Internationaler Tag der Verschwundenen
28. August 2017 | Von NMRZ
Der 30. August erinnert jedes Jahr an das Schicksal der Zehntausenden von Verschwundenen in aller Welt und damit auch an das andauernde Leid der Angehörigen.
Der 30. August erinnert jedes Jahr an das Schicksal der Zehntausenden von Verschwundenen in aller Welt und damit auch an das andauernde Leid der Angehörigen.
Die spanische Polizei nimmt den deutschen Schriftsteller und Menschenrechtsaktivisten Dogan Akhanli fest. Grund ist ein Haftbefehl der türkischen Justiz, den diese mit Hilfe von Interpol international durchzusetzen versucht. Am Sonntag 20. August wurde Dogan aus der Polizeihaft entlassen, allerdings unter der Auflage sich bis zur Entscheidung über seinen Fall in Madrid aufzuhalten. Das kann Monate dauern.
Zur Eröffnung der Ausstellung im “Fenster zur Stadt” in Nürnberg waren zahlreiche Menschen gekommen und hörten vom Initiator der Ausstellung, dem mexikanischen Künstler Alfredo López, Genaueres über die vielen schrecklichen Fälle von Verschwindenlassen in Mexiko. Die Ausstellung fand so große Resonanz, dass die Veranstalter spontan beschlossen, sie bis zum 17. August zu verlängern. Anschließend geht sie weiter nach Barcelona.
Das Nürnberger Menschenrechtszentrum trauert über den Tod seines Mitglieds Heinz Dressel.
Der evangelische Theologe Heinz F. Dressel hat Hunderten von Menschen vor allem aus Lateinamerika das Leben gerettet. Nun ist er im Alter von 88 Jahren in Nürnberg nach längerer Krankheit gestorben.
Schuhe stehen nicht nur für Mode. In seinem Kunstprojekt „Huellas de la Memoria” widmet sich der mexikanische Künstler Alfredo López den Opfern von Verschwindenlassen in Mexiko und anderen Staaten Lateinamerikas. Die Schuhe bezeugen, welchen Weg Mütter, Väter oder Geschwister bereits zurücklegten, um ihre Angehörigen zu finden. Die Ausstellung ist vom 24. Juli bis zum 4. August 2017 im Tagescafé „Fenster zur Stadt“ zu sehen. Der Kümstler ist bei der Vernissage anwesend.
Im Rahmen der “Cross Culture Tour” des ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) findet am 13. Juli 2017 um 18:30 Uhr im Caritas-Prickheimer-Haus eine interessante Podiumsveranstaltung mit dem Titel “Celebrating Diversity” statt.
Am 23. Juni 2017 veröffentlichte der UN-Fachausschuss zum Sozialpakt seinen 24. Allgemeinen Kommentar, der sich durch die Konkretisierung staatlicher Verpflichtungen der Verhinderung von Menschenrechtsverletzungen durch Unternehmenaktivitäten widmet.
Am 5. Juli 2017 wird zum Anlass des 10-jährigen Jubiläums der Aktion „Bäume für die Menschenrechte” ein zusätzlicher Ginko-Baum vor der „Kulturwerkstatt Auf AEG“ gepflanzt. Die Veranstaltung wird durch ein Konzert des Pianisten Aeham Ahmad abgerundet.
Das FORUM MENSCHENRECHTE – ein Netzwerk von 50 in Deutschland menschenrechtspolitisch aktiven Nichtregierungsorganisationen, in dem das NMRZ aktiv mitwirkt – forderte in einem Gespräch am 22. Juni 2017 in Berlin von Außenminister Gabriel einen an der Realität orientierten neuen Lagebericht zu Afghanistan, stärkeres Engagement für den Schutz von Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidigern sowie konkrete Taten zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplanes Wirtschaft und Menschenrechte, durch die deutsche Unternehmen in die Pflicht genommen werden.
Ein Rückblick auf das 1. Nürnberger Elisabeth-Käsemann-Symposium zum Thema „Internationale Strafverfolgung staatlicher Verbrechen in Deutschland und Lateinamerika: 1933 – 1976 – heute“ mit den Gästen: Prof. Dr. Daniel Rafecas, Dr. Rosario Figari Layús, Jens Rommel, Prof. Dr. Christoph Safferling und Prof. Dr. Susanne Buckley-Zistel.