Menschenrechte verstehen

Deutscher Menschenrechts-Filmpreis 2014

4. Juni 2014 | Von

Der Veranstalter- und Trägerkreis des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises lobt zum neunten Mal den Wettbewerb um die überzeugendsten deutschsprachigen Filmproduktionen zum Thema Menschenrechte aus. Einreichschluss ist in diesem Jahr der 2. September.

Für diesen Jahrgang wurden die Wettbewerbskategorien neu zugeschnitten. Ab sofort können auch Filme mit unbegrenzter Spiellänge in der Kategorie „Langfilm“ eingereicht werden. Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis wird 2014 in diesen sechs Sparten vergeben. […]



Fotowettbewerb “Menschenrechte. Meine Rechte. Deine Rechte. Ausgelöst!”

14. Mai 2014 | Von

„Menschenrechte – Meine Rechte. Deine Rechte. Ausgelöst!“ heißt ein Fotowettbewerb, den das Nürnberger Menschenrechtszentrum (NMRZ) anlässlich seines 25jährigen Bestehens ausschreibt. Bis zum 1. Juni 2014 können Schüler/innen, Auszubildende und Studierende im Fachbereich Fotografie/Fotodesign und besonders interessierte junge Fotograf/innen unter 28 Jahren aus Deutschland ihre Arbeiten einreichen.

Thema sind die Menschenrechte und ihre Bedeutung im Alltag. Die Teilnehmer/innen sind aufgerufen, jeweils drei Artikel aus der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte auszusuchen und mit je drei Fotografien kreativ darzustellen.



Menschenrechtschutz durch kommunale Friedhofssatzung

17. März 2014 | Von

Die Stadt Nürnberg will, wie einige andere Kommunen, internationale Menschenrechtsstandards auch auf kommunaler Ebene zur Geltung bringen. Mit ihrer Friedhofssatzung, die Grabsteine aus ausbeuterischer Kinderarbeit von städtischen Friedhöfen fernzuhalten sucht, ist die Stadt nach etlichen Instanzen nun beim Bundesverwaltungsgericht gescheitert (zur Vorgeschichte s. den Beitrag von Ralf Gutmann)



Beiträge zur Beschneidungsdebatte

4. Februar 2014 | Von

Im Dezember 2012 verabschiedete der Deutsche Bundestag das Gesetz zur „Beschneidung des männlichen Kindes“, das Beschneidungen nach den Regeln der ärztlichen Kunst, der elterlichen Zustimmung und unter hinreichender Berücksichtigung des Kindeswohls rechtlich erlaubt. Doch bleiben noch viele rechtliche Fragen offen und die öffentliche Debatte um religiös motivierte Beschneidungen von Jungen hält an. In den nachfolgenden

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Internationale Konferenz: Das Recht, das uns zu Menschen macht – Ein Überblick

7. Mai 2013 | Von

Im November 2008 veranstaltete die Stiftung “Erinnerung, Verantwortung und Zukunft” gemeinsam mit dem Nürnberger Menschenrechtszentrum eine internationale Konferenz mit dem Titel “Das Recht, das uns zu Menschen macht. Menschenrechte als Antwort auf historisches und aktuelles Unrecht”. Die Veranstalter wollten mit dieser Tagung ein Forum schaffen, um aktuelle Menschenrechtsfragen im Lichte jener Unrechtserfahrungen, die 1948 zur Erklärung der Menschenrechte geführt haben, zu diskutieren.[…]



Revolution in Bildern – Streetart und Graffiti in Kairo als Medium ungekannter Meinungsfreiheit

18. Oktober 2012 | Von

von Andrea Dänzer   1. Einleitung Was Ende 2010 mit der Verzweiflungstat eines Einzelnen – der Selbstverbrennung des tunesischen Gemüsehändlers Muhammad Bouazizi – begann, entwickelte sich zum rasenden Lauffeuer von Protesten in der arabischen Welt und setzte Entwicklungen in Gang, die fast keiner mehr für möglich gehalten hatte. Die arabischen Völker begehrten mit der Forderung

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Gewaltsames Verschwindenlassen – mehr als ein Verbrechen

30. August 2012 | Von

Gemeinsame Erklärung der UN-Arbeitsgruppe über gewaltsames und unfreiwilliges Verschwindenlassen und des UN-Ausschusses über gewaltsames Verschwindenlassen aus Anlass des 2. Internationalen Tags der Opfer gewaltsamen Verschwindenlassens am 30. August 2012

GENF (30. August 2012) – „Gewaltsames Verschwindenlassen ist mehr als ein Verbrechen“, das erklärten heute zwei Fachgremien der Vereinten Nationen, die sich mit dem gewaltsamen Verschwindenlassen beschäftigen, aus Anlass des zweiten Internationalen Tags der Opfer gewaltsamen Verschwindenlassens. „Es ist ein Handeln, das den Kern menschlichen Verhaltens negiert und unvereinbar ist mit den tiefsten Werten jeder menschlichen Gesellschaft.“ […]



Menschenrechte haben Geschichte

8. August 2012 | Von

Die Personen hinter der Geschichte

1948 verabschiedete die UNO Generalversammlung eine „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“, die seither zum meistzitierten, in zahllose Sprachen übersetzten Menschenrechtsdokument geworden ist. Seinerzeit war die Erklärung aber keineswegs das einzige wichtige Dokument. Sie war eines in einer ganzen Reihe von Instrumenten, mit denen man nach der „Barbarei“ (so die Präambel zur AEMR) von Faschismus und Weltkrieg eine neue menschenrechtliche Ordnung der Welt begründen wollte. In lockerer Folge stellen wir an dieser Stelle Persönlichkeiten vor, die an diesen Prozessen wichtigen Anteil hatten. […]



Herbert Vere Evatt (1894 – 1965) Australien

8. August 2012 | Von

von Rainer Huhle

Am 10. Dezember 1948 fast um Mitternacht gab der Präsident der UNO-Vollversammlung im Palais de Chaillot in Paris das Ergebnis der Abstimmung über den Gesamttext der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte bekannt. 48 Staaten hatten mit Ja gestimmt, acht hatten sich enthalten. Er beglückwünschte die Delegierten zu ihrem Votum und merkte an, dass dies zweifellos ein historischer Beschluss gewesen sei, der aber nur der erste Schritt auf dem Weg zu einer verbindlichen Menschenrechtsordnung in der Welt sein könne, dem weitere folgen müssten. […]



Henri Laugier (1888 – 1973) Frankreich

8. August 2012 | Von

von Rainer Huhle

 Der Arzt, Biologe und Bildungs- und Wissenschaftspolitiker Henri Laugier bekleidete einen der angesehensten Posten im französischen Wissenschaftsbetrieb, als 1939 Hitler den Zweiten Weltkrieg begann und Frankreich überfiel. Er war Direktor des CNRS, des großen nationalen Forschungsverbands Frankreichs, vergleichbar vielleicht den Max-Planck-Instituten in Deutschland. Doch als Marschall Pétain die Macht ergriff und seine Regierung in Vichy als willfähriges Instrument der NS-Herrschaft und -Ideologie etablierte, zögerte er nicht, warf die Karriere hin und ging ins Exil. […]