Alle Beiträge dieses Autors

Postkolonial statt universal?

22. September 2020 | Von

Bei einem Überdenken der Universalität der Menschenrechte bleibt meist die normative Festlegung von universalen, unveräußerlichen und unteilbaren Menschenrechten als Ergebnis stehen. Ebenso gibt es jedoch Autor*innen, die im Sinne einer postkolonialen Menschenrechtskritik argumentieren. Mit Bezug auf Texte von Castro Varela/Dhawan diskutiert Otto Böhm in diesem Artikel insbesondere deren postkoloniale Lesart. Er kritisiert den besprochenen Theorieansatz als nicht differenziert genug, beschreibt die Auseinandersetzung damit aber dennoch als lohnenswert.



Wolfgang Benz (Hrsg.): Streitfall Antisemitismus Anspruch auf Deutungsmacht und politische Interessen, Berlin (Metropol Verlag) 2020, 328 Seiten

22. September 2020 | Von

Dieses Buch bietet eine Dokumentation zu den Kontroversen unter Antisemitismus-Spezialisten. Besonders empfehlenswert ist es dabei für diejenigen, die sich gegen Antisemitismus engagieren, sich weiterbilden und öffentlich eine klare Position beziehen möchten.



Ja! Zum Flüchtlingsschutz: Rettungsringe als Symbol

14. September 2020 | Von

Die symbolischen Rettungsringe sollen daran erinnern, dass wir die Schicksale der Flüchtlinge nicht in Vergessenheit geraten lassen wollen. Auch wir haben den ersten Rettungsring in Nürnberg gut sichtbar an unserem Büro aufgehängt. Denn das Recht auf Asyl ist und bleibt ein Menschenrecht.



Auch Migrant*innen und Flüchtende haben ein Recht, vor Verschwindenlassen geschützt zu werden

27. August 2020 | Von

Seit vielen Jahren ist der 30. August der Tag, an dem in vielen Teilen der Welt an die „Verschwundenen“ erinnert wird. Familienangehörige und Menschenrechtsorganisationen demonstrieren in vielfältiger Form gegen das Verbrechen des Verschwindenlassens, das leider in immer neuen Formen und auch von neuen Täter*innen praktiziert wird. Immer mehr sind auch Flüchtende und Migrant*innen von Verschwindenlassen bedroht. Die Suche nach ihnen gestaltet sich dabei besonders schwierig.



Freie und faire Wahlen?

21. August 2020 | Von

Weltweit wird gewählt. Doch nicht jede Wahl ist demokratisch. Auf anschauliche und leicht verständliche Weise zeigt die Studie von Michael Krennerich auf, wie nationale Wahlen in Demokratien und Autokratien durchgeführt werden.



Eine menschenrechtliche Auseinandersetzung mit der Waffenmesse in Nürnberg

16. August 2020 | Von

Weltweit leiden Millionen Menschen unter den Folgen bewaffneter Konflikte, wie beispielsweise Vertreibung und Zerstörung ziviler Infrastruktur. In den Regionen, die von Konflikten und politischem Umbruch geprägt sind, wird Militärausrüstung besonders stark nachgefragt. Waffenmessen fördern dabei den nationalen wie internationalen Handel mit Ausrüstung zur Strafverfolgung und Waffen. Beispielhaft kann hier die NürnbergMesse angeführt werden.



Interview mit Prof. Dr. Armin Scherb

9. Juli 2020 | Von

Professor Dr. Armin Scherb war bis vor kurzem als Politikwissenschaftler an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg tätig. Wir interviewten ihn zu seiner langjährigen Beschäftigung mit der Theorie und Praxis der Menschenrechtsbildung. Die Fragen stellte Otto Böhm.



Huellas de la Memoria: Auf den Spuren von César

29. Juni 2020 | Von

Mexiko: Über 60 000 Personen gelten nach offiziellen Angaben als verschwunden. Das Projekt „Huellas de la Memoria“ versucht, das systematische Verschwindenlassen von Personen sichtbar zu machen und erzählt die Geschichten von Familien auf der Suche nach ihren Liebsten. Eine dieser Geschichten ist die von Maricela Alvarado González. Sie sucht mit dem heutigen Tag seit neun Jahren ihren Sohn César.



Cristina Cattaneo: Namen statt Nummern. Auf der Suche nach den Opfern des Mittelmeers, Zürich (Rotpunktverlag) 2020, 207 Seiten

14. Juni 2020 | Von

„Italien, das Land, das herzlos Flüchtlinge abweist, Italien, das Land, wo die Behörden machtlos und unfähig sind, Italien…“

Wer solche Vorurteile pflegt, dem sei dieses schmale Buch besonders empfohlen. Denn Italien ist eben auch das Land, an dem ein großer Teil der Migranten und Flüchtenden ankommt, die aus Afrika nach Europa zu gelangen suchen.  Entsetzlich viele von ihnen kommen jedoch nie an, sondern ertrinken unterwegs im Mittelmeer, manchmal schon in Sichtweise der ersehnten Küste. Ein solches Drama vor der Insel Lampedusa erschütterte im Jahr 2013 die Welt,  und Viele sahen, wie die Fischer alles taten, um die Menschen des sinkenden Schiffs zu retten und wie sehr sich die Behörden und Bewohner der Insel um die Überlebenden kümmerten. Was aber passierte mit den Toten?



Eine verpasste Chance: Menschenrechte. AUS POLITIK UND ZEITGESCHICHTE, 70. Jahrgang, 20/2020, 11. Mai 2020

13. Juni 2020 | Von

Die wöchentlich von der Bundeszentrale für Politische Bildung publizierte Broschüre „Aus Politik und Zeitgeschichte“ ist ein viel genutztes Instrument in der politischen Bildungsarbeit. Das im Mai 2020 erschienene Themenheft „Menschenrechte“ ist leider wenig hilfreich.