Aktuelles

Website zum Thema Gewaltsames Verschwindenlassen

Auch im Jahr 2020 „verschwinden” in vielen Ländern der Welt Menschen. Waren es vor Jahrzehnten vor allem politische Gegner repressiver Regime, so werden inzwischen immer mehr Menschen auch in mehr oder weniger demokratisch regierten Ländern Opfer dieses Verbrechens, dessen Verantwortliche und Motive oft schwierig zu erfassen sind. „Verschwindenlassen” ist leider nach wie vor ein Thema, das unserer Aufmerksamkeit bedarf. Deswegen haben das NMRZ und eine Reihe von Menschenrechtsorganisationen und ForscherInnen eine eigene Website zum Thema aufgebaut: www.gewaltsames-verschwindenlassen.de.

Menschenrechte verstehen

Unser Jahresbericht 2019 ist da!

Im Jahr 2019 ist viel passiert: das NMRZ feierte sein mittlerweile 30-jähriges Bestehen, wir organisierten und waren beteiligt an verschiedenen Veranstaltungen zu menschenrechtlichen Themen in Nürnberg, unter anderem dem Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreis 2019 oder der Konferenz “Human Rights in Times of Contestation”, betrieben  Menschenrechtsbildung für Schüler*innen, die Verwaltung, Polizei und Bundeswehr, unsere Fotoausstellung “Meine Rechte.

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Morsink, Johannes: The Universal Declaration of Human Rights and the Holocaust. An Endangered Connection, Washington (Georgetown University Press) 2019, 333 Seiten

In diesem Artikel setzt sich Rainer Huhle mit dem Buch “The Universal Declaration of Human Rights and the Holocaust. An Endangered Connection” von Johannes Morsink auseinander.

Schattenbericht Kindersoldaten 2019

Am 27. November veröffentlichte das Deutsche Bündnis Kindersoldaten den Schattenbericht Kindersoldaten 2019, der von unserem 1. Vorsitzenden Prof. Dr. Michael Krennerich erstellt wurde. Der Schattenbericht Kindersoldaten 2019 bilanziert die deutsche Umsetzung des sogenannten „Kindersoldaten-Protokolls“ der UN-Kinderrechtskonvention.

Soziale Menschenrechte

Das Menschenrecht auf Wasser – wichtiger denn je!

Was ist unter dem Menschenrecht auf Wasser zu verstehen, und welche menschenrechtlichen Probleme sind mit der Wasserprivatisierung in Chile verbunden? Darüber informiert die Keynote, die Michael Krennerich auf der Konferenz “Wasser – ein Menschenrecht!” hielt. Die Konferenz fand am 20. September im Caritas -Pirckheimer-Haus anlässlich der Verleihung des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises an den Chilenen Rodrigo Mundaca statt.

Strafgerichtsbarkeit

Otto Böhm „Die Suche nach Schuld und Gerechtigkeit – Eine politische Fachdidaktik des Internationalen Militärtribunals von Nürnberg“

Mit seiner Dissertation „Die Suche nach Schuld und Gerechtigkeit – Eine politische Fachdidaktik des Internationalen Militärtribunals von Nürnberg“ erstellt Otto Böhm ein erstes didaktisches Konzept für die politische Bildungsarbeit zu der juristischen Zuschreibung von Schuld an schwersten Menschenrechtsverbrechen.

Weltregionen

Menschenrechtsverletzungen im Israelisch-Palästinensischen Konflikt

Anfang März 2019 kam es nach vorerst seit Ende des Jahres 2018 bestehender Waffenruhe zu Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen, worauf Israel mit Luftangriffen reagierte. Dieser Artikel analysiert den UN-Report einer Untersuchungskommission des Menschenrechtsrates zu den “Great March of Return”-Protesten in den Palästinensischen Gebieten 2018.

Vergangenheitspolitik

Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg – die Erinnerungen in Deutschland

Vor 75 Jahren endete der Zweite Weltkrieg. Zahllose Städte in Europa und Japan waren zerstört, ihre Bewohner auf der Flucht, verwundet an Leib und Seele oder tot. Viele Überlebende haben den Schock ihr Leben lang in sich getragen. Das Erinnern und Gedenken an die Luftangriffe nimmt nicht nur in der deutschen Vergangenheitspolitik eine besondere Stellung ein. Der Artikel von Rainer Huhle erklärt, warum die Erinnerung an den Bombenkrieg gerade in Deutschland so schwierig zu verorten ist zwischen Tabuisierung und Revanchismus.

Projekte

Zum Stand antisemitismuskritischer Bildungsarbeit in Deutschland: Ein Fazit der Auswertung durch Eckmann/Kößler (2020): „Pädagogische Eckpunkte bezüglich antisemitismuskritischer Bildungsarbeit“ [1]

Was findet statt, wenn von antisemitismus-kritischer Bildungsarbeit in Deutschland die Rede ist? Welche Probleme gibt es dabei? Otto Böhm stellt eine Auswertung von 20 Modellprojekten vor, die von Monique Eckmann (Bildungsforscherin in Genf) und Gottfried Kößler (Pädagoge und Historiker in Frankfurt) erstellt wurde. Er fragt, was für unsere Menschenrechtsbildungsarbeit daraus folgen kann.