Weltregionen

Die Geschichte der Ständigen Menschenrechtsversammlung von Bolivien (Asamblea Permanente de Derechos Humanos de Bolivia – APDHB)

29. Oktober 2020 | Von

Franco Albarracín arbeitet für die Menschenrechtsorganisation Asamblea Permanente de Derechos Humanos de Bolivia – APDHB, die älteste Menschenrechtsorganisation Boliviens und überhaupt eine der ältesten und angesehensten in ganz Lateinamerika. Die Geschichte dieser Organisation, die in den Jahren schlimmer Militärdiktaturen in Bolivien entstand, stellt Franco Albarracín in seinem ersten Beitrag für das NMRZ vor.



Wahlrecht ist ein Menschenrecht! Michael Krennerich über den Präsidentschaftswahlkampf in den USA

16. Oktober 2020 | Von

Derzeit beherrschen die Präsidentschaftswahlen in den USA auch in Deutschland die Schlagzeilen. In diesem Interview von FAU aktuell  spricht Michael Krennerich über die bisherigen Lehren aus dem US-Wahlkampf, die möglichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Wahlausgang und die Frage, wie es derzeit um freie und faire Wahlen in Europa bestellt ist.   Der Präsidentschaftswahlkampf in

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Menschenrechtsverletzungen im Israelisch-Palästinensischen Konflikt

22. Oktober 2019 | Von

Anfang März 2019 kam es nach vorerst seit Ende des Jahres 2018 bestehender Waffenruhe zu Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen, worauf Israel mit Luftangriffen reagierte. Dieser Artikel analysiert den UN-Report einer Untersuchungskommission des Menschenrechtsrates zu den “Great March of Return”-Protesten in den Palästinensischen Gebieten 2018.



Von Berlin zum Mittelmeer – 30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer hat sich Europa eingemauert

22. Oktober 2019 | Von

Auch Katalonien hat seinen 11. September. An diesem Tag begeht das Land jedes Jahr seinen Nationalfeiertag. Statt eines nationalistischen Gedenkens hat die Stadt Barcelona 2019 an diesem Tag, der „Diada nacional de Catalunya“, an das Schicksal der Millionen MigrantInnen und Geflüchteten, die in Europa auf neue Mauern stoßen, die flüssige Mauer des Mittelmeers eingeschlossen. Unter anderem wurde das Thema in einer eindrucksvollen Multi-Media-Schau auf der Plaça St. Jaume vor dem Rathaus und der Generalitat, dem Sitz der Regionalregierung präsentiert.
Die Bürgermeisterin von Barcelona, Ada Colau, hat für den Festvortrag zu diesem Thema Rainer Huhle vom Nürnberger Menschenrechtszentrum eingeladen. Den spanischen Text seines Vortrags – er wurde den anwesenden Gästen auf katalanisch verteilt – finden Sie hier.



Vortrag “‘Trostfrauen’ in Asien” von Mina Watanabe

27. Mai 2019 | Von

Am 03. Mai hielt Mina Watanabe, Direktorin des Women’s Active Museum on War and Peace in Tokio, einen englischen Vortrag zum Kampf um die Opferrechte der sogenannten “Trostfrauen” in Asien. Schätzungen zufolge wurden zwischen 50.000 und 200.000 Mädchen und Frauen während des Zweiten Weltkriegs Opfer systematischer sexueller Gewalt durch Angehörige der japanischen Armee. Eindrucksvoll beschrieb Mina Watanabe den bis heute fortdauernden Kampf um die Anerkennung der damaligen staatlichen Beteiligung durch die japanische Regierung, sowie das Recht der Opfer auf Entschädigung. Den gesamten Vortrag können Sie hier lesen.



Kriminalisierung indigener MenschenrechtsverteidigerInnen: Die Verfolgung der Mapuche in Chile

11. April 2019 | Von

Indigene Mobilisierungsbewegungen in Lateinamerika nehmen zu, doch gleichzeitig häufen sich auch die Fälle der Stigmatisierung, sowie der unrechtmäßigen strafrechtlichen Verfolgung indigener AktivistInnen. Durch falsche Anschuldigungen und willkürliche Festnahmen sollen besonders deren Forderungen im Landrechtskonflikt diskreditiert werden. Auch die Mapuche in Chile werden zunehmend zum Opfer der Justiz, welche durch die Anwendung des Anti-Terror-Gesetzes gegen das indigene Volk sogar für eine Gleichsetzung mit TerroristInnen sorgt. Doch welche Rolle spielt die ethnische Identität der indigenen MenschenrechtsverteidigerInnen im Kontext der Kriminalisierung?



Neues Polizeiaufgabengesetz in Bayern

12. Oktober 2018 | Von

Eines der großen Themen im Bayerischen Landtagswahlkampf ist das Polizeiaufgabengesetz (PAG) für die bayerische Polizei, welches letztes und dieses Jahr überarbeitet wurde und die Behörden mit weiteren Kompetenzen ausgestattet hat. So kann die Polizei beispielsweise aufgrund von Indizien bei „drohender Gefahr“ früher eingreifen. Ebenso ist es möglich, dass Menschen länger in Präventivgewahrsam genommen werden können. Das neue PAG ist auf großen Widerstand in der Opposition, bei Bürger- und Menschenrechtsorganisationen und in der Gesellschaft gestoßen und hat zu mehreren Großdemonstrationen in ganz Bayern geführt. In diesem Zusammenhang hat unter anderem der Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht und Völkerrecht der Friedrich-Alexander-Universität, Prof. Dr. Markus Krajewski, eine Popularklage beim Bayerischen Verfassungsgerichtshof eingereicht.



Rezension zum neuen Werk von Juliana Ströbele-Gregor: Transnationale Spurensuche in den Anden

27. August 2018 | Von

Juliana Ströbele-Gregor ist in der akademischen Welt vor allem als Spezialistin für indigene Bewegungen im Andenraum bekannt. Rechte indigener Frauen und die Auseinandersetzung mit den vielfältigen Einflüssen evangelikaler Sekten in diesem Raum sind ihre besonderen Schwerpunkte. Ihr neuestes Buch verrät unter anderem, dass dieser Forschungsschwerpunkt auch eine biografische Geschichte hat.



Indigene Völker und ihre Rechte – zur aktuellen Situation der indigenen Völker in Lateinamerika

7. August 2018 | Von

Seit 1993 widmet die UN- Generalversammlung den 9. August den indigenen Völkern. Der internationale Tag der indigenen Völker will auf die besondere Situation der indigenen Gemeinschaften aufmerksam machen und ein Zeichen für Sensibilisierung und Respekt setzen. Auch auf die Notwendigkeit des Schutzes und Erhaltung der indigenen Kulturen soll hingewiesen werden. Das Thema des diesjährigen Gedenktages widmet sich der aktuellen Lage der indigenen Gebiete und den Hauptursachen von Migration und Vertreibung. Anlässlich dieses besonderen Tages wird in diesem Beitrag die aktuelle Situation der indigenen Völker vorgestellt.



Die fehlenden Garantien der Umverteilung des Landes in Kolumbien könnten ein Hindernis im Friedensprozess darstellen

29. Mai 2017 | Von

Die schwache Präsenz staatlicher Institutionen in ländlichen Gegenden, die beschränkten Möglichkeiten politischer Partizipation und der gescheiterte Versuch einer Landreform waren die Gründe des bewaffneten Konfliktes, der seit sechzig Jahren in Kolumbien herrscht.
Der Artikel ist in spanischer Sprache.