Amerika

Eine Wahrheitskommission an den Graswurzeln

25. Juni 2015 | Von

Erinnerungsarbeit auf dem Engenho Galiléia, der Wiege der brasilianischen Bauernbewegung

Ende 2014 hat auch in Brasilien endlich eine Wahrheitskommission ihren Bericht über die lange Zeit der Diktatur vorgelegt. Kein Wahrheitskommissionsbericht kann aus der Vogelperspektive die Realität eines ganzen großen Landes vollständig abbilden. Der Bericht von Sara Fremberg wählt die Froschperspektive und beleuchtet am Beispiel einer ländlichen Gemeinde, in der einst die Wiege der brasilianischen Bauernbewegung stand, wie die Nachkommen trotz vieler Schwierigkeiten hartnäckig daran arbeiten, die Erinnerung die Kämpfe und die Repression festzuhalten.



Gewaltsames Verschwindenlassen in Mexico: Empfehlungen zu Schutzmaßnahmen durch UN-Ausschuss

20. Februar 2015 | Von

Am 13. Februar hat der UN-Ausschuss über das Verschwindenlassen seine Empfehlungen an Mexiko veröffentlicht. Darin räumen die UN-Experten drei ihrer Empfehlungen besondere Priorität ein. Diese betreffen die Datenerhebung und Datenabgleich, den Schutz der Migrantinnen und Migranten sowie die Suche und der Lokalisierung von verschwundenen Personen.



GEWALTSAMES VERSCHWINDENLASSEN IN PERU

15. November 2014 | Von

Peru gehört heute nicht mehr zu den Ländern, in denen zahlreiche Menschen „verschwunden werden.“ Die vielen Tausend Verschwundenen aus den achtzigern und neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts belasten die peruanische Gesellschaft aber immer noch schwer. Zu viele Schicksale sind noch immer nicht aufgeklärt, zu viele Opfer rufen noch immer vergeblich nach Gerechtigkeit und Anerkennung. Carmen Rosa Cardoza war als forensische Expertin und Aktivistin von Amnesty International intensiv an der Suche nach Wahrheit und Gerechtigkeit in Peru beteiligt. Sie berichtet hier von den großenSchwierigkeiten bei der Suche und Identifizierung von „Verschwundenen“.



Ayotzinapa schmerzt – Offener Brief an die Zivilgesellschaft in Mexiko und in der Welt

31. Oktober 2014 | Von

Am 26. September wurden in Ayotzinapa im mexikanischen Bundesstaat Guerrero Dutzende Lehramtsstudenten von der Polizei ermordet und verschleppt. Bei den schleppenden Untersuchungen sind bisher zahlreiche Leichen gefunden worden, von 43 der Studenten weiß man noch immer nichts. Hinter dem Verbrechen wird ein Geflecht von politischer Korruption, staatlicher Gewalt und organisiertem Verbrechen sichtbar, das in Mexiko und darüber hinaus zu einem Aufschrei geführt hat. Erstmals gehen Hunderttausende in Mexiko auf die Straße um gegen eine politische Klasse zu demonstrieren, die solche Verbrechen zulässt. Ein Beispiel ist der Brief bekannter Intellektueller, den Sie unter dem nachstehenden Link lesen können. Das spanische Original finden Sie auf mexicoduele.wordpress.com.



Das Auswärtige Amt und die Ermordung Elisabeth Käsemanns in Argentinien 1977

22. Oktober 2014 | Von

Der „Fall Käsemann“ ist der bekannteste Fall eines deutschen Opfers der argentinischen Militärdiktatur von 1976-83. Er führte zu einem der wenigen Verfahren, die ein deutsches Gericht, das Oberlandesgericht Nürnberg-Fürth, aufgrund der Recherchen und Anzeigen der „Koalition gegen die Straflosigkeit“ gegen die verantwortlichen Generäle Argentiniens eröffnete. […]



PRO BÚSQUEDA: Auf der Suche nach den verschwundenen Kindern El Salvadors

13. Juni 2014 | Von

Das gewaltsame Verschwindenlassen von Personen vor und während des Bürgerkrieges in El Salvador ist ein besonders trauriges Kapitel in der Geschichte des Landes. Resultat dieser systematisch und massiv betriebenen Menschenrechtsverletzung sind mehr als 5000 Verschwundene.



Aus Havanna kommt ein Schiff, beladen mit… Frieden

28. Mai 2014 | Von

Kolumbien ist das Land mit der ältesten Guerilla Lateinamerikas, mit fast permanenten bewaffneten Auseinandersetzungen, aber auch mit vielen Friedensversuchen. […]



‚No quiero ser lo que soy‘ – Straßenkinder und Kinderarbeit in Venezuela

3. März 2014 | Von

Straßenkinder und Kinderarbeit sind traurige Realität in den Großstädten Venezuelas. Viele Kinder leben unter der Armutsgrenze und müssen ihre Familien finanziell unterstützen. Obwohl die Zahl der arbeitenden Kinder in den letzten Jahren zurückgegangen ist, verdienen schätzungsweise 90.000 bis 3,5 Millionen Kinder ihr Geld auf der Straße. Bemühungen der Regierung und verschiedener Nichtregierunngsorganisationen helfen den Kindern

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Ana Lilia Pérez – der Preis der Unbestechlichkeit

1. Februar 2013 | Von

Ana Lilia Pérez ist eine der renommiertesten mexikanischen Journalistinnen. Ihre investigativen Recherchen in das Geflecht aus politischer Korruption, rücksichtlosen Interessen mexikanischer und internationaler Wirtschaftsunternehmen und organisierter Kriminalität haben ihr zahlreiche Preise, aber auch willkürliche Gerichtsverfahren, Verfolgung und Morddrohungen eingebracht. Mitte 2012 kam sie für ein Jahr mit einem Stipendium der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte nach Deutschland. Auf der Nürnberger Lateinamerikawoche hat sie eindrücklich von ihren Erfahrungen in Mexiko und Deutschland berichtet. Ein literarisches Zeugnis dieser Erfahrungen stellen wir hier auf spanisch und deutsch vor.



Curbaradó: Geben Sie das Land zurück, Herr Präsident!

26. November 2012 | Von

Online-Kampagne

Die afrokolumbianischen Gemeinden am Curbaradó-Fluss im Bundesstaat Chocó kämpfen um ihr Land – zeigen Sie, dass sie dabei nicht alleine sind! Nehmen Sie sich zwei Minuten Zeit und beteiligen Sie sich an der Online-Kampagne gegen Vertreibung afrokolumbianischer Gemeinden zugunsten von Monokulturen und extensiver Viehzucht.