Aktuelles

Die Suche nach Verschwundenen verbessern

Jedes Jahr verschwinden weltweit Menschen, weil sie im Auftrag oder mit Duldung von Regierungen entführt und gefoltert werden. Die Verantwortlichen verwischen die Spuren der Taten und verheimlichen den Verbleib der Opfer. Anlässlich des Internationalen Tags der Opfer des Verschwindenlassens am 30. August hat das Deutsche Institut für Menschenrechte mit Rainer Huhle, dem deutschen Mitglied des UN-Ausschusses gegen das Verschwindenlassen, darüber gesprochen, wie die Suche nach Verschwundenen verbessert werden kann. Mit freundlicher Genehmigung des Instituts bringen wir das Interview mit unserm Gründungsmitglied auch hier.

Menschenrechte verstehen

Das Shelter City Projekt

In vielen Ländern der Welt werden MenschenrechtlerInnen aufgrund ihrer Arbeit und Überzeugungen verfolgt. Sie werden überwacht, bedroht, eingeschüchtert oder willkürlich verhaftet; oftmals drohen ihnen gewaltsames Verschwinden, Folter und sogar der Tod. Eine der Organisationen, die sich mit dem Schutz von MenschenrechtlerInnen befassen, ist die niederländische NGO Justice & Peace. Sie rief im Jahr 2012 das Projekt Shelter City ins Leben. Unter dem Programm wird verfolgten MenschenrechtlerInnen drei Monate lang Schutz in einer niederländischen Stadt geboten. Dort können sie sich erholen und ihre Arbeit in Sicherheit fortsetzen.

Schutzprogramme für gefährdete Personen

Was tun, wenn engagierte Menschen in ihrem Land nicht hinreichend geschützt werden können? Unabhängig von den herkömmlichen Verfahren des Asyl- und Flüchtlingsschutzes bestehen national wie international etliche Schutzprogramme, die gefährdeten Einzelpersonen einen Aufenthalt in sicheren Staaten ermöglichen, auch hier in Deutschland. Der Beitrag gibt einen kurzen Einblick.

Asma Jahangir

Asma Jahangir, 1952 – 11. Februar 2018

Ein Nachruf von Heiner Bielefeldt, der 2010 Asma Jahangir als Sonderberichterstatter für Religions- und Weltanschauungsfreiheit nachfolgte.

Soziale Menschenrechte

Klimawandel, Migration und Menschenrechte

Im November dieses Jahres fand die 23. UN-Klimakonferenz in Bonn statt. Den Vorstand der Konferenz bildete in diesem Jahr der Inselstaat Fidschi, welcher einen der pazifischen Inselstaaten darstellt, der aller Wahrscheinlichkeit nach stark von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sein wird. Denn besonders den Bewohnern der pazifischen Inseln droht mit dem Anstieg des Meeresspiegels der Verlust ihrer Heimat.
Die Auswirkungen des Klimawandels stellen für viele Teile der ärmeren Weltbevölkerung eine große Bedrohung dar. Oft fehlt es ohnehin schon an einer konsequenten Umsetzung und Durchsetzung der Menschenrechte für diese Bevölkerungsgruppen, doch durch die Folgen der Veränderung unseres Klimas werden die Rechte dieser Menschen zusätzlich bedroht.

Strafgerichtsbarkeit

Der Fall Molina Theissen – The Molina Theissen case

Guatemala ist das lateinamerikanische Land mit der höchsten Anzahl von Opfern des gewaltsamen Verschwindenlassens. Gretel Mejía berichtet in ihrem Artikel von der bemerkenswerten Geschichte der Familie Molina Theissen und ihrer Suche nach Wahrheit und Gerechtigkeit.

Guatemala is the country with the highest number of victims of enforced disappearance in Latin America. In her article Gretel Alexandra Mejía Bonifazi reports the remarkable example of the Molina Theissen family in the search for truth and justice.

Weltregionen

Rezension zum neuen Werk von Juliana Ströbele-Gregor: Transnationale Spurensuche in den Anden

Juliana Ströbele-Gregor ist in der akademischen Welt vor allem als Spezialistin für indigene Bewegungen im Andenraum bekannt. Rechte indigener Frauen und die Auseinandersetzung mit den vielfältigen Einflüssen evangelikaler Sekten in diesem Raum sind ihre besonderen Schwerpunkte. Ihr neuestes Buch verrät unter anderem, dass dieser Forschungsschwerpunkt auch eine biografische Geschichte hat.

Projekte

Meine Rechte – Deine Rechte – Kinderrechte

NMRZ und Dokupäd laden Kinder ein, auf spielerische Weise ihre Kinderrechte kennenzulernen.