Die Vereinten Nationen im Kampf gegen das „Verschwindenlassen“

Am 21. Dezember 2010 erklärte die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 30. August zum weltweiten Tag der Opfer des Verschwindenlassens. Anlass war die Verabschiedung am gleichen Tag des jüngsten der 10 großen Menschenrechtsverträge, des „Übereinkommens zum Schutz aller Personen vor dem Verschwindenlassen“. Dieser Vertrag, dem bis heute 43 Staaten beigetreten sind, ist der vorläufige Schlussstein eines Schutzsystems, mit dem die UNO seit den siebziger Jahren versucht, dieses Verbrechen zu verhüten und zu bekämpfen. […]

Economic, social and cultural rights – from hesitant recognition to extraterritorial applicability

20 years ago the final declaration of the World Conference on Human Rights (1993) in Vienna not only reinforced the universality of human rights, it also acknowledged the indivisibility, and thereby the coherence and interdependency of the various human rights. Since then we have seen an unmistakable increase in the significance of the long-neglected economic, social and cultural human rights (ESCR).

The following paper by Michael Krennerich will cursorily follow up on the change in significance over the past few decades.

LA DESAPARICION FORZADA EN EL PERU – GEWALTSAMES VERSCHWINDENLASSEN IN PERU

Peru gehört heute nicht mehr zu den Ländern, in denen zahlreiche Menschen „verschwunden werden.“ Die vielen Tausend Verschwundenen aus den achtzigern und neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts belasten die peruanische Gesellschaft aber immer noch schwer. Zu viele Schicksale sind noch immer nicht aufgeklärt, zu viele Opfer rufen noch immer vergeblich nach Gerechtigkeit und Anerkennung. Carmen […]

Das Schweigen der Beate Zschäpe

Was erwartet man, wenn man als Zuhörerin zum sogenannten NSU-Prozess fährt? So viel war von den vorangegangenen 87 Prozesstagen zu lesen, zu hören, zu sehen gewesen über die mutmaßlichen Straftaten des Nationalsozialistischen Untergrunds, dem anhängigen Gerichtsverfahren und schließlich dem Versagen des Staates bei der Aufklärung der Morde. Lisa Winkler berichtet über ihre subjektiven Eindruck vom Besuch der Prozesstagen 88, 89 und 90 im Bayerischen Oberlandesgericht. […]

Die Fotoausstellung des NMRZ möchte auf Reisen gehen

Nach dem Ende der Ausstellung in der Nürnberger Kreisgalerie möchten die Fotografien nun in Öffentlichen Räumen, Schulen, Jugendinstitutionen und anderen Bildungseinrichtungen zur Auseinandersetzung mit der Thematik der Menschenrechte einladen. Haben Sie Interesse? Dann sprechen Sie uns an!

Ein Gedächtnisbuch für die Opfer des Kondors

Pina, João: Cóndor, Barcelona (Blume) 2014

Über die “Operación Cóndor”, diesen Verbund der Geheimdienste südamerikanischer Diktaturen, gibt es inzwischen viele wissenschaftliche und journalistische Publikationen. 1975 auf Initiative des chilenischen Geheimdienstchefs Contreras gegründet, verschleppte, folterte und ermordete dieses Netzwerk Oppositionelle in Brasilien, Bolivien, Uruguay, Argentinien, Chile und Paraguay. Mindestens in einem Fall waren auch peruanische Militärs beteiligt (s. den Artikel von Carmen Rosa Cardoza auf http://www.menschenrechte.org/lang/de/lateinamerika/a-desaparicion-forzada-en-el-peru). Der Fund eines Archivs in der paraguayischen Hauptstadt Asunción 1992 durch eines der Opfer der Operation Kondor, den Rechtsanwalt Martín Almada, brachte 1979 erstmals Licht in dieses düstere Netzwerk.