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    Am 26. September wurden in Ayotzinapa im mexikanischen Bundesstaat Guerrero Dutzende Lehramtsstudenten von der Polizei ermordet und verschleppt. Bei den schleppenden Untersuchungen sind bisher zahlreiche Leichen gefunden worden, von 43 der Studenten weiß man noch immer nichts. Hinter dem Verbrechen wird ein Geflecht von politischer Korruption, staatlicher Gewalt und organisiertem Verbrechen sichtbar, das in Mexiko und darüber hinaus zu einem Aufschrei geführt hat. Erstmals gehen Hunderttausende in Mexiko auf die Straße um gegen eine politische Klasse zu demonstrieren, die solche Verbrechen zulässt. Ein Beispiel ist der Brief bekannter Intellektueller, den Sie unter dem nachstehenden Link lesen können. Das spanische Original finden Sie auf mexicoduele.wordpress.com.


Die Vereinten Nationen im Kampf gegen das „Verschwindenlassen“

von Rainer Huhle Am 21. Dezember 2010 erklärte die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 30. August zum weltweiten Tag der Opfer des Verschwindenlassens. Anlass war die Verabschiedung am gleichen Tag des jüngsten der 10 großen Menschenrechtsverträge, des „Übereinkommens zum Schutz aller Personen vor dem Verschwindenlassen“. Dieser Vertrag, dem bis heute 43 Staaten beigetreten sind, ist der vorläufige Schlussstein eines Schutzsystems, mit dem die UNO seit den siebziger Jahren versucht, dieses Verbrechen zu verhüten und zu bekämpfen. [...]

Economic, social and cultural rights – from hesitant recognition to extraterritorial applicability

20 years ago the final declaration of the World Conference on Human Rights (1993) in Vienna not only reinforced the universality of human rights, it also acknowledged the indivisibility, and thereby the coherence and interdependency of the various human rights. Since then we have seen an unmistakable increase in the significance of the long-neglected economic, social and cultural human rights (ESCR).

The following paper by Michael Krennerich will cursorily follow up on the change in significance over the past few decades.

Ayotzinapa schmerzt – Offener Brief an die Zivilgesellschaft in Mexiko und in der Welt

Am 26. September wurden in Ayotzinapa im mexikanischen Bundesstaat Guerrero Dutzende Lehramtsstudenten von der Polizei ermordet und verschleppt. Bei den schleppenden Untersuchungen sind bisher zahlreiche Leichen gefunden worden, von 43 der Studenten weiß man noch immer nichts. Hinter dem Verbrechen wird ein Geflecht von politischer Korruption, staatlicher Gewalt und organisiertem Verbrechen sichtbar, das in Mexiko und darüber hinaus zu einem Aufschrei geführt hat. Erstmals gehen Hunderttausende in Mexiko auf die Straße um gegen eine politische Klasse zu demonstrieren, die solche Verbrechen zulässt. Ein Beispiel ist der Brief bekannter Intellektueller, den Sie unter dem nachstehenden Link lesen können. Das spanische Original finden Sie auf mexicoduele.wordpress.com.

Das Schweigen der Beate Zschäpe

Was erwartet man, wenn man als Zuhörerin zum sogenannten NSU-Prozess fährt? So viel war von den vorangegangenen 87 Prozesstagen zu lesen, zu hören, zu sehen gewesen über die mutmaßlichen Straftaten des Nationalsozialistischen Untergrunds, dem anhängigen Gerichtsverfahren und schließlich dem Versagen des Staates bei der Aufklärung der Morde. Lisa Winkler berichtet über ihre subjektiven Eindruck vom Besuch der Prozesstagen 88, 89 und 90 im Bayerischen Oberlandesgericht. [...]

Menschenrechte. Meine Rechte. Deine Rechte. Ausgelöst!

Das Nürnberger Menschenrechtszentrum e. V. lädt herzlichst ein, die Austellung zum Fotowettbewerb Menschenschrechte in der KREIS Galerie Nürnberg zu besuchen.
Vom 12. Oktober bis 8. November wird dort eine Auswahl der Bilder der verschiedener Preisträger gezeigt!

Der Eintritt ist frei!

Rezension – Dave Eggers: Der Circle

Die digitale Dystopie
Von Philip J. Dingeldey

Seit Kurzem loben so gut wie alle Literaturkritiker Dave Eggers neuen Roman „Der Circle“; die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ tituliert ihn gar – schon reichlich überzogen – als „Roman unserer Epoche“. Das Buch, das für allerlei Furore im Feuilleton, aber auch im politischen Diskurs sorgte, ist eine digitale Dystopie, ein Gegenbild zur Utopie, in der alles transparent, nichts mehr geheim ist – und alles wird von einem monopolistischen Social-Media-Konzern gesteuert. Anlässlich dieses Szenarios forderte Eggers eine neue Erklärung der Menschenrechte – quasi für die Stärkung digitaler Menschenrechte – die nicht nur Privatsphäre, Datenschutz und Post- und Briefgeheimnis beinhaltet. Doch was ist menschenrechtlich dran, an „Der Circle“?