Menschenrechte verstehen

Studie: Wahlrecht von wohnungslosen Menschen

In Zusammenarbeit mit dem Nürnberger Menschenrechtszentrum und unter der Autorenschaft von Michael Krennerich hat das Deutsche Institut für Menschenrechte heute eine Studie zum Wahlrecht von wohnungslosen Menschen veröffentlicht. Die Studie untersucht die rechtlichen, organisatorischen und politischen Bedingungen der Wahlrechtsnutzung durch wohnungslose Menschen.

Neue Ausgabe der Zeitschrift für Menschenrechte: Menschenrechte und Entwicklung

Der Begriff und das Verständnis von Entwicklung sind seit Beginn der Entwicklungspolitik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts umstritten, schon deswegen, weil es sich nicht nur um einen beschreibenden, sondern auch um einen wertenden Begriff handelt. Die Rede von „Entwicklung” legt nahe, dass es „unterentwickelte” Länder gibt, denen es gelingen soll, einen  Entwicklungsprozess nachzuholen

[ … ]

Unternehmensanalyse

Ethisches Investieren: Umfangreiche Unternehmensanalyse

von Felix Krauß –  War das Thema Nachhaltigkeit und verantwortungsvolles Investieren lange ein Nischenthema, erfreut es sich in den letzten zwei Jahrzehnten zunehmender Beliebtheit. Längst ist klar, dass wir die weltweiten Finanzströme in zukunftsweisende, menschenrechtskonforme, saubere, ethische und faire Projekte leiten müssen, wenn wir die UN-Nachhaltigkeitsziele erreichen und das Pariser Klimaabkommen würdigen wollen. Wenn beim

[ … ]

Soziale Menschenrechte

Toys Report 2020 enthüllt gravierende Arbeitsrechtverletzungen in chinesischen Spielzeugfabriken

Im Juli diesen Jahres trat das NMRZ als Gründungsmitglied der Fair Toys Organisation bei. Die Organisation setzt sich für die Rechte von Arbeitnehmer*innen in der Spielwarenindustrie ein. Der Toys Report 2020 erinnert uns daran, wieso eine Kontrolle der Spielwarenproduktion dringend nötig ist: Während sich die Spielwarenbranche über einen Umsatzanstieg in der Pandemie freut, leiden Arbeitnehmer*innen unter psychischer und sexueller Gewalt, müssen bis zu 112 Überstunden im Monat leisten, und werden durch unzureichenden Arbeitsschutz und mangelhafte Maßnahmen zur Pandemieeindämmung gefährdet.

Strafgerichtsbarkeit

Ökozid – das Gesetz ändern, die Erde schützen?

Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass die Emission von Treibhausgasen und die Zerstörung von Ökosystemen existenzbedrohende Folgen für unsere gemeinsame Umwelt haben. Irreversibles Leid und Zerstörung sollen nicht unbestraft bleiben, um abzuschrecken und so zukünftige Taten verhindern. Vor diesem Hintergrund wurde ökologische Zerstörung nun als neuer Straftatbestand definiert, der vom Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag als “Ökozid” anerkannt werden soll. Ist Ökozid entsprechend zu einem internationalen Verbrechen zu machen? Ist hierfür das Römische Statut zu ergänzen, um Ökozid als Verbrechen aufzunehmen?

Weltregionen

Die Geltung deutscher Grundrechte im Ausland – eine Chance für den Menschenrechtsschutz?

Müssen sich Staaten auch im Ausland an Menschenrechte halten? Diese Frage spielt immer wieder eine Rolle, wenn es um Pushbacks gegen Flüchtlinge im Mittelmeer, staatliche Aktivitäten in besetzten Gebieten oder Abhörungen durch ausländische Geheimdienste geht. Sowohl Akademiker*innen als auch internationale Gerichte haben sich ausführlich mit dieser Frage befasst. Im Gegensatz dazu fand die Frage der extraterritorialen Anwendbarkeit von deutschen Grundrechten bis vor Kurzem kaum Beachtung, obwohl viele Menschenrechte auch durch das Grundgesetz garantiert werden. Seit dem vergangenen Jahr gab es nun jedoch drei wichtige Gerichtsentscheidungen zu dem Thema. Welche Bedeutung diese Urteile für die Anwendbarkeit deutscher Grundrechte im Ausland haben und welche Chancen sich daraus für den Schutz von Menschenrechten ergeben, könnt ihr in unserem neuen Artikel nachlesen.

Vergangenheitspolitik

Die Verteidiger in den Nürnberger Prozessen

Vor 75 Jahren, am 20. November 1945 begann im Nürnberger Gerichtssaal 600 der alliierte Prozess gegen die NS-Hauptkriegsverbrecher. Dieser historische Prozess kann auch deswegen fair genannt werden, weil jeder Angeklagten ein Verteidiger hatte. Und die Verteidigung war auch phasenweise erfolgreich. Otto Böhm hat dazu einige kurze Texte geschrieben, die auch als Podcast vom memorium Nürnberger Prozesse angeboten werden.

Menschenrechtsbildung

Unser Bildungsangebot

Hier finden Sie eine Übersicht zu den Bildungsangeboten des NMRZ.