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Menschenrechtschutz durch kommunale Friedhofssatzung

17. März 2014 | Von

Die Stadt Nürnberg will, wie einige andere Kommunen, internationale Menschenrechtsstandards auch auf kommunaler Ebene zur Geltung bringen. Mit ihrer Friedhofssatzung, die Grabsteine aus ausbeuterischer Kinderarbeit von städtischen Friedhöfen fernzuhalten sucht, ist die Stadt nach etlichen Instanzen nun beim Bundesverwaltungsgericht gescheitert (zur Vorgeschichte s. den Beitrag von Ralf Gutmann)



‚No quiero ser lo que soy‘ – Straßenkinder und Kinderarbeit in Venezuela

3. März 2014 | Von

Straßenkinder und Kinderarbeit sind traurige Realität in den Großstädten Venezuelas. Viele Kinder leben unter der Armutsgrenze und müssen ihre Familien finanziell unterstützen. Obwohl die Zahl der arbeitenden Kinder in den letzten Jahren zurückgegangen ist, verdienen schätzungsweise 90.000 bis 3,5 Millionen Kinder ihr Geld auf der Straße. Bemühungen der Regierung und verschiedener Nichtregierunngsorganisationen helfen den Kindern

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Der Stand des Menschenrechts auf angemessenes Wohnen in Buenos Aires

24. Februar 2014 | Von

In Buenos Aires setzt die neue Stadtregierung verstärkt auf Struktur- und Prestigeobjekte, welche die Stadt grüner, lebenswerter und attraktiver machen sollen. Der strukturellen Modernisierung der Hauptstadt stehen indes viele „Elendsviertel“ und Hunderttausende Personen in Wohnungsnot gegenüber, die weit von einer modernen, urbanen Infrastruktur und Lebensweise entfernt sind.

In Anbetracht dieser innerstädtischen Divergenz geht Sven Daleiden der Frage nach der Umsetzung des Menschenrechts auf Wohnen in Buenos Aires nach. […]



Liu Dejun – Schriftsteller im Exil in Nürnberg

12. Februar 2014 | Von

Der Presseclub Nürnberg, das Nürnberger Menschenrechtszentrum e.V. und das Menschenrechtsbüro der Stadt Nürnberg laden herzlich zu der Veranstaltung “Liu Dejun – Schriftsteller im Exil in Nürnberg” ein.

Dienstag, den 18. Februar 2014 um 19 Uhr
im Marmorsaal des Presseclubs, NÜRNBERGER Akademie,
Gewerbemuseumsplatz 2

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.



Beiträge zur Beschneidungsdebatte

4. Februar 2014 | Von

Im Dezember 2012 verabschiedete der Deutsche Bundestag das Gesetz zur „Beschneidung des männlichen Kindes“, das Beschneidungen nach den Regeln der ärztlichen Kunst, der elterlichen Zustimmung und unter hinreichender Berücksichtigung des Kindeswohls rechtlich erlaubt. Doch bleiben noch viele rechtliche Fragen offen und die öffentliche Debatte um religiös motivierte Beschneidungen von Jungen hält an. In den nachfolgenden

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37. Lateinamerikawoche vom 25.01. – 02.02.2014

20. Januar 2014 | Von

Vom 25. Januar bis 2. Februar 2014 findet die nunmehr 37. Lateinamerikawoche statt, die längst zu einer Nürnberger Institution geworden ist. Die Lateinamerikawoche bietet eine Mischung aus Musik, Kultur, Politik und sozialen Themen mit dem Ziel, diese der Öffentlichkeit in und um Nürnberg näher zu bringen. Das breit gefächerte Programm umfasst inhaltliche Vorträge, Musik- und Tanzdarbietungen, ein lateinamerikanisches Spezialitätenbuffet sowie ein interkulturelles Karnevalsfest.



Das NMRZ wünscht frohe Feiertage!

18. Dezember 2013 | Von

Das NMRZ wünscht Ihnen ein friedvolles Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr!

Unser Büro ist vom 23. Dezember 2013 bis zum 6. Januar 2014 geschlossen.

Ab Dienstag, dem 7. Januar 2014, ist unser Team wieder zu erreichen.



Gespräch mit dem Journalisten und Menschenrechtler Gerd Ruge

11. November 2013 | Von

Der langjährige ARD-Korrespondent und Mitgründer von Amnesty International in der Bundesrepublik Deutschland kommt nach Nürnberg und spricht mit Volkmar Deile (AI-Generalsekretär 1990-99).

Dienstag 26. November 2013, 19 Uhr
im Presseclub Nürnberg
Gewerbemuseumsplatz 2, Marmorsaal

 
 
 



Kolumbianischer Jurist Rodrigo Uprimny Yepes zu Gast im Nürnberger Menschenrechtszentrum

30. September 2013 | Von

Von Johana Franz Palacios

Am 16. September 2013 hatte das Nürnberger Menschenrechtszentrum den kolumbianischen Juristen Rodrigo Uprimny Yepes zu Gast. Rodrigo Uprimny ist Direktor des Forschungszentrums DeJusticia für Menschenrechte und einer der profiliertesten Menschenrechtsverteidiger in Kolumbien. Im Gespräch mit dem NMRZ konzentrierte er sich auf die menschenrechtlichen Probleme, die bei den seit 2012 laufenden Friedensgesprächen zwischen der kolumbianischen Regierung und der Guerillabewegung FARC-EP, die seit 1964 einen bewaffneten Kampf führen, zu lösen sind. Das kolumbianische Parlament hat dazu ein „Rechtsrahmen für Frieden“ (marco jurídico para la paz) verabschiedet, der dem Verfassungsgerichtshof zur Prüfung vorliegt.

Rodrigo Uprimny eröffnete seinen Vortrag mit den Fragen ‚Warum ist der Frieden gerade jetzt möglich?‘ und ‚Warum ist der Frieden so schwer zu schließen?‘. Nach der klassischen Konfliktlösungstheorie ist Frieden dann realistisch, wenn die Schmerzgrenzen beider Parteien erreicht sind und somit ein „schmerzhaftes Gleichgewicht“ entsteht. Nach Uprimnys Einschätzung ist diese Situation in Kolumbien insofern erreicht, als sowohl die linke Guerillabewegung als auch die Regierung einsehen mussten, dass sie langfristig bzw. kurzfristig den Krieg nicht gewinnen können. Eine Einigung in den Friedensgesprächen sei somit im Moment eine realistische Möglichkeit.



Chiles 11. September

11. September 2013 | Von

Vor 40 Jahren, am 11. September 1973, bombardierten chilenische Militärs den Regierungspalast in Santiago und trieben den gewählten Präsidenten Allende in den Tod. Tausende seiner Anhänger wurden in den folgenden Tagen, Monaten und 17 Jahren gefoltert, ermordet und „verschwunden“.

In Chile entstand aber auch eine starke Menschenrechtsbewegung, die trotz aller eigenen Verfolgung den Opfern der Diktatur beistand. Eine wichtige Rolle spielte dabei die „Vicaría de Solidaridad“ der katholischen Kirche, in der sich Menschen verschiedener Weltanschauung im gemeinsamen Kampf für die Menschenrechte aller ChilenInnen zusammenfanden. Ein wichtiges Instrument der Arbeit der Vicaría war ihre wöchentlich erscheinende Zeitschrift „Solidaridad“, die ab 1976 bis zum Ende der Diktatur erschien. Das Nürnberger Menschenrechtszentrum hat ein seiner Bibliothek sämtliche Ausgaben der Zeitschrift. Stefan Kreiner gibt einen Überblick über ihre Entwicklung und ihre Funktion in der chilenischen Menschenrechtsbewegung.