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Baranowska, Grazyna: Rights of Families of Disappeared Persons. How International Bodies Address the Needs of Families of Disappeared Persons in Europe, Cambridge etc. (Intersentia) 2021 (Series Transitional Justice 26)

6. Dezember 2021 | Von

von Rainer Huhle   Die meisten Menschen werden beim Thema „Verschwindenlassen“ wohl spontan an Lateinamerika denken. Das Drama der Tausenden von Menschen, die von den Diktatoren in Chile, Argentinien und anderen Ländern der Region vor allem in den siebziger und achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts entführt, gefoltert und dann in der Regel getötet wurden, ohne

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Film: „Fair Toys – Fair Play“

25. November 2021 | Von

Den Internationalen Tag der Kinderrechte am Samstag, 20. November 2021, hat das Nürnberger Bündnis Fair Toys zum Anlass genommen, mit Schülerinnen und Schülern aus dem katholischen und evangelischen Religionsunterricht der achten Klassen der Geschwister-Scholl-Realschule einen kleinen Film zu drehen. Darin werden unter dem Motto „Fair Toys – Fair Play“ das Recht auf Spielen und die Problematik der Arbeitsbedingungen in der Spielzeugproduktion in den Fokus genommen. Zu sehen ist der Film auf der Website des Menschenrechtsbüros der Stadt Nürnberg unter menschenrechte.nuernberg.de. Der Internationale Tag der Kinderrechte wird begangen, nachdem im Jahr 1989 an diesem der Tag die Kinderechtskonvention der UNO mit ihren 54 Artikeln in Kraft getreten ist. 



Rezension zum Buch von Jan Stehle: Der Fall Colonia Dignidad. Zum Umgang bundesdeutscher Außenpolitik und Justiz mit Menschenrechtsverletzungen 1961–2020

24. November 2021 | Von

„Die Colonia Dignidad war nach innen eine kriminelle Gemeinschaft und nach außen eine international agierende kriminelle Vereinigung.“
Mit diesem lakonischen Satz eröffnet der Berliner Politikwissenschaftler Jan Stehle sein Buch über die „Colonia Dignidad“, in dem er dann auf über 600 Seiten alle Facetten dieser verbrecherischen Organisation ausleuchtet. Es ist keineswegs das erste Buch über die Colonia, auch auf dieser Webseite wurden schon mehrere vorgestellt.



Kommentar zur Studie über Suchkommissionen in Lateinamerika

19. November 2021 | Von

„Comisiones de búsqueda en América Latina: Una apuesta extraordinaria por la integralidad en la investigación de las desapariciones“ (Suchkommissionen in Lateinamerika: Ein außerordentliches Engagement für einen integralen Ansatz bei der Aufklärung des Verschwindenlassens) von Daniela Fuentes –   Das Verschwindenlassen von Menschen stellt eine schwere Verletzung der internationalen Menschenrechtsnormen dar. Es handelt sich um ein

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Bernward Debus, Tessa Debus, Peter Massing, Sabine Achour (Hrsg.): Demokratie – ein Menschenrecht. „Demokratiebildung“ Wochenschau-Sonderausgabe Nr. 21, Juli 2021,56 S.

17. November 2021 | Von

von Otto Böhm   Wie können Unterschied und Gemeinsamkeit von Demokratie- und Menschenrechtsbildung beschrieben werden? Wie sollte der praktische Zusammenhang verstanden werden? Zur Beantwortung der Fragen ist schon viel nachgedacht worden; und die beiden Arbeitsbereiche sind auch oft nicht weit auseinander, sondern zeigen einen hohen Grad an Gemeinsamkeit. Das vorliegende Heft widmet sich weniger den

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Die Verfolgung von Hedme Castro geht in Honduras weiter – Spendenaufruf und Briefaktion

12. November 2021 | Von

Hedme Castro, Direktorin der Menschenrechtsorganisation ACI PARTICIPA in Honduras, war von März bis September im Rahmen des Schutzprogramms ESI (Elisabeth-Selbert-Initiative) für verfolgte MenschenrechtsverteidigerInnen Gast des Nürnberger Menschenrechtszentrums (NMRZ). Nun wurde ihr Haus in Brand gesetzt. Wir solidarisieren uns mit unserer Freundin Hedme und haben ein Spendenkonto eingerichtet, damit sie wenigstens eine sichere Bleibe erhalten kann. Zudem rufen wir zur Teilnahme an einer Briefaktion (per Mail) auf, wofür ein Formulierungsvorschlag ebenso dem Beitrag zu entnehmen ist.



Ökozid – das Gesetz ändern, die Erde schützen?

18. Oktober 2021 | Von

Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass die Emission von Treibhausgasen und die Zerstörung von Ökosystemen existenzbedrohende Folgen für unsere gemeinsame Umwelt haben. Irreversibles Leid und Zerstörung sollen nicht unbestraft bleiben, um abzuschrecken und so zukünftige Taten verhindern. Vor diesem Hintergrund wurde ökologische Zerstörung nun als neuer Straftatbestand definiert, der vom Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag als “Ökozid” anerkannt werden soll. Ist Ökozid entsprechend zu einem internationalen Verbrechen zu machen? Ist hierfür das Römische Statut zu ergänzen, um Ökozid als Verbrechen aufzunehmen?



Die Geltung deutscher Grundrechte im Ausland – eine Chance für den Menschenrechtsschutz?

13. Oktober 2021 | Von

Müssen sich Staaten auch im Ausland an Menschenrechte halten? Diese Frage spielt immer wieder eine Rolle, wenn es um Pushbacks gegen Flüchtlinge im Mittelmeer, staatliche Aktivitäten in besetzten Gebieten oder Abhörungen durch ausländische Geheimdienste geht. Sowohl Akademiker*innen als auch internationale Gerichte haben sich ausführlich mit dieser Frage befasst. Im Gegensatz dazu fand die Frage der extraterritorialen Anwendbarkeit von deutschen Grundrechten bis vor Kurzem kaum Beachtung, obwohl viele Menschenrechte auch durch das Grundgesetz garantiert werden. Seit dem vergangenen Jahr gab es nun jedoch drei wichtige Gerichtsentscheidungen zu dem Thema. Welche Bedeutung diese Urteile für die Anwendbarkeit deutscher Grundrechte im Ausland haben und welche Chancen sich daraus für den Schutz von Menschenrechten ergeben, könnt ihr in unserem neuen Artikel nachlesen.



Michael Krennerich, Menschenrechtsschutz in Europa

13. September 2021 | Von

Eigentlich müsste es um den Menschenrechtsschutz in Europa gut bestellt sein. Der in „Aus Politik und Zeitgeschichte“ (APuZ) erschienene Artikel „Menschenrechtsschutz in Europa“ von Michael Krennerich weist jedoch auf die immer noch vorhandenen Lücken in Recht und Praxis hin.



Handlungsempfehlungen für Afghanistan

8. September 2021 | Von

Die rapide Machtergreifung der Taliban in Afghanistan und die verzweifelten Versuche vieler Afghanen und Afghaninnen, das Land zu verlassen, haben in den letzten Wochen auf der ganzen Welt Entsetzen und Betroffenheit ausgelöst. Deutschland beendete die Evakuierung von Menschen aus Afghanistan über die Luftbrücke am Kabuler Flughafen am 28. August. Jedoch haben tausende weitere Menschen Ausreisegesuche allein beim Auswärtigen Amt gestellt. Ihre Zukunft ist derzeit noch ungewiss. Mit Hinblick auf die prekäre Situation der hinterbliebenen Menschen in Afghanistan haben Autorinnen des Forschungsbereichs Flucht und Migration an der FAU Handlungsempfehlungen auf internationaler und europäischer Ebene, an den Bund, die Bundesländer und die Kommunen veröffentlicht.