Amerika

Kriminalisierung indigener MenschenrechtsverteidigerInnen: Die Verfolgung der Mapuche in Chile

11. April 2019 | Von

In vieler Hinsicht sind die indigenen Völker Lateinamerikas auch heute noch benachteiligte Randgruppen. Durch die Gründung von Organisationen und Parteien sowie die Besetzung politischer Ämter beteiligen sich Indigene zunehmend aktiv an der nationalen als auch der internationalen Politikgestaltung. Heute sorgt besonders die Landrechtsfrage als der zentrale Konfliktpunkt für Unruhen. Neben institutionalisierten Formen der Mobilisierung nutzen LandrechtsverteidigerInnen häufig auch Protestmärsche, Landbesetzungen, Straßenblockaden oder Hungerstreiks, um auf ihre Forderungen aufmerksam zu machen. Beim Versuch die Protestbewegungen einzudämmen werden immer drastischere Maßnahmen ergriffen. Indigene MenschenrechtsverteidigerInnen werden zunehmend eingeschüchtert, bedroht und angefeindet. Nicht selten werden sie zum Opfer gewaltsamer Übergriffe sowie strafrechtlicher Verfolgung.



Rezension zum neuen Werk von Juliana Ströbele-Gregor: Transnationale Spurensuche in den Anden

27. August 2018 | Von

Juliana Ströbele-Gregor ist in der akademischen Welt vor allem als Spezialistin für indigene Bewegungen im Andenraum bekannt. Rechte indigener Frauen und die Auseinandersetzung mit den vielfältigen Einflüssen evangelikaler Sekten in diesem Raum sind ihre besonderen Schwerpunkte. Ihr neuestes Buch verrät unter anderem, dass dieser Forschungsschwerpunkt auch eine biografische Geschichte hat.



Der Fall Molina Theissen

20. August 2018 | Von

Guatemala ist das lateinamerikanische Land mit der höchsten Anzahl von Opfern des gewaltsamen Verschwindenlassens. Gretel Mejía berichtet in ihrem Artikel von der bemerkenswerten Geschichte der Familie Molina Theissen und ihrer Suche nach Wahrheit und Gerechtigkeit.

Guatemala is the country with the highest number of victims of enforced disappearance in Latin America. In her article Gretel Alexandra Mejía Bonifazi reports the remarkable example of the Molina Theissen family in the search for truth and justice.



Indigene Völker und ihre Rechte – zur aktuellen Situation der indigenen Völker in Lateinamerika

7. August 2018 | Von

Seit 1993 widmet die UN- Generalversammlung den 9. August den indigenen Völkern. Der internationale Tag der indigenen Völker will auf die besondere Situation der indigenen Gemeinschaften aufmerksam machen und ein Zeichen für Sensibilisierung und Respekt setzen. Auch auf die Notwendigkeit des Schutzes und Erhaltung der indigenen Kulturen soll hingewiesen werden. Das Thema des diesjährigen Gedenktages widmet sich der aktuellen Lage der indigenen Gebiete und den Hauptursachen von Migration und Vertreibung. Anlässlich dieses besonderen Tages wird in diesem Beitrag die aktuelle Situation der indigenen Völker vorgestellt.



Die fehlenden Garantien der Umverteilung des Landes in Kolumbien könnten ein Hindernis im Friedensprozess darstellen

29. Mai 2017 | Von

Die schwache Präsenz staatlicher Institutionen in ländlichen Gegenden, die beschränkten Möglichkeiten politischer Partizipation und der gescheiterte Versuch einer Landreform waren die Gründe des bewaffneten Konfliktes, der seit sechzig Jahren in Kolumbien herrscht.
Der Artikel ist in spanischer Sprache.



La Legua. Wie der chilenische Staat versucht, die Probleme eines komplizierten Viertels zu lösen und dabei die Menschenrechte nicht respektiert

10. April 2017 | Von

Menschenrechtsprobleme in Chile sind nicht nur Probleme der Vergangenheit. Die chilenische Anwältin Natalia Bórquez berichtet über Menschenrechtsverletzung im Viertel „La Legua” der chilenischen Hauptstadt.
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Violaciones a los derechos humanos en Chile no son solo un problema del pasado. La abogada chilena Natalia Bórquez demuestra las violaciones a los derechos humanos que sufren los habitantes del barrio capitalino La Legua.



Der Fall Alberto Nisman und der Versuch, Bundesrichter Daniel Rafecas aus dem Amt zu entheben

10. Oktober 2016 | Von

Am 18.07.1994 wurde ein Gebäude in der Straße Pasteur 633 im Zentrum von Buenos Aires durch ein Bombenattentat zerstört. 85 Menschen wurden dabei getötet, mehrere Hunderte verletzt.



Verfolgung, Flucht, Asyl – Chilenisches Exil und Solidarität in der Bundesrepublik Deutschland

20. April 2016 | Von

Nach dem Putsch General Pinochets 1973 in Chile wurden Tausende vom neuen Regime ermordet „verschwunden“ und gefoltert. Einigen gelang die Flucht, aber Aufnahme in einem andern Land zu finden, war auch damals nicht einfach. Nach dem Ende der Diktatur kehrten die meisten wieder in ihre Heimat zurück. Nicole Scharrer erzählt die Geschichte der Chile-Solidarität in der

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Guatemala: Gewalt gegen indigene Frauen von Gericht verurteilt

29. März 2016 | Von

Am 26. Februar 2016 wurden zwei ehemalige hochrangige Militärangehörige in Guatemala City zu insgesamt 360 Jahren Gefängnis verurteilt. Das Gericht sprach sie der massenhaften und systematischen Verschleppung und Vergewaltigung von indigenen Frauen während des Bürgerkriegs schuldig. Das Urteil durchbricht die jahrzehntelange Straflosigkeit solcher Verbrechen nicht nur in Guatemala.



Lyrik gegen das Vergessen: Gedichte aus Lateinamerika

4. Februar 2016 | Von

“Eine Reise in Versen – Lyriklesung gegen das Vergessen“ hieß einer der Höhepunkte der 39. Lateinamerikawoche in Nürnberg. Die Argentinierin María Ester Alonso Morales und der Kolumbianer Erik Arellana Bautista ließen in ihren Versen ein Stück der Geschichte Lateinamerikas aufleben. Nachstehend zwei Gedichte der argentinischen Rechtsanwältin und Autorin, deren Vater während der Diktatur ermordet wurde.