suche nach den Opfern des Mittelmeers, Zürich (Rotpunktverlag) 2020, 207 Seiten

14. Juni 2020 | Von

„Italien, das Land, das herzlos Flüchtlinge abweist, Italien, das Land, wo die Behörden machtlos und unfähig sind, Italien…“

Wer solche Vorurteile pflegt, dem sei dieses schmale Buch besonders empfohlen. Denn Italien ist eben auch das Land, an dem ein großer Teil der Migranten und Flüchtenden ankommt, die aus Afrika nach Europa zu gelangen suchen.  Entsetzlich viele von ihnen kommen jedoch nie an, sondern ertrinken unterwegs im Mittelmeer, manchmal schon in Sichtweise der ersehnten Küste. Ein solches Drama vor der Insel Lampedusa erschütterte im Jahr 2013 die Welt,  und Viele sahen, wie die Fischer alles taten, um die Menschen des sinkenden Schiffs zu retten und wie sehr sich die Behörden und Bewohner der Insel um die Überlebenden kümmerten. Was aber passierte mit den Toten?



Eine verpasste Chance: Menschenrechte. AUS POLITIK UND ZEITGESCHICHTE, 70. Jahrgang, 20/2020, 11. Mai 2020

13. Juni 2020 | Von

Die wöchentlich von der Bundeszentrale für Politische Bildung publizierte Broschüre „Aus Politik und Zeitgeschichte“ ist ein viel genutztes Instrument in der politischen Bildungsarbeit. Das im Mai 2020 erschienene Themenheft „Menschenrechte“ ist leider wenig hilfreich.



Bielefeldt, Heiner / Wiener, Michael: Religionsfreiheit auf dem Prüfstand. Konturen eines umkämpften Menschenrechts, transcript-Verlag, Bielefeldt 2020, 275 Seiten

8. Juni 2020 | Von

In Deutschland lässt sich wohl niemand finden, der mehr Erfahrung und Kompetenz im Überlappungsbereich von Philosophie, Menschenrechts-Praxis und Religionspolitik mitbringt als der Erlanger Professor Heiner Bielefeldt. Zusammen mit seinem Kollegen Michael Wiener, Mitarbeiter im UN-Hochkommissariat für Menschenrechte in Genf, stellt er jetzt die Religionsfreiheit auf den Prüfstand.



Morsink, Johannes: The Universal Declaration of Human Rights and the Holocaust. An Endangered Connection, Washington (Georgetown University Press) 2019, 333 Seiten

30. März 2020 | Von

In diesem Artikel setzt sich Rainer Huhle mit dem Buch “The Universal Declaration of Human Rights and the Holocaust. An Endangered Connection” von Johannes Morsink auseinander.



Otto Böhm „Die Suche nach Schuld und Gerechtigkeit – Eine politische Fachdidaktik des Internationalen Militärtribunals von Nürnberg“

10. Dezember 2019 | Von

Mit seiner Dissertation „Die Suche nach Schuld und Gerechtigkeit – Eine politische Fachdidaktik des Internationalen Militärtribunals von Nürnberg“ erstellt Otto Böhm ein erstes didaktisches Konzept für die politische Bildungsarbeit zu der juristischen Zuschreibung von Schuld an schwersten Menschenrechtsverbrechen.



Auch in Asien wurden die Menschenrechte entwickelt.

27. November 2019 | Von

Bertrand und Robin Ramcharan verfolgen in “Asia and the Drafting of the Universal Declaration of Human Rights” einen systematischen Ansatz, der ganz Asien in den Blick nimmt und die asiatischen Beiträge zur Entwicklung der Menschenrechte auch bis in die Gegenwart verfolgt.