Aktuelles

Die Hölle vor Gericht

4. Februar 2014 | Von

Vor 50 Jahren begann der Auschwitz-Prozess

von Otto Böhm

Die wenigen schlimmen Nazis sind verurteilt, die vielen weniger schlimmen müssen wir integrieren und damit einen Schlussstrich ziehen: Diese populäre Maxime Adenauers wurde Ende der 50er Jahre brüchig. 1958 richteten die Innenminister die Ludwigsburger „Zentralstelle zur Aufklärung von NS-Verbrechen“ ein. Damit dann am 20. Dezember 1963 im Frankfurter Römer der erste große NS-Prozess beginnen konnte, bedurfte es jedoch der Zielstrebigkeit zweier Männer – und des Zufalls.



37. Lateinamerikawoche vom 25.01. – 02.02.2014

20. Januar 2014 | Von

Vom 25. Januar bis 2. Februar 2014 findet die nunmehr 37. Lateinamerikawoche statt, die längst zu einer Nürnberger Institution geworden ist. Die Lateinamerikawoche bietet eine Mischung aus Musik, Kultur, Politik und sozialen Themen mit dem Ziel, diese der Öffentlichkeit in und um Nürnberg näher zu bringen. Das breit gefächerte Programm umfasst inhaltliche Vorträge, Musik- und Tanzdarbietungen, ein lateinamerikanisches Spezialitätenbuffet sowie ein interkulturelles Karnevalsfest.



Das NMRZ wünscht frohe Feiertage!

18. Dezember 2013 | Von

Das NMRZ wünscht Ihnen ein friedvolles Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr!

Unser Büro ist vom 23. Dezember 2013 bis zum 6. Januar 2014 geschlossen.

Ab Dienstag, dem 7. Januar 2014, ist unser Team wieder zu erreichen.



Gespräch mit dem Journalisten und Menschenrechtler Gerd Ruge

11. November 2013 | Von

Der langjährige ARD-Korrespondent und Mitgründer von Amnesty International in der Bundesrepublik Deutschland kommt nach Nürnberg und spricht mit Volkmar Deile (AI-Generalsekretär 1990-99).

Dienstag 26. November 2013, 19 Uhr
im Presseclub Nürnberg
Gewerbemuseumsplatz 2, Marmorsaal

 
 
 



Kolumbianischer Jurist Rodrigo Uprimny Yepes zu Gast im Nürnberger Menschenrechtszentrum

30. September 2013 | Von

Von Johana Franz Palacios

Am 16. September 2013 hatte das Nürnberger Menschenrechtszentrum den kolumbianischen Juristen Rodrigo Uprimny Yepes zu Gast. Rodrigo Uprimny ist Direktor des Forschungszentrums DeJusticia für Menschenrechte und einer der profiliertesten Menschenrechtsverteidiger in Kolumbien. Im Gespräch mit dem NMRZ konzentrierte er sich auf die menschenrechtlichen Probleme, die bei den seit 2012 laufenden Friedensgesprächen zwischen der kolumbianischen Regierung und der Guerillabewegung FARC-EP, die seit 1964 einen bewaffneten Kampf führen, zu lösen sind. Das kolumbianische Parlament hat dazu ein „Rechtsrahmen für Frieden“ (marco jurídico para la paz) verabschiedet, der dem Verfassungsgerichtshof zur Prüfung vorliegt.

Rodrigo Uprimny eröffnete seinen Vortrag mit den Fragen ‚Warum ist der Frieden gerade jetzt möglich?‘ und ‚Warum ist der Frieden so schwer zu schließen?‘. Nach der klassischen Konfliktlösungstheorie ist Frieden dann realistisch, wenn die Schmerzgrenzen beider Parteien erreicht sind und somit ein „schmerzhaftes Gleichgewicht“ entsteht. Nach Uprimnys Einschätzung ist diese Situation in Kolumbien insofern erreicht, als sowohl die linke Guerillabewegung als auch die Regierung einsehen mussten, dass sie langfristig bzw. kurzfristig den Krieg nicht gewinnen können. Eine Einigung in den Friedensgesprächen sei somit im Moment eine realistische Möglichkeit.



Internationale Konferenz “LSBTI-Rechte sind Menschenrechte – überall!” vom 27. – 28. September 2013 in Nürnberg

22. September 2013 | Von

Am 29. September 2013 verleiht die Stadt Nürnberg zum zehnten Mal den Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreis. Diesjährige Preisträgerin ist die ugandische Menschenrechtsaktivistin Kasha Jacqueline Nabagesera, die für ihr langjähriges Engagement für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender (LSBT) ausgezeichnet wird.

Die Entscheidung der Jury, mit der Wahl der Preisträgerin die weltweite Diskriminierung von LSBTI-Personen sichtbar zu machen, ist ein Meilenstein und ein starkes politisches Signal: Homophobie ist ein Menschenrechtsthema, weltweit. Es braucht internationale Öffentlichkeit und eine starke Anwaltschaft.



Chiles 11. September

11. September 2013 | Von

Vor 40 Jahren, am 11. September 1973, bombardierten chilenische Militärs den Regierungspalast in Santiago und trieben den gewählten Präsidenten Allende in den Tod. Tausende seiner Anhänger wurden in den folgenden Tagen, Monaten und 17 Jahren gefoltert, ermordet und „verschwunden“.

In Chile entstand aber auch eine starke Menschenrechtsbewegung, die trotz aller eigenen Verfolgung den Opfern der Diktatur beistand. Eine wichtige Rolle spielte dabei die „Vicaría de Solidaridad“ der katholischen Kirche, in der sich Menschen verschiedener Weltanschauung im gemeinsamen Kampf für die Menschenrechte aller ChilenInnen zusammenfanden. Ein wichtiges Instrument der Arbeit der Vicaría war ihre wöchentlich erscheinende Zeitschrift „Solidaridad“, die ab 1976 bis zum Ende der Diktatur erschien. Das Nürnberger Menschenrechtszentrum hat ein seiner Bibliothek sämtliche Ausgaben der Zeitschrift. Stefan Kreiner gibt einen Überblick über ihre Entwicklung und ihre Funktion in der chilenischen Menschenrechtsbewegung.



Menschenrechtsschutz auf kommunaler Ebene – Die Problematik des Verbots der Aufstellung von Grabsteinen aus Kinderarbeit am Beispiel Nürnberg

19. August 2013 | Von

Internationale Menschenrechtsnormen sollten für Alle gelten. Menschenrechtsverträge verpflichten Staaten, deren Bestimmungen auf ihrem Gebiet umzusetzen und ihre Ziele durchzusetzen.

Was einfach klingt, ist im juristischen Alltag oft kompliziert. Die Stadt Nürnberg wollte, entsprechend zwei von Deutschland unterzeichneten Abkommen, einen Beitrag zur Abschaffung ausbeuterischer Kinderarbeit leisten. Sie schrieb daher in ihre Friedhofssatzung einen Passus, der nachzuweisen vorschrieb, dass bei der Produktion der auf den städtischen Friedhöfen aufgestellten Grabsteine keine verbotene Kinderarbeit eingeflossen sei. Denn in den letzten Jahren waren immer wieder Berichte über ausbeuterische Kinderarbeit in Steinbrüchen verschiedener Länder bekannt geworden, die auch nach Deutschland lieferten.



MdB Harald Weinberg zu Gast im Nürnberger Menschenrechtszentrum

7. August 2013 | Von

Nachdem das Nürnberger Menschenrechtszentrum (NMRZ) bereits Gespräche mit Bundestagsabgeordneten anderer Parteien geführt hat, begrüßte es am 5.August 2013 den Bundestagsabgeordneten Harald Weinberg (Wahlkreis Nürnberg-Nord), von der Partei DIE LINKE, zu einer offenen Diskussionsrunde in seinen Räumlichkeiten.



Grundkurs Menschenrechte – Die 30 Artikel kommentiert für die politische Bildung

26. Juni 2013 | Von

Otto Böhm, Mitarbeiter im Bildungsbereich des Nürnberger Menschenrechtszentrums und Dr. Doris Katheder, Ressortleiterin an der Akademie CPH, Nürnberg, haben aus der Veranstaltungsreihe “Grundkurs Menschenrechte” ein fünfbändiges Buchprojekt entwickelt – drei Bände liegen derzeit bereits vor. Die Reihe bietet ein kompaktes Grundwissen über die Menschenrechte und ihre einzelnen Artikel und gibt viele Anregungen für weiterführende Auseinandersetzungen in pädagogischen und politischen Handlungsfeldern. […]