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    Mo, 8. September, 19.30 Uhr im Künstlerhaus (früher K4) Nürnberg, Weißer Saal

    Aufklärung der Vergangenheit, Macht und Menschenrechte in Guatemala

    Hintergrundgespräch

    Ein historisches Urteil: Guatemalas ehemaliger Diktator wird im eigenen Land für Völkermord verurteilt. Der Schuldspruch war ein hart erkämpfter Erfolg der guatemaltekischen Zivilgesellschaft, mutiger Zeugen und Menschenrechtsaktivistinnen, engagierter Richter und Anwältinnen, wie auch internationaler Institutionen und Menschenrechtsnetzwerke. Doch er sollte nicht von langer Dauer sein. Unter fadenscheiniger Begründung wurde die Verurteilung bereits nach zehn Tagen annulliert. Obwohl unklar bleibt, ob und unter welchen Umständen er fortgeführt wird, behält der Prozess für die Opfer eine wichtige Bedeutung bei. Sie haben ihr Schweigen gebrochen, ihre Geschichten wurden gehört und anerkannt.


Die Vereinten Nationen im Kampf gegen das „Verschwindenlassen“

von Rainer Huhle Am 21. Dezember 2010 erklärte die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 30. August zum weltweiten Tag der Opfer des Verschwindenlassens. Anlass war die Verabschiedung am gleichen Tag des jüngsten der 10 großen Menschenrechtsverträge, des „Übereinkommens zum Schutz aller Personen vor dem Verschwindenlassen“. Dieser Vertrag, dem bis heute 43 Staaten beigetreten sind, ist der vorläufige Schlussstein eines Schutzsystems, mit dem die UNO seit den siebziger Jahren versucht, dieses Verbrechen zu verhüten und zu bekämpfen. [...]

Economic, social and cultural rights – from hesitant recognition to extraterritorial applicability

20 years ago the final declaration of the World Conference on Human Rights (1993) in Vienna not only reinforced the universality of human rights, it also acknowledged the indivisibility, and thereby the coherence and interdependency of the various human rights. Since then we have seen an unmistakable increase in the significance of the long-neglected economic, social and cultural human rights (ESCR).

The following paper by Michael Krennerich will cursorily follow up on the change in significance over the past few decades.

Veranstaltungshinweis: Die Geschichte endet nicht

Mo, 8. September, 19.30 Uhr im Künstlerhaus (früher K4) Nürnberg, Weißer Saal

Aufklärung der Vergangenheit, Macht und Menschenrechte in Guatemala

Hintergrundgespräch

Ein historisches Urteil: Guatemalas ehemaliger Diktator wird im eigenen Land für Völkermord verurteilt. Der Schuldspruch war ein hart erkämpfter Erfolg der guatemaltekischen Zivilgesellschaft, mutiger Zeugen und Menschenrechtsaktivistinnen, engagierter Richter und Anwältinnen, wie auch internationaler Institutionen und Menschenrechtsnetzwerke. Doch er sollte nicht von langer Dauer sein. Unter fadenscheiniger Begründung wurde die Verurteilung bereits nach zehn Tagen annulliert. Obwohl unklar bleibt, ob und unter welchen Umständen er fortgeführt wird, behält der Prozess für die Opfer eine wichtige Bedeutung bei. Sie haben ihr Schweigen gebrochen, ihre Geschichten wurden gehört und anerkannt.

Das Schweigen der Beate Zschäpe

Was erwartet man, wenn man als Zuhörerin zum sogenannten NSU-Prozess fährt? So viel war von den vorangegangenen 87 Prozesstagen zu lesen, zu hören, zu sehen gewesen über die mutmaßlichen Straftaten des Nationalsozialistischen Untergrunds, dem anhängigen Gerichtsverfahren und schließlich dem Versagen des Staates bei der Aufklärung der Morde. Lisa Winkler berichtet über ihre subjektiven Eindruck vom Besuch der Prozesstagen 88, 89 und 90 im Bayerischen Oberlandesgericht. [...]

Veranstaltungshinweis: Die Geschichte endet nicht

Mo, 8. September, 19.30 Uhr im Künstlerhaus (früher K4) Nürnberg, Weißer Saal

Aufklärung der Vergangenheit, Macht und Menschenrechte in Guatemala

Hintergrundgespräch

Ein historisches Urteil: Guatemalas ehemaliger Diktator wird im eigenen Land für Völkermord verurteilt. Der Schuldspruch war ein hart erkämpfter Erfolg der guatemaltekischen Zivilgesellschaft, mutiger Zeugen und Menschenrechtsaktivistinnen, engagierter Richter und Anwältinnen, wie auch internationaler Institutionen und Menschenrechtsnetzwerke. Doch er sollte nicht von langer Dauer sein. Unter fadenscheiniger Begründung wurde die Verurteilung bereits nach zehn Tagen annulliert. Obwohl unklar bleibt, ob und unter welchen Umständen er fortgeführt wird, behält der Prozess für die Opfer eine wichtige Bedeutung bei. Sie haben ihr Schweigen gebrochen, ihre Geschichten wurden gehört und anerkannt.

Die Geschichte des Völkerstrafrechts – quergelesen

Lewis, Mark: The Birth of the New Justice. The Internationalization of Crime and Punishment, 1919-1950, Oxford UP 2014, 346 Seiten

Mit The Birth of the New Justice fügt der US-amerikanische Historiker Mark Lewis der stark anwachsenden Literatur über die Geschichte von Idee und Praxis internationaler Strafgerichtsbarkeit ein eindrucksvolles weiteres Buch hinzu. Dabei schlägt er in acht dichten Kapiteln den Bogen von ersten Entwürfen im neunzehnten Jahrhundert bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Es ist das große Verdienst dieses Buches, dass es gerade die Diskontinuitäten, die Brüche und inneren Widersprüche und nicht zuletzt die politischen Kontingenzen sorgfältig nachzeichnet, die die Entwicklung des Völkerstrafrechts kennzeichnen. Und dennoch, auch dies macht Lewis deutlich, bleiben die jeweiligen Bruchstücke im Gedächtnis, kommen als Referenzpunkte wieder zum Vorschein und verschwinden nicht aus der Geschichte.