Menschenrechte verstehen

Internationale Konferenz: Das Recht, das uns zu Menschen macht – Ein Überblick

7. Mai 2013 | Von

Im November 2008 veranstaltete die Stiftung “Erinnerung, Verantwortung und Zukunft” gemeinsam mit dem Nürnberger Menschenrechtszentrum eine internationale Konferenz mit dem Titel “Das Recht, das uns zu Menschen macht. Menschenrechte als Antwort auf historisches und aktuelles Unrecht”. Die Veranstalter wollten mit dieser Tagung ein Forum schaffen, um aktuelle Menschenrechtsfragen im Lichte jener Unrechtserfahrungen, die 1948 zur Erklärung der Menschenrechte geführt haben, zu diskutieren.[…]



Revolution in Bildern – Streetart und Graffiti in Kairo als Medium ungekannter Meinungsfreiheit

18. Oktober 2012 | Von

von Andrea Dänzer   1. Einleitung Was Ende 2010 mit der Verzweiflungstat eines Einzelnen – der Selbstverbrennung des tunesischen Gemüsehändlers Muhammad Bouazizi – begann, entwickelte sich zum rasenden Lauffeuer von Protesten in der arabischen Welt und setzte Entwicklungen in Gang, die fast keiner mehr für möglich gehalten hatte. Die arabischen Völker begehrten mit der Forderung

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Gewaltsames Verschwindenlassen – mehr als ein Verbrechen

30. August 2012 | Von

Gemeinsame Erklärung der UN-Arbeitsgruppe über gewaltsames und unfreiwilliges Verschwindenlassen und des UN-Ausschusses über gewaltsames Verschwindenlassen aus Anlass des 2. Internationalen Tags der Opfer gewaltsamen Verschwindenlassens am 30. August 2012

GENF (30. August 2012) – „Gewaltsames Verschwindenlassen ist mehr als ein Verbrechen“, das erklärten heute zwei Fachgremien der Vereinten Nationen, die sich mit dem gewaltsamen Verschwindenlassen beschäftigen, aus Anlass des zweiten Internationalen Tags der Opfer gewaltsamen Verschwindenlassens. „Es ist ein Handeln, das den Kern menschlichen Verhaltens negiert und unvereinbar ist mit den tiefsten Werten jeder menschlichen Gesellschaft.“ […]



Menschenrechte haben Geschichte

8. August 2012 | Von

Die Personen hinter der Geschichte

1948 verabschiedete die UNO Generalversammlung eine „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“, die seither zum meistzitierten, in zahllose Sprachen übersetzten Menschenrechtsdokument geworden ist. Seinerzeit war die Erklärung aber keineswegs das einzige wichtige Dokument. Sie war eines in einer ganzen Reihe von Instrumenten, mit denen man nach der „Barbarei“ (so die Präambel zur AEMR) von Faschismus und Weltkrieg eine neue menschenrechtliche Ordnung der Welt begründen wollte. In lockerer Folge stellen wir an dieser Stelle Persönlichkeiten vor, die an diesen Prozessen wichtigen Anteil hatten. […]



Herbert Vere Evatt (1894 – 1965) Australien

8. August 2012 | Von

von Rainer Huhle

Am 10. Dezember 1948 fast um Mitternacht gab der Präsident der UNO-Vollversammlung im Palais de Chaillot in Paris das Ergebnis der Abstimmung über den Gesamttext der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte bekannt. 48 Staaten hatten mit Ja gestimmt, acht hatten sich enthalten. Er beglückwünschte die Delegierten zu ihrem Votum und merkte an, dass dies zweifellos ein historischer Beschluss gewesen sei, der aber nur der erste Schritt auf dem Weg zu einer verbindlichen Menschenrechtsordnung in der Welt sein könne, dem weitere folgen müssten. […]



Henri Laugier (1888 – 1973) Frankreich

8. August 2012 | Von

von Rainer Huhle

 Der Arzt, Biologe und Bildungs- und Wissenschaftspolitiker Henri Laugier bekleidete einen der angesehensten Posten im französischen Wissenschaftsbetrieb, als 1939 Hitler den Zweiten Weltkrieg begann und Frankreich überfiel. Er war Direktor des CNRS, des großen nationalen Forschungsverbands Frankreichs, vergleichbar vielleicht den Max-Planck-Instituten in Deutschland. Doch als Marschall Pétain die Macht ergriff und seine Regierung in Vichy als willfähriges Instrument der NS-Herrschaft und -Ideologie etablierte, zögerte er nicht, warf die Karriere hin und ging ins Exil. […]



Hansa Mehta (1897 – 1995) Indien

8. August 2012 | Von

von Rainer Huhle

 Im September 1948, acht Monate nach Gandhis gewaltsamem Tod, veröffentlichte Hansa Mehta einen kleinen Essay unter dem Titel “Reminiscences of Gandhi”. Als sie ihn auf dem Totenbett sah, schrieb sie, habe sein Gesicht keine Spur von seinem gewaltsamen Ende getragen. „Es war wunderbar ruhig und heiter.“ […]
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Von Armenien zu einer internationalen Menschenrechtserklärung – André Mandelstam und die Entwicklung des menschenrechtlichen Völkerrechts

6. Februar 2012 | Von

von Rainer Huhle

In Frankreich streitet man sich wieder einmal, wie man den Völkermord an den Armeniern in der Türkei vor hundert Jahren bezeichnen darf oder muss. Wie man mit diesen schrecklichen Verbrechen umgehen, welche Konsequenzen man daraus ziehen sollte, damit haben sich auch schon die Zeitgenossen beschäftigt. Einen heute fast Vergessenen wollen wir hier in Erinnerung rufen. […]



Wissenswertes über Menschenrechte

25. Januar 2012 | Von

von Michael Krennerich

Was sind Menschenrechte? Gelten sie auch für andere Kulturen? Oder sind Menschenrechte ohnehin nur ein Papiertiger? Im Rahmen des lokalen Aktionsplans des Bundesprogramms “Toleranz fördern, Kompetenzen stärken” bot das Nürnberger Menschenrechtszentrum drei kostenlose Workshops an. Eine kurze Einführung zu Menschenrechten, angelegt als ein Katalog häufig gestellter Fragen (Frequently Asked Questions), finden sie hier. […]



Kinderrechte in Deutschland nach der Rücknahme der Vorbehalte

19. Dezember 2011 | Von

von Sophia Brostean-Kaiser

Kinderrechte sind Menschenrechte und deshalb universelle, unteilbare und unveräußerliche Rechte. Diese Rechte sind in der UN-Kinder- rechtskonvention niedergeschrieben, die 1992 von der Bundesregierung ratifiziert wurde. Jedoch wurden damals fünf Vorbehalte geltend gemacht, die sich teils erheblich auf die Rechte der Kinder ausgewirkt haben. […]