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Im Kampf für die Menschenrechte: Kolumbianischer Untersuchungsrichter im Gespräch

20. November 2012 | Von

Am Sonntag, den 25. November 2012 um 11 Uhr spricht im Saal 600 des Oberlandesgerichts Nürnberg Iván Velásquez Gómez, Untersuchungsrichter am Obersten Gerichtshof von Kolumbien. Er erhält in diesem Jahr den Menschenrechtspreis des Deutschen Richterbunds.

Der 56-jährige Jurist hat sich als Anwalt, später als Staatsanwalt und schließlich als Oberster Richter konsequent für die Menschenrechte und für die Einhaltung rechtsstaatlicher Regeln eingesetzt. Von 2006 bis 2012 leitete er die Ermittlungen des Obersten Gerichtshofs u.a. gegen die Verflechtungen staatlicher Amtsträger mit paramilitärischen kriminellen Gruppen.



Menschenrechtsschutz durch die Vereinten Nationen – wie funktioniert das?

13. November 2012 | Von

Am Dienstag, den 20. November 2012 von 19 bis 21 Uhr findet im Caritas-Pirckheimer-Haus eine Podiumsdiskussion zum Thema „Menschenrechtsschutz durch die Vereinten Nationen – wie funktioniert das?“ statt. Referenten: Prof. Dr. Heiner Bielefeldt, UN-Sonderberichterstatter über Religions- und Weltanschauungsfreiheit und Dr. Rainer Huhle, Mitglied im UN-Ausschuss zur Konvention gegen das gewaltame Verschwindenlassen von Personen. Geleitet wird

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Revolution in Bildern – Streetart und Graffiti in Kairo als Medium ungekannter Meinungsfreiheit

18. Oktober 2012 | Von

von Andrea Dänzer

Was Ende 2010 mit der Verzweiflungstat eines Einzelnen – der Selbstverbrennung des tunesischen Gemüsehändlers Muhammad Bouazizi – begann, entwickelte sich zum rasenden Lauffeuer von Protesten in der arabischen Welt und setzte Entwicklungen in Gang, die fast keiner mehr für möglich gehalten hatte. Die arabischen Völker begehrten mit der Forderung nach Freiheit gegen ihre repressiven Regime auf und leiteten eine bis dato ungesehene Götterdämmerung in diesem Teil der Welt ein. Andrea Dänzer hat die Revolution in zahlreichen Fotographien von Streetart und Graffiti in Kairo festgehalten […]



Menschenhandel in Mexiko, eine traurige Realität|La trata de personas en México, una triste realidad|Menschenhandel in Mexiko, eine traurige Realität

8. Oktober 2012 | Von

La situación geográfica de México, hace que sea considerado como país de origen, destino, tránsito y retorno para los migrantes. Es importante señalar que las migraciones no siempre se realizan de forma segura, y en gran parte de los casos quienes migran, debido a su vulnerabilidad, se convierten en víctimas de trata y tráfico de personas […].

Mexikos geographische Lage macht es zu einem Herkunfts-, Ziel- bzw. Rückkehrland sowie zu einem Transitland für Migranten. Besonders sind die zahlreichen Risikofaktoren, welche eine Migration begleiten, hervorzuheben. In vielen Fällen werden die Migranten aufgrund ihrer hohen Vulnerabilität zu Opfern von Menschenhändlern […]



Spaniens Kampf für Menschenrechte

3. September 2012 | Von

von Marta Sánchez Dionisby Marta Sánchez Dionisby Marta Sánchez Dionis

Seit 2008 befindet sich die globale Wirtschaft in einer ernsthaften Rezession: eine tiefgreifende Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich weltweit ausgebreitet. Diese Krise hat einen verheerenden Einfluss auf das Leben und die Existenzgrundlagen von Menschen überall auf der Welt und stellt eine Bedrohung für die gesamte Bandbreite der Menschenrechte dar, insbesondere jedoch für die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte. Spanien, tief getroffen durch die europäische Finanzkrise, implementierte harte Sparmaßnahmen um die Voraussetzung für eine Reduzierung der Staatsschulden zu schaffen, die durch stetige Kapitalzuführungen für die bereits angeschlagenen spanischen Banken zusätzlich genährt wurden. […]

Since 2008, the global economy is experimenting a severe downturn: a deep financial and economic crisis has spread globally. This crisis is having devastating effects on lives and livelihoods across the world, threatening the whole range of human rights, but specifically economic, social and cultural rights. Spain, deeply affected by the European sovereign debt crisis, has implemented tough austerity measures as a precondition for the reduction of public debt, inflated by the constant capital injections made to the troubled Spanish banks. The United Nations Committee on Economic, Social and Cultural Rights, given the context of the economic crisis, decided on May 2012 to have a close look at the situation of human rights in the country, and expressed its concern over reductions in levels of protection afforded to the rights to housing, health, education, and work, among others, as a consequence of austerity measures. […]

Since 2008, the global economy is experimenting a severe downturn: a deep financial and economic crisis has spread globally. This crisis is having devastating effects on lives and livelihoods across the world, threatening the whole range of human rights, but specifically economic, social and cultural rights. Spain, deeply affected by the European sovereign debt crisis, has implemented tough austerity measures as a precondition for the reduction of public debt, inflated by the constant capital injections made to the troubled Spanish banks. The United Nations Committee on Economic, Social and Cultural Rights, given the context of the economic crisis, decided on May 2012 to have a close look at the situation of human rights in the country, and expressed its concern over reductions in levels of protection afforded to the rights to housing, health, education, and work, among others, as a consequence of austerity measures. […]



MdB Günter Gloser zu Gast im NMRZ

2. September 2012 | Von

von Thomas Reinert

Am 1. Oktober 2012 lud das Nürnberger Menschrechtszentrum (NMRZ) Günter Gloser, MdB der SPD-Bundestagsfraktion und Vorsitzender der „Parlamentariergruppe für die Beziehungen zu den Maghreb-Staaten“, zur Diskussion in seine Räumlichkeiten ein. Thema war die parlamentarische Menschenrechtsarbeit im Allgemeinen sowie die momentane Situation in der sog. MENA-Region („Middle East & North Africa“) […]



Menschenrechte haben Geschichte

8. August 2012 | Von

Die Personen hinter der Geschichte

1948 verabschiedete die UNO Generalversammlung eine „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“, die seither zum meistzitierten, in zahllose Sprachen übersetzten Menschenrechtsdokument geworden ist. Seinerzeit war die Erklärung aber keineswegs das einzige wichtige Dokument. Sie war eines in einer ganzen Reihe von Instrumenten, mit denen man nach der „Barbarei“ (so die Präambel zur AEMR) von Faschismus und Weltkrieg eine neue menschenrechtliche Ordnung der Welt begründen wollte. In lockerer Folge stellen wir an dieser Stelle Persönlichkeiten vor, die an diesen Prozessen wichtigen Anteil hatten. […]



Herbert Vere Evatt (1894 – 1965) Australien

8. August 2012 | Von

von Rainer Huhle

Am 10. Dezember 1948 fast um Mitternacht gab der Präsident der UNO-Vollversammlung im Palais de Chaillot in Paris das Ergebnis der Abstimmung über den Gesamttext der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte bekannt. 48 Staaten hatten mit Ja gestimmt, acht hatten sich enthalten. Er beglückwünschte die Delegierten zu ihrem Votum und merkte an, dass dies zweifellos ein historischer Beschluss gewesen sei, der aber nur der erste Schritt auf dem Weg zu einer verbindlichen Menschenrechtsordnung in der Welt sein könne, dem weitere folgen müssten. […]



Henri Laugier (1888 – 1973) Frankreich

8. August 2012 | Von

von Rainer Huhle

 Der Arzt, Biologe und Bildungs- und Wissenschaftspolitiker Henri Laugier bekleidete einen der angesehensten Posten im französischen Wissenschaftsbetrieb, als 1939 Hitler den Zweiten Weltkrieg begann und Frankreich überfiel. Er war Direktor des CNRS, des großen nationalen Forschungsverbands Frankreichs, vergleichbar vielleicht den Max-Planck-Instituten in Deutschland. Doch als Marschall Pétain die Macht ergriff und seine Regierung in Vichy als willfähriges Instrument der NS-Herrschaft und -Ideologie etablierte, zögerte er nicht, warf die Karriere hin und ging ins Exil. […]



Hansa Mehta (1897 – 1995) Indien

8. August 2012 | Von

von Rainer Huhle

 Im September 1948, acht Monate nach Gandhis gewaltsamem Tod, veröffentlichte Hansa Mehta einen kleinen Essay unter dem Titel “Reminiscences of Gandhi”. Als sie ihn auf dem Totenbett sah, schrieb sie, habe sein Gesicht keine Spur von seinem gewaltsamen Ende getragen. „Es war wunderbar ruhig und heiter.“ […]
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